Von Msgr. Dr. Marian Eleganti*
Ich habe als Reaktion auf meine Beiträge viele Kommentare gelesen, Videos angeschaut, Emails und Social-Media-Botschaften erhalten. Mit grossem Aufwand versuchen Traditionalisten und ihnen nahe stehende Personen etwas zu rechtfertigen, was einfach nicht zu rechtfertigen ist: Bischofsweihen ohne die Zustimmung des Papstes! Bischofsweihen entscheiden objektiv (ipso facto) über das Innerhalb oder Ausserhalb der Kirche, weil die Kirche auf Petrus gegründet ist, hierarchisch und sichtbar verfasst ist, nämlich als Bischofskollegium mit dem Papst als seinem Haupt an der Spitze in der Nachfolge der Apostel (Bischöfe) und des hl. Petrus (Päpste). Daran ändern alle auf dem Tisch liegenden Argumente, welche vom Papst nicht autorisierte Bischofsweihen legitimieren sollen, nichts.
Der Hl. Paulus war sich der Bedeutung der Einheit mit Petrus bewusst. Deshalb wollte er trotz seiner direkt von Christus empfangenen Berufung, seiner hohen Erkenntnisse und seines enormen Einsatzes bei der Gründung von neuen Gemeinden, nicht ohne die Bestätigung und Sendung durch Petrus weitermachen. Wie er sagt: um nicht «ins Leere» zu laufen! Das wäre er, hätte er sein Evangelium (von der Berufung der Heiden ohne Beschneidung und allein durch Glauben) gegen den Willen des hl. Petrus und ohne Bestätigung seiner Mission durch ihn (explizite Sendung durch Petrus, zu den Heiden zu gehen) weiterhin verkündet und entsprechende «paulinische» Gemeinden gegründet. Aber genau das wollte er nicht: eine Berufung auf seinen Namen und eine Teilkirche ohne Einheit mit Petrus (Kephas) aus eigener Kraft (Autonomie) und aufgrund eigener Einsicht (Besserwisserei).
«Vierzehn Jahre später ging ich wieder nach Jerusalem hinauf, zusammen mit Barnabas; ich nahm auch Titus mit. Ich ging hinauf aufgrund einer Offen-barung, legte der Gemeinde und im Besonderen den «Angesehenen» das Evangelium vor, das ich unter den Heiden verkündige; ich wollte sicher sein, dass ich nicht vergeblich laufe oder gelaufen bin.» Gal 2,1–2.
Dann schreibt er weiter:
«Im Gegenteil, sie sahen, dass mir das Evangelium für die Unbeschnittenen anvertraut ist wie dem Petrus für die Beschnittenen, denn Gott, der Petrus die Kraft zum Aposteldienst unter den Beschnittenen gegeben hat, gab sie mir zum Dienst unter den Heiden und sie erkannten die Gnade, die mir verliehen ist. Deshalb gaben Jakobus, Kephas und Johannes, die als die «Säulen» Ansehen geniessen, mir und Barnabas die Hand zum Zeichen der Gemeinschaft: Wir sollten zu den Heiden gehen, sie zu den Beschnittenen.» Gal 2,7–9.
Ohne die Sendung und Bestätigung durch Petrus wollte Paulus seine Mission nicht fortsetzen.
