„Das Evangelium bis an die Enden der Erde tragen“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus



Generalaudienz

Liebe Brüder und Schwestern,

alljährlich begehen wir zusammen mit vielen anderen christlichen Gemeinschaften die Gebetswoche für die Einheit der Christen. In diesem Jahr wird sie von Malta und Gozo ausgerichtet und hat die „Gastfreundschaft“ zum Thema.

Die Insel Malta erinnert uns an eine Episode aus der Apostelgeschichte, als das Schiff, das Paulus nach Rom bringen sollte, nach einem heftigen Sturm auf offener See treibt. Paulus, der vom Herrn berufen ist, das Evangelium bis an die Enden der Erde zu tragen, ermutigt die Mitreisenden, Vertrauen in Gott zu haben, denn „keinem wird ein Haar von seinem Kopf verloren gehen“ (Apg 27,34). So stranden sie auf Malta, bleiben unverletzt und werden von den Bewohnern der Insel mit „ungewöhnlicher Menschenfreundlichkeit“ (28,2) aufgenommen. Die Einheimischen, welche die Botschaft Christi noch nicht kennen, erweisen den Fremden große Aufmerksamkeit und werden so zu einem Zeichen der Vorsehung Gottes. Ihre Gastfreundschaft wird durch wunderbare Heilungen vergolten, die Gott durch Paulus wirkt. Gastfreundschaft ist auch eine wichtige Tugend für die Ökumene. Sie beschenkt den Geber. Wo wir unsere Brüder und Schwestern in Christus aufnehmen, erhalten wir sie als Geschenk zurück. Die geistlichen Gaben, die von ihnen ausgehen, bringen auch für uns reiche Frucht.

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger und Besucher deutscher Sprache. Die Gastfreundschaft, die wir vor allem den Migranten gewähren, ist ein Zeugnis für Christus. Wir machen unseren Mitbürgern deutlich, dass Gott alle Menschen liebt und jeder Einzelne für ihn kostbar ist. Der Heilige Geist geleite euch auf allen euren Wegen!

Bild: Vatican.va (Screenshot)

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1 Kommentar

  1. „Wir machen unseren Mitbürgern deutlich, dass Gott alle Menschen liebt und jeder Einzelne für ihn kostbar ist.“
    Und deswegen wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Ja er wird Gericht halten und Gerechtigkeit schaffen denn ein Gott der keine Gerechtigkeit schafft ist ein ungerechter Gott und wird von den Menschen nicht ernst genommen und kann nicht wahrhaft geliebt werden. Und das war es dann mit der Liebe.
    „Der Heilige Geist geleite euch auf allen euren Wegen!“
    Die Mutter Gottes ist die Braut des Heiligen Geistes und dieser Bräutigam legt großen Wert darauf das seiner Braut der nötige Respekt entgegengebracht wird.Ich möchte nicht mit denen tauschen die das nicht verstehen oder verstehen wollen.
    Wenn ich jetzt noch wüßte mit wem der Konzilsgeist sich verheiratet hat dann wüßte ich mehr als mir gut tut.
    Per Mariam ad Christum.

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