Im Zusammenhang mit den unter Papst Franziskus in Fiducia supplicans vorgesehenen Homo-Segnungen hatte die Koptisch-Orthodoxe Kirche im März 2024 beschlossen, den theologischen Dialog mit der katholischen Kirche auszusetzen. Am 15. Mai 2026 sandte Leo XIV einen Brief an Tawadros II., seinem Titel nach Papst von Alexandrien und Patriarch des Stuhls des heiligen Markus[3] und damit Oberhaupt der Koptisch-Orthodoxen Kirche, „anläßlich des Tages der koptisch-katholischen Freundschaft“. Leo XIV. telefonierte am selben Tag auch mit Tawadros II, worüber das vatikanische Presseamt wie folgt berichtete:
Heute morgen führte der Heilige Vater, Papst Leo XIV., ein Telefongespräch mit Seiner Heiligkeit Theodoros II., Papst von Alexandrien und Patriarch des Stuhles des heiligen Markus. Das Gespräch fand in einer herzlichen und brüderlichen Atmosphäre statt, mit dem Wunsch, der Feier des Tages der Freundschaft zwischen Kopten und Katholiken neuen Schwung zu verleihen und dabei jedes mögliche Hindernis für den Dialog des Glaubens und der Liebe zu überwinden.
Dabei wurde das Bewußtsein für die gemeinsame Verantwortung bei der Verkündigung des Evangeliums sowie bei der Förderung von Frieden und Versöhnung zum Ausdruck gebracht, insbesondere im so schwer geprüften Nahen Osten.
Tawadros ist die arabisch-koptisch-ägyptische Form des griechischen Namens Θεόδωρος (Theódōros). Die Form „Tawadros“ ist das Ergebnis einer langen lautlichen Anpassung innerhalb der koptisch-ägyptischen christlichen Tradition unter arabischem Spracheinfluß.
Nichts in der obigen Mitteilung deutete auf das hin, was gestern bekanntgegeben wurde: Der Heilige Synod der Koptisch-Orthodoxen Kirche faßte am 22. Mai den Beschluß, den „theologischen Dialog mit der katholischen Kirche wieder aufzunehmen“. Grund dafür ist eine Zusicherung, die Leo XIV. in dem erwähnten Telefongespräch mit Tawadros II. gegeben habe, über die der Heilige Stuhl die Katholiken und die übrige Öffentlichkeit nicht zu informieren für notwendig erachtet hatte.
Erst durch die nun von den Kopten nach der Sitzung des Heiligen Synod veröffentlichte Erklärung wurde diese Zusicherung des Papstes bekannt. Im fünften Punkt dieser Erklärung heißt es:
Die Mitglieder des Heiligen Synod beschlossen, den theologischen Dialog mit der katholischen Kirche wieder aufzunehmen, nachdem während des Telefongesprächs zwischen Seiner Heiligkeit Papst Tawadros II. und Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. am Freitag, dem 15. Mai dieses Jahres, Zusicherungen hinsichtlich der Nicht-Segnung gleichgeschlechtlicher Paare gegeben worden waren.
Im Mai 2024 hatte Papst Franziskus den für Fiducia supplicans verantwortlichen Glaubenspräfekten Kardinal Victor Manuel Fernández nach Ägypten geschickt, um den Kopten das von ihnen abgelehnte Dokument zu erklären. Tucho Fernández mochte aber Tawadros II. und dessen Berater nicht zu überzeugen. Vielmehr bekräftigten die Kopten nach einem gemeinsamen Treffen mit Vertretern orthodoxer Kirchen, das im St.-Pischoi-Kloster im ägyptischen Wadi el-Natrun stattfand, im September 2024 ihre Ablehnung von Fiducia supplicans.
Welche Zusicherungen aber gab Leo XIV. nun den Kopten, die sie offensichtlich zufriedenstellten? Über deren Inhalt ist nichts bekannt. Secretum meum mihi kommentierte daher: „Uns [katholischen] Schafen hingegen – uns, die wir uns weder getrennt noch irgendwohin entfernt haben – wird diese gewaltige, unmögliche Last der sodomitischen Segnungen auferlegt; anderen dagegen …“
Text: Giuseppe Nardi
Bild: copticorthodox.church (Screenshot)
Sowohl Papst Franziskus als auch der „Glaubenspräfekt“ haben um „Fiducia“ herum derart viel gelogen, dass man sich bis heute fremdschämt. Vom Einzelsegen bis zum „harmlosen“ Blitzsegen, vom „aufsteigenden“ bis zu „absteigenden“ Segen – alles Blödsinn, um die Rechtgläubigen zu veräppeln. Und genau das hat man mit dem Kopten nun eben auch gemacht: Lügen bis sich die Balken biegen. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das ein dauerhaftes Fundament für eine wie auch immer geartete Einheit mit den Kopten sein könnte.
Es kann denen doch nicht entgangen sein, wie sehr Prevost das an anderer Stelle fördert, oder wird etwa Marx mit Exkommunikation bedroht?
Von der abscheulichen sodomitischen Schweinerei im Petersdom unter Prevosts Augen im letzten Jahr ganz zu schweigen. Oder wird Fiducia supplicans etwa offiziell zurückgenommen? Und ist es außerdem nicht nur das Enddokument von vielen Perversionen?
Traurig zu sehen, wie oberflächlich der Widerstand in den anderen Kirchen der Welt gegen diese himmelschreienden Sünden ist, mit einer Ausnahme, Russland!
Traurig, wie leicht sich die Kirchen des Ostens täuschen lassen, es kann ihnen doch nicht entagen sein was Prevost bezüglich der Förderung der Sodomie bisher getan hat, wenn auch nicht ganz so offensiv wie Bergoglio, aber doch unverkennbar.
Ob er ihnen zugesichert hat, etwas von den Hilfsgütern, die für die Aufrechterhaltung des in vielerlei Hinsicht bis heute beispiellos widerlichen Gaza-Genozidtheaters bestimmt sind, für sie abzuzweigen?
Solange der „Glaubenspräfekt“ im Amt bleibt und „Fiducia supplicans“ nicht zurückgenommen wird, werden m. E. beide, Kard. Fernandez und die Erklärung, Quellen des Unfriedens und der Spaltung für die ganze Kirche bleiben. Man kann die Wahrheit nicht ungestraft verbiegen.