Robert Spaemann über Amoris laetitia: „Das Chaos wurde mit einem Federstrich zum Prinzip erhoben.“

Robert Spaemann zu "Amoris Laetitia": "Bruch mit Lehrtradition"
Robert Spaemann zu "Amoris Laetitia": "Bruch mit Lehrtradition"

(Rom/Stuttgart)  Das nach­syn­oda­le Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia von Papst Fran­zis­kus bewegt die Gemü­ter. Die katho­li­sche Kir­che wirkt unru­hi­ger denn je. In einem Inter­view mit CNA, nahm der bekann­te deut­sche Phi­lo­soph Robert Spa­e­mann dazu Stel­lung und kon­sta­tiert einen „Bruch mit der Lehr­tra­di­ti­on“. Das „Cha­os“ sei „mit einem Feder­strich zum Prin­zip erho­ben“ wor­den. Das Inter­view führ­te Ani­an Chri­stoph Wimmer.

„Folgerungen, die mit der Lehre der Kirche nicht kompatibel gemacht werden können“

Spa­e­mann stell­te im CNA-Inter­view fest, daß Amo­ris lae­ti­tia „Fol­ge­run­gen zulässt, die mit der Leh­re der Kir­che nicht kom­pa­ti­bel gemacht wer­den kön­nen“. Der Arti­kel 305 mit der Anmer­kung 351, wonach Gläu­bi­ge „mit­ten in einer objek­ti­ven Situa­ti­on der Sün­de“, den­noch „auf Grund mil­dern­der Fak­to­ren“ zu den Sakra­men­ten zuge­las­sen wer­den kön­nen, „wider­spricht direkt dem Arti­kel 84 des Schrei­bens Fami­lia­ris Con­sor­tio von Johan­nes Paul II.“, so Spaemann.

Der deut­sche Phi­lo­soph wider­spricht der Behaup­tung von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, eine Ände­rung der Pra­xis der Sakra­men­ten­spen­dung sei ledig­lich eine „Wei­ter­ent­wick­lung von Fami­lia­ris Con­sor­tio“. „Die Kir­che hat“, so Spa­e­mann, „kei­ne Voll­macht, ohne vor­he­ri­ge Umkehr, unge­ord­ne­te sexu­el­le Bezie­hun­gen durch die Spen­dung von Sakra­men­ten posi­tiv zu sank­tio­nie­ren und damit der Barm­her­zig­keit Got­tes vor­zu­grei­fen. Ganz gleich wie die­se Situa­tio­nen mensch­lich und mora­lisch zu beur­tei­len sind. Die Tür ist hier „” wie beim Frau­en­prie­ster­tum „” verschlossen.“

Gott ken­ne den Men­schen bes­ser „als die­ser sich selbst kennt“. Das christ­li­che Leben sei „aber nicht eine päd­ago­gi­sche Ver­an­stal­tung bei der man sich auf die Ehe als einem Ide­al zube­wegt, wie das Amo­ris Lae­ti­tia an vie­len Stel­len nahe­zu­le­gen scheint.“ Der gan­ze Bereich der Bezie­hun­gen, „ins­be­son­de­re der Sexua­li­tät betrifft die Wür­de des Men­schen, sei­ne Per­so­na­li­tät und Frei­heit. Er hat etwas mit dem Leib als einem „Tem­pel Got­tes“ zu tun (1 Kor 6,19). Jede Ver­let­zung die­ses Bereichs, mag sie noch so oft vor­kom­men, ist daher auch eine Ver­let­zung der Bezie­hung zu Gott, zu der die Chri­sten sich beru­fen wis­sen, eine Sün­de gegen sei­ne Hei­lig­keit, und bedarf immer wie­der der Rei­ni­gung und Umkehr.“

„Kirche hat nicht die Vollmacht bestehende Grenzen zu überschreiten und der Barmherzigkeit Gottes Gewalt anzutun“

