Ist der Alte Bund niemals aufgehoben worden?

Antwort auf „Der Antijudaismus im Glaubensbekenntnis der Priesterbruderschaft St. Pius X." von Bernard Mallmann


Ecclesia und Synagoga, Kirche und Synagoge. Die Kirche ist sehend und trägt Kreuz, Palmzweig und Kelch, während die Synagoge blind ist, symbolisiert durch eine Augenbinde, das sie den Messias zurückweist.
Ecclesia und Synagoga, Kirche und Synagoge. Die Kirche ist sehend und trägt Kreuz, Palmzweig und Kelch, während die Synagoge blind ist, symbolisiert durch eine Augenbinde, das sie den Messias zurückweist.

Von Don Cur­zio Nitoglia*

Vorwort

Vor eini­gen Tagen, am 19. Mai 2026, ver­öf­fent­lich­te Hw. Ber­nard Mall­mann – der am 10. Okto­ber 2012 in Rom zum Prie­ster geweiht wur­de, in Regens­burg und Rom Theo­lo­gie stu­dier­te, 2020 in Wien zum Dok­tor der Theo­lo­gie pro­mo­viert wur­de und seit 2021 Assi­stent am Lehr­stuhl für Dog­ma­ti­sche Theo­lo­gie der Katho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Wien ist – einen Arti­kel unter dem Titel: „Ent­wur­zel­te Katho­li­zi­tät. Der Anti­ju­da­is­mus im Glau­bens­be­kennt­nis der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X.

Sei­ner Auf­fas­sung nach sei die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) in den Mar­cio­nis­mus ver­fal­len, weil sie in ihrem Glau­bens­be­kennt­nis – das von ihrem Gene­ral­obe­ren Pater Davi­de Pagli­a­ra­ni am 14. Mai 2026 ver­öf­fent­licht wur­de – erklär­te, daß Jesus Chri­stus „den Alten Bund end­gül­tig außer Kraft gesetzt hat“.

Ver­su­chen wir, die Fra­ge objek­tiv zu untersuchen.

Status quaestionis

Am 28. Okto­ber 1965 wur­de die Kon­zils­er­klä­rung Nost­ra aet­a­te (im fol­gen­den: NA) über die Bezie­hun­gen zwi­schen dem nach­bi­bli­schen bzw. tal­mu­di­schen Juden­tum – das deut­lich vom Alten Testa­ment zu unter­schei­den ist – und dem Chri­sten­tum promulgiert.

Von die­ser Erklä­rung aus­ge­hend kam es zu einem wirk­li­chen Wan­del der katho­li­schen Leh­re hin­sicht­lich der jüdi­schen Reli­gio­si­tät nach Christus.

Johan­nes Paul II. mach­te die „neue Theo­lo­gie“ von Nost­ra aet­a­te zum eigent­li­chen Leit­mo­tiv sei­nes lan­gen Pon­ti­fi­kats und ver­brei­te­te sie überall.

So erklär­te er – nur zwei Jah­re nach sei­ner Wahl zum Papst im Jah­re 1978 – im Lich­te von Nost­ra aet­a­te, „der Alte Bund sei nie­mals wider­ru­fen wor­den“ (Anspra­che in Mainz, 17. Novem­ber 1980), und sechs Jah­re spä­ter Anspra­che in der Syn­ago­ge von Rom, am 13. April 1986: „Ihr seid unse­re bevor­zug­ten Brü­der und, in gewis­ser Hin­sicht, unse­re älte­ren Brü­der im Glau­ben Abra­hams“ (die­se spon­ta­ne Aus­sa­ge wird seit­her viel­fach ver­kürzt wie­der­ge­ge­ben als For­mel: die Juden sei­en die „älte­ren Brü­der der Chri­sten“, weil Johan­nes Paul II. selbst so beim Te Deum in der Kir­che Il Gesù vom 31. Dezem­ber jenes Jah­res an sei­nen Besuch in der römi­schen Syn­ago­ge erin­ner­te.

Aus­ge­hend von die­sen bei­den Aus­sa­gen zogen sowohl Bene­dikt XVI. als auch Papst Fran­zis­kus eine neue Schluß­fol­ge­rung, die dar­in bereits vir­tu­ell ent­hal­ten gewe­sen sei: „Die nach­bi­bli­schen Juden bedür­fen Jesu nicht, um geret­tet zu werden.“

Die katholische Lehre

Die katho­li­sche Leh­re hin­ge­gen lehrt:

  1. Die Juden nach dem Tode Jesu – und nicht die Gläu­bi­gen des Alten Testa­ments – sind die von den Chri­sten am mei­sten getrenn­ten Brü­der und nicht deren „älte­re Brü­der im Glau­ben Abra­hams“, denn Abra­ham glaub­te an den kom­men­den Mes­si­as, den sie ver­wor­fen haben;
  2. der Alte Bund wur­de durch den Neu­en und Ewi­gen Bund ersetzt;
  3. alle Men­schen – auch die Juden – bedür­fen Jesu Chri­sti, des ein­zi­gen uni­ver­sa­len Erlö­sers der Mensch­heit, um geret­tet zu werden.

