Die Alternative für Deutschland, die Christen und die Kirche

Christen in der AfD
Christen in der AfD

Von Wolf­ram Schrems*

In Deutsch­land führt eine Volks­front aus Par­tei­en, Gewerk­schaf­ten, Ein­heits­me­di­en und pro­fes­sio­nel­len „anti­fa­schi­sti­schen“ Stra­ßen­schlä­gern Krieg gegen die Alter­na­ti­ve für Deutsch­land. Im Bun­des­tag müs­sen deren Abge­ord­ne­ten unfaß­ba­re Ver­bal­in­ju­ri­en und Hohn­ge­schrei über sich erge­hen las­sen, ohne daß die Vor­sit­zen­den ein­grei­fen. Was die­sem Krieg eine zusätz­li­che absur­de Note ver­leiht, ist die Tat­sa­che, daß Kir­chen­füh­rer bei­der Volks­kir­chen (?) auf Sei­ten der Volks­front mitmarschieren.

Dabei wird vor­ge­bracht, die AfD sei wegen ihrer „aus­län­der­feind­li­chen Hal­tung“ „unchrist­lich“ (oder so ähn­lich). Das ist natür­lich Heu­che­lei, weil vor allem die Volks­front-Part­ner der Kir­chen­füh­rer, meist Kul­turm­ar­xi­sten aller Schat­tie­run­gen, auf Chri­sten und Chri­sten­tum spucken. Und weil die deut­schen Kir­chen­füh­rer selbst – mit weni­gen Aus­nah­men – den Glau­ben ver­leug­nen und daher auch bei­spiels­wei­se ihr Brust­kreuz abzu­le­gen bereit sind, wenn es um moham­me­da­ni­sche Emp­find­lich­kei­ten geht. Und weil ein immer noch mehr­heit­lich christ­li­ches Volk in kei­ner Wei­se dazu ver­pflich­tet ist, sich über­frem­den und isla­mi­sie­ren zu lassen.

Bekenntnisse – in Zeiten von Gleichgültigkeit und Feigheit

Im Juni brach­te Joa­chim Hans Kuhs, einer der bei­den pari­tä­tisch zwi­schen den Kon­fes­sio­nen auf­ge­teil­ten Vor­sit­zen­den der Chri­sten in der Alter­na­ti­ve für Deutsch­land (ChrAfD) und zwar der pro­te­stan­ti­sche, sech­zehn Zeug­nis­se von katho­li­schen, luthe­ri­schen und frei­kirch­li­chen Chri­sten, die Par­tei­mit­glie­der der AfD und in eini­gen Fäl­len auch Mit­glie­der des Deut­schen Bun­des­ta­ges sind, in einem über­sicht­lich gestal­te­ten Band heraus.

Das ist schon des­halb bemer­kens­wert, weil ein sol­ches „Bekennt­nis“ heut­zu­ta­ge vie­les kosten kann: Es ist mit einem Risi­ko für Arbeits­platz, Kar­rie­re, Eigen­tum, Anse­hen und, wenn man die zahl­rei­chen Fäl­le phy­si­scher Bedro­hung betrach­tet, Gesund­heit und Leben verbunden.

Eine schwierige Situation: Kirchenführer gegen Christen in der Politik

Heut­zu­ta­ge trifft jeder Anspruch auf eine christ­li­che Prä­gung der Gesell­schaft in den deutsch­spra­chi­gen Län­dern, so er über­haupt noch erho­ben wer­den soll­te, auf den erbit­ter­ten Wider­stand der Bischö­fe und ihrer Appa­ra­te. Dafür beru­fen sich die­se – nicht zu Unrecht – auf das Doku­ment Digni­ta­tis huma­nae (1965) des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils, das irre­füh­ren­de Aus­sa­gen über Men­schen­wür­de und Reli­gi­ons­frei­heit ent­hält. Die­ses hat das Chri­sten­tum als prä­gen­de Kraft in Poli­tik, Gesell­schaft und Kul­tur tat­säch­lich so gut wie unwirk­sam gemacht. (1)

Bekenntnisse von Christen in der AfD
Bekennt­nis­se von Chri­sten in der AfD

Katho­li­sche Kir­chen­män­ner und ihre Appa­ra­te posau­nen seit Jahr­zehn­ten her­um, die Kir­che wür­de sich in par­tei­po­li­ti­sche Fra­gen nicht mehr ein­mi­schen. Denn seit „dem Kon­zil“ wür­de sie die Katho­li­ken nicht mehr „bevor­mun­den“ (o. ä.). Die­se könn­ten die Par­tei, für die sie stim­men bzw. in der sie mit­ar­bei­ten, frei und je nach Gewis­sen wählen.