In diesem Sinne handelt die Piusbruderschaft seit Jahrzehnten ohne päpstliche Sendung. Ihre Priester und Bischöfe sind suspendiert, ohne kirchliche Legitimation und Sendung, die Priester ohne Inkardination, die Bischöfe ohne Bistum und ohne päpstliches Mandat. Und jetzt wollen sie wieder Bischöfe weihen, selbst wenn dieser Weihen gegen den Willen des Papstes durchgeführt werden sollten (Stand der Dinge: März 2026). Die Beschwichtigung dieses schismatischen Aktes mit dem Hinweis, dass diese Bischöfe ohne Mandat des Papstes ja über keine Jurisdiktion verfügten und deshalb als reine Weihbischöfe (buchstäblich!) zu verstehen seien, ist mittelalterlich, ein seltsames Verständnis des Bischofsamtes und eine Rückabwicklung von Vatikanum I und II. Im Mittelalter gab es «Laienbischöfe» (Fürsten) ohne Weihe (dafür hielten sie sich Weihbischöfe), aber mit bischöflicher Jurisdiktion (Vollmacht), wie es heute mutatis mutandis im Vatikan eine «Laienbischöfin» (ohne potestas sacra), nämlich eine Präfektin gibt, der ein Kardinal bzw. Bischof (mit potestas sacra) als Vizepräfekt an die Seite gestellt (oder unterstellt?) ist. In beiden Fällen werden Weihe (potestas sacra) und Jurisdiktion getrennt gehandhabt. Aber genau das hat das letzte Konzil nicht gewollt, sondern zusammengebracht. Die Bischofsweihe vermittelt gemäss seiner Lehre die Fülle des Priestertums mit den Tria Munera: Lehramt (1), Heiligungsamt (2), Hirtenamt (3). Letzteres, das Leitungsamt (Jurisdiktion) kann legitimerweise nur in der Einheit mit dem Papst ausgeübt werden, d.h. nur mit seiner Zustimmung (Ernennung/ Anerkennung/Sendung), wird aber durch die Weihe vermittelt. Deshalb ist eine unerlaubte Bischofsweihe ein schismatischer Akt und vom Kirchenrecht (mit Recht!) mit Exkommunikation latae sententiae sanktioniert. Bei unerlaubten Bischofsweihen geht es in der Tat um «To be or not to be» der Kirche als der einen, heiligen, katholischen und apostolischen! Hier geht es um die Sichtbarkeit und Einheit der Kirche, nicht um jurisdiktionellen Positivismus.
In der Sessio XXIII (15. Juli 1563) des Konzils von Trient, dem Dekret über das Sakrament der Priesterweihe (De Sacramento Ordinis), werden das Weihesakrament und die Hierarchie behandelt. Dort (Kapitel IV und Kanon 7)1 lehrt das Konzil im Zusammenhang der Frage der (nicht notwendigen) Zustimmung des Volkes oder einer weltlichen Autorität für die Gültigkeit einer Weihe: Wer ohne kirchliche und kanonische Autorität (ecclesiastica et canonica potestas) ordiniert wird oder eine Weihe sich selbst anmasst, ist kein rechtmässiger Diener, sondern ein Dieb und Räuber.
Der Hl. Paulus beklagt innerkirchliche Parteiungen, die Schismen vorbereiten:
«Ich ermahne euch aber, Brüder, im Namen Jesu Christi, unseres Herrn: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines Sinnes und einer Meinung. Es wurde mir nämlich, meine Brüder, von den Leuten der Chloë berichtet, dass es Zank und Streit unter euch gibt. Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus – ich zu Apollos – ich zu Kephas – ich zu Christus. Ist denn Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden? Ich danke Gott, dass ich niemand von euch getauft habe, ausser Krispus und Gaius, sodass keiner sagen kann, ihr seiet auf meinen Namen getauft worden.» 1 Kor 1,10–15.