Schließ­lich erschien in den ersten Mona­ten des Jah­res 2019 das Buch „Die Bibel der Freund­schaft. Abschnit­te aus der Torah bezie­hungs­wei­se dem Pen­ta­teuch, kom­men­tiert von Juden und Chri­sten“ (Cini­sel­lo Bal­sa­mo, San Pao­lo) mit einem Vor­wort von Papst Berg­o­glio. Kurz dar­auf, etwa im April des­sel­ben Jah­res, erschien ein wei­te­res Buch zum sel­ben The­ma mit dem Titel „Juden und Chri­sten1, in dem der Auf­satz von Bene­dikt XVI. „Gna­de und Beru­fung ohne Reue“ (2018) und der dar­u­af fol­gen­de Brief­wech­sel mit dem Ober­rab­bi­ner von Wien, Arie Fol­ger, ver­öf­fent­licht wurde.

In die­sen bei­den Büchern ver­brei­te­ten Papst Fran­zis­kus und der dama­li­ge „Papa eme­ri­tus“ Bene­dikt XVI. zahl­rei­che Irr­tü­mer hin­sicht­lich des Glau­bens an die Gott­heit Chri­sti, an die Aller­hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit, hin­sicht­lich der Bezie­hun­gen zwi­schen Altem und Neu­em Testa­ment, der uni­ver­sa­len Erlö­sung durch Jesus Chri­stus und des Dog­mas Extra Eccle­si­am nulla salus – „Außer­halb der Kir­che kein Heil“.

Die Irr­tü­mer Papst Ratz­in­gers und Papst Berg­o­gli­os betreffen:

a) all­ge­mein die jüdisch-tal­mu­di­sche Frage,

b) im besonderen:

1.) die Fra­ge des Gottesmordes;

2.) die Fra­ge, ob die Juden, die Chri­stus kreu­zig­ten, wuß­ten, daß Er Gott war;

3.) wel­ches Ver­hält­nis Gott nach dem Got­tes­mord zum nach­bi­bli­schen Juden­tum als Reli­gi­on – nicht zum Alten Testa­ment – hat;

4.) das schwer­wie­gen­de Glau­bens­pro­blem, das die Erklä­rung Nost­ra aet­a­te für das Gewis­sen der gläu­bi­gen Katho­li­ken darstellt;

und schließ­lich stößt man, wenn man die­se vier Fra­gen im Lich­te der tra­di­tio­nel­len katho­li­schen Theo­lo­gie unter­sucht, unver­meid­lich auf …

5.) die Fra­ge des Juden­chri­sten­tums und der judai­sie­ren­den Chri­sten, die lei­der von Papst Berg­o­glio offen und von Papst Ratz­in­ger noch mehr auf ver­bor­ge­ne Wei­se dazu ermu­tigt und ange­hal­ten wur­den, beden­ken­los zu judaisieren.

Das Alte Testament wird durch das Christentum vollendet

Eine alte, nie­mals ganz ver­schwun­de­ne Vor­stel­lung erhebt heu­te erneut ihr Haupt und ver­sucht Ver­wir­rung zu stif­ten: die Vor­stel­lung näm­lich, das Alte Testa­ment sei schlecht – das wäre der eigent­li­che Mar­cio­nis­mus und nicht jener, den die Judai­sie­ren­den sich ein­bil­den –, das Neue Testa­ment kön­ne nur unter gewis­sen Bedin­gun­gen bestehen, und das Heil kom­me aus einer Rück­kehr zum alten Heidentum.

Abt Giu­sep­pe Ric­ciot­ti, der gro­ße römi­sche Exeget erklärt:

„Wenn ihr den ersten und älte­sten Teil der Bibel – das Alte Testa­ment – ver­werft, habt ihr kei­ner­lei Recht mehr, den zwei­ten Teil – das Neue Testa­ment – beizubehalten.“

Kar­di­nal Micha­el von Faul­ha­ber, der Erz­bi­schof von Mün­chen und Frei­sing, hielt fünf Pre­dig­ten, die spä­ter unter dem Titel „Juden­tum, Chri­sten­tum, Ger­ma­nen­tum“ ver­öf­fent­licht wurden.

Zunächst erklärt der deut­sche Kar­di­nal, daß zwi­schen dem Volk Isra­el vor dem Tode Chri­sti und jenem nach sei­nem Tode unter­schie­den wer­den müsse.

„Nach der Beru­fung Abra­hams und vor dem Tode Chri­sti war das Volk Isra­el der Trä­ger der Offen­ba­rung. Der Geist Got­tes erweck­te und erleuch­te­te Män­ner, die durch das mosai­sche Gesetz das reli­giö­se und bür­ger­li­che Leben ordneten.

