Weihen bei den Benediktinern der Immakulata

Junger Orden der Tradition

Bischof Oliveri weihte am vergangenen Samstag zwei Benediktinermönche der strengen Observanz.
Bischof Oliveri weihte am vergangenen Samstag zwei Benediktinermönche der strengen Observanz.

(Impe­ria) Die Orts­kir­che von Alben­ga-Impe­ria und die Gemein­schaft der alt­ri­tu­el­len Bene­dik­ti­ner der Imma­ku­la­ta haben ein Freu­den­fest erlebt.

Im Bis­tum Alben­ga-Impe­ria an der ita­lie­ni­schen Rivie­ra wur­de am ver­gan­ge­nen Sams­tag, den 13. Juli ein Bene­dik­ti­ner in der über­lie­fer­ten Form des Römi­schen Ritus zum Dia­kon geweiht und einem wei­te­ren nie­de­re Wei­hen gespen­det. Fra­ter Anto­ni­us wur­de zum Dia­kon geweiht, wäh­rend Fra­ter Maria­nus die Wei­he zum Ako­lyth und Exor­zist emp­fing. Die Wei­hen spen­de­te Msgr. Mario Oli­ve­ri, der eme­ri­tier­te Bischof der Diö­ze­se Alben­ga-Impe­ria. Im assi­stier­te, wie bereits bei den Wei­hen im Vor­jahr, der amtie­ren­de Bischof, Msgr. Gugliel­mo Bor­ghet­ti.

Am Pon­ti­fi­kal­amt nah­men Msgr. Car­lo Agosti­ni, päpst­li­cher Zere­mo­ni­är, Abbé Dan­ka Perei­ra von der Fra­ter­nité Saint Joseph-Gar­di­en (Fra­ter­ni­tas Sanc­ti Joseph Cus­to­dis) in der Diö­ze­se Fre­jus-Tou­lon als Dia­kon und Don Andrea Gio­va­nar­di als Sub­dia­kon teil.

Abbé Perei­ra war am ver­gan­ge­nen 18. Juni von Bischof Domi­ni­que Rey von Fre­jus-Tou­lon zum Dia­kon geweiht wor­den.

Anwe­send waren neben Bischof Bor­ghet­ti auch Abt Pao­lo Romeo von Genua, Don Simo­ne Gher­si, eben­falls Erz­bis­tum Genua, natür­lich Dom Jehan de Bel­le­vil­le, der Pri­or der Bene­dik­ti­ner der Imma­ku­la­ta, Don Car­me­lo, der Pfar­rer an der Pfarr­kir­che zum hei­li­gen Tho­mas in Dol­ce­do, in der die Wei­hen gespen­det wur­den, Dom Alcu­in Reid, Pri­or des Bene­dik­ti­ner­klo­sters von La Gar­de-Frei­net mit zwei sei­ner Mön­che, die als Ako­ly­then dien­ten, sowie Abbé Wil­liam Voj­tech vom Bis­tum Fre­jus-Tou­lon und Don Luca Par­ac­chi­ni.

Der jun­ge Orden der Bene­dik­ti­ner der Imma­ku­la­ta wur­de von zwei Mön­chen der alt­ri­tu­el­len Bene­dik­ti­ner­ab­tei Le Bar­roux in Frank­reich gegrün­det, die sich auf Wunsch von Msgr. Oli­ve­ri in sei­nem Bis­tum nie­der­lie­ßen. Bischof Oli­ve­ri, der von 1990–2016 das Bis­tum lei­te­te, beglei­te­te die jun­ge Gemein­schaft der Bene­dik­ti­ner der stren­gen Obser­vanz und berei­te­te ihre kano­ni­sche Aner­ken­nung vor. Durch sei­ne Eme­ri­tie­rung durch Papst Fran­zis­kus schien die Aner­ken­nung gefähr­det. Der Nach­fol­ger, Bischof Bor­ghet­ti, der selbst beton­te, kei­ne Sen­si­bi­li­tät für die Tra­di­ti­on zu haben, stell­te die Aner­ken­nung zunächst zurück. Ein Jahr nach sei­nem Besuch der Gemein­schaft erfolg­te am 21. März 2017 doch die kano­ni­sche Aner­ken­nung des jun­gen Ordens, des­sen Cha­ris­men die kirch­li­che Tra­di­ti­on, der über­lie­fer­te Ritus, die bene­dik­ti­ni­sche Spi­ri­tua­li­tät und die Mari­en­ver­eh­rung sind. Der 21. März ist der Todes­tag des hei­li­gen Ordens­grün­ders Bene­dikt von Nur­sia.

Dom Jehan de Bel­le­vil­le, der Grün­der und Pri­or der Bene­dik­ti­ner der Imma­ku­la­ta, war der erste Gefähr­te von Dom Gerard Cal­vet, der sich im 1970 anschloß. Dom Cal­vet hat­te sich 1969 wegen der Lit­ur­gie­re­form mit der Ein­füh­rung des Novus Ordo in sei­nem Klo­ster als Ein­sied­ler in die Ber­ge zurück­ge­zo­gen. Als sich ihm Gefähr­ten anschlos­sen wie Dom Jehan, grün­de­te er die alt­ri­tu­el­le Bene­dik­ti­ner­ab­tei Le Bar­roux.

Die „mona­sti­sche und lit­ur­gi­sche Treue“ bil­det die „unum­stöß­li­che“ Grund­la­ge der Bene­dik­ti­ner der Imma­ku­la­ta, so Dom Jehan.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Mes­sa in Lati­no




Sie lesen gern Katholisches.info? Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!





2 Kommentare

  1. Ein Kri­stal­li­sa­ti­ons­punkt für das zukünf­ti­ge Auf­blü­hen der Hei­li­gen römisch-katho­li­schen und apo­sto­li­schen Kir­che.

  2. Wie lan­ge es wohl dau­ert, bis die­ser Orden unter kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung gestellt wird? Die­se Form des Prie­ster­tu­mes fin­det im Rom Ber­go­gli­os, wo man von einer „Kir­che mit ama­zo­ni­schem Ant­litz“ schwa­dro­niert wohl kei­nen Anklang

Kommentare sind deaktiviert.