Junge Katholiken protestieren gegen „Mißbrauch“ der Kathedrale von Buenos Aires für jüdische „Gedenkliturgie“

Spannungsgeladenes Umfeld in argentinischer Kathedrale(Bue­nos Aires) Ein Erbe Jor­ge Mario Ber­go­gli­os in Bue­nos Aires. Wie bereits in den ver­gan­ge­nen Jah­ren fand am 12. Novem­ber erneut eine „Holo­caust­ge­den­k­lit­ur­gie“ in der katho­li­schen Kathe­dra­le von Bue­nos Aires statt (sie­he eige­nen Bericht B’nai B’rith „Geden­k­lit­ur­gie“ in Kathe­dra­le von Bue­nos Aires mit Kar­di­nal Ber­go­glio). Gegen den Miß­brauch einer katho­li­schen Kir­che für eine nicht-katho­li­sche Lit­ur­gie pro­te­stier­ten jun­ge Katho­li­ken mit einer schrift­li­chen Erklä­rung. Als die „jüdisch-inter­re­li­giö­se Geden­k­lit­ur­gie“ anfing, began­nen die jun­gen Katho­li­ken den Rosen­kranz zu beten. Damit muß­te die „Gedenk­ver­an­stal­tung unter­bro­chen wer­den.

Seit 1994 ver­an­stal­tet die jüdi­sche Orga­ni­sa­ti­on B’nai B’rith gemein­sam mit einer Kom­mis­si­on für Öku­me­ne und Inter­re­li­giö­sen Dia­log eine Gedenk­stun­de zur Reichs­kri­stall­nacht und der Juden­ver­fol­gung durch das natio­nal­so­zia­li­sti­sche Regime in Euro­pa vor 1945. Unter Jor­ge Mario Ber­go­glio, als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires, wur­de als Ver­an­stal­tungs­ort seit 2005 immer eine katho­li­schen Kir­che der argen­ti­ni­schen Haupt­stadt gewählt und von der Erz­diö­ze­se zur Ver­fü­gung gestellt. 2008 und 2012 fand die B’nai B’rith-Ver­an­stal­tung in der Kathe­dra­le von Bue­nos Aires statt. Katho­li­ken fra­gen sich seit­her, war­um von einer jüdi­schen Loge ein jüdi­sches Geden­ken für jüdi­sche Opfer mit einer jüdisch-inter­re­li­giö­sen „Lit­ur­gie“ aus­ge­rech­net in einer katho­li­schen Kir­che abge­hal­ten wer­den müs­se.

Warum findet jüdisches Gedenken an jüdische Opfer mit einem jüdischen Ritus in einer katholischen Kirche statt?

Kristallnacht 2013: Laut Plakat und Programmheft keine Gedenkveranstaltung, sondern eine jüdisch-interreligiöse "Gedenkliturgie"Die Kathe­dra­le scheint inzwi­schen zum stän­di­gen Ver­an­stal­tungs­ort zu wer­den. Der neue von Papst Fran­zis­kus nach sei­ner Wahl ernann­te Erz­bi­schof Poli setz­te die Linie Ber­go­gli­os fort. In der Kathe­dra­le wur­de auch in die­sem Jahr eine „inter­re­li­giö­se Lit­ur­gie“ gefei­ert, die von Rab­bi Leon Kle­nicki und dem katho­li­schen Theo­lo­ge Euge­ne Fischer aus­ge­ar­bei­tet wur­de „mit Zeu­gen, Gesän­gen und Hin­wei­sen auf die Nacht des 9. Novem­ber 1938 in Deutsch­land und Öster­reich, die als Beginn des jüdi­schen Holo­caust des 20. Jahr­hun­derts oder der Sho­ah gilt.“

An der „Geden­k­lit­ur­gie“ nah­men in die­sem Jahr erneut Ver­tre­ter ver­schie­de­ner Reli­gio­nen und Kon­fes­sio­nen teil, dar­un­ter Rab­bi Abra­ham Skorka, Papst­freund und Rek­tor des Rab­bi­nen­se­mi­nars für Latein­ame­ri­ka; Pastor Cal­vo von der Ver­ei­nig­ten Luthe­ri­schen Kir­che; Pasto­rin Igle­sia von der bap­ti­sti­schen Kir­che der Jün­ger Cri­sti; Pastor Lopez von einer Igle­sia Dina­mar­que­sa; Pasto­rin Pons von den Metho­di­sten, der jüdi­sche Rab­bi Shalom und Erz­bi­schof Mario Aure­lio Poli von Bue­nos Aires teil. Sie alle nah­men im Altar­raum Platz. Gemäß Ritu­al wur­de für jeden ein Leuch­ter mit Ker­ze auf­ge­stellt, die im Lau­fe der Ver­an­stal­tung ent­zün­det wer­den soll­te.