Nach dem Tode Chri­sti wur­de Isra­el aus dem Dienst der Offen­ba­rung ent­las­sen. Die Söh­ne die­ses Vol­kes hat­ten die Stun­de der gött­li­chen Heim­su­chung nicht erkannt; sie hat­ten den Gesalb­ten des Herrn ver­leug­net und ver­wor­fen, ihn vor die Stadt hin­aus­ge­führt und ans Kreuz geschla­gen. Da zer­brach der Bund zwi­schen dem Herrn und sei­nem Volk.

Zwei­tens müs­sen wir unter­schei­den zwi­schen den Schrif­ten des Alten Testa­ments und den tal­mu­di­schen Schrif­ten des spä­te­ren Juden­tums. Das Alte Testa­ment ist gut, aber unvoll­kom­men, und wird durch das Neue Testa­ment voll­endet; der Tal­mud hin­ge­gen ist schlecht und sei­nem Wesen nach anti­christ­lich und antimosaisch.

Drit­tens müs­sen wir auch inner­halb der Bibel des Alten Testa­ments unter­schei­den zwi­schen dem, was nur vor­über­ge­hen­de Bedeu­tung hat­te, und dem, was ewi­gen Wert besit­zen sollte.“

Fer­ner erin­nert der deut­sche Kar­di­nal dar­an, daß die Chri­sten das Alte und das Neue Testa­ment nicht auf die­sel­be Stu­fe stel­len. Das Neue Testa­ment muß den Ehren­platz ein­neh­men; den­noch muß mit aller Festig­keit dar­an fest­ge­hal­ten wer­den, daß auch das Alte Testa­ment von Gott inspi­riert ist.

„Das Chri­sten­tum ist jedoch dadurch, daß es die Alten Schrif­ten emp­fan­gen hat, kei­nes­wegs zu einer jüdi­schen Reli­gi­on gewor­den; denn die­se Bücher wur­den nicht von den Juden her­vor­ge­bracht, son­dern vom Gei­ste Got­tes ein­ge­ge­ben und sind daher Got­tes Wort. Die Ent­frem­dung der heu­ti­gen Juden darf nicht auf die Bücher des vor­christ­li­chen Juden­tums aus­ge­dehnt werden.“

Zudem zählt seit Chri­stus nicht mehr die Bluts­ver­wandt­schaft, son­dern die Ver­wandt­schaft des Glau­bens. Daher ist es belang­los, ob Chri­stus eth­nisch Ari­er oder Jude war. Ent­schei­dend ist zu wis­sen, ob Chri­stus gei­stig „christ­lich“ ist und ob wir durch Tau­fe und durch den von der Lie­be beseel­ten Glau­ben Glie­der Chri­sti gewor­den sind. Der hei­li­ge Pau­lus schreibt: 

„Denn in Chri­stus Jesus gilt weder das Juden­tum noch das Hei­den­tum etwas, son­dern allein die neue Krea­tur“ (Gal. 6,15).

Der „Eckstein“ zwischen Judentum und Christentum

Jesus Chri­stus ist der Stein, der als „Eck­stein“ den Mosais­mus und das Chri­sten­tum ver­bin­det. Trotz aller Gna­den, die Gott Isra­el gewährt hat­te, woll­te es jedoch die Stun­de sei­ner Heim­su­chung nicht erken­nen. Er war ein „Zei­chen des Wider­spruchs“, und nur eine klei­ne Schar von Apo­steln und ande­ren Jün­gern folg­te ihm, wäh­rend der größ­te Teil des Vol­kes sich vom Mes­si­as abwandte.

Jesus nahm – wenn auch schmerz­lich – Abschied vom Alten Bund, den Isra­el gebro­chen hat­te, und stif­te­te einen Neu­en und Ewi­gen Bund mit den Hei­den und dem „Rest Isra­els“, der ihm treu geblie­ben war.

Die objektive Veränderung durch Nostra aetate

Zwi­schen der gött­lich-apo­sto­li­schen Tra­di­ti­on, dem päpst­li­chen Lehr­amt – von Petrus bis Pius XII. – und Nost­ra aet­a­te besteht eine Ver­schie­den­heit (vgl. Deni­se Judant: Juda­is­me et Chri­stia­nis­me, Paris 1969; dies., Jalons pour une théo­lo­gie chré­ti­en­ne d’Israël, Paris 1975).

Die katho­li­sche Tra­di­ti­on ist eine der bei­den Quel­len der Offen­ba­rung und besteht in der gemein­sa­men Leh­re der Kir­chen­vä­ter, die unfehl­bar ist. Nost­ra aet­a­te hin­ge­gen besitzt aus­drück­lich nur einen pru­den­ti­el­len bezie­hungs­wei­se „pasto­ra­len“ Cha­rak­ter, ent­spre­chend dem erklär­ten Wil­len Johan­nes’ XXIII. und Pauls VI., wel­che das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil als „Pasto­ral­kon­zil“ ein­be­ru­fen und abge­schlos­sen haben.