In Wirk­lich­keit herrscht aber in der Katho­li­schen Kir­che und in den offi­zi­el­len pro­te­stan­ti­schen Struk­tu­ren des deut­schen Sprach­raums ein mas­si­ver Mei­nungs­ter­ror zugun­sten der inter­na­tio­na­len und nicht gewähl­ten Machtag­glo­me­ra­tio­nen UNO und EU, zugun­sten der Mas­sen­im­mi­gra­ti­on und der Isla­mi­sie­rung und zugun­sten aller „lin­ken“ The­men. Wer dage­gen auch nur Bieps sagt, wird von den „nicht bevor­mun­den­den“ Kir­chen­funk­tio­nä­ren gna­den­los niedergemacht. –

Wor­um geht es den Chri­sten in der AfD kon­kret? Es sind natur­ge­mäß die The­men­fel­der Chri­sten­tum in der Öffent­lich­keit, Staat und „Flücht­lin­ge“, Lebens­schutz, Ehe und Familie:

„Flüchtlinge“ und Nächstenliebe – die Ordnung der Liebe und der Prioritäten

Im Vor­wort weist Her­aus­ge­ber Kuhs auf das Fun­da­ment christ­li­cher Poli­tik hin:

„Immer wie­der hören wir, die AfD habe doch nur ein The­ma: Die Flücht­lings­kri­se und in ihrer Ableh­nung der Flücht­lin­ge zei­ge sie eine unchrist­li­che Hal­tung. Die­ser pau­scha­len und unre­flek­tier­ten Ver­ur­tei­lung tre­ten wir ent­schie­den ent­ge­gen. Denn die AfD bekennt sich in allen ihren Pro­gram­men zu den christ­li­chen Wer­ten unse­rer abend­län­di­schen Kul­tur“ (S. 8).

Dazu pas­send stellt Bea­trix von Storch, Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges und luthe­ri­sche Chri­stin (die dem Ver­neh­men nach an der tra­di­tio­nel­len latei­ni­schen Mes­se teil­nimmt), in ihrem Gruß­wort den ordo dilec­tio­n­is, die Ord­nung der Lie­be nach der über­lie­fer­ten Kir­chen­leh­re, poin­tiert heraus:

„[Die] Ord­nung der Näch­sten­lie­be ist eben­so ernst­ge­meint wie das Gebot an sich, und eine Regie­rung darf nicht das eige­ne Volk opfern, um unter der Fah­ne der Näch­sten­lie­be den Frem­den zu die­nen“ (S. 11).

Bekenntnis im öffentlichen Raum: Ermutigung für alle Menschen guten Willens…

Andre­as Fried­rich, Diplom­in­ge­nieur und Ange­hö­ri­ger einer Frei­kir­che, berich­tet von den segens­rei­chen Aus­wir­kun­gen eines unzwei­deu­ti­gen Ein­tre­tens für Glau­ben und Leben auf der Stra­ße, das auch Fern­ste­hen­de anspre­chen kann:

„In der AfD kann man sich als Christ bei­spiels­wei­se bei Stra­ßen­kund­ge­bun­gen und Ver­an­stal­tun­gen gegen Abtrei­bung oder gegen die Zer­stö­rung der Fami­lie ein­set­zen. Damit konn­te ich gute Erfah­run­gen in mei­nem Kreis­ver­band machen, indem ich fest­stel­len durf­te, dass auch unter Athe­isten eine gro­ße Offen­heit für die ‚Wer­te des christ­li­chen Abend­lan­des‘ besteht“ (S. 17).