Got­tes Barm­her­zig­keit bestehe gera­de dar­in, „die­se Umkehr immer neu zu ermög­li­chen. Natür­lich ist sie nicht an bestimm­te Gren­zen gebun­den, aber die Kir­che ihrer­seits ist der Ver­kün­di­gung der Umkehr ver­pflich­tet und hat nicht die Voll­macht durch die Spen­dung von Sakra­men­ten bestehen­de Gren­zen zu über­schrei­ten und der Barm­her­zig­keit Got­tes Gewalt anzu­tun. Das wäre ver­mes­sen. Kle­ri­kern, die sich an die bestehen­de Ord­nung hal­ten, ver­ur­tei­len des­halb nie­man­den, son­dern berück­sich­ti­gen und ver­kün­den die­se Gren­ze zur Hei­lig­keit Gottes.“

Spa­e­mann woll­te in Amo­ris lae­ti­tia ange­deu­tet Unter­stel­lun­gen gegen Prie­ster, sie wür­den „sich hin­ter der Leh­re der Kir­che ver­stecken“ und „sich auf den Stuhl des Moses set­zen“, um „Fels­blöcke … auf das Leben von Men­schen“ zu wer­fen (Arti­kel 305), „nicht kom­men­tie­ren“. Er füg­te jedoch hin­zu, daß dabei „miss­ver­ständ­lich auf die ent­spre­chen­den Stel­le des Evan­ge­li­ums ange­spielt wird.“

„Es gibt hier nur eine klare Ja-Nein-Entscheidung, Kommunion geben oder nicht geben“

Ent­ge­gen dem Wunsch von Papst Fran­zis­kus, sei die Kon­zen­tra­ti­on auf umstrit­te­ne Text­stel­len „völ­lig berech­tigt“. „Man kann bei einem päpst­li­chen Lehr­schrei­ben nicht erwar­ten, dass sich die Men­schen an einem schö­nen Text erfreu­en und über ent­schei­den­de Sät­ze, die die Leh­re der Kir­che ver­än­dern, hin­weg­se­hen. Es gibt hier tat­säch­lich nur eine kla­re Ja-Nein-Ent­schei­dung. Kom­mu­ni­on geben oder nicht geben, dazwi­schen gibt es kein Mitt­le­res“, so Spaemann.

Ihm fal­le es „schwer zu ver­ste­hen“, was Papst Fran­zis­kus mit der mehr­fach in Amo­ris lae­ti­tia genann­ten Aus­sa­ge mei­ne, daß „nie­mand auf ewig ver­ur­teilt wer­den“ dür­fe. „Dass die Kir­che nie­man­den per­sön­lich ver­ur­tei­len darf, schon gar nicht ewig, was sie ja Gott sei Dank auch gar nicht kann, ist ja klar. Wenn es aber um sexu­el­le Ver­hält­nis­se geht, die objek­tiv der christ­li­chen Lebens­ord­nung wider­spre­chen, so wür­de ich ger­ne vom Papst wis­sen, nach wel­cher Zeit und unter wel­chen Umstän­den sich eine objek­tiv sünd­haf­te, in eine gott­ge­fäl­li­ge Ver­hal­tens­wei­se ver­wan­delt. Dass es sich um einen Bruch han­delt ergibt sich zwei­fel­los für jeden den­ken­den Men­schen, der die ent­spre­chen­den Tex­te kennt.“

Spa­e­mann unter­zieht auch die Hin­ter­grün­de, die zu Amo­ris lae­ti­tia geführt haben, einer kri­ti­sche Analyse:
„Dass Fran­zis­kus sei­nem Vor­gän­ger Johan­nes Paul II. mit kri­ti­scher Distanz gegen­über­steht, zeich­ne­te sich schon ab, als er ihn zusam­men mit Johan­nes XXIII. hei­lig­ge­spro­chen hat, für den er eigens das, für Hei­lig­spre­chun­gen erfor­der­li­che, zwei­te Wun­der fal­len­ließ. Dies wur­de von vie­len zurecht als mani­pu­la­tiv emp­fun­den. Es hat­te den Anschein, als woll­te der Papst die Bedeu­tung von Johan­nes Paul II. relativieren.“

„Reine Situationsethik – bei Jesuiten schon im 17. Jahrhundert zu finden“

Das „eigent­li­che Pro­blem aber“ sei eine „seit vie­len Jah­ren, schon bei den Jesui­ten im 17. Jahr­hun­dert zu fin­den­de, ein­fluss­rei­che Strö­mung in der Moral­theo­lo­gie, die eine rei­ne Situa­ti­ons­ethik ver­tritt“, so Spaemann.

