„Göttliche Liturgie als objektive Vermittlung des Heils“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus

Lie­be Brü­der und Schwestern, 

schon immer gab und gibt es in der Geschich­te die Ver­su­chung eines rein inner­li­chen Glau­bens, wel­cher der angeb­li­chen Äußer­lich­keit eines Ritus, einer Lit­ur­gie, ableh­nend gegen­über­steht. Dem­ge­gen­über betont das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil die Bedeu­tung der gött­li­chen Lit­ur­gie für das Leben der Chri­sten als objek­ti­ve Ver­mitt­lung des Heils. 

Das Heil­s­er­eig­nis in Jesus Chri­stus ist eben nicht nur eine Idee oder ein Gefühl, son­dern ein leben­di­ges, kon­kre­tes, objek­ti­ves, histo­ri­sches Ereig­nis. Ent­spre­chend kann auch das christ­li­che Beten nicht nur ein rein gei­sti­ges, inner­li­ches, sub­jek­ti­ves Gesche­hen sein. Es braucht die Mate­ria­li­tät, Kon­kret­heit und Objek­ti­vi­tät der Hei­li­gen Schrift, der Sakra­men­te, der lit­ur­gi­schen Riten. Wir Chri­sten haben kei­ne Angst vor dem Leib­li­chen und Mate­ri­el­len, weil die­ses in Jesus Chri­stus zum Weg des Heils gewor­den ist. In der Lit­ur­gie und ins­be­son­de­re in der Fei­er der Sakra­men­te ereig­net sich durch das Wir­ken des Hei­li­gen Gei­stes die Ver­ge­gen­wär­ti­gung Chri­sti und die wirk­li­che Begeg­nung mit ihm. Das, was die Kir­che als Gan­ze in der Lit­ur­gie fei­ert, möch­te dann von jedem ein­zel­nen Chri­sten in den ganz per­sön­li­chen All­tag hin­ein über­tra­gen wer­den, damit auch das Leben des Ein­zel­nen zu einem gei­sti­gen Opfer, zur Hin­ga­be, zum Got­tes­dienst wird.

Lie­be Brü­der und Schwe­stern deut­scher Spra­che, las­sen wir uns durch die Mit­fei­er der Lit­ur­gie vom Herrn ver­wan­deln. Mit den Gaben von Brot und Wein wand­le der Hei­li­ge Geist auch uns, damit wir ein Leib und ein Geist wer­den in Chri­stus und so zu einer Gabe, die Gott wohlgefällt.

Bild: Vatican.va (Screen­shot)

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