Ein Vergleich der Exkommunikationsdekrete von 1988 und 2026

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Zwei der neugeweihten Bischöfe der Piusbruderschaft in einem Moment des Weiheaktes
Zwei der neugeweihten Bischöfe der Piusbruderschaft in einem Moment des Weiheaktes

Nach dem heu­te vom römi­schen Glau­bens­dik­aste­ri­um als Reak­ti­on auf die gest­ri­gen Bischofs­wei­hen der Pius­bru­der­schaft erlas­se­nen Dekret lädt zunächst ein Ver­gleich mit dem Dekret von 1988 ein, das von der dama­li­gen Bischofs­kon­gre­ga­ti­on unter der Lei­tung von Kar­di­nal Ber­nar­din Gan­tin erlas­sen wur­de. Die bei­den Dekre­te ste­hen in einem klar erkenn­ba­ren Kon­ti­nui­täts­ver­hält­nis kir­chen­recht­li­cher Argu­men­ta­ti­on, unter­schei­den sich jedoch in Fein­hei­ten in Ton­la­ge, Schwer­punkt­set­zung und in der Art, wie der kirch­li­che Kon­flikt for­mal ein­ge­ord­net wird. Fak­tisch sind sie weit­ge­hend deckungsgleich.

Mit den Details wer­den sich die Kano­ni­sten zu befas­sen haben. An die­ser Stel­le sei­en aber zumin­dest von einem Nicht-Kano­ni­sten eini­ge Beob­ach­tun­gen genannt. 

Gemein­sam ist bei­den Doku­men­ten zunächst der recht­li­che Aus­gangs­punkt. Sowohl 1988 als auch im vor­lie­gen­den Text wird die uner­laub­te Bischofs­wei­he ohne päpst­li­ches Man­dat als objek­tiv schis­ma­ti­scher Akt qua­li­fi­ziert. Dar­aus folgt in bei­den Fäl­len die Anwen­dung der schwer­sten kir­chen­recht­li­chen Sank­ti­on der Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae, die nicht erst durch einen zusätz­li­chen Spruch, son­dern kraft der Tat selbst ein­tritt. Eben­so fin­den sich in bei­den Dekre­ten die klas­si­schen Warn­for­meln an Kle­rus und Gläu­bi­ge, sich nicht dem jewei­li­gen als Schis­ma bewer­te­ten Vor­gang anzu­schlie­ßen, ver­bun­den mit dem Hin­weis auf die auto­ma­ti­sche Strafbarkeit.

Die Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­dro­hung gegen Kle­ri­ker und Gläu­bi­ge ist kein neu­es Ele­ment des heu­te erlas­se­nen Dekrets, son­dern die Wie­der­ho­lung eines bereits im Dekret von 1988 ent­hal­te­nen Elements.

Trotz die­ser struk­tu­rel­len Über­ein­stim­mung zeigt sich im per­so­na­len Zuschnitt ein Unter­schied. Das Dekret von 1988 ist erkenn­bar auf eine zen­tra­le Figur hin kon­zen­triert. Erz­bi­schof Lefeb­v­re steht als eigent­li­cher Urhe­ber des schis­ma­ti­schen Aktes im Vor­der­grund, wäh­rend die von ihm kon­se­krier­ten Bischö­fe in erster Linie als Fol­ge die­ses Han­delns erschei­nen. Die gesam­te juri­sti­sche Kon­struk­ti­on wirkt dadurch stär­ker auf eine maß­geb­li­che Ent­schei­dungs­per­son hin verdichtet.

Dem­ge­gen­über tritt im Dekret von 2026 nicht mehr ein ein­zel­ner Initia­tor als allei­ni­ger Bezugs­punkt in den Vor­der­grund, son­dern ein Kreis meh­re­rer gleich­ran­gig han­deln­der Bischö­fe, die gemein­sam den schis­ma­ti­schen Akt voll­zie­hen. Die aus­drück­li­che Ein­be­zie­hung eines Mit­kon­se­kra­tors – 2026 Bischof Ber­nard Fel­lay, 1988 Bischof Anto­nio de Castro May­er – erfolgt in exakt unver­än­der­tem Rah­men und wird selb­stän­dig straf­recht­lich qualifiziert.

