„Der heilige Stephanus evangelisierte kraftvoll und wurde dafür verleumdet“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus

Lie­be Brü­der und Schwestern, 

in der Apo­stel­ge­schich­te berich­tet der hei­li­ge Lukas von Schwie­rig­kei­ten inner­halb der christ­li­chen Gemein­schaft: Es gibt Kla­gen, weil ein Teil der Wit­wen bei der Ver­sor­gung über­se­hen wur­de. Die Apo­stel sind sich ihrer vor­ran­gi­gen Ver­ant­wor­tung für die Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums bewusst und lösen die­ses Pro­blem, indem sie sie­ben Män­ner ein­set­zen, die sich als Dia­ko­ne der Für­sor­ge der Armen wid­men sollen. 

Die­ses Zusam­men­spiel zwi­schen dem Dienst des Wor­tes und dem Dienst der Näch­sten­lie­be stellt den Sauer­teig dar, der die Kir­che wach­sen lässt. Unter den Dia­ko­nen sticht der hei­li­ge Ste­pha­nus her­vor: Er evan­ge­li­siert kraft­voll und wird dafür ver­leum­det. Vor Gericht legt er vor­be­halt­los Zeug­nis für Chri­stus ab, die Mit­te der gan­zen Heils­ge­schich­te. Bei sei­ner Stei­ni­gung zeugt Ste­pha­nus von dem „Stoff“, aus dem ein Jün­ger Chri­sti gemacht ist: Er legt sein Leben in die Hän­de Got­tes und ver­zeiht sei­nen Pei­ni­gern. So ist Ste­pha­nus durch den Hei­li­gen Geist Chri­stus ganz gleich gewor­den. Auch heu­te ist die Kir­che reich an Mär­ty­rern, die der Same neu­er Chri­sten sind. Die Mär­ty­rer sind die wah­ren Sie­ger, da sie den Sauer­stoff des Rei­ches Got­tes ein­ge­at­met haben und ihn in die Welt gebracht haben, damit die Men­schen zum wah­ren Leben gelangen. 

Herz­lich grü­ße ich die Pil­ger aus den Län­dern deut­scher Spra­che. Bit­ten wir dar­um, dass wir nach dem Vor­bild des hei­li­gen Ste­pha­nus durch unser Zeug­nis des Glau­bens und der Lie­be den Men­schen die Schön­heit des Ant­lit­zes Chri­sti auf­strah­len las­sen können.

Bild: Vatican.va (Screen­shot)