Desinformation durch die Medien

Über den Pro­test jun­ger Katho­li­ken gegen die Ver­an­stal­tung schrieb die argen­ti­ni­sche Pres­se von „Rech­ten“, „jun­gen katho­li­schen Fun­da­men­ta­li­sten“, „fana­ti­schen ultra­kon­ser­va­ti­ven Katho­li­ken“ und „Exal­tier­ten“. Die Tages­zei­tung La Naci­on behaup­te­te zudem, es hand­le sich um eine Pro­test­ak­ti­on der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. Die Eti­ket­ten wur­den schnell ver­teilt. Ist aber Eine jüdi­sche Ver­an­stal­tung in einer katho­li­schen Kir­che per se gut, und katho­li­sche Kri­tik dar­an per se schlecht? So ein­fach lie­gen die Din­ge eben nicht.

Gegen die umstrit­te­ne Ver­an­stal­tung mit zwei­fel­haf­tem, syn­kre­ti­sti­schen Ritua­len pro­te­stier­te nicht die Pius­bru­der­schaft, son­dern eine Grup­pe jun­ger Katho­li­ken. Dazu  auf­ge­ru­fen hat­te die katho­li­sche Inter­net­sei­te Pagi­na Cato­li­ca. Die Katho­li­ken ver­teil­ten Flug­blät­ter, mit denen sie die „Ver­fol­gung der Juden durch die Nazis“ aus­drück­lich ver­ur­teil­ten. Gleich­zei­tig pro­te­stier­ten sie jedoch gegen die miß­bräuch­li­che Nut­zung einer katho­li­schen Kathe­dra­le für eine nicht-katho­li­sche Lit­ur­gie. Zur Abhal­tung einer Gedenk­ver­an­stal­tung zur Kri­stall­nacht gebe es aus­rei­chend Säle und Hal­len, so die Kri­ti­ker. Als die jüdisch-inter­re­li­giö­se „Geden­k­lit­ur­gie“ in der Kathe­dra­le anfing, began­nen die jun­gen Katho­li­ken hör­bar den Rosen­kranz zu beten. Eini­ge der jun­gen Katho­li­ken gin­gen bis zum Altar­raum vor, wo die ver­schie­de­nen Reli­gi­ons­ver­tre­ter Platz genom­men hat­ten. Sie mach­ten im Gegen­satz zu den mei­sten nicht-katho­li­schen Anwe­sen­den vor dem Aller­hei­lig­sten eine Knie­beu­ge und über­reich­ten Erz­bi­schof Poli, dem Apo­sto­li­schen Nun­ti­us und den ande­ren Teil­neh­mern ihren Pro­test.

Junge Katholiken beten den Rosenkranz und überreichen Erklärung gegen Profanierung der Kathedrale

Die jun­gen Katho­li­ken mach­ten dar­auf auf­merk­sam, daß laut kirch­li­cher Leh­re in einer katho­li­schen Kir­che aus­schließ­lich die katho­li­sche Lit­ur­gie zele­briert wer­den darf. Sie baten dar­um, die Pro­fa­nie­rung der Kathe­dra­le zu ver­mei­den und teil­ten mit, zur höhe­ren Ehre Got­tes den Rosen­kranz zu beten.

Parlamentsabgeordneter Amadeo, Mitglied der Gemeinschaft Sant'Egidio beschimpft betende Katholiken als "miserbale Nazis"Erz­bi­schof Poli ließ die jun­gen Katho­li­ken als „Stö­ren­frie­de“ auf­for­dern, die Kathe­dra­le zu ver­las­sen, was von den Geden­k­lit­ur­gie­teil­neh­mern mit Applaus bedacht wur­de. Die jun­gen Katho­li­ken bete­ten jedoch wei­ter. Die „Geden­k­lit­ur­gie“ konn­te nicht fort­ge­setzt wer­den. Eine hal­be Stun­de herrsch­te gro­ße Unru­he unter den Anwe­sen­den. „Die Kathe­dra­le hör­te sich wie eine auf­ge­scheuch­te Hal­le an. Die Gedenk­ver­an­stal­tungs­teil­neh­mer benah­men sich wie in irgend­ei­nem Saal. Sie rede­ten, gesti­ku­lier­ten, gin­gen hin und her und began­nen schließ­lich auf uns Beter ein­zu­re­den. Man­che freund­lich, man­cher hart und belei­di­gend“, wie ein jun­ger Katho­lik berich­te­te. Die Unter­bre­chung der „Geden­k­lit­ur­gie“ ließ man­che Teil­neh­mer jede Con­ten­an­ce ver­lie­ren. Eini­ge nicht-katho­li­sche, aber auch katho­li­sche Gedenk­ver­an­stal­tungs­teil­neh­mer beschimpf­ten die Beter als „Ver­rück­te“, „Fun­da­men­ta­li­sten“, „Reak­tio­nä­re“ und sogar als „Nazis“.

