„Mein Körper gehört mir“ oder „Dein Körper gehört mir“?

Gedanken zur "Mahnung" des Generaloberen der Piusbruderschaft zur Corona-Krise

Die Mahnung von P. Davide Pagliarani zur Corona-Krise, die nicht zu überzeugen vermag.
Die Mahnung von P. Davide Pagliarani zur Corona-Krise, die nicht zu überzeugen vermag.

Gedan­ken von Giu­sep­pe Nardi

(Men­zin­gen) Der Gene­ral­obe­re der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX), P. Davi­de Pagli­ara­ni, nahm am 11. Dezem­ber bei einer Tagung in den USA auf Nach­fra­ge von Teil­neh­mern spon­tan „auch zum The­ma Covid-19 und Imp­fung“ Stel­lung. Am 18. Janu­ar ver­öf­fent­lich­te die Pius­bru­der­schaft sei­ne frei gehal­te­nen Aus­füh­run­gen in deut­scher Über­set­zung. Schon zuvor waren Aus­zü­ge bekannt gewor­den und hat­ten Pole­mi­ken aus­ge­löst. P. Pagli­ara­ni nimmt aus­führ­li­cher und dif­fe­ren­zier­ter Stel­lung, als es die mei­sten Bischö­fe tun. Im deut­schen Sprach­raum herrscht dies­be­züg­lich Regie­rungs­hö­rig­keit. Die Bischofs­kon­fe­ren­zen und ihre Vor­sit­zen­den klin­gen wie Sprach­roh­re der Regie­rung. Doch auch zu P. Pagli­ara­nis „Mah­nung“ sol­len eini­ge Gedan­ken ange­fügt wer­den. So sagt er:

„Wie lan­ge wird das Pro­blem dau­ern? Ist das alles kom­pli­ziert? Ja! Ist das alles etwas ver­rückt? Ja! Ist der Stress, der auf der gan­zen Mensch­heit lastet, ver­ständ­lich? Ja! Ist es erlaubt, über all die­se Pro­ble­me Fra­gen zu stel­len? Ja! Ist es legi­tim, gegen ver­pflich­ten­de Imp­fun­gen zu sein? Ja! Aber …!“

Das „aber“ wird im fol­gen­den Satz erklärt:

„Aber die­ses gro­ße Pro­blem ist mit einem medi­zi­ni­schen The­ma ver­bun­den. Das ist der Haupt­grund, war­um die Bru­der­schaft sich nicht direkt zu die­sem The­ma äußert.“

Das ist auch schon der Knack­punkt der Aus­füh­run­gen. Das Coro­na-Pro­blem, das die Men­schen bewegt, ob auf der einen oder auf der ande­ren Sei­te, ist nicht die medi­zi­ni­sche Fra­ge, son­dern die poli­ti­sche. Regie­run­gen haben aus einer medi­zi­ni­schen Fra­ge eine poli­ti­sche gemacht. Dar­in liegt das wah­re Dilem­ma. Die gesam­te Dis­kus­si­on, die Viel­zahl von Pro­ble­men, Kon­flik­ten Äng­sten, Nöti­gun­gen hän­gen mit die­ser Ein­mi­schung der Poli­tik zusam­men. Das ließ sich in den ersten Wochen des Coro­na-Dau­er­the­mas nicht mit Sicher­heit sagen und durch­schau­en. Eini­ge Fach­leu­te wie Prof. Bhak­di und Dr. Wodarg taten es bereits damals und soll­ten mit ihrer Ein­schät­zung recht behal­ten. Seit Mai 2020 läßt es sich jedoch all­ge­mein durch­schau­en, wenn man denn sehen will. Seit­her lie­gen Zah­len auf dem Tisch, und die­se Fak­ten­la­ge hat sich seit­her erwei­tert und immer mehr ver­stärkt. Dazu gehö­ren auch die lau­fen­den Ver­tu­schungs- und Ver­schleie­rungs­ver­su­che sei­tens der Regie­run­gen und ihrer Adla­ten, die nicht min­der aus­sa­ge­kräf­tig sind.