Daher ist das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil weder unfehl­bar noch irre­for­ma­bel; und da es mit der bestän­di­gen apo­sto­li­schen Tra­di­ti­on in Bruch bezie­hungs­wei­se Wider­spruch steht, muß es kor­ri­giert und refor­miert wer­den, ins­be­son­de­re Nost­ra aet­a­te.

Die Zwei­deu­tig­keit von Nost­ra aet­a­te besteht zunächst dar­in, alle Men­schen, die gene­tisch von Abra­ham abstam­men, so dar­zu­stel­len, als hät­ten sie geist­li­che oder glau­bens­mä­ßi­ge Ban­de mit der Kir­che Chri­sti. Dadurch wer­den Ras­se und Glau­be ver­mischt und ver­wech­selt, obwohl bei­de wesent­lich ver­schie­den sind.

Fer­ner lehrt Nost­ra aet­a­te in Nr. 4e: „Nichts­de­sto­we­ni­ger sind die Juden nach dem Zeug­nis der Apo­stel immer noch von Gott geliebt um der Väter wil­len; sind doch sei­ne Gna­den­ga­ben und sei­ne Beru­fung unwiderruflich.“

Der hei­li­ge Pau­lus sagt jedoch, daß die Beru­fung oder Gabe Got­tes sich nicht ändert – „Ego sum Domi­nus et non mutor“ –, wäh­rend die Ant­wort des Men­schen auf den Ruf Got­tes sich ändern kann. So war es bei dem größ­ten Teil des Vol­kes Isra­el, das wäh­rend des Lebens Jesu dem Ruf und der Gabe Got­tes schlecht ent­sprach, indem es zuerst die Pro­phe­ten und dann Chri­stus selbst und schließ­lich sei­ne Apo­stel tötete.

Daher sind Gott nur jene teu­er, das heißt, es ste­hen nur jene in der Gna­de Got­tes, die den „klei­nen Rest“ Isra­els bil­den (Röm. 11,5–7), näm­lich jene, die den Mes­si­as in Chri­stus ange­nom­men haben, wie ihre Väter im Alten Testa­ment an den kom­men­den Mes­si­as glaubten.

Die Frage des Alten Bundes

Nach der Kon­zils­leh­re – „Die Gaben Got­tes sind unwi­der­ruf­lich“ – und der nach­kon­zi­lia­ren Leh­re Johan­nes Pauls II. („Der Alte Bund ist nie­mals wider­ru­fen wor­den“, Mainz, 17. Novem­ber 1980) wäre das heu­ti­ge Juden­tum wei­ter­hin Trä­ger des Bun­des mit Gott.

Die katho­li­sche Tra­di­ti­on hin­ge­gen – das heißt die Hei­li­ge Schrift, wie sie ein­stim­mig von den Vätern und vom bestän­di­gen kirch­li­chen Lehr­amt aus­ge­legt wur­de – lehrt, daß es einen ersten bezie­hungs­wei­se Alten Bund und einen zwei­ten bezie­hungs­wei­se Neu­en Bund gibt.

Unwi­der­ruf­lich ist das, was vom ersten Bund – dem Alten Testa­ment – auf den zwei­ten Bund – das Neue Testa­ment – über­geht, der an die Stel­le des ersten getre­ten ist, „da jener ver­al­tet und dem Unter­gang nahe ist“ (Hebr. 8,8–13).

Die den Trä­gern des ersten Bun­des ver­hei­ße­ne Gna­de stirbt jedoch nicht mit die­sem Bund, son­dern wird den Trä­gern des zwei­ten Bun­des geschenkt: näm­lich Juden und Hei­den, die sich zum Chri­sten­tum bekehren.

Dies geschah, als fast alle Trä­ger des ersten Bun­des Chri­stus zurück­wie­sen und die Stun­de nicht erkann­ten, in der Gott sie heim­such­te (Lk. 19,44). „Allen aber, die ihn auf­nah­men“, gab der gött­li­che Besu­cher „Macht, Kin­der Got­tes zu wer­den“ (Joh. 1,12). Mit ihnen – dem „klei­nen Rest“ des jüdi­schen Vol­kes, der Chri­stus annahm – schloß er den zwei­ten und ewi­gen Bund und öff­ne­te ihn jenen, die „vom Osten und Westen, vom Nor­den und Süden“ kom­men soll­ten (Lk. 13,29), wobei alle Gaben des ersten Bun­des auf den zwei­ten übergingen.

Wenn also vie­le Glie­der des aus­er­wähl­ten Vol­kes Chri­stus ver­war­fen, so nahm ihn den­noch „ein klei­ner Rest“ – die Apo­stel und Jün­ger – an (Röm. 11,1–10).