Junge Katholiken werden als „Spinner“ und „Nazis“ beschimpft

„Geschmack­lo­sig­kei­ten, wenn man bedenkt, daß wir als Katho­li­ken in einer katho­li­schen Kir­che beten und uns dafür von Nicht-Katho­li­ken beschimp­fen las­sen müs­sen, ohne daß unser Bischof etwas dage­gen unter­nom­men hät­te“, so einer der Beter. Der Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­te Edu­ar­do Ama­deo, der der Gemein­schaft Sant’Egidio nahe­steht, beschimpf­te die jun­gen Katho­li­ken als „mise­ra­ble Nazis“. „Wie kann es nur sein, daß ein sol­cher Mann in ein so hohes Amt kommt?“, fragt Pagi­na Cato­li­ca.

Laut Pagi­na Cato­li­ca schei­nen sich die mei­sten Nicht-Katho­li­ken, ob Juden oder Nicht-Juden nicht bewußt zu sein, was eine katho­li­sche Kir­che ist und daß in ihr Chri­stus im Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment real gegen­wär­tig ist. Das Aller­hei­lig­ste war für die Ver­an­stal­tung nicht aus der Kathe­dra­le ent­fernt wor­den. Der Groß­teil der anwe­sen­den Juden gehört dem libe­ra­len Juden­tum an, dem wahr­schein­lich das nöti­ge Ver­ständ­nis für den Sakral­raum fehlt, so Pagi­na Cato­li­ca. Um so ver­ant­wor­tungs­lo­ser sei es von der Diö­ze­san­lei­tung aus­ge­rech­net eine katho­li­sche Kir­che, im kon­kre­ten Fall sogar die Bischofs­kir­che, für eine nicht-katho­li­sche Ver­an­stal­tung zur Ver­fü­gung zu stel­len, so die Inter­net­sei­te, die zum Gebets­pro­test auf­ge­ru­fen hat­te.

„Not­wen­di­ger und drin­gend gebo­te­ner als die Ver­an­stal­tung unter fal­scher Flag­ge, die in Bue­nos Aires statt­fand, wäre eine katho­li­sche Geden­k­lit­ur­gie zur ‚Kri­stall­nacht‘ der Chri­sten, die auf der gan­zen Welt wegen ihres Glau­bens ermor­det wer­den, heu­te und jetzt“, so die katho­li­sche Inter­net­sei­te Con­ci­lio e Post­con­ci­lio. Ein ent­spre­chen­der Vor­schlag stammt von der bri­ti­schen Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­ten Fio­na Bruce, die sich dabei auf die Berich­te zur Chri­sten­ver­fol­gung der katho­li­schen Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Kir­che in Not und den ehe­ma­li­gen Ober­rab­bi­ner von Eng­land, Jona­than Sacks stütz­te, der gesag­te hat­te: Die Chri­sten­ver­fol­gung von heu­te „ist eine mensch­li­che Tra­gö­die, die statt­fin­det, ohne daß man Notiz davon nimmt. Sie ist das reli­giö­se Äqui­va­lent zur eth­ni­schen Säu­be­rung“.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Pagi­na Cato­li­ca

37 Kommentare

    • Jeder, der seit Jesu Kreuz­tod und Auf­er­ste­hung am Juden­tum fest­hält, stellt sich gegen den Mes­si­as, gegen den gül­ti­gen Neu­en Bund. Umge­kehrt wäre eine Hei­li­ge Mes­se im Römi­schen Ritus von 1962 in einer Syn­ago­ge Grund zu größ­ter Empö­rung in den Rei­hen der Gut­men­schen.

    • das denk ich auch. Das war übri­gens das Erste, was mir ein­fiel… wir dür­fen nicht lau sein, wenn wir sol­che anti­ka­tho­li­schen Zumu­tun­gen sehen! unter dem deck­man­tel der tole­ranz wird uns viel auf­ge­zwun­gen!!

  1. Mei­nen Respekt für die­se muti­gen, jun­gen Beken­ner! Eigent­lich müß­te bei jeder ver­kom­me­nen Lit­ur­gie in einer katho­li­schen Kri­che ein sol­cher Pro­test fol­gen bis Schluß ist mit den Litru­gie­miß­bräu­chen!

