Nun liegt die Antwort der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) an Rom vor. Hier der vollständige Wortlaut:
Kommuniqué des Generalhauses: Antwort der Bruderschaft an Rom
Kommuniqué zur Antwort des Generalrats der Priesterbruderschaft St. Pius X auf den Vorschlag des Dikasteriums für die Glaubenslehre.
Bei dem Treffen am 12. Februar zwischen Pater Pagliarani, dem Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., und Seiner Eminenz Víctor Manuel Kardinal Fernández, Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, das infolge der Ankündigung zukünftiger Bischofsweihen für die Bruderschaft organisiert wurde, hatte Letzterer einen „spezifisch theologischen Weg des Dialogs nach einer sehr präzisen Methodik vorgeschlagen, […] um die notwendigen Mindestanforderungen für die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche herauszuarbeiten“, und diesen Dialog an die Aussetzung der angekündigten Bischofsweihen geknüpft.
Auf Bitte des Präfekten des Dikasteriums hin hat der Generalobere diesen Vorschlag den Mitgliedern seines Rates vorgelegt und sich die notwendige Zeit genommen, um ihn zu bewerten.
Am 18. Februar hat Pater Pagliarani dem Kardinal seine schriftliche Antwort übermittelt, begleitet von mehreren Anhängen und unterzeichnet von den fünf Mitgliedern des Generalrats.
Da die Angelegenheit aufgrund der Mitteilung des Heiligen Stuhls vom 12. Februar nunmehr öffentlich bekannt ist, erscheint es angebracht, auch den Inhalt dieses Schreibens und seiner Anhänge zu veröffentlichen, um den interessierten Gläubigen die Möglichkeit zu geben, die erteilte Antwort genau zu kennen.
Der Generalobere vertraut diese Situation dem Gebet der Mitglieder der Bruderschaft und aller Gläubigen an. Er bittet, dass das Rosenkranzgebet sowie die Opfer der nun beginnenden Fastenzeit ganz besonders für den Heiligen Vater, zum Wohle der heiligen Kirche und zur würdigen Vorbereitung der Seelen auf die Zeremonie am 1. Juli dargebracht werden.
Menzingen, den 19. Februar 2026
- Anhang I.: Schreiben von Pater Pagliarani an Msgr. Pozzo, vom 17. Januar 2019
- Anhang II.: Weihe und Jurisdiktion: Unhaltbarkeit der Anklage des Schismas vom 4. Februar 2026
- Anhang III.: Schreiben von Kardinal Müller an Msgr. Fellay, vom 6. Juni 2017
Bild: fsspx.news (Screenshot)
Die Ehrlichkeit der FSSPX überstrahlt die verlogene Taktik des Präfekten. – Spiel, Satz und Sieg für die FSSPX.
Sehr klar und gut formuliert!
Solange die ganzen häretischen Dokumente (Amoris laetitia, Traditionis custodes, und viele andere, die Bergolio produziert hat) nicht widerrufen oder korrigiert werden, ist die Entscheidung der FSSPX nur verständlich. Auch Papst Leo XIV hat bis jetzt nichts getan, um der Bruderschaft entgegen zu kommen. Hinzu kommt der Wille für eine Änderung der konziliaren Dokumente (Unitatis Redintegratio, Dignitatis Humanae, Nostra Aetate etc.) was laut Bischof Athanasius Schneider durchaus möglich wäre. Ausserdem sollte man die FSSPX einmal unter dem Aspekt des Segens Gottes beurteilen. Das Wachstum bis heute ist sehr gross und so, wie mein persönlicher Freund Bischof Vitus Huonder die FSSPX beurteilt hat, wurde bis heute von niemandem in der römischen Kurie überhaupt gewürdigt oder wertgeschätzt.
Ich gehe mal davon aus das der Herr unserer Gott stärker ist als das Aggiornamento mit dieser Welt. Die FSSPX hat eine große Aufgabe vor Christus. Wenn sie treu bleibt und kein Schisma mit der Wahrheit eingeht dann wird sie triumphieren. Wann weiß ich nicht.
Ich bin sowieso der Meinung das ein Katholik lieber zu den Marienwallfahrtsorten gehen sollte als nach Rom.
Per Mariam ad Christum.
Soweit ich es beurteilen kann, ist jede Aussage im Schreiben der Bruderschaft richtig. Dennoch halte ich das Schreiben selbst für falsch. Das Tischtuch nach dem ersten Treffen in dieser Angelegenheit zu zerschneiden war vermutlich nicht sehr klug. Rom hat nun alle Trümpfe in der Hand. Vielleicht wäre es besser gewesen, am gegenwärtigen Zeitplan festzuhalten, aber die Zeit bis zum 01.07. neben dem Gebet auch für Gespräche zu nutzen und eine Verschiebung der Weihen in Aussicht zu stellen, falls sich die Gespräche gut entwickeln. Wenn es um die Seelen der Menschen geht, muss die erste Priorität in meinen Augen sein, die Kirche auf den richtigen Weg zurückzuführen. Wenn das 2019 durch angestrebte Gespräche das Ziel war, warum ist es heute anders? Sollte es nach allem was in den letzten fast 7 Jahren geschehen ist, nicht noch wichtiger sein? Gottes Wege sind nicht der Menschen Wege… Viva Cristo Rey!!