Papst Leo XIV. versammelt Ende Juni das Kardinalskollegium zum zweiten Konsistorium seines Pontifikats. Dabei könnte es auch um das Verständnis vom "gerechten Krieg" gehen
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Der „gerechte Krieg“ und das kommende Konsistorium

Von Rober­to de Mat­tei* Eines der The­men im Mit­tel­punkt des näch­sten außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­ums, das Papst Leo XIV. vom 26. bis 29. Juni im Vati­kan in der Aula Paul VI. und der Syn­ode­nau­la ein­be­ru­fen hat, wird die Leh­re vom „gerech­ten Krieg“ sein. Eini­ge der Teil­neh­mer des Kir­chen­gip­fels hal­ten die tra­di­tio­nel­le, von Augu­sti­nus und Tho­mas von Aquin
Die Schule von Athen von Raffael (um 1510), Stanzen des Raffael, Apostolischer Palast, Vatikan
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Asymmetrie zwischen Kritik und Begründung

Von Con­tra Ambi­va­lent* I. Ein­lei­tung: Die moder­ne Kul­tur der Kri­tik Die Moder­ne ver­dankt einen erheb­li­chen Teil ihrer gei­sti­gen und gesell­schaft­li­chen Dyna­mik der Fähig­keit zur Kri­tik. Kaum eine ande­re Epo­che hat bestehen­de Über­zeu­gun­gen, Insti­tu­tio­nen und Auto­ri­tä­ten in ver­gleich­ba­rer Inten­si­tät der Prü­fung unter­zo­gen. Wis­sen­schaft­li­cher Fort­schritt, poli­ti­sche Frei­heits­rech­te und die Ent­wick­lung moder­ner Demo­kra­tien sind wesent­lich aus die­ser Bereit­schaft
Eduard von Habsburg und Kardinal Rainer Maria Woelki nahmen unabhängig voneinander zum überlieferten römischen Ritus Stellung
Liturgie & Tradition

Warum junge Katholiken das suchen, was gestern als überholt galt

Von Hortator* Der über­lie­fer­te römi­sche Ritus steht heu­te in einem span­nungs­vol­len Feld zwi­schen Irri­ta­ti­on und neu erwach­ter Anzie­hungs­kraft – und gera­de in die­sem Span­nungs­feld las­sen sich die jüng­sten Aus­sa­gen von Edu­ard von Habs­burg, von 2015 bis 2025 unga­ri­scher Bot­schaf­ter beim Hei­li­gen Stuhl und bis zur Regie­rungs­über­nah­me von Peter Magyar Son­der­bot­schaf­ter für Kir­che, Fami­lie und Lebens­rechts­fra­gen,
Kardinal McElroy will in seiner Erzdiözese Washington den knienden Kommunionempfang zurückdrängen
Liturgie & Tradition

Kardinal McElroy bekämpft knienden Kommunionempfang

Der pro­gres­si­ve US-ame­ri­­ka­­ni­­sche Kar­di­nal Robert McEl­roy, von Papst Fran­zis­kus zum Pur­pur erho­ben und als Erz­bi­schof von Washing­ton instal­liert, steht erneut im Zen­trum kirch­li­cher Kon­tro­ver­sen. Wäh­rend er sich selbst als Ver­tre­ter eines pasto­ral „offe­nen und syn­oda­len“ Kir­chen­ver­ständ­nis­ses prä­sen­tiert, wächst die Kri­tik an sei­nem lit­ur­gi­schen und dis­zi­pli­nä­ren Kurs. Jüngst sor­gen Berich­te über neue Vor­ga­ben zur Kom­mu­ni­ons­pen­dung für
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

„Before You Accuse Me, Take a Look at Yourself“

Von Gott­fried Pasch­ke War­um ist Rom damit ein­ver­stan­den, daß chi­ne­si­sche Kom­mu­ni­sten dik­tie­ren, wer in Chi­na Bischof wird, wäh­rend es den Pius­brü­dern unter Andro­hung der Exkom­mu­ni­ka­ti­on das Wei­hen eige­ner Bischö­fe verbietet?
Pater Henri Ramière (1821–1884)
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Pater Ramière, der „Erfinder“ der Lehre von Christus dem König

