„Der Heilige Geist weist der Kirche ihren Weg“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus


Generalaudienz

Lie­be Brü­der und Schwestern, 

Anzei­ge

Pau­lus geht es in all sei­ner Ver­kün­di­gung letzt­lich immer um das Oster­ge­heim­nis, den Tod und die Auf­er­ste­hung des Herrn. Auch wir sind ein­ge­la­den, uns die­ses Geheim­nis immer wie­der ganz kon­kret vor Augen zu füh­ren, indem wir das Kreuz unse­res Herrn lie­be­voll betrach­ten oder Anbe­tung hal­ten vor der Eucha­ri­stie, wo Jesus das für uns gebro­che­ne Brot ist, der gekreu­zig­te Auf­er­stan­de­ne, die Kraft Got­tes, der sei­ne Lie­be in unse­re Her­zen eingießt. 

Der Geist, den Jesus uns mit sei­nem Tod und sei­ner Auf­er­ste­hung hin­ter­las­sen hat, möch­te unse­re Her­zen ver­wan­deln. Der Hei­li­ge Geist weist der Kir­che ihren Weg, und an uns ist es, uns sei­nem Wir­ken zu fügen und ent­spre­chend mit­zu­tun. Dies bedeu­tet bis­wei­len einen geist­li­chen Kampf. Auf der einen Sei­te ste­hen die „Wer­ke des Flei­sches“, also all das in uns, was dem Geist Got­tes wider­spricht, wie etwa der selbst­be­zo­ge­ne Gebrauch der Sexua­li­tät, Zau­be­rei, Göt­zen­dienst und alles, was die zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen unter­gräbt, wie Streit, Eifer­sucht, Jäh­zorn, Eigen­nutz, Spal­tun­gen und Neid. (vgl. Gal 5,19–21). Sol­ches ist ver­gäng­lich und führt zum Ver­fall. Der Geist hin­ge­gen schenkt Leben, er erhebt uns über uns selbst und unse­re Hori­zon­ta­li­tät, er öff­net uns für Gott und unse­re Mit­men­schen. Sei­ne Frucht ist „Lie­be, Freu­de, Frie­de, Lang­mut, Freund­lich­keit, Güte, Treue, Sanft­mut und Ent­halt­sam­keit“ (Gal 5,22). Die­ses Leben aus dem Geist ist unver­gäng­lich, ewig.

Ich grü­ße die Gläu­bi­gen deut­scher Spra­che, ins­be­son­de­re die Pil­ger aus dem Bur­gen­land, die aus Anlass des 60-jäh­ri­gen Bestehens der Diö­ze­se Eisen­stadt mit ihrem Bischof Ägi­di­us nach Rom gekom­men sind. Von Her­zen erbit­te ich allen die rei­che Frucht des Gei­stes, die uns hin­führt zur öster­li­chen Fül­le des Lebens.

Bild: Vati​can​.va (Screen­shot)

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Katho­li­sches war die erste katho­li­sche Publi­ka­ti­on, die das Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus kri­tisch beleuch­te­te, als ande­re noch mit Schön­re­den die Qua­dra­tur des Krei­ses versuchten.

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2 Kommentare

  1. Zum Text „Der hei­li­ge Geist weist der Kir­che ihren Weg .…“ schö­ne, sal­bungs­voll-blu­mi­ge, oft und immer wie­der gehör­te Wor­te. Hül­sen, die die heu­ti­gen Men­schen schon lan­ge nicht mehr anspre­chen, geschwei­ge denn ver­ste­hen. Nicht ver­ste­hen, was nicht ein­mal Gene­ra­tio­nen von Hül­sen wie­der­ho­len­den Theo­lo­gen wirk­lich zu ver­ste­hen scheinen.

    • Nein, die­se Wor­te sind an und für sich schon sub­stanz­voll und auch leicht ver­ständ­lich: Geist ver­sus Fleisch.

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