Eine winterliche Wallfahrt nach La Salette unter extremen Bedingungen, die vor wenigen Tagen stattfand, könnte als Sinnbild der gegenwärtigen Lage in der Kirche gelten: Während Gläubige trotz Schnee und Kälte den Berg zum Heiligtum erklimmen und ihr Ziel unter Mühen erreichen, fällt ihnen der zuständige Oberhirte in den Rücken und untersagt ihnen kurzfristig die zuvor zugesagte Zelebration der Heiligen Messe im überlieferten Römischen Ritus im Marienheiligtum. Dieser Vorfall wirft zudem ein Schlaglicht auf völlig entgegengesetzte pastorale Haltungen innerhalb der Kirche. Nachfolgend eine Zusammenfassung des Berichts:
Weder der dichte Schneefall noch die Lawinengefahr entlang des Kreuzwegs von La Salette noch die Notwendigkeit ständiger Ausweichmanöver, da die Wanderwege unter einem Meter Schnee lagen, konnten am 14. März die Teilnehmer der von der Vereinigung Pèlerinage Traditionnel La Salette organisierten Wallfahrt entmutigen. Die Wallfahrt begann in Quet-en-Beaumont, einem kleinen Dorf am Fuße der Route Napoléon zwischen Gap und Grenoble. Die Entfernung bis zum Heiligtum war mit am Ende etwa 15 Kilometern zwar nicht so groß, doch der Aufstieg auf den Berg war ausgesprochen beschwerlich.

Die Marienerscheinungen von La Salette fanden im September statt; daher gibt es in diesem Monat drei Wallfahrten: eine der Diözese Grenoble-Vienne, eine der Priesterbruderschaft St. Pius X. und – seit 2022 – eine der oben genannten Vereinigung. In diesem Jahr kam zusätzlich eine Wallfahrt im März hinzu – dem „verrückten Monat“ der Westalpen, in dem das Wetter innerhalb von 24 Stunden um bis zu 15 Grad schwanken und starke Schneefälle bringen kann.
Unter den Pilgern, die die 900 Höhenmeter im Schnee bewältigten, befanden sich Teilnehmer aus verschiedenen Regionen, darunter mehrere Pfadfinder. „Wir sind durchnäßt und frieren, aber wir haben es geschafft – für La Salette.“ Viele kamen auch aus der näheren Umgebung: La Salette zieht an. Und man muß anerkennen, daß die Botschaften des Heiligtums gut in unsere bewegte Zeit passen.
Nachdem sich die Pilgerschar durch den Schnee bis zum Heiligtum gekämpft hatte, konnte sie dort um 12:30 Uhr an der eucharistischen Anbetung teilnehmen – in sehr stiller und gesammelter Atmosphäre, gemeinsam mit den beiden Priestern, die sie auf dem Weg begleitet hatten. Stille lag über dem Land. Das bekannte Marienheiligtum liegt auf fast 1800 Metern Höhe, umgeben von Bergen und eingebettet in Almmatten, die nun unter einer dicken Schneedecke lagen.
Die Organisatoren hatten für 16:00 Uhr eine Heilige Messe im überlieferten Ritus im Heiligtum angekündigt. Doch es kam zu einer überraschenden Wendung: Msgr. Jean-Marc Eychenne, seit 2022 Bischof von Grenoble-Vienne, rief den Rektor des Heiligtums an, um die geplante Zelebration unter Berufung auf das Motu proprio Traditionis custodes zu untersagen. Den Pilgern, die stundenlang widrige Umstände überwunden hatten, um das Marienheiligtum zu erreichen und dort der Heiligen Messe beizuwohnen, wurde damit das Herz der Wallfahrt genommen.
Nur wenige Tage zuvor hatte es noch einen Austausch der Organisatoren mit dem Bischof gegeben, der keinerlei Einwände äußerte.
Unverrichteter Dinge mußten die Pilger, gestärkt durch den Besuch bei Unserer Lieben Frau von La Salette, aber enttäuscht von der bischöflichen Intervention, wieder den Berg hinabsteigen, zurück zur Route Napoléon, wo einer der sie begleitenden Priester die traditionelle Messe schließlich in einem schlichten Mehrzweckraum zelebrierte, den die Vereinigung für das Wochenende als Unterkunft für die Pilger gemietet hatte.

Ganz anders verhielt sich hingegen Msgr. Xavier Malle, seit 2017 Bischof der Nachbardiözese Gap. Er genehmigte für den nächsten Tag ohne weiteres die Zelebration der Sonntagsmesse im überlieferten Ritus in der Kirche von Aspres-lès-Corps. Für diese pastorale Haltung des liturgischen Friedens sind ihm die Pilger sehr verbunden.
Dieses Beispiel macht deutlich, in welchem Maß Priester und traditionsverbundene Gläubige vom wechselhaften Wohlwollen ihrer Oberhirten abhängen. Sie trotzen dem Schneesturm – und werden doch von jenen im Stich gelassen, die ihnen Halt geben sollten. Wann wird Papst Leo XIV. dieser Abneigung gegen den überlieferten Ritus und die Gläubigen der Tradition ein Ende bereiten?
Text: Giuseppe Nardi
Bild: Facebook/Pèlerinage Traditionnel La Salette/Paix Liturgique (Screenshots)

Ich habe das Gefühl das der Gott des überlieferten Ritus und der Gott des Novus Ordo nicht der selbe ist. Sie stehen sich meines Erachtens feindlich gegenüber, mit ständig steigender Eskalation. Wenn sie die alte Messe komplett freigeben und sie überall gefeiert werden darf wird es eine alles übersteigende Flucht des Novus Ordo mitsamt des Geistes des Konzils geben. Und das wissen sie ganz genau. Oh du Heilige dreifach gekrönte Königin des Himmels, ich will dich triumphieren sehen.
Per Mariam ad Christum.
Niemals. „Leo“ ist nur ein weiteres Problem.
Da möchte man doch gerne Msgr. Jean-Marc Eychenne wie in dem alten Rühmannfilm zurufen: „Ba, watt habt ihr für e’ne fiese Charakter!“
Pachamama-Leo XIV ist der legitime Nachfolger von Franziskus und das leider in jeder Hinsicht. Wer das nicht sehen will, wir jäh aus seinen Träumen erwachen!
Die Bösartigkeit so manches Bischofs wird auf eine derart teuflische Weise offenbar, dass man sich nur noch wundern kann, welche Mächte hier im Spiele sind. Der Hass auf die überlieferte Messe ist im Letzten ganz sicher immer der Hass auf die Messe schlechthin , und niemand, der eine wirkliche Verbundenheit mit der Heiligen Messe hat, würde es wagen, derart gegen Menschen vorzugehen, die diese Messe lieben und schätzen.- Dreht man den Gedanken um, muss man sich fragen, welche Kräfte offensichtlich die „neue Messe“ bevorzugen und verteidigen (und mit welchen Mitteln!) – und da wird mir dann Angst und Bange.
Die Muttergottes wird diese braven und treuen Pilger nicht vergessen,das ist sicher Deo gratias.