Leider ist die Piusbruderschaft mit Marcel Lefebvre (1905–1991) auch zu so einer Partei geworden, die sich namentlich auf den Gründer beruft. Auch er hat der Universalkirche beim Weihegottesdienst 1988 in seiner Predigt abgesprochen, die wahre Kirche zu sein («Das ist nicht mehr die katholische Kirche!»). Mit den unerlaubten Bischofsweihen ging er ins Schisma. Ähnlich haben es nach dem Vatikanum I die Altkatholiken gemacht mit verwandten Argumenten (Tra-dition). Aber es gibt eben nur eine Kirche. Christus und die Kirche sind untrennbar. Indem die Piusbruderschaft diese Kirche und ihre Sakramente seit dem Konzil in Bezug auf die Vermittlung der zum Heil notwendigen Gnaden für defizitär erklärt und auf eine Weise in Frage stellt, die nicht zu rechtfertigen ist, verrät sie ein schismatisches Denken (den Gläubigen wird abgeraten, eine Novus-Ordo-Messe zu besuchen; Priester zelebrieren sie nicht). Die beklagten Missstände in der Kirche ändern daran nichts. Auch wenn die Piusbruderschaft es erklärtermassen verneint, eine «Kirche in der Kirche» oder «neben der Kirche» sein zu wollen, verhält sie sich exakt so: wie eine Kirche in der Kirche oder neben der Kirche. Sie praktiziert eine entsprechende Autonomie und Glaubenspraxis ohne kirchliche Jurisdiktion, angeblich «vorübergehend», um die Tradition, den Glauben, die Hl. Messe und die Sakramente unverfälscht (im Gegensatz zur Universal- sprich «Konzilskirche») zu bewahren. Was ist diese Autonomie anderes als ein Schisma? Ich glaube nicht, dass sie zur Kirche zurückfinden werden, wenn sie ohne päpstliches Mandat im Juni Bischöfe weihen. Sie werden genau das sein, was sie nicht zu sein behaupten: eine Kirche, die einzig treue und unverfälschte, neben der Kirche, die nach ihrer Überzeugung von der Tradition abgefallen ist. Über Details kann man reden. Bischofsweihen sind keine solchen.
Die Universalkirche wäre gut beraten, sich der in unserem Zusammenhang geäusserten Kritik und den vielen Hinweisen auf Häresien und Missbräuche in der Kirche zu stellen, letztere zu identifizieren und zu sanktionieren:
Durch Verurteilung und Ausschluss, egal von welcher Seite (traditionalistisch oder modernistisch) die Häretiker und Schismatiker kommen.
Im Sinn der Tradition: Exklusion, nicht Inklusion! Ich wünsche mir diese Klarheit sowohl in Bezug auf die Piusbruderschaft, falls sie unerlaubterweise Bischöfe weihen wird, wie auch in Bezug auf den synodalen Weg in Deutschland, falls die Bischöfe zusammen mit den Laien ohne päpstliche Approbation mehrheitlich eine neue, eigene Kirchenordnung hochziehen werden, welche die sakramentale Struktur der Kirchenleitung unterminiert. Ich wünsche mir diese Klarheit auch in Bezug auf die illegitimen, kommunistischen Bischofsernennungen in China, falls sie wie bisher weitergehen sollten. Ich wünsche mir diese Klarheit auch in Bezug auf die Berufung von Laien in kirchliche Leitungsämter, die aufgrund göttlicher Einsetzung mit der potestas sacra (Weihe) verbunden bleiben müssen und aufgrund des Wesensunterschiedes zwischen Geweihten und Nichtgeweihten nicht Laien übertragen werden können. Auch sie müssen gestoppt werden.
Aber bitte: Die Universalkirche (z. Zt. mit Papst Leo XIV. an der Spitze) ist der mystische Leib Christi, seine Braut, keine Hure. Sie ist Werkzeug und Zeichen des Heils für die Menschheit. Die Kirche Christi ist die röm.-katholische Kirche. Sie ist auf Petrus, dem Felsen, dem Papst, gegründet. Sie ist die Trägerin der Verheissung. Sie ist die Kirche der Heiligen: das kommende Himmlische Jerusalem, die schöne Braut Christi. In ihr leben Heilige und Propheten, Gottesträger und ‑trägerinnen. Sie verherrlicht an vielen Orten der Welt GOTT in ihrer Liturgie, in ihren Sakramenten und in ihrer Verkündigung. Ihre Sakramente und ihr Glaube vermitteln ewiges Leben. Ich bekenne mich zu ihr. Von ihr getrennt zu sein ist keine Option.
*Msgr. Marian Eleganti OSB, promovierter Theologe, war von 1999 bis 2009 Abt der Benediktinerabtei St. Otmarsberg im Kanton Sankt Gallen, dann von 2009 bis 2021 Weihbischof der Diözese Chur. Bischof Eleganti betreibt einen eigenen Blog.