In der äuße­ren Spra­che läßt sich eine Ver­än­de­rung fest­stel­len. Das Dekret von 1988 wirkt in sei­ner Dik­ti­on knap­per, stär­ker for­ma­li­siert und fast aus­schließ­lich auf die Fest­stel­lung des recht­li­chen Tat­be­stan­des beschränkt. Es ver­zich­tet weit­ge­hend auf wei­ter­ge­hen­de Deu­tun­gen und beläßt es bei einer nüch­ter­nen juri­sti­schen Qua­li­fi­ka­ti­on des Vorgangs.

Das neue Dekret hin­ge­gen arbei­tet erkenn­bar stär­ker mit erläu­tern­den und mah­nen­den Ele­men­ten. Die recht­li­che Fest­stel­lung wird hier deut­li­cher in einen ekkle­sio­lo­gi­schen Deu­tungs­ho­ri­zont ein­ge­bet­tet, und die Ermah­nung an die Kle­ri­ker und Gläu­bi­gen tritt stär­ker als eigen­stän­di­ger Abschnitt hervor.

Im Dekret von 1988 wur­den nur die Gläu­bi­gen ermahnt, nicht aber die Kle­ri­ker, die impli­zit in dem fest­ge­stell­ten „schis­ma­ti­schen Akt“ ent­hal­ten waren. Im neu­en Dekret wer­den Kle­ri­ker und Gläu­bi­ge ermahnt. Auch die Aus­sa­ge ist anders.

Im Dekret von 1988 heißt es:

„Die Gläu­bi­gen wer­den ermahnt, sich in kei­ner Wei­se der Bewe­gung der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. anzu­schlie­ßen, da sie andern­falls eben­falls der Stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae ver­fal­len würden.“

Im Dekret von 2026 heißt es:

„Die Kle­ri­ker und die gläu­bi­gen Lai­en wer­den ermahnt, sich dem Schis­ma der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. nicht anzu­schlie­ßen, da sie andern­falls ipso fac­to der Stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae ver­fal­len würden.“

Im Dekret von 1988 wird der mög­li­che Rechts­ver­stoß rela­tiv all­ge­mein beschrie­ben. Maß­geb­lich ist dort die For­mu­lie­rung, sich nicht „der Bewe­gung der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. anzu­schlie­ßen“. Die­se For­mu­lie­rung ist struk­tu­rell offe­ner und weni­ger strikt kano­nisch kon­tu­riert, da der Begriff „Bewe­gung“ recht­lich unscharf bleibt und erst durch Aus­le­gung mit dem Tat­be­stand des Schis­mas ver­knüpft wer­den muß. Zudem rich­tet sich die War­nung aus­drück­lich nur an „die Gläu­bi­gen“ (i fede­li), also an die Lai­en, wäh­rend der Kle­rus in die­ser Mahn­for­mel nicht eigens ange­spro­chen wird.

Dem­ge­gen­über ist die For­mu­lie­rung im Dekret von 2026 deut­lich enger und juri­stisch schär­fer gefaßt. Hier wird nicht mehr ledig­lich die Zuge­hö­rig­keit zu einer „Bewe­gung“, son­dern die Teil­nah­me am „Schis­ma“ selbst zum Bezugs­punkt gemacht. Damit wird der Bezug unmit­tel­bar auf einen kano­nisch klar defi­nier­ten Tat­be­stand ver­scho­ben, was die Norm in ihrer Struk­tur rechts­tech­nisch prä­zi­ser und unmit­tel­ba­rer anwend­bar erschei­nen läßt.