Papst Fran­zis­kus habe hin­ge­gen auch mit der Enzy­kli­ka Veri­ta­tis Sple­ndor von Johan­nes Paul II. gebro­chen: „Die vom Papst in Amo­ris Lae­ti­tia ange­führ­ten Zita­te von Tho­mas von Aquin schei­nen die­se Rich­tung zu stüt­zen. Hier wird aber über­se­hen, dass Tho­mas objek­tiv sünd­haf­te Hand­lun­gen kennt, für die es kei­ne situa­ti­ven Aus­nah­men gibt. Zu ihnen gehö­ren auch alle sexu­ell unge­ord­ne­ten Ver­hal­tens­wei­sen. Wie zuvor schon Karl Rah­ner in den 1950-iger Jah­ren in einem Auf­satz, der alle wesent­li­chen, noch heu­te gül­ti­gen Argu­men­te ent­hält, hat Johan­nes Paul II. die Situa­ti­ons­ethik abge­lehnt und in sei­ner Enzy­kli­ka Veri­ta­tis Sple­ndor ver­ur­teilt. Auch mit die­sem Lehr­schrei­ben bricht Amo­ris Lae­ti­tia. Dabei dür­fen wir nicht ver­ges­sen, dass es Johan­nes Paul II. war, der sein Pon­ti­fi­kat unter das The­ma der gött­li­chen Barm­her­zig­keit gestellt hat, ihr sei­ne zwei­te Enzy­kli­ka wid­me­te, in Kra­kau das Tage­buch der Schwe­ster Fausty­na ent­deck­te und sie spä­ter hei­lig­sprach. Er ist ihr authen­ti­scher Interpret.“

Die „Fol­gen“ von Amo­ris lae­ti­tia sei­en „jetzt schon abzu­se­hen: „Ver­un­si­che­rung und Ver­wir­rung von den Bischofs­kon­fe­ren­zen bis zum klei­nen Pfar­rer im Urwald. Vor weni­gen Tagen drück­te mir gegen­über ein Prie­ster aus dem Kon­go sei­ne Rat­lo­sig­keit ange­sichts die­ses Lehr­schrei­bens und des Feh­lens kla­rer Vor­ga­ben aus. Nach den ent­spre­chen­den Text­stel­len von Amo­ris Lae­ti­tia kön­nen bei nicht wei­ter defi­nier­ten „mil­dern­den Umstän­den“ nicht nur die Wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen, son­dern alle, die in irgend­ei­ner „irre­gu­lä­ren Situa­ti­on“ leben, ohne das Bemü­hen ihre sexu­el­len Ver­hal­tens­wei­sen hin­ter sich zu las­sen, das heißt ohne Beich­te und Umkehr, zur Beich­te and­rer Sün­den und zur Kom­mu­ni­on zuge­las­sen werden.“

„Das Chaos wurde mit einem Federstrich zum Prinzip erhoben.“

Jeder Prie­ster, der sich die bis­her gel­ten­de Sakra­men­ten­ord­nung hal­te, „kann von Gläu­bi­gen gemobbt und von sei­nem Bischof unter Druck gesetzt wer­den. Rom kann nun die Vor­ga­be machen, dass nur noch ‚barm­her­zi­ge‘ Bischö­fe ernannt wer­den, die bereit sind, die bestehen­de Ord­nung auf­zu­wei­chen. Das Cha­os wur­de mit einem Feder­strich zum Prin­zip erhoben.“

Der Papst hät­te „wis­sen sol­len, dass er mit einem sol­chen Schritt die Kir­che spal­tet und in Rich­tung eines Schis­mas führt. Ein Schis­ma, das nicht an der Peri­phe­rie son­dern im Her­zen der Kir­che ange­sie­delt wäre. Gott möge das ver­hü­ten“, so Spaemann.

