„Glaubwürdige“ Anschuldigungen

Zwei neue Weihbischöfe für New York und einer weniger



Papst Franziskus ernannte heute zwei neue Weihbischöfe für das Erzbistum New York.
Papst Franziskus ernannte heute zwei neue Weihbischöfe für das Erzbistum New York.

(Rom) Papst Franziskus akzeptierte heute das Rücktrittsgesuch von Msgr. John Jenik vom Amt des Weihbischofs des Erzbistums New York. Zugleich ernannte Franziskus zwei neue Weihbischöfe.

Zu neuen Weihbischöfen für eines der bedeutendsten Bistümer der USA ernannte er Msgr. Gerardo Colacicco und Msgr. Edmund Whalen. Beide waren bisher in der Pfarrseelsorge und der Priesterausbildung tätig bzw. als Bischofsvikar für den Klerus. Und beide waren Sekretäre von Kardinal John O’Connor, der von 1984–2000 Erzbischof von New York war.

Statt bisher drei hat Kardinal Timothy Dolan, seit 2009 Erzbischof von New York, nun vier Weihbischöfe zur Seite. Weihbischöfe werden in der Regel nur auf Wunsch und Vorschlag des amtierenden Diözesanbischofs ernannt.

Die Mitteilung im Tagesbulletin des vatikanischen Presseamtes enthält keine Angaben zu den Gründen der Emeritierung. Da Msgr. Jenik im vergangenen März sein 75. Lebensjahr vollendete, darf auf einen altersbedingten Rücktritt geschlossen werden, wie ihn das Kirchenrecht vorschreibt – wäre da nicht noch etwas.

Ein Blick auf die Internetseiten des Erzbistums und der Kirchenzeitung zeigt, daß zwar die Ernennung der beiden neuen Weihbischöfe bekanntgegeben, die Emeritierung von Jenik aber mit keinem Wort erwähnt wird. Er war im Juni 2014 von Papst Franziskus ernannt worden.

Der Grund für diese Lücke findet sich im Archiv unter Oktober 2018. Damals wandte sich Kardinal Dolan an die Öffentlichkeit und gab bekannt, Informationen über einen neuen Fall von sexuellem Mißbrauch erhalten zu haben, die er als „glaubwürdig“ einstufte.

Msgr. Jenik „bestreitet die Anschuldigungen“, so der Erzbischof, „als treuer Priester, der er ist“, habe er aber einen Schritt zur Seite gemacht und auf die öffentliche Ausübung seines Amtes als Bischof und Priester verzichtet, um Roms Überprüfung abzuwarten. Die Unterlagen zum Fall seien bereits dem Heiligen Stuhl zugestellt worden, damit er ein abschließendes Urteil fällen könne.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Erzbistum New York (Screenshot)

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1 Kommentar

  1. Wenn er nicht an die Gottheit Christi glaubt, kann er gar niemanden ernennen. Höchstens jemanden zu seinem perönlichen Mitarbeiter, das ist dann aber auch schon alles.

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