Sich aus der medi­zi­ni­schen Fra­ge her­aus­zu­hal­ten ist ange­mes­sen, sie gehört den Ärz­ten, zumin­dest soweit sie nicht mora­li­sche Fra­gen berührt. Doch um die medi­zi­ni­sche Fra­ge geht es nicht, son­dern um die poli­ti­sche. Hät­te sich die Poli­tik, hät­ten sich die Regie­run­gen, nicht ein­ge­mischt, wäre Coro­na längst an der Mensch­heit vor­bei­ge­zo­gen, ohne irgend­ein Auf­se­hen zu erre­gen. „Wenn es welt­weit kei­ne PCR-Tests gege­ben hät­te, wäre es nach mei­nem Dafür­hal­ten nie­man­dem auf­ge­fal­len“, sag­te Prof. Franz Aller­ber­ger, der Lei­ter der AGES, des öster­rei­chi­schen Robert-Koch-Insti­tuts, am 19. Juni 2021 in einem Video­in­ter­view. Die Wir­kung von Schutz­mas­ken außer­halb von Kran­ken­häu­sern und Hei­men bezeich­ne­te Aller­ber­ger als kei­ne medi­zi­ni­sche, son­dern eine poli­ti­sche Fra­ge. Dar­um geht es. Seit Janu­ar 2020 ist Coro­na in erster Linie ein psy­cho­lo­gi­scher Krieg, ein Krieg, der von jeman­dem aus­ge­löst und geführt wird. Die Ver­ant­wort­li­chen las­sen sich inzwi­schen noch nicht voll­stän­dig, aber schon ziem­lich weit­ge­hend mit Namen benennen. 

Der Ver­weis Pagli­ara­nis, man äuße­re sich des­halb nicht zur Sache, weil es sich um eine medi­zi­ni­sche Fra­ge hand­le, muß daher ins Lee­re gehen. Es geht um die poli­ti­sche Fra­ge, für die eine medi­zi­ni­sche Fra­ge zum Anlaß oder Vor­wand genom­men wird. Nie­mand erwar­tet sich von Bischö­fen, Gemein­schaf­ten oder auch der Pius­bru­der­schaft eine Stel­lung­nah­me zu einer medi­zi­ni­schen Fra­ge, sehr wohl aber Ori­en­tie­rung in mora­li­schen Fra­gen, zu Natur­rechts­fra­gen und der Sozi­al­leh­re. Die – folgt man Prof. Aller­ber­ger – ohne jede Not vom Zaun gebro­che­ne oder insze­nier­te Coro­na-Kri­se erschüt­tert das gesam­te sozia­le Gefü­ge, vom Staat bis hin­un­ter zur Fami­lie. Es wur­de plan­mä­ßig eine Spal­tung erzeugt, deren künst­li­che Gene­se vor aller Augen statt­fand und die inzwi­schen durch fast jede Gemein­schaft geht. Seit Kriegs­en­de gab es kei­ne Situa­ti­on, die zer­rüt­ten­der war. Und nichts an die­ser Zer­set­zungs­spi­ra­le hat etwas mit der medi­zi­ni­schen, alles aber mit der poli­ti­schen Fra­ge zu tun.

Wes­halb P. Pagli­ara­ni Aspek­te von „Glo­ba­lis­mus und Ver­schwö­rung“ als Grund nennt, wes­halb „die Bru­der­schaft sich zurück­hält“, bleibt auf­grund sei­ner wei­te­ren Aus­füh­run­gen zu die­sem Kapi­tel unver­ständ­lich. Wäre es nicht ange­brach­ter, Stel­lung zu neh­men und die aktu­el­len Ereig­nis­se in das rich­ti­ger­wei­se von ihm erwähn­te „Gesamt­bild“ ein­zu­ord­nen, um die Zusam­men­hän­ge deut­lich zu machen? So sagt er:

„Der Haupt­aus­druck des Glo­ba­lis­mus, näm­lich die Zer­stö­rung des natür­li­chen Sit­ten­ge­set­zes und der Ord­nung, die die Kir­che bewahrt und geschützt hat, ist die Schaf­fung einer neu­en ‚Welt‘ mit neu­en ‚Geset­zen‘, mit einer neu­en Auto­ri­tät. Mit oder ohne Covid, mit oder ohne Imp­fung. Die­ser Glo­ba­lis­mus begann nicht erst vor einem Jahr. Er ist viel älter.“ 

Liegt da nicht die Annah­me nahe, daß Covid und die „Imp­fung“ nicht außer­halb „die­ses Glo­ba­lis­mus“ ste­hen, son­dern genui­ner Aus­druck des­sel­ben sind? Instru­men­te, um genau die von P. Pagli­ara­ni skiz­zier­ten Zie­le gegen die natür­li­che, die gött­li­che Ord­nung zu verwirklichen?

Im wich­ti­gen Kapi­tel über die Sün­de wagt sich der Gene­ral­obe­re trotz des Vor­sat­zes, nicht zu einer medi­zi­ni­schen Fra­ge Stel­lung zu neh­men, plötz­lich weit vor, wenn er sagt: „Auch Tra­di­tio­na­li­sten und tra­di­ti­ons­treue Katho­li­ken ster­ben an Covid!“ Natür­lich, „auch Tra­di­tio­na­li­sten und tra­di­ti­ons­treue Katho­li­ken“ müs­sen ster­ben. Das dürf­te auch nie­mand bezwei­felt haben. Auch nicht, daß es dann allein um das Seeln­heil geht. Das Postu­lat mit Aus­ru­fe­zei­chen gibt aber zu ver­ste­hen, daß P. Pagli­ara­ni der Über­zeu­gung zu sein scheint, daß die offi­zi­ell gezähl­ten „Coro­na-Toten“ tat­säch­lich „an Covid-19“ gestor­ben sind. Das ist zumin­dest gewagt. Die Dia­gno­se „Covid-19“ ist, und auch das ist zunächst nicht eine Fra­ge der Medi­zin, son­dern des­sen, was die Regie­rungs­po­li­tik will. Man den­ke an die bis zur Coro­na-Kri­se unbe­kann­te For­mu­lie­rung „an oder mit“ ver­stor­ben; man den­ke an die fak­tisch aus­schließ­li­che Coro­na-Dia­gno­se anhand des PCR-Tests, der Coro­na von Influ­en­za nicht unter­schei­den kann, wes­halb die offi­zi­ell ange­ge­be­nen Zah­len nichts dar­über aus­sa­gen, wie vie­le der Coro­na-Inten­siv­pa­ti­en­ten sich wegen Covid-19 oder aus einem ande­ren Grund auf der Inten­siv­sta­ti­on befin­den; man den­ke an die hoch zwei­fel­haf­te Zähl­wei­se der „Coro­na-Toten“. Das sind alles kei­ne medi­zi­ni­schen, son­dern poli­tisch gewoll­te Weichenstellungen.

Pein­lich berüh­ren die Aus­sa­gen des Gene­ral­obe­ren in sei­nem letz­ten Kapi­tel „Fal­sche Prin­zi­pi­en“. Sinn­ge­mäß sagt P. Pagli­ara­ni, weil auch „fal­sche“ Leu­te dabei sind, er nennt „Lin­ke“ und „Links­ex­tre­me“, kön­ne die Pius­bru­der­schaft sich einer Posi­ti­on nicht anschlie­ßen. Was soll die Distan­zie­rung? War­um so pole­misch? Die Fra­ge kann doch nur lau­ten: Sagt und tut jemand Rich­ti­ges? Ich habe bei einer Kund­ge­bung Bur­schen­schaf­ter mit ihren Fah­nen neben Che-Gue­va­ra-Apo­lo­ge­ten und Katho­li­ken mit Herz-Jesu-Dar­stel­lun­gen gehen sehen. Das hat­te sich im Zug so erge­ben und bot dem Beob­ach­ter ein unge­wöhn­lich inter­es­san­tes Bild. Die Genann­ten haben viel­leicht sonst nicht viel gemein­sam, aber in die­sem Anlie­gen sind sie sich einig und gehen Sei­te an Sei­te. Gut so. 