…und ein Gegenbeispiel zum Agieren der Kirchenführer

Dr. Chri­sti­an Fuchs, Katho­lik, ehe­ma­li­ges CDU-Mit­glied, Mini­ste­ri­al­be­am­ter a. D. und der katho­li­sche der bei­den Vor­sit­zen­den der ChrAfD äußert sich kri­tisch zum Vor­sit­zen­den der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz und des­sen Man­gel an Bekennt­nis­be­reit­schaft, der auch bei Nicht-Katho­li­ken Kopf­schüt­teln auslöste:

„Dass ich ein über­zeug­ter Katho­lik bin, bedeu­tet nicht, dass ich alles, was die katho­li­sche Amts­kir­che tut, rich­tig fin­de. Das Able­gen des Kreu­zes von Kar­di­nal Marx in Jeru­sa­lem emp­fin­de ich nicht als Bei­trag zur Tole­ranz, son­dern als reli­giö­se und kul­tu­rel­le Selbst­auf­ga­be“ (S. 25).

Massenhafte Gewalt gegen Frauen durch „Flüchtlinge“ – für Kirche(n) und Politik kein Thema

Ohne Über­trei­bung wird man sagen kön­nen, daß in Deutsch­land ein asym­me­tri­scher Krieg tobt. Die prak­tisch täg­li­chen Gewalt­de­lik­te gegen Mäd­chen und Frau­en, die Belä­sti­gun­gen, Ver­ge­wal­ti­gun­gen und Mor­de durch „Schutz­su­chen­de“, sind ohne Fra­ge Teil einer isla­mi­schen Erobe­rungs­stra­te­gie. Gleich­zei­tig schützt der Staat sei­ne Bür­ger und beson­ders sei­ne Bür­ge­rin­nen nicht mehr.

Jede Kri­tik an die­sen Vor­gän­gen wird als „Het­ze“ und „Isla­mo­pho­bie“ denun­ziert, auch von Kir­chen­funk­tio­nä­ren, und fall­wei­se kriminalisiert.

Mar­ti­na Rose-Marie Kempf, Juri­stin, Umwelt­be­ra­te­rin und Ange­hö­ri­ge einer Frei­kir­che, stellt das Offen­kun­di­ge fest:

„Wenn die AfD vor den Fol­gen unkon­trol­lier­ter Mas­sen­zu­wan­de­rung warnt, dann hat das nichts mit Aus­län­der­feind­lich­keit zu tun, son­dern mit der berech­tig­ten Sor­ge vor allem von Müt­tern um ihre Töch­ter in den Zei­ten star­ker Zunah­me von Gewalt­de­lik­ten gegen Frau­en durch Ein­wan­de­rer“ (S. 43).

Wenn man sich für die Sor­ge um deut­sche Mäd­chen und Frau­en vor Aus­län­der­ge­walt schon fast recht­fer­ti­gen und von „Aus­län­der­feind­lich­keit“ distan­zie­ren muß, ist das frei­lich ein schlim­mes Zei­chen für den men­ta­len Zustand der Gesellschaft.

Grundsatzerklärung

Die Grund­satz­er­klä­rung der Chri­sten in der AfD (S. 95) argu­men­tiert mit dem „Böcken­för­de-Dik­tum“, gemäß dem der frei­heit­li­che säku­la­ri­sier­te Staat von Vor­aus­set­zun­gen lebt, die er selbst nicht garan­tie­ren kann. Eine Demo­kra­tie ohne sitt­li­ches Fun­da­ment kann leicht in die Bar­ba­rei füh­ren. Die Auto­ri­tät Got­tes setzt der mensch­li­chen Will­kür Grenzen.

Die AfD und das Lebensrecht
Die AfD und das Lebensrecht

Abtrei­bung, Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gno­stik, Vor­stö­ße zur Eutha­na­sie und die poli­tisch gewünsch­te Auf­lö­sung der Fami­lie zugun­sten staat­li­cher Kin­der­be­treu­ung und ‑indok­tri­na­ti­on wer­den verurteilt.

