Stichwörter zum Coronavirus

Reaktionen auf eine Epidemie

Don Andrea Vena fährt segnend durch die Straßen von Bibione
Don Andrea Vena fährt segnend durch die Straßen von Bibione

Das Prie­ster­se­mi­nar der Petrus­bru­der­schaft in Wigratz­bad wur­de wegen eines Coro­na­vi­rus-Fal­les für 14 Tage unter Qua­ran­tä­ne gestellt.

In Rom blei­ben die öffent­li­chen Mes­sen unter­sagt, aber die Pfarr­kir­chen wur­den zumin­dest für das per­sön­li­che Gebet wie­der zugäng­lich gemacht.

San­ta Maria dell’Anima, die deut­sche Natio­nal­kir­che in Rom, bleibt offen, obwohl nicht Pfarr­kir­che, es wer­den Mes­sen zele­briert und das Aller­hei­lig­ste aus­ge­setzt. Zur Kom­mu­ni­ons­pen­dung und Beich­te kom­men die Prie­ster auch nach Hau­se.

Der 86 Jah­re alte Pfar­rer von Ciam­pedèl im Fas­sa­tal, Don Lui­gi Trott­ner, ist gestern an den Fol­gen der Coro­na­vi­rus-Infek­ti­on ver­stor­ben. Ciam­pedèl ist eine ladi­ni­sche Gemein­de und gehört zum Erz­bis­tum Tri­ent.

Das Bis­tum Augs­burg hat die Wei­he des neu­en Bischofs Bert­ram Mei­er, die am 21. März statt­fin­den soll­te, auf unbe­stimm­te Zeit ver­scho­ben.

Alle öster­rei­chi­schen Bischö­fe haben ab 16. März alle öffent­li­chen Mes­sen unter­sagt. Die Dekre­te gel­ten teils vor­erst unbe­fri­stet.

Por­tu­gals Bischö­fe haben alle öffent­li­chen Mes­sen mit sofor­ti­ger Wir­kung unter­sagt. Die Maß­nah­men gel­ten, „bis der Not­stand über­wun­den ist“.

Polens Bischö­fe unter­sa­gen nicht die öffent­li­chen Mes­sen, son­dern unter­neh­men das Gegen­teil, indem sie die Zahl der Sonn­tags­mes­sen erhö­hen. Damit soll zu gro­ßen Per­so­nen­an­samm­lun­gen ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den.

Weih­bi­schof Mari­an Ele­gan­ti von Chur ruft zu Umkehr und Buße auf. Die Weih­was­ser­becken zu lee­ren und „dra­sti­sche­re Maß­nah­men“ bezeich­net er als „Kapi­tu­la­ti­on“. Anstatt ihn zu unter­stüt­zen, um die Epi­de­mie geist­lich frucht­bar zu machen, hagel­te es „schar­fe Kri­tik“, auch von Mit­brü­dern wie Erz­bi­schof Lud­wig Schick von Bam­berg.

In eini­gen Meß­or­ten der Tra­di­ti­on wird die alte maria­ni­sche Anti­phon Stel­la cae­li gesun­gen, mit der die Got­tes­mut­ter um Für­bit­te gegen Pest und Seu­chen ange­ru­fen wird.

Pie­tro Casa­mas­si­ma, Land­wirt, der Oli­ven­öl her­stellt und Rit­ter des Mal­te­ser­or­dens, stellt der Regi­on Apu­li­en für ein Jahr kosten­los 15 Woh­nun­gen zur Ver­fü­gung, falls Bedarf besteht, Coro­na­vi­rus-Pati­en­ten unter­zu­brin­gen.

Zahl­rei­che Diö­ze­sen Spa­ni­ens dis­pen­sie­ren von der Sonn­tags­pflicht und emp­feh­len, die Mes­se im Radio oder Fern­se­hen mit­zu­fei­ern.

Das Stu­di­en­zen­trum Rosa­rio Livati­no appel­liert an Papst Fran­zis­kus, die „Nähe der Prie­ster“ zum gläu­bi­gen Volk „kon­kret“ zu machen.

Don Andrea Vena, Pfar­rer im bekann­ten Bade­ort Bibio­ne, fährt mit einer gro­ßen Mari­en­sta­tue auf der Lade­flä­che eines Klein­trans­por­ters durch sei­ne Pfar­rei und seg­net sie und die Men­schen.

Das Erz­bis­tum Wien ver­öf­fent­lich­te eine Auf­li­stung von Fern­seh- und Radio­sen­dern, von denen die Mes­se über­tra­gen wird. Die mei­sten Ange­bo­te erfol­gen auch über Inter­net, wes­halb sie über­all nutz­bar sind.

Über­tra­gun­gen der Hei­li­gen Mes­se in der über­lie­fer­ten Form des Römi­schen Ritus garan­tiert an Sonn­ta­gen K‑TV um 7.55 Uhr aus der Süh­ne­kir­che von Wigratz­bad.