„Anliegen, daß Kirche Selbstbezogenheit überwinden soll, ist durch Amoris Laetitia auf unabsehbare Zeit zunichte gemacht worden“

„Eines scheint mir jedoch sicher: Das Anlie­gen die­ses Pon­ti­fi­kats, dass die Kir­che ihre Selbst­be­zo­gen­heit über­win­den soll, um frei­en Her­zens auf die Men­schen zuge­hen zu kön­nen, ist durch die­ses Lehr­schrei­ben auf unab­seh­ba­re Zeit zunich­te gemacht wor­den.“ Es wer­de, so Spa­em­nann, zu einem wei­te­ren Säku­la­ri­sie­rungs­schub und Rück­gang der Prie­ster­zah­len kom­men. „Es ist ja schon seit län­ge­rem zu beob­ach­ten, dass Bischö­fe und Diö­ze­sen mit ein­deu­ti­ger Hal­tung in Sachen Glau­be und Moral den größ­ten Prie­ster­nach­wuchs haben.“ Man wer­de an die Wor­te des hei­li­gen Pau­lus im Korin­ther­brief erin­nert „wenn die Trom­pe­te kei­nen deut­li­chen Klang gibt, wer wird dann zu den Waf­fen (des Hei­li­gen Gei­stes) grei­fen?“ (1 Kor. 14,8).

„Jeder einzelne Kardinal, Bischof und Priester ist aufgefordert, die Sakramentenordnung aufrecht zu erhalten“

Auf die Fra­ge, wie es denn nun wei­ter­ge­hen sol­le, sag­te Spa­e­mann: „Jeder ein­zel­ne Kar­di­nal, aber auch jeder Bischof und Prie­ster ist auf­ge­for­dert, in sei­nem Zustän­dig­keits­be­reich die katho­li­sche Sakra­men­ten­ord­nung auf­recht zu erhal­ten und sich öffent­lich zu ihr zu beken­nen. Falls der Papst nicht dazu breit ist, Kor­rek­tu­ren vor­zu­neh­men, bleibt es einem spä­te­ren Pon­ti­fi­kat vor­be­hal­ten, die Din­ge offi­zi­ell wie­der ins Lot zu bringen.“

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: CNA (Screen­shot)

4 Kommentare

  1. Robert Spa­e­mann ist ein Mann des schar­fen Ver­stan­des. Das Lavie­ren, das man die­ser Tage allent­hal­ben in der Kir­che beob­ach­ten kann, hat ja irgend­wann dann doch mal ein Ende, wenn es nicht gänz­lich lächer­lich wer­den soll. Selbst­ver­ständ­lich hat Papst Fran­zis­kus mit sei­nem Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia eine tief­grei­fen­de Kri­se inner­halb der Kir­che her­bei­ge­führt, mit unab­seh­ba­ren Fol­gen. Amo­ris lae­ti­tia steht eben nicht mehr in der Kon­ti­nui­tät der Leh­re, ja Amo­ris lae­ti­tia rich­tet sich expli­zit gegen die­se Kon­ti­nui­tät, wobei dann wirk­lich alles, was die Kir­che zum Glau­ben lehrt, frag­wür­dig wird. Im Grun­de ist es die Bank­rott­erklä­rung pro­gres­si­ver Theo­lo­gie, die den heil­lo­sen Zustand unse­rer Zeit dadurch zu über­win­den glaubt, dass man ihn nicht mehr als sol­chen ansieht. Damit ver­kehrt sich aber Moral in ihr Gegen­teil, sie wird zu einer sinn­ent­leer­ten Pose, die nicht mehr zwi­schen Gut und Böse zu unter­schei­den weiß, ja es nicht ein­mal will. Die Schöp­fungs­ord­nung wird zum Schöp­fungs­cha­os, in dem alles mit allem gleich ist. Man fragt sich, wel­che Got­tes-Vor­stel­lung sich da ins­ge­heim aus­drückt. Ein Schöp­fer, der eine chao­ti­sche Welt ins Dasein ruft? Und was hat dann noch der Kreu­zes­tod des Erlö­sers für eine Bedeutung?