  2. Bei den Pro­te­stan­ten kennt man das: Frei­mau­rer hal­ten Zere­mo­nien, in denen das Chri­sten­tum voll­kom­men ent­stellt wird, in kir­chen­ähn­li­chen Gebäu­den die­ser Deno­mi­na­tio­nen ab. Noch bewer­tet die nach­kon­zi­lia­re Kir­che ein par­al­le­les Bekennt­nis zu Katho­li­zis­mus und Frei­mau­re­rei als mit­ein­an­der unver­ein­bar, doch fragt man sich wie lan­ge noch. Wenn jüdi­sche Qua­si-Frei­mau­rer wie B‘nai B‘rith Kathe­dra­len zur Ver­fü­gung gestellt bekom­men, läuft das in eine ganz ver­kehr­te Rich­tung.

  3. Ich habe mir Pagi­na Cato­li­ca ange­schaut und die Jugend­li­chen bewun­dert. Ich wünsch­te mir, wir hät­ten vie­le so muti­ge Jugend­li­che, vor­al­lem auch in Deutsch­land. Sogar ich als „Alte“ wür­de mich dort ein­rei­hen, um gegen die Ent­wei­hung der Kir­che ein Zei­chen zu set­zen.

  4. Inter­es­sant. Das wird Ber­go­glio nicht gefal­len. Sicher­lich ist in den näch­sten Tagen wie­der mit einer ent­spre­chen­den Bemer­kung zu rech­nen.

  5. Die jun­gen Leu­te haben ein­fach das getan,m wozu sie der Papst sel­ber beim Welt­ju­gend­tag auf­ge­for­dert hat: Sie haben Unru­he in die Kir­che und die Gemein­den gebracht. Die Bischö­fe soll­ten ihnen zu Dank ver­pflich­tet sein!

  6. Und so wird das glei­che Ereig­nis von Frau Petra Lor­le­berg auf kath.net dar­ge­stellt:

    „Mit lau­ten Paro­len stör­ten argen­ti­ni­sche Anhän­ger der Pius­bru­der­schaft einen christ­lich-jüdi­schen Gedenk­got­tes­dienst anläss­lich des 75. Jah­res­ta­ges der Reichs­kri­stall­nacht in der Kathe­dra­le von Bue­nos Aires. Die von vie­len Gläu­bi­gen besuch­te Gedenk­ver­an­stal­tung war Anfang der Woche vom Erz­bi­schof von Bue­nos Aires, Mario Poli, und dem lang­jäh­ri­gen Freund von Papst Fran­zis­kus, Rab­bi Abra­ham Skorka, gehal­ten wor­den. Noch letz­tes Jahr hat­te Papst Fran­zis­kus – damals als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires und vor sei­ner Wahl zum Papst – die­se Ver­an­stal­tung selbst gelei­tet.

    Etwa 40 Anhän­ger der Pius­bru­der­schaft stör­ten die Gedenk­fei­er, indem sie unver­mit­telt anfin­gen, laut den Rosen­kranz zu beten und das Vater­un­ser auf­zu­sa­gen. Außer­dem ver­teil­ten sie Flug­schrif­ten, auf wel­chen behaup­tet wur­de: „Anhän­ger fal­scher Göt­ter müs­sen aus dem gehei­lig­ten Tem­pel fern­ge­hal­ten wer­den“ [Anm. der Verf.: Ange­sichts der Tat­sa­che, dass Jesus selbst Jude war und zum Gott von Abra­ham und Moses gebe­tet hat, bleibt völ­lig uner­find­lich, wie­so der Gott der Juden ein ande­rer Gott als der Gott der Chri­sten sein soll].“

    Ich fas­se mal die bei­den Absät­ze wie folgt zusam­men:

    1. Das Beten des Rosen­kran­zes in einer katho­li­schen Kir­che sind also lau­te Paro­len, die einen Gedenk­got­tes­dienst (so im ersten Satz) bzw. eine Gedenk­ver­an­stal­tung (so im Wei­te­ren) stö­ren.
    2. Der drei­fal­ti­ge Gott ist also der glei­che Gott, den die Juden anbe­ten? Wie löst Frau Lor­le­berg das „Pro­blem“ des Gott­men­schen Jesus, der nun mal von den Juden abge­lehnt wird? Betet Frau Lor­le­berg nicht Jesus an, um zum glei­chen Gott wie die Juden beten zu kön­nen? Oder beten alter­na­tiv die Juden die in der hl. Drei­fal­tig­keit ent­hal­te­ne 2. gött­li­che Per­son Jesus an, nur dass die­se dies weder beab­sich­ti­gen (Fall der offe­nen Ableh­nung) bzw. nicht wis­sen (Fall der Unkennt­nis)?

    War­um schrei­be ich dies?