Eben­falls von der Prie­ster­bru­der­schaft Sankt Petrus (FSSP) stammt das Ange­bot Livemass.org, wo aus meh­re­ren Meß­or­ten täg­lich min­de­stens vier Hei­li­ge Mes­sen und Tei­le des Stun­den­ge­bets über­tra­gen wer­den, so am mor­gi­gen Sonn­tag, dem 15. März 2020:

  • 09.50 Uhr: Amt aus Fri­bourg
  • 11.50 Uhr: Bet-Sing-Mes­se aus War­ring­ton
  • 13.20 Uhr: Stil­le Mes­se aus Sara­so­ta
  • 15.20 Uhr: Amt aus Sara­so­ta
  • 18.50 Uhr: Stil­le Mes­se aus War­ring­ton

Zu berück­sich­ti­gen sind even­tu­el­le Zeit­ver­schie­bun­gen. Frei­burg im Üecht­land liegt in der Schweiz, wes­halb die Zeit­an­ga­be exakt ist. War­ring­ton liegt in Eng­land, wes­halb eine Stun­de hin­zu­ge­rech­net wer­den muß. Sara­so­ta liegt in Flo­ri­da (USA), wes­halb fünf Stun­den hin­zu­ge­rech­net wer­den müs­sen. Wenn dort die Hei­li­ge Mes­se um 13.20 Uhr beginnt, ist es in Mit­tel­eu­ro­pa 18.20 Uhr.

Dekret, mit dem der Kardinalvikar von Rom die Pfarrkirchen wieder öffnete
Dekret, mit dem der Kar­di­nal­vi­kar von Rom die Pfarr­kir­chen wie­der öff­ne­te

Zusam­men­stel­lung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: NBQ

3 Kommentare

  1. Der Hl. Vater hat den Skla­ven­han­del eh ange­pran­gert:
    Aus­gangs­punk­te in Ita­li­en:
    Skla­ven­hal­tung mit­ten in Euro­pa:
    „Tex­til­stadt Pra­to „Made in Ita­ly“ — Der Eti­ket­ten­schwin­del“
    „In den Klei­dern, Jacken, Män­teln steht „Made in Ita­ly“. Und das stimmt sogar. Sonst aber nichts: In der Tex­til­stadt Pra­to hat sich eine chi­ne­si­sche Par­al­lel­welt gebil­det. Sie beschäf­tigt ille­ga­le Arbei­ter und macht ihre eige­nen Geset­ze.“
    Arti­kel vom 28.12.2010:

    https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/textilstadt-prato-made-in-italy-der-etikettenschwindel/3682236.html

    Tau­sen­de chi­ne­si­sche Fabri­ken pro­du­zie­ren in der ita­lie­ni­schen Klein­stadt Pra­to ille­gal Bil­lig­klei­der für ganz Euro­pa. Gear­bei­tet wird rund um die Uhr – unter oft lebens­ge­fähr­li­chen Bedin­gun­gen.
    Arti­kel vom 05.04.2014:
    https://www.diepresse.com/1587121/chinesische-sklavenarbeit-in-der-toskana

    Bis dato kei­ne Ände­run­gen.

    Aber der Wirt­schafts­part­ner VR Chi­na schickt medi­zi­ni­sche Hilfs­gü­ter für die EU-Ent­wick­luns­staa­ten in die EU-Reichs­haupt­stact Brüd­del:

    In con­trast to Chi­na, Italy’s part­ners in the Euro­pean Uni­on ear­lier this mon­th refu­sed Rome’s requests for help with medi­cal sup­plies as they loo­ked to stock­pi­le face masks and other equip­ment to help their own citi­zens.
    A batch of medi­cal sup­plies have arri­ved in Bel­gi­um; 1.8 mil­li­on masks and 100,000 reagents are on the way. The sup­plies will then be deli­ve­r­ed to Ita­ly & Spain and to the front­li­ne.
    A team of nine Chi­ne­se medi­cal staff arri­ved late on Thurs­day with some 30 ton­nes of equip­ment on a flight orga­nis­ed by the Red Cross Socie­ty of Chi­na.
    https://www.aljazeera.com/news/2020/03/china-sends-essential-coronavirus-supplies-italy-200313195241031.html

  2. Schlag­licht­ar­tig macht die Coro­na-Hyste­rie deut­lich, dass die katho­li­sche Hier­ar­chie in Deutsch­land Glau­be und Lit­ur­gie (z.B. Votiv­mes­sen) nicht als Heil­mit­tel emp­fin­det und emp­fiehlt, son­dern Kir­chen ledig­lich als über­flüs­si­gen Kon­ta­mi­na­ti­ons­ort ein­stuft. Über­flüs­si­ges Brim­bo­ri­um, auf das ver­zich­tet wer­den muß, wenn es „ernst“ wird. Von der Wirk­mäch­tig­keit von Gebet und Buße ist gar nichts zu hören, statt­des­sen agie­ren die Bischöf­li­chen Ordi­na­ria­te wie ein Teil der staat­li­chen Ver­wal­tung: Man schließt Kir­chen wie der Staat Schu­len und Kitas.

    • Ostern ohne hl. Mes­se unvor­stell­bar, aber die­ser Hor­ror könn­te Rea­li­tät wer­den. Beten wir das es nicht so kommt.

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