    In sei­nem Buch über Duns Sco­tus hebt Eti­en­ne Gil­son ziem­lich am Ende des Buches her­vor: „Für den ersten Gesichts­punkt kommt das Urteil aus­schließ­lich dem Lehr­amt der Kir­che zu, die für einen katho­li­schen Theo­lo­gen allein das depo­si­tum fidei besitzt. Jede Theo­lo­gie, die der Offen­ba­rung oder dem Dog­ma wider­spricht, ist falsch, inso­fern sie ihnen wider­spricht. Die Auto­ri­tät der Kir­che urteilt dar­über, ob sie ihnen wider­spricht. Die­ses Urteil ist ohne Beru­fung; und da es nur lang­sam dazu kom­men kann, nach den Jah­ren oder sogar den Jahr­hun­der­ten, die erfor­der­lich sind, um eine Leh­re unter Beweis zu stel­len, kön­nen lan­ge Zeit freie The­sen in jedem Augen­blick auf­hö­ren, frei zu sein…Nicht allein die Ach­tung vor dem Lehr­amt der Kir­che, son­dern auch das Wesen der Theo­lo­gie selbst for­dern die unbe­ding­te Ach­tung der geof­fen­bar­ten Wahr­heit und der Dog­men, die sie defi­nie­ren: ein intel­lec­tus fidei, der sich über den Glau­ben täusch­te, ist ein wider­spruchs­vol­ler Begriff;…“

  2. Irgend­wie habe ich das Gefühl, es wird nicht bes­ser, wenn immer noch einer die päpst­li­che Ver­laut­ba­rung nachtarockt.

    • Es ist für die Heils­ge­schich­te und theo­lo­gisch total bedeu­tungs­los, wel­che Gefüh­len Sie oder ich irgend­wo und/oder irgend­wie haben.
      Etwas fun­da­men­tal Schlech­tes kann durch Rela­ti­vie­ren, Umin­ter­pre­tie­ren oder Ver­schwei­gen nicht bes­ser werden.
      Das Hir­ten­amt, a prio­ri das des Vica­ri­us Chri­sti, ist auch kein Kar­ten­spiel (Tarock).
      Und Sie ver­wen­den das Wort „nachtarocken“ falsch:
      „Nachtarocken“ heißt, daß man nach einem ersten guten Schlag jetzt den zwei­ten Stich nachlegt.
      Daß Fran­zis­kus mit „Amo­ris Lae­ti­tia“ jetzt „einen guten Schlag gemacht hat“, möch­te ich bei den vie­len irri­ta­tio­nen und dem lau­ten Auf­schrei bezweifeln.
      Und Robert Spa­e­mann hat bis jetzt erst die­ses Papier auf­merk­sam gele­sen und sich dar­über Gedan­ken gemacht, wie von Fran­zis­kus selbst aus­drück­lich gewünscht (Sie gehen hier dia­me­tral gegen die Wün­sche v. Fran­zis­kus ein).

      Es ist viel Einfacher:
      Mit Amo­ris Lae­ti­tia hat eine Deto­nie­rung in der Post­kon­zils­kir­che statt­ge­fun­den mit Abkehr von dem Depo­si­tum fidei.
      Und Robert Spa­e­mann hat das objek­tiv beschrieben.

      Ihr Posting erin­nert mich stark an die Berich­te und Auf­ru­fe am Anfang der Schlacht von Lan­ge­marck (Okt.-Nov.2014):
      („Lan­ge­marck-Legen­de und Wirk­lich­keit“- v. Karl Unruh (Ber­nard & Grae­fe 1986/1995)
      Erst sehr viel Unsinn, wil­der und hoh­ler Patrio­tis­mus, dann gewal­ti­ges Leid und tota­le Nie­der­la­ge, und erst nach 2 Wochen Kampf ein genau­er Lage­be­richt (43. Divi­si­on, Befehl mit Bericht v. 29. Okto­ber 1914 / S. 125).
      Der bit­te­re Kom­men­tar dahin­ten gilt auch jetzt für Robert Spa­e­manns Erklä­run­gen im Interview:
      „Das war etwas ande­res als das Gewäsch des Armee­ober­be­fehls­ha­bers“ (sic K. Unruh)

      L‘ histoire se répète.

      • sor­ry, Nachtarocken hat im Baye­ri­schen schon eher die Bedeu­tung von Nach­tre­ten, Nach­kar­ten, noch­mals Durchnudeln…

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