    Die­se Wor­te von Frau Lor­le­berg sind das eigent­li­che Pro­blem hin­ter der Gedenk­ver­an­stal­tung. Man glaubt zwar an Gott, aber nicht mehr an die hl. Drei­fal­tig­keit. Ent­spre­chend haben die kirch­li­chen Amts­trä­ger auch gar kein Pro­blem, sämt­li­chen ande­ren „Got­tes­an­be­tern“ Kir­chen zur Ver­fü­gung zu stel­len. Dar­über hin­aus wird der Pro­test gegen eine sol­che Ver­an­stal­tung in einer Kir­che (und nicht gegen die Ver­an­stal­tung an sich) mit dem Tot­schlag­ar­gu­ment des Anti­se­mi­tis­mus belegt. Gos­sen­jour­na­lis­mus, Frau Lor­le­berg, auch wenn es hart klin­gen mag!

    • Vie­len Dank für die­sen Kom­men­tar.
      Die Wor­te Jesu Chri­sti „wer mich nicht hat, hat auch den Vater nicht, oder „nie­mand kommt zum Vater denn durch mich“,interessieren heut­zu­ta­ge kei­nen, ich möch­te fast sagen: „Funk­tio­närska­tho­li­ken“ der kom­men­den Welt­ein­heits­re­li­gi­on mehr.

    • Mich wun­dert so eine hass­erfüll­te Breit­sei­te von Katn.net jeden­falls nicht. Die­ser Arti­kel stellt ja bald den „Stür­mer“ in den Schat­ten. Wenn für die­se Frau Lor­le­berg meint, das lau­te beten des Rosen­kran­zes zu kri­ti­sie­ren und zu behaup­ten, allein das der „Jude“ Jesus Chri­stus zum Got­te Abra­hams und Moses gebe­tet habe; sei der Gott der Juden und Chri­sten der glei­che Gott zeugt von einem etwas komi­schens Glau­bens­ver­ständ­nis. Will damit Frau Lor­le­berg etwa sagen, das Jesus Chri­stus zwar Jude, aber nicht Gott­mensch war? Jesus selbst sagt doch,: „Wer Mich sieht, der sieht den Vater“ oder „Ich und der Vater sind Eins“, damit ist aber der Gott der Juden „Jah­we“ nicht mehr der Gott der Chri­sten. Denn wer CHRISTUS ablehnt, hat auch den Vater nicht. Schein­bar ist das Pro­blem die­ser Sei­te Kath.net, dass man blind vor Hass gegen die FSSPX ist und vol­ler cha­ris­ma­ti­schen Enthu­si­as­mus nicht mehr die Wahr­heit erken­nen will. Was beson­ders auf­fällt, kein Kom­men­tar auf kath.net ist neu­tral und objek­tiv, son­dern alle „bla­sen ins glei­che Horn“, die böse, anti­se­mi­ti­sche FSSPX.

      • Nur kurz zur Erläu­te­rung.
        Kom­men­ta­re, die nicht die Mei­nung des Ver­fas­sers wie­der­spie­geln, wer­den auf kath.net ein­fach nicht ver­öf­fen­licht.
        Das habe ich so sel­ber schon erlebt und spa­re mir dort auch jeden Kom­men­tar. Dies ist, so den­ke ich, der Grund für meist ein­sei­ti­ge Kom­men­tie­rung.

    • Petra Lor­le­berg war mit Ber­go­glio abge­bil­det. Hier­auf ist sie wohl so stolz, dass sie alle mit üblen Eti­ket­ten belegt, die Kri­tik an sei­nem Gere­de und son­sti­gem Getue üben.

    • Da Bue­nos Aires ja spa­nisch­spra­chig ist: Gibt es dort auch Gedenk­ver­an­stal­tun­gen, bes­ser noch Gedenk­got­tes­dien­ste für die vie­len wäh­rend des Spa­ni­schen Bür­ger­krie­ges von „Repu­bli­ka­nern“ und Kom­mu­ni­sten ermor­de­ten Prie­ster und Ordens­leu­te?

  7. Nun; gem. der befremd­li­chen Aus­sa­ge von Kar­di­nal Tau­ran vom ver­gan­ge­nen Diens­tag, sind Anders­gläu­bi­ge ja neu­er­dings „Part­ner, Pil­ger zur Wahr­heit wie wir selbst“ ???! Die Pro­fa­nie­rung der Kathe­dra­le von Bue­nos Aires also „bloss zum Zwecke der „„part­ner­schaft­li­chen Pil­ger­schaft zur Wahr­heit““ !?!?
    Der Kar­di­nal im O‑Ton:
    -
    „Das alles schafft ein neu­es Kli­ma, und ich den­ke, dass alle Gläu­bi­gen zusam­men­ste­hen müs­sen, um zunächst ihren eige­nen Glau­ben zu leben – und in der Fol­ge zu ver­ste­hen und zu respek­tie­ren, dass jemand, der ande­res glaubt als ich, nicht not­wen­di­ger­wei­se ein Feind ist, son­dern ein Part­ner, ein Pil­ger zur Wahr­heit so wie ich selbst.“
    -