Die Grund­satz­er­klä­rung spricht sich auch für kon­fes­sio­nel­len Reli­gi­ons­un­ter­richt in den Schu­len aus. Sie beklagt die Chri­sten­ver­fol­gung in so vie­len Län­dern, beson­ders in isla­mi­schen, und kri­ti­siert die Isla­mi­sie­rung Deutsch­lands. Sie lehnt eine EU-Mit­glied­schaft der Tür­kei ab. Schließ­lich spricht sie sich gegen die all­ge­gen­wär­ti­ge Ver­höh­nung des Chri­sten­tums im Namen der „Kunst“ und für einen Schutz des christ­li­chen Glau­bens­be­kennt­nis­ses und damit des reli­giö­sen Befin­dens der Mehr­heits­be­völ­ke­rung aus.

Sinn­bild­lich ist, daß in die­ser von katho­li­schen und pro­te­stan­ti­schen Chri­sten glei­cher­ma­ßen ver­ant­wor­te­ten Publi­ka­ti­on zwar an man­chen Stel­len Papst eme­ri­tus Bene­dikt XVI. zitiert wird, nie­mals aber Papst Fran­zis­kus. Auch in der AfD hat man offen­bar bemerkt, daß aus Rom der­zeit nichts Sinn­vol­les kommt.

Ein schwer­wie­gen­des theo­lo­gi­sches Pro­blem exi­stiert aller­dings (wenn man ein­mal die drei nahe­lie­gen­den The­men­kom­ple­xe Pro­te­stan­tis­mus, öku­me­ni­sche Zusam­men­ar­beit und II. Vati­ca­num gegen Christ­kö­nigs­leh­re ausblendet):

Christen und Juden – ein Gegensatz

Der schon zitier­te Dipl.-Ing. Andre­as Fried­rich spricht sich gegen „Israel­kri­tik“ in der Form des „Anti­zio­nis­mus“, der der „Neue Anti­se­mi­tis­mus“ sei, aus und sagt, daß der „Gott der Bibel, der Gott Abra­hams, Isaaks und Jakobs, der Gott der Chri­sten und der Juden“ die Völ­ker danach rich­te, „wie sie zu Sei­nem Volk Isra­el ste­hen.“ Er strebt aktiv nach einer „positive[n] Ein­stel­lung zu Isra­el und den Juden im Bun­des­par­tei­pro­gramm“ (S. 17).

Hier liegt ein mehr­fa­cher Irr­tum vor.

Zunächst ist man mit der Ver­wen­dung des sug­ge­stiv auf­ge­la­de­nen Aus­drucks „Anti­se­mi­tis­mus“ schon der Stra­te­gie der jüdi­schen Selb­stim­mu­ni­sie­rung gegen jeg­li­che Kri­tik auf den Leim gegan­gen. (2) Die­ser Aus­druck ist nie­mals klar defi­niert wor­den und ist in sei­ner Anwen­dung maß­los überdehnt.

Sinn­bild­lich dafür war etwa der Kom­men­tar einer Theo­lo­gin, daß die Weih­nachts­krip­pe der Chri­sten eine „anti­se­mi­ti­sche“ Kon­no­ta­ti­on o. ä. habe. Denn „Ochs und Esel“ sei­en eine Anspie­lung auf den Pro­phe­ten Jesa­ja, der an der betref­fen­den Stel­le Isra­el kri­ti­siert. (3)

Der Pro­phet ist also „anti­se­mi­tisch“?

Mög­li­cher­wei­se wur­de er des­we­gen auch von den jüdi­schen Auto­ri­tä­ten grau­sam zu Tode gebracht. Der Pro­phet sprach aber nicht im eige­nen Namen, son­dern – wie das Cre­do bekennt – der Hei­li­ge Geist sprach durch den Propheten.

Ist also Gott selbst „anti­se­mi­tisch“? Immer­hin kri­ti­siert Gott das aus­er­wähl­te Volk für sei­nen Glau­bens­ab­fall, Starr­sinn und Eigen­dün­kel immer wie­der. (4)

Sodann kann der Gott der Chri­sten nicht der Gott der Juden sein, die gemäß dem Tal­mud Jesus Chri­stus, der in eige­ner Per­son Gott ist, ver­wer­fen und sei­ne hei­li­ge Mut­ter schmä­hen. (5)

Es gibt nur mehr einen Bund Got­tes, den Neu­en und Ewi­gen Bund im Blut Jesu Chri­sti. Damit gibt es ein neu­es Bun­des­volk. Zu die­sem sind alle beru­fen, auch die Juden. Aber: „Die­se haben sogar Jesus, den Herrn, und die Pro­phe­ten getö­tet; auch uns haben sie ver­folgt. Sie miß­fal­len Gott und sind Fein­de aller Men­schen“ (1 Thess 2,15).

