Gott will, daß seine Kinder offen werden für die Universalität des Heils

Mittwochskatechese von Papst Franziskus

Generalaudienz

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

in der Apo­stel­ge­schich­te sehen wir, wie Gott die Ver­brei­tung des Evan­ge­li­ums schöp­fe­risch beglei­tet. Gott will, dass sei­ne Kin­der offen wer­den für die Uni­ver­sa­li­tät des Heils, dass näm­lich alle Men­schen zum Heil geru­fen sind.

Zeu­ge die­ses Pro­zes­ses der „Soli­da­ri­sie­rung“ ist der hei­li­ge Petrus. In einer Visi­on zeigt ihm der Herr, dass nicht die Kate­go­rien rein und unrein zäh­len, son­dern der Mensch und die Absicht sei­nes Her­zens. Dies ist eine ent­schei­den­de Wen­de im Leben des Apo­stels und macht ihn fähig, dem Auf­trag Got­tes Fol­ge zu lei­sten: Petrus sucht den Hei­den Cor­ne­li­us in sei­nem Haus auf – undenk­bar für einen gläu­bi­gen Juden – und bringt ihm die Bot­schaft des Heils in Chri­stus. Der Hei­li­ge Geist kommt auf Cor­ne­li­us her­ab, und Petrus tauft ihn und sein gan­zes Haus. Die Gemein­de in Jeru­sa­lem macht ihm des­we­gen zunächst Vor­hal­tun­gen, Petrus aber erfährt durch die Begeg­nung mit Cor­ne­li­us eine tie­fe­re Gemein­schaft mit Gott und den ande­ren. Er hat begrif­fen, dass Isra­el durch sei­ne Aus­er­wäh­lung Ver­mitt­ler des Segens Got­tes unter den Völ­kern sein soll. Als mis­sio­na­ri­sche Jün­ger sind wir geru­fen, das schöp­fe­ri­sche Wir­ken Got­tes, der »will, dass alle Men­schen geret­tet wer­den« (1 Tim 2,4), nicht zu behin­dern, son­dern die Begeg­nung der Men­schen mit dem Herrn zu för­dern.

Mit Freu­de hei­ße ich die Brü­der und Schwe­stern deut­scher Spra­che will­kom­men. Ins­be­son­de­re begrü­ße ich die Pil­ger aus Scha­pen, die Schüt­zen aus Drols­ha­gen-Schrei­bers­hof und die vie­len Jugend­li­chen, vor allem die Grup­pe der Schu­len der Bre­de. Bit­ten wir den Herrn, dass er uns immer die neu­en Wege erken­nen las­se, die er uns öff­net, damit wir das Evan­ge­li­um in Welt von heu­te ver­kün­den.

Bild: Vatican.va (Screen­shot)