    • Das ist schlecht für den Kar­di­nal, dass er zur Wahr­heit immer noch pil­gert. Er soll­te die Wahr­heit als Katho­lik schon gefun­den haben und vor allem treu glau­ben und fest­hal­ten, denn wie ihm im Atha­na­si­schen Glau­bens­be­kennt­nis erklärt wird, kann er sonst nicht in den Him­mel kom­men, denn es endet so:
      “ (…) Das ist der katho­li­sche Glau­be; wer die­sen nicht treu und fest annimmt, kann nicht selig wer­den.“
      http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2013/10/was-unbedingt-zu-glauben-ist-um-selig.html

      Neben­bei ist wäre es sei­ne Auf­ga­be die „anders­gläu­bi­gen Pil­ger“ auf ihren Irr­tum, näm­lich den fal­schen Weg auf dem sie sich befin­den, hin­zu­wei­sen. Wie war das noch mit dem „Gehet hin und leh­ret alle Völ­ker?
      Herr Kar­di­nal Tau­ran ist ganz und gar nicht der Freund der „Anders­gläu­bi­gen“, wenn er sie in ihrem Irr­tum belässt, son­dern im Gegen­teil ihr Feind.

      • Von Tau­ran ist man sol­che Dic­ta schon gewohnt.
        Es gilt ja auch seit uns­rem Auf­klä­rungs­dich­ter G. E. Les­sing als über­aus demü­tig und edel, die Wahr­heit nicht besit­zen zu wol­len, geschwei­ge denn in ihrem Besitz zu sein, son­dern ewig sie nur zu suchen und nie zu fin­den.

        • Sehr gut gesagt.
          Das ist Schein-Demut — eigent­lich Heu­che­lei, die P. Franz so bekämpft. Die­ses sen­ti­men­ta­le Sich- vor­ein­an­der-Ver­beu­gen ist eine Art Gesell­schafts­spiel gewor­den und wird mit Näch­sten­lie­be ver­wech­selt.

          Als Katho­lik soll­te man dage­gen­hal­ten mit den Wor­ten: ich habe die Wahr­heit in Jesus Chri­stus gefun­den.

      • Natür­lich sind Anders­gläu­bi­ge zu ach­ten. Das ist eine Selbstverständlichkeit.Dass ihr Weg nicht unser Weg ist, darf nie­mand stö­ren. Jeder mag sei­nen Weg gehen, es herrscht Reli­gi­ons­frei­heit. Wer an den leben­di­gen drei­ei­n­i­gen Gott glaubt, wird den Weg gehen, der in der Bibel dar­ge­legt ist. Dabei mag er sich auch nicht von der Schnit­zel­jagd so man­chen Wür­den­trä­gers irri­tie­ren las­sen. Ber­go­glois „schwa­cher Gott“ steht nicht auf dem Weg­wei­ser.

  8. Unfass­bar wie Het­ze betrie­ben wird.
    Kath.net , schon seit lan­gem ein uner­träg­li­ches Franz-Jubel-Por­tal, dis­qua­li­fi­ziert sich ein wei­te­res Mal.
    Dort steht der Bericht völ­lig ver­zerrt von der Wahr­heit und macht eine Pius Ver­an­stal­tung dar­aus mit vie­len aus dem Zusam­men­hang geris­se­nen Zita­ten und ech­ten Lügen.
    Wer sich dort anders äußert hat bei dem Ösi Mag­zin kei­ne Chan­ce.
    Ken­nen wir!

    • Da wird mör­de­risch zen­su­riert, gan­ze Leser­na­men geschlos­sen ohne dass der Leser ver­stän­digt wird, er merkt es nur dar­an dass er auf den Account nicht mehr zugrei­fen kann, weil er ein Pass­wort bekam den er selbst nicht mehr weiß. Leser Gan­dalf macht außer­dem Poster die ihm miss­fal­len nie­der. Wenn das nichts nützt sie­he oben!

    • Das stimmt lei­der. Hier soll aber kein fal­scher Ein­druck erschei­nen, man habe etwas gegen ande­re Glau­bens­rich­tun­gen oder sei sonst mit der Ziel­set­zung nicht ein­ver­stan­den.