Hin­zu kommt der erwei­ter­te Adres­sa­ten­kreis. Wäh­rend 1988 nur die Gläu­bi­gen genannt wer­den, wer­den 2026 aus­drück­lich „die Kle­ri­ker und die gläu­bi­gen Lai­en“ erfaßt. Das ist juri­stisch bedeut­sam, weil damit der per­so­na­le Gel­tungs­be­reich der Warn­norm aus­drück­lich auf den Kle­rus aus­ge­dehnt und nicht mehr ledig­lich aus der all­ge­mei­nen Straf­norm erschlos­sen wird. Die 2026er Fas­sung ist inso­fern expli­zit inklu­siv for­mu­liert und läßt kei­ne Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen kirch­li­chen Stän­den im Warn­satz selbst zu.

Schließ­lich ist auch die For­mu­lie­rung „ipso fac­to“ im 2026-Text her­vor­zu­he­ben. Wäh­rend 1988 ledig­lich „eben­falls der Stra­fe ver­fal­len“ gesagt wird, betont die spä­te­re Ver­si­on stär­ker die auto­ma­ti­sche Rechts­fol­ge im Sin­ne eines unmit­tel­ba­ren Ein­tritts der Sank­ti­on. Das ist zwar inhalt­lich bereits in der Latae-sen­ten­tiae-Struk­tur ent­hal­ten, wird aber rhe­to­risch und rechts­tech­nisch stär­ker akzentuiert.

1988 ist die Warn­norm wei­ter, lai­en­zen­triert und sprach­lich stär­ker pasto­ral gehal­ten, wäh­rend 2026 eine juri­stisch prä­zi­se­re, auf den Tat­be­stand des Schis­mas fokus­sier­te und aus­drück­lich kle­ri­kal wie lai­kal umfas­sen­de For­mu­lie­rung ver­wen­det, die die auto­ma­ti­sche Rechts­fol­ge deut­li­cher hervorhebt.

Das „Schis­ma“ wird im neu­en Dekret im letz­ten Satz expli­zit als sol­ches fest­ge­schrie­ben, was 1988 so aus­drück­lich nicht erfolgt war. Dort heißt es „schis­ma­ti­scher Akt“, „Akt schis­ma­ti­scher Natur“.

Das hat offen­sicht­lich sei­nen Grund, der sich in der erläu­tern­den Note fin­det. Dort heißt es:

„Die Kir­che wird als für­sorg­li­che Mut­ter alle, die zur vol­len Gemein­schaft zurück­keh­ren möch­ten, mit auf­rich­ti­gem Wohl­wol­len und leben­di­ger Sor­ge auf­neh­men. Die Apo­sto­li­schen Nun­ti­en wer­den Ver­fah­ren fest­le­gen, die von den Ordi­na­ria­ten in den ver­schie­de­nen Fäl­len ange­wen­det wer­den können.“

Ein Satz die­ser Art fin­det sich weder im Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­de­kret von 1988 noch in der dazu­ge­hö­ri­gen erläu­tern­den Noti­fi­ka­ti­on in die­ser Form oder sinn­ge­mäß in die­ser kon­kre­ten Struktur.

1988 gab es zwar eine gewis­se pasto­ra­le Rah­men­spra­che, ins­be­son­de­re in bezug auf die Rück­kehr­mög­lich­keit in die vol­le kirch­li­che Gemein­schaft. Die­se blieb jedoch deut­lich all­ge­mei­ner gehal­ten und war nicht mit einer orga­ni­sa­to­ri­schen Anwei­sung an die Nun­ti­en oder gar eine kon­kre­te pro­ze­du­ra­le Hand­lungs­an­lei­tung für die Ordi­na­ri­en verbunden.

1988 gab es kei­ne Zuwei­sung kon­kre­ter „Ver­fah­rens­dis­po­si­tio­nen“ an Apo­sto­li­sche Nun­ti­en, kei­ne Beschrei­bung eines for­ma­len Rück­kehr­ver­fah­rens, kei­ne vor­ge­ge­be­ne Anlei­tung für Bischö­fe im Umgang mit Ein­zel­fäl­len, kei­ne insti­tu­tio­nel­le Imple­men­tie­rung eines stan­dar­di­sier­ten Rückkehrprozesses.