Zum regel­rech­ten Eigen­tor wird daher Pagli­ara­nis letz­ter „Grund“, war­um die Bru­der­schaft „sich nicht direkt zu die­sem The­ma äußert“. Hören wir selbst:

„In einem Satz: ‚Mein Kör­per gehört mir!‘ Mit mei­nem Leben mache ich, was ich will. Des­halb ent­schei­de ich selbst, ob ich mich imp­fen las­sen will oder nicht. Wir fin­den die­sel­ben Slo­gans der 60er und 70er Jah­re des vori­gen Jahr­hun­derts – ‚Mein Bauch gehört mir‘ – bei einer gewis­sen ‚Frau­en­be­we­gung‘.“

P. Pagli­ara­ni unter­stellt den Geg­nern der Covid-Sprit­ze, die gegen Coro­na wir­kungs­los, dafür aber sogar töd­li­cher scheint, als es die offi­zi­el­len Zah­len für das Coro­na­vi­rus aus­wei­sen, den­sel­ben Geist der Abtrei­bungs­be­für­wor­ter zu haben. Ist nicht viel­mehr das Gegen­teil der Fall? Die Abtrei­bungs­be­für­wor­ter sagen „Mein Bauch gehört mir“, mei­nen aber in Wirk­lich­keit „Dein Kör­per gehört mir“, der des unge­bo­re­nen Kin­des, das sie töten wol­len. Die­sel­be Men­ta­li­tät erle­ben wir nun bei den Impf­fa­na­ti­kern und Impf­pflicht­ver­fech­tern. Sie sagen auch „Dein Kör­per gehört mir“, der Regie­rung, die dar­über ver­fü­gen will. Eine falsch ver­wen­de­te Paro­le, wie dies durch die Abtrei­bungs­lob­by geschieht, ist des­halb weder per se noch in ande­ren Situa­tio­nen falsch. Im kon­kre­ten Fall, der Ableh­nung einer fak­ten­frei­en, gefähr­li­chen, allein für Big­Phar­ma gewinn­brin­gen­den Coro­na-Impf­pflicht, wird die Paro­le „Mein Kör­per gehört mir“ dem ver­lo­ge­nen Postu­lat „Dein Kör­per gehört mir“ ent­ge­gen­ge­setzt. Dar­auf könn­te die Pius­bru­der­schaft hin­wei­sen, zusam­men mit der wei­ter­ge­hen­den Ein­ord­nung, daß der Kör­per letzt­lich natür­lich Gott gehört. Per­sön­lich kann ich sagen, erfreut gewe­sen zu sein, als ich die unsäg­li­che Abtrei­bungs­pa­ro­le auf Kund­ge­bun­gen gegen die Coro­na-Maß­nah­men end­lich in einem ver­tret­ba­ren Zusam­men­hang lesen konn­te. Auch tak­ti­sche Klug­heit läßt sich für die Ver­wen­dung die­ser Paro­le anführen.

Die­ser letz­te „Grund“ Pagli­ara­nis berührt auch des­halb unan­ge­nehm, weil er in sei­nen Aus­füh­run­gen die Fra­ge der unethi­schen Covid-Sub­stan­zen nicht the­ma­ti­siert. Die Tat­sa­che, daß die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on mit der am 21. Dezem­ber 2020 ver­öf­fent­lich­ten „Note“ die Her­stel­lung aller bis­her in der EU zuge­las­se­nen Covid-Sub­stan­zen unter Ver­wen­dung abge­trie­be­ner Kin­der durch­ge­wun­ken hat, ändert nichts an der Gewis­sens­fra­ge für den Ein­zel­nen. Dies uner­wähnt zu las­sen, wie es schon die Bischofs­kon­fe­ren­zen und die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten im deut­schen Sprach­raum tun, macht die vor­her­ge­hen­de Pole­mik wegen gleich­lau­ten­der Paro­len (aber nicht Inhal­te) noch zwei­fel­haf­ter. Für eine ver­ant­wor­tungs­be­wuß­te Ent­schei­dung für eine Covid-Sprit­ze braucht es umfas­sen­de Infor­ma­ti­on. Dies­be­züg­lich herrscht eine kaum zu glau­ben­de Lücke. In den Impf­stra­ßen wird nicht auf­ge­klärt, son­dern am Fließ­band gear­bei­tet. Auch der Gene­ral­obe­re bemüht sich lei­der nicht, die­se Lücke zu schlie­ßen. Die Wahr­neh­mung bleibt selek­tiv. Auch das ist eine poli­ti­sche Entscheidung.