Vier­tens lehrt Nost­ra aet­a­te hin­sicht­lich der Tötung Jesu: „Was bei sei­nem Lei­den voll­zo­gen wor­den ist, kann weder unter­schieds­los allen damals leben­den Juden noch den Juden unse­rer Zeit zur Last gelegt wer­den“, da sie „nicht wuß­ten, was sie taten“.

Der Doc­tor com­mu­nis der Kir­che, der hei­li­ge Tho­mas von Aquin, stellt hin­ge­gen die Frage,

1.) „ob die Füh­rer der Juden wuß­ten, daß die Per­son, die sie kreu­zig­ten, Gott selbst war, die mensch­ge­wor­de­ne zwei­te Per­son der Aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit“ (S. th. III, q. 47, a. 6 ad 1).

Er ant­wor­tet, daß sie wuß­ten, was sie taten. Als Gott näm­lich zu Adam über des­sen zukünf­ti­ge Ehe mit Eva sprach, erklär­te Er ihm, daß die­se ein Vor­bild der Ver­ei­ni­gung Chri­sti mit der Kir­che sei; daher muß­te Gott ihm auch das Geheim­nis der Drei­fal­tig­keit und Ein­heit Got­tes sowie das Geheim­nis der Mensch­wer­dung des Wor­tes offen­bart haben (vgl. S. th. II-II, q. 2, a. 7).

Dar­aus folgt nach Tho­mas, daß die Füh­rer der Juden die Geheim­nis­se der Drei­fal­tig­keit und der Inkar­na­ti­on kann­ten. Die Für­sten der Juden besa­ßen somit eine aus­drück­li­che Erkennt­nis des Geheim­nis­ses der Mensch­wer­dung, des Lei­dens und des Todes des mensch­ge­wor­de­nen Wortes.

Hin­sicht­lich des Geheim­nis­ses der Drei­fal­tig­keit erklärt der hei­li­ge Thomas:

„Von Anfang an war es zum Heil not­wen­dig, an das Geheim­nis der Drei­fal­tig­keit zu glau­ben. […] Es ist unmög­lich, aus­drück­lich an das Geheim­nis Chri­sti zu glau­ben ohne den Glau­ben an die Drei­fal­tig­keit. […] Daher wur­de vor Chri­stus das Geheim­nis der Drei­fal­tig­keit eben­so geglaubt wie das Geheim­nis der Mensch­wer­dung: aus­drück­lich von den Füh­ren­den und impli­zit sowie gleich­sam ver­hüllt von den ein­fa­chen Men­schen“ (S. th. II-II, q. 2, a. 8).

Was sodann die Behaup­tung betrifft, 

2.) „Der Tod Chri­sti sei den Sün­den aller Men­schen zuzu­schrei­ben, und daher kön­ne das, was wäh­rend sei­nes Lei­dens geschah, weder unter­schieds­los allen damals leben­den Juden noch den Juden unse­rer Zeit zuge­rech­net werden“,

so ist zu unterscheiden:

a) Chri­stus starb, um die Sün­den aller Men­schen zu süh­nen; die Final­ur­sa­che des Todes Chri­sti ist also die Erlö­sung des Menschengeschlechtes.

b) Die Wirk­ur­sa­che des Todes Chri­sti waren jedoch nicht die Sün­den der Men­schen schlecht­hin, son­dern das nach­bi­bli­sche Juden­tum, das in Gestalt der Prie­ster, Schrift­ge­lehr­ten und Pha­ri­sä­er die Gott­heit Chri­sti leug­ne­te, ihn zum Tod ver­ur­teil­te und das Urteil durch die Römer voll­strecken ließ.

Nach der ein­mü­ti­gen Leh­re aller Kir­chen­vä­ter ist die Wirk­ur­sa­che und damit der Ver­ant­wort­li­che des Todes Jesu das pha­ri­säi­sche, tal­mu­di­sche und anti­christ­li­che Juden­tum durch sei­ne Leh­rer und Anhänger.

In den Tod Chri­sti ist die reli­giö­se Gemein­schaft des nach­bi­bli­schen Isra­el ver­wickelt, wel­che Jesus ver­wor­fen hat und im Wider­spruch ihrer Väter ver­harrt – nicht jedoch die gesam­te bio­lo­gi­sche Abstam­mung des jüdi­schen Vol­kes. Denn ein „klei­ner Rest Isra­els“ blieb Chri­stus treu: die Apo­stel und Jün­ger. Den­noch nahm der größ­te Teil des Vol­kes aktiv an der Ver­ur­tei­lung Jesu teil.

Hin­sicht­lich des Got­tes­mor­des besteht sogar ein „mathe­ma­ti­scher Kon­sens“ der Kir­chen­vä­ter über die Schuld des nach­bi­bli­schen Juden­tums (vgl. Deni­se Judant, Juda­is­me et Chri­stia­nis­me, Paris 1969; dies., Jalons pour une théo­lo­gie chré­ti­en­ne d’Israël, Paris 1975). Nicht nur mora­lisch, son­dern gleich­sam mathe­ma­tisch ein­stim­mig leh­ren sie, daß der größ­te Teil des jüdi­schen Vol­kes – inso­fern er Chri­stus untreu blieb –, das heißt das tal­mu­di­sche Juden­tum als anti­christ­li­che und anti­tri­ni­ta­ri­sche Reli­gi­on, als Wirk­ur­sa­che für den Tod Chri­sti ver­ant­wort­lich ist.