Hier­in zei­gen sich Zen­tra­li­sie­rungs­ten­den­zen, wie sie in der Fra­ge seit den spä­ten 1950er Jah­ren erkenn­bar sind. Erst kurz vor sei­nem Tod leg­te Pius XII. mit Blick auf die will­kür­li­chen, von Rom los­ge­lö­sten Bischofs­er­nen­nun­gen durch die Kom­mu­ni­sti­sche Par­tei Chi­nas fest, daß die betrof­fe­nen Bischö­fe latae sen­ten­tiae exkom­mu­ni­ziert sind. Bis dahin exi­stier­te mehr als 1900 Jah­re lang kein ver­gleich­ba­rer Auto­ma­tis­mus in der Kir­che. In den Codex Iuris Cano­ni­ci wur­de die Bestim­mung erst 1983 aufgenommen.

Die Kom­mu­ni­sti­sche Par­tei Chi­nas, gegen wel­che die Sank­ti­on von Pius XII. gerich­tet war, ernennt auch heu­te noch – seit Papst Fran­zis­kus offi­zi­ell durch Rom akzep­tiert – Bischö­fe nach ihrem Gut­dün­ken, wäh­rend die Bischö­fe der Pius­bru­der­schaft unter Rück­griff auf die Nor­men von 1958 für exkom­mu­ni­ziert erklärt werden.

In der Sum­me läßt sich sagen, daß das Dekret von 2026 zwar in der recht­li­chen Grund­lo­gik voll­stän­dig im Rah­men der Linie von 1988 ver­bleibt, die­se jedoch punk­tu­ell weiterentwickelt.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: FSSPX (Screen­shot)

8 Kommentare

  1. Mir kamen zwei Gedan­ken. Erstens gibt es gegen­wär­tig kei­nen Anlass zu einer Reak­ti­on aus Rom. Die Pius­bru­der­schaft hat weder ihren Sta­tus geän­dert, noch irgend­et­was gemacht, was sie nicht schon zuvor getan hätte. 

    Zwei­tens wur­de ich unter­rich­tet, dass Exkom­mu­ni­zier­te mit einem Kir­chen­bann belegt wer­den. Wor­in besteht die­ser Bann? Schützt sich Rom damit gegen unge­woll­te Ein­flüs­se? Wür­de mit einem sol­chen Bann dann nicht das Wesens­ele­ment des Ver­bann­ten aus­ge­schlos­sen wer­den? Wäre dann das wah­re Evan­ge­li­um ausgeschlossen?

  2. Ich sehe im Wesent­li­chen nur Unge­hor­sam. Wor­auf die Bru­der­schaft besteht, was unan­ge­foch­ten gül­tig bis zum Vati­ka­num II.
    Hat man das pasto­ra­le Kon­zil zum Dog­ma gemacht?

  3. Was ist die Quel­le für den angeb­li­chen Text des Dekre­tes von 1988?
    Sowohl die Web­sei­te der Petrus­bru­der­schaft als auch die Web­sei­te des asia­ti­schen Distrikts der Pius­bru­der­schaft geben für das Dekret von 1988 einen Text an, der fast wört­lich der­sel­be ist, wie der des Dekrets von 2026 (außer, dass das Dekret vom „Schis­ma von Msgr. Lefeb­v­re“ spricht, wo das Dekret von 2026 vom „Schis­ma der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X.“).
    Somit ist ein groß­teil der Kaf­fe­satz­le­se­rei des Bei­trags hinfällig.
    Dass man 1988 vom „Schis­ma von Msgr. Lefeb­v­re sprach, rühr­te wohl daher, dass man damals erwar­te­te, ein Groß­teil der Mit­glie­der der Pius­bru­der­schaft wer­de das römi­sche Ange­bot von Eccle­sia Dei annehmen.