  9. Wenn Papst Ber­go­glio so sehr auf frem­de Reli­gio­nen wie das Juden­tum zugeht dürf­te er wohl vom eige­nen Glau­ben nicht sehr über­zeugt sein.
    Wenn aus­ge­rech­net der aktu­el­le Papst vom eige­nen Glau­ben nicht über­zeugt zu sein scheint, obwohl er Ober­haupt der katho­li­schen Kir­che ist(Petrus Nach­fol­ger!), was sol­len sich dann glau­bens­treue Katho­li­ken von ihm den­ken?
    Selbst nach dem Tod Jesu Chri­sti war­ten die Juden noch immer auf den Mes­si­as. Wenn Ber­go­glio das unter­stützt, sagt er ja qua­si Damit könn­tet ihr Recht haben, dass er noch nicht gekom­men ist.
    Dabei waren es Juden(v.a. Pha­ri­sä­er) die ungläu­big waren und Jesus kreu­zi­gen woll­ten. Das kön­nen wir jeder­zeit in der Bibel nach­le­sen. Anstatt eines Bekeh­rungs­ver­su­ches lädt Ber­go­glio sie noch in die Kathe­dra­le ein um ihre jüdi­sche Lit­ur­gie zu prak­ti­zie­ren. Eigent­lich ein Ver­rat am katho­li­schen Glau­ben.

  10. Sehr mutig mei­ne lie­ben Freun­de von der FSSPX! Dan­ke für euer muti­ges Zeug­nis!

    Ich kann nur raten, besucht das hei­li­ge Meß­op­fer bei der FSSPX. Die­se Gemein­den müs­sen noch mehr wach­sen, denn in der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che gibt es de fac­to kein Meß­op­fer mehr. War­um einer pro­te­stan­tisch-frei­mau­re­ri­schen Mes­se bei­woh­nen, wenn man römisch-katho­lisch ist?

    Eine Prie­ster­see­le zur ehr­wür­di­gen Mela­nie Cal­vat, Sehe­rin von La Salet­te:

    Gelobt sei in Ewig­keit der Gott der Gerech­tig­keit und des unend­li­chen Erbar­mens. Län­ger als drei­ßig Jah­re ist es her, dass ich gerech­ter­wei­se zum Feg­feu­er ver­ur­teilt wor­den bin, weil ich das Opfer, wel­ches das Myste­ri­um der Erlö­sung fort­setzt, ohne wirk­li­chen Glau­ben dar­ge­bracht und weil ich mich der See­len, die mir anver­traut waren ‚nicht gründ­lich ange­nom­men habe. Das Ver­spre­chen mei­ner Befrei­ung wur­de mir für den Tag gemacht, an dem du die Mes­se für mich auf­op­ferst zur Wie­der­gut­ma­chung mei­ner schuld­haf­ten Lau­heit“

    Die Lau­heit der Prie­ster wiegt sehr schwer vor dem Herr­gott. Lasst uns für unse­re Prie­ster beten.

    http://www.fsspx.at/index.php?option=com_content&view=article&id=243:-gebetsgemeinschaft-fuer-die-heiligung-der-priester&catid=58:aus-dem-distrikt

  11. lau­de­tur iesus chri­stus:
    Das Ver­hal­ten die­ser jugend­li­chen Katho­li­ken war und ist vor­bild­lich — vor­bild­haft gewe­sen und wird
    es auch blei­ben.

    ocu­lus.

    • @Martin
      Tref­fend for­mu­liert, dan­ke!
      Kath.net ärgert mich schon lan­ge, denn nach außen schön kon­ser­va­tiv, aber die Tün­che ist dünn, denn jede Kri­tik an Juden­tum, Papst Franz oder ande­ren Zeit­geist­grö­ßen wird sofort gelöscht.
      Typisch nach dem Mot­to, Waschen aber nicht naß­ma­chen.
      Und ganz oben auf der Befehls­li­ste der Kath net Leu­te steht der Haß gegen FSSPX.
      Sach­ar­gu­men­te stö­ren oder wer­den nicht gebracht, der og. Bericht oder der Bericht über das Prieb­ke-Begräb­nis sind jour­na­li­sti­sche Skan­da­le weil erfun­den oder gleich völ­lig ver­lo­gen.
      Sol­che Lügen kön­nen sich die Gro­ßen kaum lei­sten solch klei­ne Hin­ter­hof Sei­ten schon gar nicht.
      Natür­lich ist die FSSPX nicht per­fekt, aber wie immer man es dreht und wen­det, erfül­len sie als Letz­te Katho­li­sche Orga­ni­sa­ti­on den Wil­len Chri­sti nach unver­kürz­ter Ver­kün­di­gung.
      Es stimmt wenn sie sagen das die Kir­che des 2 Vati­ka­nums sich ändern muß, denn sie ist mit ganz vie­lem in einem schis­ma­ti­schen Zustand das es einen nur noch graust.
      Bischof Leb­fe­v­re ist einer der größ­ten Hei­li­gen des 20.Jahrhunderts, denn er hat die KIr­che vor dem schlimm­sten Feind bewahrt den sie hat, näm­lich sich selbst !
      Dan­ke dafür!

