Ein junger Mann beim Gebet von Hans Memling, 1470
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Das lateinische Vaterunser und die Devotio moderna

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Vor eini­gen Wochen ver­öf­fent­lich­te ich auf mei­nem X‑Account einen kur­zen Kom­men­tar zu einem Video, das katho­li­sche Influen­cer – dar­un­ter auch eine Ordens­schwe­ster – bei einer Mes­se im Peters­dom in Rom zeig­te. Wäh­rend der Chor das Vater­un­ser auf Latein sang, wuß­ten die Anwe­sen­den offen­bar nicht, wie sie sich ver­hal­ten soll­ten: Sie hoben ledig­lich
Ein Staatsbesuch aus Gabun in Prag und der überlieferte Römische Ritus
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Traditionelle Messe und Ideologie

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Vor weni­gen Wochen erklär­te ein bedeu­ten­der spa­ni­scher Bischof, daß das Pro­blem der tra­di­tio­nel­len Mes­se dar­in lie­ge, daß ihre Gläu­bi­gen ideo­lo­gi­siert sei­en. Das ist nichts Neu­es. Es ist viel­mehr die immer glei­che Lei­er und der ein­fach­ste Weg, die Erlaub­nis zur Zele­bra­ti­on die­ser Mes­se zu ver­wei­gern: „Ihr seid ideo­lo­gi­siert“, sagen sie uns. Und sicher­lich
Benedikt XV., geboren als Marchese Giacomo della Chiesa, regierte von 1914 bis 1922
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Päpstliche Taxonomie der vergangenen eineinhalb Jahrhunderte

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Wir sind es gewohnt, Päp­ste als kon­ser­va­tiv oder pro­gres­siv, gut oder schlecht zu klas­si­fi­zie­ren – und auch nach ande­ren uns nütz­lich erschei­nen­den Kri­te­ri­en. Ich schla­ge eine Ein­tei­lung vor, die ihren Ursprung berück­sich­tigt – und damit mei­ne ich nicht die geo­gra­phi­sche Her­kunft, son­dern ihren funk­tio­na­len Ursprung inner­halb der Kir­che. Ich glau­be, das kann
Der Kampf gegen den überlieferten Ritus und die Tradition wird schärfer. Die Tech-Giganten folgen dabei dem Kurs, den Papst Franziskus vorgegeben hat.
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Zur Verteidigung von Messa in Latino: Ein Kampf für Wahrheit, Tradition und Freiheit

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Die kürz­li­che Sper­rung des Blogs Mes­sa in Lati­no, einer der ein­fluß­reich­sten Web­sei­ten im Bereich des tra­di­tio­nel­len katho­li­schen Den­kens welt­weit, hat eine Wel­le der Empö­rung und Besorg­nis aus­ge­löst – beson­ders unter jenen, die die Mei­nungs­frei­heit und die Ver­tei­di­gung der Wahr­heit hoch­schät­zen. Mit über 1.200.000 monat­li­chen Besu­chern und einer jah­re­lan­gen Geschich­te als Leucht­turm des
Suggerieren neokonservative Gruppen Jugendlichen, daß auch ein sündhaftes Leben Hakuna Matata ist, man dennoch sorglos sein könne?
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Hakuna Matata? Nur ein Schwindel?

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Letz­te Woche hat mir eine Mit­ar­bei­te­rin aus Spa­ni­en den Arti­kel zuge­schickt, den ich über die Fest­stel­lung ver­öf­fent­licht hat­te, daß meh­re­re der neo­kon­ser­va­ti­ven Bewe­gun­gen letzt­lich in pfingst­le­ri­sche Rich­tun­gen abge­drif­tet sind. Die­se Kri­tik an neu­en kirch­li­chen Bewe­gun­gen, die vie­le jun­ge Men­schen anzie­hen, hat­ten wir schon ein­mal ange­spro­chen – damals im Zusam­men­hang mit der Emma­us-Bewe­­gung.
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Die Anpassung der Kirche an die Welt

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Der Auf­trag der Kir­che besteht dar­in, das zu erfül­len, was der hei­li­ge Pau­lus an Timo­theus schrieb: „Gott will, daß alle Men­schen geret­tet wer­den und zur Erkennt­nis der Wahr­heit kom­men“ (1 Tim 2,4). Und die­sem Ziel ist alles ande­re unter­ge­ord­net. Die Kir­che ist nicht in erster Linie eine Fra­ge von Ritua­len, For­men oder
Von Witwen und Witwern: (von links) Emilce Cuda, Kardinal Ángel Sixto Rossi, Bischof Jorge Torres Carbonell
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Die Witwer von Franziskus

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Der Tod Berg­o­gli­os hat vie­le Wit­wen und Wit­wer hin­ter­las­sen. Die femi­ni­sti­sche Theo­lo­gin und Vatik­an­be­am­tin Emil­ce Cuda1 zum Bei­spiel ver­gießt wei­ter­hin Trä­nen und ver­si­chert, sie wer­de das Erbe des Ver­stor­be­nen hüten. Auch die Zahl der Wit­wer ist groß – beson­ders in Argen­ti­ni­en –, und je mehr Zeit ver­geht und sich die Per­sön­lich­keit von
Die kirchliche Gemeinschaft und ihre Bedeutung
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Communio – die kirchliche Gemeinschaft

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Auf der sozia­len Platt­form X (@CaminaWanderer) hat­te ich vor eini­gen Wochen inter­es­san­te Dis­kus­sio­nen mit einem jun­gen Sale­sia­ner (@EmiArruaba) über ver­schie­de­ne The­men. Ich bin über­zeugt, daß es sich um einen Prie­ster han­delt, der sei­nem Amt mit Hin­ga­be nach­geht und das Erbe gro­ßer Sale­sia­ner fort­führt, die in Argen­ti­ni­en eine bedeu­ten­de Rol­le spiel­ten – etwa
Leo XIV. läßt sich den Fischerring küsssen
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Die ersten dreißig Tage mit Papst Leo XIV.

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Bei­na­he ein Monat ist ver­gan­gen seit dem Amts­an­tritt Papst Leos XIV. Wir haben ange­kün­digt, wäh­rend der ersten hun­dert Tage beson­ders auf­merk­sam zu sein – und mehr als die Hälf­te liegt noch vor uns. Doch das hin­dert uns nicht dar­an, uns all­mäh­lich ein Bild der Per­sön­lich­keit zu machen, gestützt auf sei­ne Wor­te und
Das Grab von Franziskus in Santa Maria Maggiore, wie es mit Lichteffekten in Szene gesetzt wurde, was es noch von keinem Papstgrab zuvor gab.
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Papst Franziskus und die Damnatio memoriae

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Die Dam­na­tio memo­riae war eine Pra­xis im alten Rom, die dar­auf abziel­te, die Erin­ne­rung an eine Per­son aus­zu­lö­schen, die als Ver­rä­ter oder Staats­feind galt, ins­be­son­de­re an Kai­ser, Sena­to­ren oder in Ungna­de gefal­le­ne Per­sön­lich­kei­ten des öffent­li­chen Lebens.