  4. Mir fällt in die­sem Zusam­men­hang eigent­lich nur die Rock­oper „The Wall“ ein, wo ein Wahn­sin­ni­ger Rock­star (in die­sem Fall der Vati­kan) am Schluss alle sei­ne Geg­ner am lieb­sten umbrin­gen woll­te. Roger Waters singt „This one looks jewish, this one’s a coon“ um dann alle sei­ne Geg­ner mit der MP nie­der­zu­mä­hen. So sieht man die Platz­pa­tro­nen etwa auch aus­ge­rech­net aus der Show in Bue­nos Aires aus der MP flie­gen, es ist also eine ech­te Waf­fe in der Show.
    Und so ver­hält sich der Vati­kan, die „Ech­te Waf­fe“ ist der CIC, die Platz­pa­tro­nen aber alle Doku­men­te Lehr­mä­ßi­ger Natur seit dem Beginn des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils. Die erklä­rung eines Shis­mas ist purer Hass auf die Tra­di­ti­on. Und hier sind wir beim Sata­ni­sten Fer­nan­dez und sei­nem frü­he­ren apo­sta­ti­schen Vor­ge­setz­ten Berg­o­glio. Um die Fra­ge von Gui­sep­pe Nar­di direkt zu beant­wor­ten: Das wah­re Evan­ge­li­um, die Hei­li­ge Schrift und Tra­di­ti­on sind seit dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil unter Ankla­ge und spä­te­stens seit „Redemptor Homi­nis“ von Papst Johan­nes Paul II steht das Urteil fest, voll­zo­gen durch den Akt öffent­li­cher Apo­sta­sie durch Papst Fran­zis­kus im Pachamama-Kult.
    Der Vati­kan schließt sich immer radi­ka­ler hin­ter sei­ne Mau­ern aus fal­schen Leh­ren, fal­scher Lit­ur­gie und fal­scher Poli­tik ein, gibt Latein auf, und hört damit auf römisch zu sein (la Salet­te!). Das ist selbst gegen­über Lumen Gen­ti­um 8 der Abfall. Das ist mehr als ein Not­stand, das ist der ernst­fall von „Cum ex apo­sto­la­tus offi­cio“, also des häre­ti­schen Pap­stes. Die­sen Sta­tus kann sich bis­lang tat­säch­lich nur der aktu­el­le Papst anla­sten las­sen, der mit „Mater Popu­li Fide­lis“ eine for­mel­le Häre­sie abge­seg­net hat, näm­lich die Leh­re, die all­ge­mein als pro­xi­ma fidei galt, dass Maria Mitt­le­rin aller Gna­den und Mit­erlö­se­rin ist, auf­zu­kün­di­gen, ja sogar direkt zu widersprechen.
    Und daher stel­le ich eine Fra­ge, die viel­leicht auch die Tra­di­ti­ons­ver­ges­sen­heit des Vati­kan hof­fent­lich ins Herz trifft. Darf ein häre­ti­scher Kar­di­nal, der for­mel­le Häre­sie began­gen hat und damit selbst latae sen­ten­tiae aus der Kir­che aus­ge­schlos­sen und sei­nes Amtes ver­lu­stig ist („Cum ex apo­so­la­tus offi­cio“ hat von der Tra­di­ti­on einen höhe­ren Stel­len­wert als der CIC/​1983!) über­hapt noch als Rich­ter in der Kir­che wir­ken, im Namen der Römisch-Katho­li­schen Kir­che ein Urteil spre­chen, ein Dekret erlassen?
    Es bleibt nur noch eine Hoff­nung: Daß sich die Sedis­va­kan­ti­sten und FSSPX zusam­men­schlie­ßen und dann dem Papst offen die Fra­ge stel­len: Seid Ihr noch gül­tig Papst? Und trotz­dem höre ich nicht auf, für den Papst zu beten: Seg­net die die Euch ver­flu­chen. Irgend­wann wird jede Schuld so groß, dass der Mensch mit See­le die Mau­er um sich her­um nie­der­rei­ßen will, ohne fal­sche mensch­li­che Gefüh­le vor­zu­täu­schen („cari­tas fic­ta“). Die Rich­ter wer­den jeden­falls die Obe­ren der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius sein, die dann dem Vati­kan anord­nen: „Tear down THE WALL!“ Wenn die Kir­chen­ge­schich­te tat­säch­lich sich in der Rock­oper The Wall wider­spie­gelt, dann sind wir im Moment bei der Num­mer „In The Fle­sh Pt. II.“.