Bild: Wikicommons
1 Denzinger-Hünermann (DH 1767–1777), besonders DH 1777 (Kanon 7). Kanon 7 verurteilt u. a. die Meinung, dass Ordinationen ohne Zustimmung oder Berufung des Volkes oder der weltlichen Macht ungültig seien. Das Konzil wendet sich damit gegen Tendenzen, die die Bischofsweihe von weltlicher oder volkstümlicher Autorität abhängig machen wollten. Es betont die kirchliche Hierarchie und die göttliche Einsetzung des Weihesakraments. Der Codex Iuris Canonici 1917 (can. 2370: Suspension) und Codex Iuris Canonici 1983 (can. 1382 / can. 1383: Exkommunikation) verschärfen die Strafe für eine Weihe ohne apostolisches Mandat. Sie haben die traditionelle Lehre verschärft und kodifiziert wie auch päpstliche Dekrete (z. B. unter Pius XII. in Ad apostolorum principis 1958 gegen chinesische Bischofsweihen ohne päpstliches Mandat). Die heutigen werden mindestens vom Papst im Nachhinein anerkannt, sollten sie ohne seine Ernennung vorgenommen worden sein.
Msgr. Eleganti irrt hier. Paulus hat nach 14 Jahren die Urgemeinde aufgesucht, um eine Rückmeldung zu bekommen. Es handelt sich um eine Rückmeldung für das, was Paulus „sein Evangelium“ nennt. Es ist in der Tat ein 5. Evangelium im neuen Testament enthalten, das alle Paulusbriefe und die mündliche Lehre des Paulus umfaßt. In keinem Wort spricht Paulus von einer notwendigen Legitimation, wie sie Eleganti hinein interpretiert. Andererseits gibt es nicht ein Anzeichen dafür, daß die Urgemeinde thematisch in das Missionswerk des Paulus eingegriffen hätte. Was sie tun, ist eine Zustimmung auszudrücken, daß die Heidenmission des Paulus gleichwertig mit der ihrigen innerhalb des Judentums ist. Auch hat Paulus alle Weiheakte ohne Zustimmung aus Jerusalem eigenmächtig im Herrn vollzogen. Gleiches tut die Piusbruderschaft.
Wenn man die Situation der Piusbruderschaft beurteilen will, ist die wichtigste Stelle die Prophezeiung, wie der Abfall der Kirche sich ereignen wird. Das „andere“ Evangelium wird gestartet, durch die, die sich als Nachfolger des Paulus sehen. Paulus hat die Konzilskirche aus prophetischer Vorausschau im Voraus für das verflucht, was sich in der Zukunft ereignen würde. Den Fluch hat er sogar wiederholt, eine bei ihm einmalige rethorische Schärfe.
Galater 1,8: „Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel. Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht.“
Es geht doch nur um die fragwürdigen Texte, und die müssen bereinigt werden.
Allein die „Behauptung“, wir würden mit den Muslimen den selben Gott anbeten – wenn das so geschrieben ist – dann ist das totaler Blödsinn. Man muß die beiden Privatoffenbarungen, die Verkündigung an die Jungfrau Maria und die an den Kaufmann Mohammed vergleichen. Der königliche Bote Gabriel vor seiner zukünftigen Königin, dagegen der Rüpel Gibril [warum regt sich sogar das Korrekturprogramm gegen diese Schreibweise auf?] würgt Mohammed dreimal, bis der erklärt, er könne (dies) nicht lesen.
Unverdrossen wird Gibril mit Gabriel gleichgesetzt, obwohl dieser ein Dämon ist. „Allah ist größer!!!“
Das Abrahamitische sind nur Versatzstücke aus dem AT. Ein Kurde fragte mich auf die schnelle einmal, ob wir auch ans Paradies glauben. Mit meinem ja war er zufrieden und ging sofort wieder an die Arbeit.
Aber die Frage zum Paradies wird unsererseits sträflich vernachlässigt. Es gehört zur Gerechtigkeit Gottes.