Schließ­lich ist der Staat Isra­el unter mehr­fa­cher Rück­sicht pro­ble­ma­tisch. (6)

Maß­geb­lich für die christ­li­che Bezie­hung zum Juden­tum müs­sen also Gebet und Bemü­hung um Bekeh­rung und das Zeug­nis der Wahr­heit sein (vgl. 2 Kor 3,12ff).

Der jüdi­sche Kon­ver­tit Roy Schoe­mann, des­sen groß­ar­ti­ges Buch über jüdi­sche Kon­ver­ti­ten Honey From the Rock bereits auf die­ser Sei­te vor­ge­stellt wur­de, hielt es für eine Art christ­li­cher Juden­feind­schaft, wenn die Chri­sten sich wei­gern, Jesus Chri­stus auch den Juden zu verkünden.

Hier gilt es also noch eini­ges zu über­den­ken. Nicht alles wird für das Pro­gramm einer säku­la­ren Par­tei rele­vant sein, aber eine Par­tei­glie­de­rung, die sich aus­drück­lich als christ­lich ver­steht, wird man­che theo­lo­gi­sche Fra­gen noch genau­er klä­ren müs­sen. Das soll­ten übri­gens auch die kirch­li­chen Amts­trä­ger tun.

Resümee

Wie auch immer man die eine oder ande­re Fra­ge im Detail sieht: In die­ser Publi­ka­ti­on sind Stim­men von Men­schen ver­sam­melt, die etwas zu sagen haben. Deren Bekennt­nis und deren ein­satz­be­rei­te Tap­fer­keit ver­die­nen ange­sichts unfaß­ba­rer Haß­ex­zes­se im Bun­des­tag (beson­ders beschä­mend auch durch CDU/C­SU-Abge­ord­ne­te), auf der Stra­ße und eben auch sei­tens vie­ler Kir­chen­füh­rer Dank und Anerkennung.

Möge die­se klei­ne, fei­ne Publi­ka­ti­on die vie­len Lügen zer­stie­ben lassen.

Beson­ders die Kir­chen­füh­rer aller Kon­fes­sio­nen soll­ten sie sich zu Gemü­te füh­ren. Sie soll­ten auch das Mot­to beher­zi­gen, das der Her­aus­ge­ber an das Ende sei­nes Vor­worts gestellt hat:

Soli Deo Gloria

Joa­chim Kuhs (Hg.), Bekennt­nis­se von Chri­sten in der Alter­na­ti­ve für Deutsch­land, Oxa­lis-Ver­lag, Graz 2018 (Aus­lie­fe­rung über Arns­h­au­gk-Ver­lag, Neu­stadt an der Orla) (Ver­schrei­bun­gen in den Zita­ten still­schwei­gend korrigiert.)

Mitt­ler­wei­le ist eine Zweit­auf­la­ge unter dem Titel War­um Chri­sten die AfD wäh­len? erschienen.

*Wolf­ram Schrems, Wien, Mag. theol., Mag. phil., Kate­chist, Pro Lifer, Grün­dungs­mit­glied der in Wien täti­gen Platt­form Soli­da­ri­tät mit ver­folg­ten Chri­sten.

Die­ser Bei­trag ist die gründ­lich über­ar­bei­te­te und der Leser­schaft einer theo­lo­gisch inter­es­sier­ten katho­li­schen Netz­sei­te ange­paß­te Ver­si­on eines bei Dr. Andre­as Unter­ber­ger erschie­ne­nen Tex­tes, der im dor­ti­gen Forum eine leben­di­ge Dis­kus­si­on aus­lö­ste und zu etli­chen Reak­tio­nen führte.