Dadurch ent­stand eine neue schis­ma­ti­sche und häre­ti­sche Reli­gi­on gegen­über dem Alten Testa­ment: der Tal­mu­dis­mus, der sich vom Mosais­mus ent­fernt hat. Denn der Mosais­mus glaub­te an den kom­men­den Mes­si­as, der durch die alt­te­sta­ment­li­chen Pro­phe­zei­un­gen ange­kün­digt und in Jesus von Naza­reth erfüllt wur­de. Der Tal­mu­dis­mus hin­ge­gen lehnt bis heu­te die Gott­heit Chri­sti ab und ver­ur­teilt ihn als Göt­zen­die­ner, weil er als Mensch bean­spruch­te, Gott zu sein.

Fünf­tens ent­hält die Erklä­rung Nost­ra aet­a­te nicht ein ein­zi­ges Zitat eines Kir­chen­va­ters, eines Pap­stes oder einer lehr­amt­li­chen Ent­schei­dung, weil es vor dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil nicht eine ein­zi­ge judai­sie­ren­de Zei­le in Tra­di­ti­on und Lehr­amt gab.

Sech­stens gilt der Bund mit Gott end­gül­tig nur hin­sicht­lich der Kir­che Chri­sti; für alle übri­gen – Juden, Hei­den und Chri­sten – setzt er die Ent­spre­chung gegen­über dem gött­li­chen Heils­plan voraus.

Der Alte Bund beruht näm­lich auch auf der Mit­wir­kung des Men­schen. Moses emp­fängt die Erklä­rung Got­tes, wel­che die Bedin­gun­gen des gegen­sei­ti­gen Bun­des ent­hält. Der Bund ist also nicht bedin­gungs­los (Dtn. 11,1–28), son­dern vom Gehor­sam des Vol­kes Isra­el abhängig:

„Ich lege euch Segen und Fluch vor: Segen, wenn ihr den Gebo­ten Got­tes gehorcht … Fluch, wenn ihr unge­hor­sam seid“ (vgl. Dtn. 11,28).

Der Alte Bund hängt somit auch vom Ver­hal­ten Isra­els ab, und Gott droht mehr­fach, ihn wegen der Untreue des jüdi­schen Vol­kes zu bre­chen, das Er ver­nich­ten möch­te (vgl. Dtn. 28; Lev. 26,14 ff.; Jer. 26,4–6; Hos. 7,8 und 9,6).

Nach dem Tode Chri­sti wird die Ver­ge­bung Got­tes nicht ganz Isra­el gewährt, son­dern nur einem „klei­nen Rest“, der Chri­stus und Moses treu bleibt, wel­cher Jesus vorausverkündigte.

Infol­ge der Untreue des Vol­kes Isra­el als Gan­zem gegen­über Chri­stus und dem Alten Testa­ment, das auf ihn hin­wies, beschränkt sich die Ver­ge­bung Got­tes auf die­sen „klei­nen Rest“ Isra­els, der Gott in Chri­stus treu geblie­ben ist.

Schlußfolgerung

Es bestehen somit min­de­stens sechs schwer­wie­gen­de Irr­tü­mer, wel­che Nost­ra aet­a­te beein­träch­ti­gen, die Erklä­rung objek­tiv dem katho­li­schen Glau­ben ent­ge­gen­ste­hen las­sen und ten­den­zi­ell den judai­sie­ren­den Abfall vom Glau­ben begünstigen.

Die Leh­re von Nost­ra aet­a­te selbst steht objek­tiv im Gegen­satz zum Chri­sten­tum, weil sie judai­siert. Das tal­mu­di­sche Juden­tum betrach­tet Jesus Chri­stus als einen Betrü­ger, der sich als Mensch zu Gott gemacht habe; das Chri­sten­tum hin­ge­gen betet Chri­stus als Gott an. Daher kön­nen bei­de Reli­gio­nen nicht zugleich wahr sein, da die eine der ande­ren wider­spricht. Nach dem an sich evi­den­ten Prin­zip der Iden­ti­tät und des Wider­spruchs sind sie unver­ein­bar: Wenn die eine wahr ist, muß die ande­re not­wen­dig falsch sein.

Daher ist der Ver­such der neo-moder­ni­sti­schen Theo­lo­gie – der kon­zi­lia­ren und nach­kon­zi­lia­ren –, „das Unver­ein­ba­re zu ver­söh­nen“, völ­lig unmög­lich, „wegen des Wider­spruchs, der es nicht zuläßt“ (Dan­te, Infer­no XXVII, 120). Ein Kreis ist kein Qua­drat, das Ja ist nicht ein Nein, das Wei­ße ist nicht das Schwar­ze. Das Chri­sten­tum, das Chri­stus als Gott anbe­tet, ist nicht das Juden­tum, das Chri­stus kreu­zig­te, weil Er sich – ihrer Auf­fas­sung nach lästernd – als Mensch für Gott ausgab.