  12. Was wäre gewe­sen, wenn in der Kathe­dra­le von Bue­n­oa Aires zum 24. Ohto­ber eine Gedenk­ver­an­stal­tung für die Kop­ti­schen Opfer unter der ägyp­ti­schen Armee des Jom-Kip­pur-Krie­ges gege­ben hät­te, dazu die assy­ri­schen Opfer auf syri­scher Sei­te, den christ­li­chen Palä­sti­nen­sern, den Opfern von Beri­ja, von Baruch Gold­stein etc…?
    Was wäre gewe­sen, wenn ein Ortho­do­xer Prie­ster in einer Syn­ago­ge das Ekteni­sche Gebet mit den Lesun­gen aus Meli­ton von Sar­des „De Pascha“ gehal­ten hät­te, die Offi­zi­en der Matu­ti­nen und der Lau­des der Kar­wo­che? Ein Altar einer Fron­leich­nams­pro­zes­si­on an einer Syn­ago­ge gestan­den hät­te und dort aus gan­zem Her­zen mit gan­zer Stim­me die Fron­leich­nams­se­quenz ange­stimmt und durch­ge­sun­gen wor­den wäre?

    Ja, und über­haupt, war­um hat denn die geplan­te Ver­an­stal­tung nicht in Kirch­ners Akkla­ma­ti­ons­pa­last, dem gleich­ge­schal­te­ten Par­la­ment statt­ge­fun­den, im Sta­di­on von River Pla­te oder sonst einem mas­sen­taug­li­chen Ort, aber nein… in der Kathe­dra­le von Bue­nos Aires und das mit Zustim­mung des Erz­bi­schofs. DAS IST VERBOTENE COMMUNIO IN SACRIS NACH CIC (1983) c. 844.1!
    ROMA; ROMA, CONVERTERE AD DOMINUM DEUM TUUM!

  13. @ micha­el, je mehr man die­se Bru­der­schaft ver­leum­det, ja haßt , desto mehr wer­den sie erstar­ken . Es ist schon ein lan­ger und müh­sa­mer Weg bis man zu der Erkennt­nis reift, die­se
    Bru­der­schaft im Lich­te des wah­ren katho­li­schen Glau­bens zu erken­nen, es ist nicht vie­len die­se Gna­de geschenkt wor­den.

  14. Wenn es um das Juden­tum geht, schal­ten sich offen­bar sowohl rechts wie links als auch in der Mit­te die Gehir­ne von sel­ber ab und fal­len in den anti­se­mi­ti­schen, phi­lo­se­mi­ti­schen oder quo­mo­do­cum­que-semi­ti­schen Stand­by-Modus.

    Was für ein Blöd­sinn! In einer katho­li­schen Kir­che kön­nen kei­ne frem­den Lit­ur­gien durch­ge­führt wer­den, weil sie ein­deu­tig gewid­met ist — näm­lich dem Herrn Jesus. ER kommt stän­dig dort­hin in den Hl. Mes­sen, ER schläft im Taber­na­kel, ER scheint auf in Prie­stern, Bischö­fen und jedem Gläu­bi­gen. Die Kir­che hat einen Patron, der von IHM aus die­se Kir­che stän­dig IHM anver­traut.
    Welch eine ver­rück­te Idee, aus­ge­rech­net eine Lit­ur­gie derer, die IHN getö­tet haben und im Behar­ren auf ihrer Lit­ur­gie wei­ter­hin töten, in einem Sakral­raum statt­fin­den zu las­sen, in dem SEIN Opfer, das histo­risch durch jene ver­ur­sacht wur­de, täg­lich unblu­tig wie­der­holt wird?

    Das hat nichts mit „rechts“ oder „anti­se­mi­tisch“, son­dern mit einem Sinn für Ange­mes­sen­heit und Hei­lig­keit zu tun, wenn Katho­li­ken das nicht wol­len!

    Man fra­ge doch mal Mus­li­me oder Juden, ob sie in ihren Sakral­räu­men eine christ­li­che Zele­bra­ti­on zu wel­chem Zweck auch immer durch­füh­ren las­sen woll­ten! Eben — sie wür­den es aus rein sach­li­chen Grün­den sogar ableh­nen müs­sen!

    Man mag die­se Gedenk­ver­an­stal­tun­gen ger­ne und auch mit Berch­ti­gung durch­füh­ren — aber bit­te nicht in einer katho­li­schen Kir­che! Der Holo­caust ist und bleibt eines der schwer­sten Mensch­heits­ver­bre­chen, das ist dabei über­haupt kei­ne Fra­ge.

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