  5. Wel­che Angst muss die­se heu­ti­ge Papst­kir­che haben, daß sie weni­ge Bischö­fe und 700 Prie­ster der­art mas­siv ver­folgt. Im Chi­na hat die kom­mu­ni­sti­sche Par­tei die Ober­hand über Bischofs­wei­hen und der Papst lässt es zu ind ver­fügt sogar, daß im Auf­trag des Pap­stes geweih­te Bischö­fe abge­setzt und unter die Vor­mund­schaft der Kom­mu­ni­sten-Bischö­fe gestellt wer­den. Gläu­bi­ge Bischö­fe mit vol­len Prie­ster­se­mi­na­ren wer­den ent­fernt und LGBT-Bischoe­fe hofiert.eine Anbie­de­rung an den Moham­me­da­nis­mus erfolgt. Allah hat mit Gott nichts zu tun. Jedes Kind ver­steht, daß ein Gott mit Sohn nie­mals iden­tisch sein kann mit einem Gott ohne Sohn. Unse­re Kir­che geht Hand in Hand mit der Welt abwärts.

  6. Es gibt zwei Pri­vat­of­fen­ba­run­gen, die welt­ge­schicht­li­che Bedeu­tung haben, die Ver­kün­di­gung an die Jung­frau Maria und die an den Kauf­mann Moham­med. Zu Maria kam ein könig­li­cher Bote, der Engel Gabri­el und grüß­te sie nobel. Der „Engel“ Gibril herrsch­te Moham­med an und befahl, „Lies!“. Er sag­te er kön­ne nicht lesen, wor­auf ihn Gibril mit dem Tuch würg­te. Das geschah dreimal.
    Kann der Drei­fal­ti­ge Gott ein­mal einen edlen Boten und 600 Jah­re spä­ter einen Rüpel gesandt haben mit einem ganz ande­ren Programm.
    Bei Ger­hard Kon­zel­mann bin ich dar­auf auf­merk­sam gewor­den und Frau Mer­ten­sacker schrieb auch dar­über. Aber bei­de ver­wen­den Gabri­el für bei­de Wesen.

  7. Ist es Zufall [oder Fügung], daß ich auf die Sei­te von Sar­to gesto­ßen bin? Und da prä­sen­tier­te sich ein Buch mit dem Titel: „1988 Das unauf­find­ba­re Schis­ma“. Die Nie­der­schrift eines Vor­tra­ges vom 17.März 1997 in Lyon von Abbé Michel Simoulin.
    Aus der Ein­lei­tung. „Die­se Wei­hen >sind»für das Fort­be­stehens des Prie­ster­tums und der katho­li­schen Messe.“
    Kar­di­nal Garon­ne 1971: „Ich bete für Ihre Semi­na­ri­sten, ich bin glück­lich, das Sie Beru­fun­gen haben.“
    Der Prä­fekt der Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on sagt sogar: „Mons­ei­gneur, das Werk, wel­ches Sie unter­nom­men haben, ist das wich­tig­ste in der heu­ti­gen Kirche“.
    Doch auf ein­mal spricht man am 30. Okto­ber 1972 im Ver­lauf der fran­zö­si­schen Bischofs­kon­fe­renz von einem wil­den Seminar.(Mgr. Markus)
    Wie doch alles zusam­men paßt, um die Zustän­de von heu­te zu erreichen.

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