Gedankensplitter:
Für und wider werden klar aufgezeigt und benannt. Alles ist differenziert. Aber der Knackpunkt liegt im letzten Abschnitt:
„Aber bitte: Die Universalkirche (z.Zt. mit Papst Leo XIV. an der Spitze) ist der mystische Leib Christi, seine Braut, keine Hure.“
Können wir uns dessen wirklich sicher sein, dass es sich noch um die Braut Christi handelt, oder sitzt die Hure auf dem Tier mit den gotteslästerlichen Namen „Idolatrie“, „Sozialismus“, „Kommunismus“, „Genderismus“ etc.?
Was bedeutet es für uns heute, dass wir also in der Liebe und nicht im Buchstaben bleiben sollen?
Das ist alles richtig, allerdings ist es ein Unterschied ob ein in Einheit mit der Kirche und mit Zustimmung des Papstes geweihter Bischof Legislationsgewalt delegiert oder ob ein Bischof ohne Zustimmung des Papstes geweiht werden soll.
Ich wette, dass vom deutschsynodalen Weg Rom keine Unterordnung verlangen wird, ebenso wenig wie sie von Father James Martin SJ verlangt wird. Unterordnung unter den Papst wird nur von den Piusbrüdern verlangt werden. Ich würde mich freuen, wenn ich mich täusche…
Die ganze Geschichte ist sehr verwickelt, von beiden Seiten, des Vatikans wie auch der Piusbruderschaft. Man will einen „Dialog“, dann wieder nicht, mal wurde exkommuniziert, dann wieder aufgehoben usw.
Erzbischof Lefebvre war ein rechtmäßig geweihter Bischof. Die jetzigen Bischöfe sind es so nicht; sie haben auch kein Bistum inne.
Eine Weihe von Bischöfen am 1.7.2026 ohne Rom wäre wohl in kirchenrechtlicher wie sakramentaler Hinsicht etwas anderes als es damals im Jahre 1988 war. Sollte es so kommen, wird Papst Leo vermutlich keinen Bann aussprechen, sondern höchstens eine Erklärung und eine Ermahnung geben. Möglicherweise ist es der Piusbruderschaft aber egal, was Papst Leo sagt oder nicht sagt.
Was würde Erzbischof Lefebvre heute zu alldem sagen? Kann sich die Piusbruderschaft in einer Reihe von Fragen und Problematiken noch wirklich auf ihn berufen?
Ich bin immer mehr entsetzt darüber, wie wenig Ahnung S.E, Eleganti offenbar über die grundlegenden katholischen Positionen hat (trotz seiner Nähe zu S.E. Huonder) und wie sehr er einem Rechtspositivismus zugeneigt ist. Da hätte ich wesentlich mehr Abwägung erwartet, ehe man zu einem (wie auch immer gearteten) Schluss der Diskussion kommt. Es geht mir dabei nicht um das Resultat, sondern um die theologische Flachheit der Argumentation. Sehr enttäuschend. Denn wo findet man noch wirklich gebildete Hirten?
Sehr traurig, denn wir haben zur Corona Zeit viel Hoffnung in ihn gesetzt. Möge er einmal seinen Blog aus der Hand legen und ein wenig über die Lehre der Mutter Kirche, besonders des Kirchenrechts nachdenken. Reiner atheistischer Positivismus nutzt niemandem etwas.
In Demut ergeben
Schade, dass ein promovierter Theologe die Definition von Schisma nicht kennt. Ich hoffe, dass eine baldige Einsicht in die Komplexität des Themas eintreten wird, statt plumpe „Rom hat gesprochen“ Parolen weiter zu verbreiten, die die Spaltung innerhalb der Kirche anheizen. Ich empfehle sehr den Brief von S.E. Athanasius Scheider an den hl. Vater Papst Leo. Er plädiert für Einvernehmen und gegen Spaltung im Gegensatz zu diesen harschen Worten hier, die die gesamte inhaltliche Debatte ausklammern wollen.