„Die Apostel besaßen weder Silber noch Gold, ihre Kraft und Stärke ist der Herr“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

die Apo­stel­ge­schich­te spricht von dem gro­ßen Reich­tum, den der Herr sei­ner Kir­che ver­lie­hen hat. Die Apo­stel besa­ßen weder Sil­ber noch Gold, ihre Kraft und Stär­ke ist der Herr (vgl. Apg 3,6).

So wächst die jun­ge Kir­che und ist frucht­bar trotz aller äuße­ren Anfein­dun­gen. Lukas erwähnt aus­drück­lich die vie­len Zei­chen und Wun­der, wel­che die Ver­kün­di­gung der Apo­stel beglei­te­ten, und ins­be­son­de­re auch ihre Sor­ge um die Schwäch­sten. Petrus spielt dabei eine her­aus­ra­gen­de Rol­le, aber nicht die Haupt­rol­le. Alles was der Apo­stel tut, bewirkt letzt­lich ein ande­rer. Was Petrus voll­bringt, ist eigent­lich das Werk sei­nes Mei­sters, des auf­er­stan­de­nen Herrn (vgl. Joh 14,12). Die gan­ze Exi­stenz des Petrus ist durch­drun­gen von Chri­stus. Der Herr han­delt durch die Wor­te und Gesten, ja sogar durch die blo­ße phy­si­sche Prä­senz des Petrus und führt so sein Heils­werk fort. Das gna­den­rei­che Wir­ken der Apo­stel fin­det nicht nur Bei­fall. Die Sad­du­zä­er möch­ten sie zum Schwei­gen brin­gen. Petrus reagiert dar­auf mit einem Wort, dass für jeden Chri­sten bedeut­sam ist: »Man muss Gott mehr gehor­chen als den Men­schen« (Apg 5, 29). Bit­ten wir den Hei­li­gen Geist, er möge auch uns in aller Bedräng­nis stär­ken und uns die lie­be­vol­le und trö­sten­de Gegen­wart des Herrn erfah­ren las­sen.

Herz­lich grü­ße ich die Pil­ger aus den Län­dern deut­scher Spra­che. Vom Geist des Herrn durch­drun­gen, konn­ten die Apo­stel das Heils­werk Chri­sti auf Erden wei­ter­füh­ren. Stel­len wir uns dem Herrn ganz zur Ver­fü­gung, denn er möch­te auch durch uns in der Welt wir­ken und den Men­schen unse­rer Zeit sei­ne Nähe zei­gen.

Bild: Vatican.va (Screen­shot)