Von Abbé Clau­de Bar­the* Unter den Ver­tre­tern der katho­li­schen anti­li­be­ra­len Schu­le des 19. Jahr­hun­derts ver­dient eine Gestalt beson­de­re Auf­merk­sam­keit: der Jesu­it aus Tou­lou­se Hen­ri Ramiè­re (1821–1884). Inner­halb des fran­zö­si­schen katho­li­schen Anti­li­be­ra­lis­mus kommt ihm die­sel­be Bedeu­tung zu, die spä­ter Pater Charles Mai­gnen (1858–1937) von der Ordens­ge­mein­schaft des hei­li­gen Vin­zenz von Paul zukam, dem Ver­fas­ser des Wer­kes
Mater lacrimosa
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Warum die Debatte über die kommenden Bischofsweihen die falsche Frage stellt

Von Hortator* Am 1. Juli ste­hen Bischofs­wei­hen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. bevor. Sofort wer­den die bekann­ten Argu­men­te her­vor­ge­holt. Die Dis­kus­si­on folgt den­sel­ben Mustern wie 1988, als Erz­bi­schof Mar­cel Lefeb­v­re vier Bischö­fe gül­tig, aber ohne päpst­li­che Zustim­mung weih­te. Die Fron­ten sind ver­traut, die Posi­tio­nen längst bezo­gen. Tat­säch­lich scheint alles eine Wie­der­ho­lung des­sen zu sein, was
Liturgie & Tradition

Miterlöserin der Welt – kurzer Abriß über einen Marientitel

Von Fran­ces­co Brac­co Die durch die am 4. Novem­ber 2025 vom Dik­aste­ri­um für die Glau­bens­leh­re ver­öf­fent­lich­te Lehr­no­te Mater Popu­li Fide­lis neu ent­fach­ten Dis­kus­sio­nen haben gezeigt, wie sehr die Mari­en­ti­tel „Mit­erlö­se­rin“ und „Mitt­le­rin aller Gna­den“ heu­te oft­mals miß­ver­stan­den oder sogar offen bestrit­ten werden.
Der von Pater Serafino Maria Lanzetta (segnend ganz links) in England gegründete neue Orden der Franziskaner der Immakulata wird aufgelöst. Die obrigkeitlichen Restriktionen sind so massiv, daß der Orden keine Zukunftsperspektive sieht.
Liturgie & Tradition

Einziger Nachfolgeorden der Franziskaner der Immakulata aufgelöst

Eine bemer­kens­wer­te tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Ordens­ge­mein­schaft in Eng­land steht vor dem Aus. Wie der Vati­ka­nist Edward Pen­tin berich­tet, wur­de die Fami­ly of Mary Imma­cu­la­te and St. Fran­cis (Fami­lie Mari­ens der Unbe­fleck­ten und des hei­li­gen Fran­zis­kus), bes­ser bekannt als die Maria­ni­schen Fran­zis­ka­ner, zum 31. Mai voll­stän­dig aufgelöst.
Auch das zweite außerordentliche Kardinalskonsistorium des Pontifikats von Leo XIV. wird sich nicht mit der Liturgiefrage befassen. Was nicht alle bedauern.
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Die Liturgie ist kein Thema beim Konsistorium: „Das Beste, was geschehen konnte“

Ergän­zend zu den fol­gen­den Gedan­ken wäre dar­auf hin­zu­wei­sen, daß auch der Umstand, daß zwei Tage nach Abschluß des bevor­ste­hen­den Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­ums die Bischofs­wei­hen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. statt­fin­den wer­den, kei­nen geeig­ne­ten Rah­men bie­tet, um die Lit­ur­gie­fra­ge mit der gebo­te­nen Ruhe und Sach­lich­keit zu erör­tern. Viel­mehr bestün­de die Gefahr, daß die Debat­te im Kar­di­nals­kol­le­gi­um von über­mä­ßi­ger