Dies sind die inne­ren Grün­de, also die dok­tri­nel­len Grün­de inner­halb von Nost­ra aet­a­te, die uns dar­an hin­dern, die Kon­zils­er­klä­rung vom 28. Okto­ber 1965 anzunehmen.

Schließ­lich offen­bart der hei­li­ge Paulus:

„Die Juden haben sogar den Herrn Jesus und die Pro­phe­ten getö­tet und auch uns ver­folgt; sie gefal­len Gott nicht und sind Fein­de aller Men­schen, da sie uns hin­dern, den Hei­den zu pre­di­gen, damit die­se geret­tet wer­den. So machen sie das Maß ihrer Sün­den voll. Der Zorn Got­tes aber ist end­gül­tig über sie gekom­men“ (1 Thess. 2,15).

Der hei­li­ge Tho­mas von Aquin kom­men­tiert hierzu:

„Es spielt kei­ne Rol­le, daß die Römer ihn töte­ten, denn es waren die Juden selbst, die durch ihr Geschrei von Pila­tus ver­lang­ten, ihn zu kreu­zi­gen. […] Daher gefal­len sie Gott nicht, weil sie nicht im rech­ten Glau­ben han­deln; und ‚ohne Glau­ben ist es unmög­lich, Gott zu gefal­len‘ (Hebr. 11,6).

Schließ­lich zeigt der hei­li­ge Pau­lus, daß die Juden ‚Fein­de aller Men­schen‘ sind. Sie sind Fein­de, weil sie uns Apo­steln des Neu­en Testa­ments ver­bie­ten und ver­weh­ren, allen Men­schen zu pre­di­gen, und so deren Bekeh­rung behin­dern. […] So leben sie fort, bis zu jenem Punkt, den Gott zuläßt. Denn Gott gewähr­te den Juden nach dem Lei­den Chri­sti vier­zig Jah­re Zeit zur Buße; doch sie bekehr­ten sich nicht, son­dern häuf­ten Sün­de auf Sün­de. Daher dul­de­te Gott sie nicht län­ger. […] Doch glau­be nicht, daß die­ser gött­li­che Zorn nur hun­dert Jah­re andaue­re; viel­mehr wird er ‚bis zum Ende‘ der Welt dau­ern, wenn die Gesamt­heit der Hei­den den Glau­ben an Chri­stus ange­nom­men haben wird“ (Tho­mas Aqui­nas, Super Pri­mam Epi­sto­lam ad Thes­sa­lo­nicen­ses, Lec­tio II, cap. 2, Vv. 15–16).

Der heilige Thomas von Aquin: Das Alte Gesetz und das Neue Gesetz

Der hei­li­ge Tho­mas von Aquin behan­delt in der Sum­ma Theo­lo­gi­ca (I‑II, Fra­gen 98–108) zunächst das The­ma des „Geset­zes des Moses“ (Fra­gen 98–105), sodann das „Neue Gesetz“ (Fra­gen 106–108) sowie den „Ver­gleich zwi­schen dem Alten und dem Neu­en Gesetz“ (Fra­ge 107).

Das mosaische Gesetz

Hin­sicht­lich des mosai­schen Geset­zes lehrt er:

„Das Gesetz des Moses war unvoll­kom­men, aber gut, weil es der rech­ten Ver­nunft und dem natür­li­chen Gesetz ent­sprach“ (I‑II, q. 98, a. 1).

„Das Alte Gesetz wur­de von Gott durch den Dienst der Engel gege­ben (vgl. Gal. 3,19; Hebr. 1,2; 2,2; Apg. 7,53; Gre­gor der Gro­ße; Augu­sti­nus), weil Gott selbst mit dem Kom­men Jesu unmit­tel­bar und ohne Ver­mitt­ler das Neue und voll­kom­me­ne Gesetz geben woll­te“ (I‑II, q. 98, a. 3).

Das Alte Gesetz wur­de zunächst allein dem jüdi­schen Volk gege­ben, weil aus die­sem Volk der Mes­si­as her­vor­ge­hen soll­te – allein aus der Barm­her­zig­keit Got­tes und ohne irgend­ein Ver­dienst die­ses Vol­kes“ (I‑II, q. 98, a. 4).

Die sittlichen Gebote des Alten Gesetzes

Über die sitt­li­chen Gebo­te des Alten Geset­zes, die das Natur­ge­setz betref­fen (I‑II, q. 100), schreibt der Aquinat:

„Das Alte Gesetz wur­de einem Volk gege­ben, das gleich­sam noch ein Kind war und erst wach­sen muß­te, indem es vom Alten zum Neu­en Bund über­ging. Daher hat­te es zeit­li­che Beloh­nun­gen und Stra­fen, nicht aber gei­sti­ge wie das Neue Gesetz“ (I‑II, q. 100, a. 7).