Hät­te Pagli­ara­ni in die­sem Zusam­men­hang nicht die Viel­zahl der gebro­che­nen Ver­spre­chen der Regie­run­gen zu tadeln, die vie­len Lügen, die sie auf­ge­tischt haben, die fal­schen Zah­len, die sie vor­ge­legt haben, die ent­lar­vend ein­sei­ti­gen Wei­chen­stel­lun­gen, die sie vor­ge­nom­men haben, die abscheu­li­chen Dis­kre­di­tie­run­gen und Anfein­dun­gen, die sie aus­ge­löst oder gut­ge­hei­ßen haben, die vie­len Nöte, in die sie unzäh­li­ge Men­schen gestürzt haben, ob durch unver­ant­wort­li­che Angst­ma­che­rei oder durch Existenzbedrohung?

Schließ­lich sei in Erin­ne­rung geru­fen, daß es mora­lisch rele­van­te Impli­ka­tio­nen nach sich zieht, wenn man zu einem offen­sicht­li­chen Unrecht schweigt. P. Pagli­ara­ni wagt es nicht der Impf­pflicht eine Absa­ge zu ertei­len. Das hat sogar die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on getan, wenn Papst Fran­zis­kus im Vati­kan auch das Gegen­teil tut und ein wei­te­res Stück sei­ner bereits ange­schla­ge­nen Glaub­wür­dig­keit ver­spielt. Zum Schwei­gen zu einem Unrecht gehört auch das Schwei­gen zum Ver­sa­gen der kirch­li­chen Hier­ar­chie, das vor aller Augen liegt. Wo ande­re nicht ihre Stim­me erhe­ben wol­len oder glau­ben, ihre Stim­me nicht erhe­ben zu kön­nen, hät­te zumin­dest die Pius­bru­der­schaft klar­zu­stel­len, daß die Kir­che bei aller Aner­ken­nung des Staa­tes und sei­ner Auto­ri­tät kein Büt­tel der Regie­rung ist. Doch zu die­sem Punkt schweigt auch der Gene­ral­obe­re. War­um? Wer, wenn nicht er, ist frei von Kon­kor­dats­fes­seln und bischöf­li­chem Druck, sei­ne Stim­me zu erheben?

Der Gesamt­ein­druck? P. Pagli­ara­ni bewegt sich dif­fe­ren­zier­ter, aber den­noch auf der Linie der Bischofs­kon­fe­ren­zen. Das erstaunt und läßt auch etwas rat­los zurück.

Die medi­zi­ni­sche Fra­ge wirkt vor­ge­scho­ben, um zur poli­ti­schen nicht Stel­lung neh­men zu müssen. 

Die Grün­de dafür kön­nen viel­schich­tig sein. Zu über­zeu­gen ver­mag die­se Hal­tung aber nicht.

Die gera­de Regie­ren­den, die heu­te im Amt und mor­gen schon im Sili­con Val­ley sind, wer­den mit Samt­hand­schu­hen ange­faßt, als sei­en sie eine höhe­re Auto­ri­tät als die Kir­che. Das klang aus dem Mund von Ver­tre­tern der Pius­bru­der­schaft in der Ver­gan­gen­heit schon anders. Auch Pagli­ara­ni deu­tet es an, wenn er auf viel wei­ter in die Geschich­te zurück­rei­chen­de Strö­mun­gen und Fein­de ver­weist, weicht dann aber zurück und macht, wo es im Heu­te kon­kret wird, einen Bogen dar­um her­um. Die Men­schen brau­chen aber Orientierung.

Bild: fsspx​.de (Screen­shot)

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