Die zeremoniellen Vorschriften des Mosaismus

Hin­sicht­lich der zere­mo­ni­el­len Vor­schrif­ten, wel­che den Got­tes­dienst des Alten Testa­ments betref­fen (I‑II, q. 101), erklärt der hei­li­ge Thomas:

„Sie waren Vor­bil­der Chri­sti, gleich­sam Schat­ten der Wirk­lich­keit, die uns zum Him­mel führt“ (I‑II, q. 101, a. 2).

Bezüg­lich der Ursa­chen der zere­mo­ni­el­len Vor­schrif­ten des Alten Bun­des (I‑II, q. 102) bemerkt er:

„Ihr End­zweck bestand dar­in, den kom­men­den Mes­si­as, Jesus Chri­stus, vor­zu­bil­den“ (I‑II, q. 102, a. 2).

Fer­ner:

„Der buch­stäb­li­che Sinn der Opfer­ze­re­mo­nien im Tem­pel von Jeru­sa­lem bestand dar­in, die See­len der Gläu­bi­gen zu Gott zu erhe­ben; ihr vor­bild­li­cher Sinn bestand dar­in, das Lei­den Chri­sti vor­aus­zu­schat­ten“ (I‑II, q. 102, a. 3).

Die Dauer der zeremoniellen Vorschriften des Alten Testaments

Über die Dau­er der zere­mo­ni­el­len Vor­schrif­ten des Alten Bun­des (I‑II, q. 103) erklärt der Doc­tor Angelicus:

„Die Zere­mo­nien des Alten Testa­ments rei­nig­ten unmit­tel­bar nur von kör­per­li­chen Unrein­hei­ten; um aber von der Sün­de zu rei­ni­gen, bedurf­ten sie der Kraft des kom­men­den Chri­stus“ (I‑II, q. 103, a. 2).

Daher „hör­ten sie mit dem Tod Chri­sti auf, Gel­tung zu besit­zen; denn mit die­sem ende­te das Alte Gesetz, und der Neue und Ewi­ge Bund begann“ (I‑II, q. 103, a. 3).

Folg­lich „dür­fen sie nach dem Tode Chri­sti nicht ohne Sün­de beob­ach­tet wer­den, da sie sonst ein fal­sches Glau­bens­be­kennt­nis an einen noch nicht in Chri­stus gekom­me­nen, son­dern erst noch kom­men­den Mes­si­as dar­stel­len wür­den, wie der Tal­mud lehrt“ (I‑II, q. 103, a. 4).

*Don Cur­zio Nito­glia, Jahr­gang 1957, Stu­di­um der Phi­lo­so­phie bei Augu­sto Del Noce an der römi­schen Uni­ver­si­tät La Sapi­en­za, Ein­tritt in das Prie­ster­se­mi­nar von Erz­bi­schof Mar­cel Lefeb­v­re in Écô­ne, 1984 von die­sem zum Prie­ster geweiht. Kaplan eines Frau­en­klo­sters bei Rom, das von einem geist­li­chen Sohn des hei­li­gen Pater Pio von Piet­rel­ci­na gegrün­det wur­de und der Pius­bru­der­schaft nahe­steht, geist­li­cher Assi­stent der Rit­ter­schaft Mari­ens. Autor zahl­rei­cher Bücher (Aus­wahl): „Roma Anti­ca, Giu­da­is­mo e Cri­stia­ne­si­mo“ („Anti­kes Rom, rab­bi­ni­sches Juden­tum und Chri­sten­tum“, 2020), „Non abbia­mo fra­tel­li mag­gio­ri“ („Wir haben kei­ne älte­ren Brü­der, 2019); „Per Pad­re il dia­vo­lo“ („Den Vater zum Teu­fel“, 2016), „Le for­ze occul­te del­la sov­ver­sio­ne“ („Die gehei­men Kräf­te der Sub­ver­si­on“, 2014), „Gno­si e Gno­sti­cis­mo, Paga­ne­si­mo e Giu­da­is­mo“ („Gno­sis und Gno­sti­zis­mus, Hei­den­tum und Juden­tum“, 2006).

Übersetzung/​Fußnote: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL


  1. Im deut­schen Sprach­raum erfolg­te ein Teil der Ver­öf­fent­li­chung in der Zeit­schrift Com­mu­nio. In Buch­form wur­de der Auf­satz von Bene­dikt XVI. und die Reak­tio­nen dar­auf in Ita­li­en ver­öf­fent­licht unter dem Titel: „Bene­det­to XVI in dia­lo­go con il rab­bi­no Arie Fol­ger: Ebrei e cri­stia­ni“, wie­der­um im Ver­lag San Pao­lo. ↩︎

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