Bil­der: ChrAfd/Twitter/Facebook (Screen­shots)

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(1) In Öster­reich ist das schon älte­re Maria­zel­ler Mani­fest der Öster­rei­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz (1952) maß­geb­lich. Des­sen Schlag­wort lau­te­te „Freie Kir­che in einer frei­en Gesellschaft“.

(2) Lei­der hat die­ser – mög­li­cher­wei­se als „Wie­sel-Wort“ zu qua­li­fi­zie­ren­der – Aus­druck auch in die Erklä­rung Nostra aeta­te des II. Vati­can­ums gefun­den (NAe 4) und trägt dazu bei, den gesam­ten Gedan­ken­gang zu vernebeln.

(3) „Der Och­se kennt sei­nen Besit­zer / und der Esel die Krip­pe sei­nes Herrn; Isra­el aber hat kei­ne Erkennt­nis / mein Volk hat kei­ne Ein­sicht“ (Jes 1,3). Die betref­fen­de Theo­lo­gin konn­te nicht mehr eru­iert wer­den, eine ganz ähn­li­che Auf­fas­sung äußert aber das Jüdi­sche Muse­um Wien. Man beach­te beson­ders den Aus­druck „inner­jü­di­sche Kri­tik“, der völ­lig falsch ist. Gott ist es, der durch den Pro­phe­ten kritisiert.

(4) Der jüdisch-deut­sche Dich­ter Franz Wer­fel hat in sei­nem gewal­ti­gen Werk Höret die Stim­me, das auf die­ser Sei­te bereits vor­ge­stellt wur­de, den Unglau­ben in sei­nem Volk scharf kri­ti­siert. Es ist ein ganz erstaun­li­ches Werk, das lei­der wenig bekannt ist.

(5) Vgl. Peter Schä­fer, Jesus im Tal­mud, Mohr Sie­beck Tübin­gen 2007 (Orig. Jesus in the Tal­mud. Prince­ton Uni­ver­si­ty Press, Prince­ton 2007) .

10 Kommentare

  1. Man ver­glei­che das zu den Posi­tio­nen, die bis auf die höch­ste Ebe­ne in der SPD zu fin­den sind, und zu denen die Amts­kir­che schweigt:
    — Der 2017 als Kanz­ler­kan­di­dat der SPD nomi­nier­te Mar­tin Schulz hat­te zuvor als EU-Par­la­ments­prä­si­dent eine Ent­fer­nung christ­li­cher Sym­bo­le aus der Öffent­lich­keit gefor­dert. Das christ­li­che Kreuz ste­he laut Schulz für Ein­stel­lun­gen, die im Sin­ne der Anti-Dis­kri­mi­nie­rungs­ideo­lo­gie „bekämpft“ wer­den müssten.
    — Der dama­li­ge deut­sche Justiz­mi­ni­ster Hei­ko Maas (SPD) erklär­te im Sep­tem­ber 2017 das Ein­tre­ten für ein „kla­res Fami­li­en­bild aus Vater, Mut­ter und Kin­dern“, wie es auch das Chri­sten­tum ver­tritt, für nicht mit dem Grund­ge­setz vereinbar.
    — Die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on, Eva Högl, bezeich­ne­te christ­li­che Lebens­schutz-Akti­vi­sten im März 2018 als „wider­li­che ‚Lebenschützer*innen‘“.
    — Der Staats­mi­ni­ster für Euro­pa im Aus­wär­ti­gen Amt und SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Micha­el Roth ver­glich im März 2018 „evan­ge­li­ka­le Fun­da­men­ta­li­sten“ mit isla­mi­sti­schen Hass­pre­di­gern und erklär­te, dass die­se nicht zu Deutsch­land gehör­ten. Auf Nach­fra­ge erklär­te er, dass er sich auf Chri­sten mit „wört­li­chem Bibel­ver­ständ­nis“ bezo­gen habe.
    — Die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Elfi Scho-Ant­wer­pes betei­lig­te sich 2017 einer Mel­dung zufol­ge an der Stö­rung einer Akti­on christ­li­cher Lebens­schüt­zer durch mili­tan­te Linksextremisten.

  2. „ange­sichts unfaß­ba­rer Haß­ex­zes­se im Bundestag“ 

    Ja, es ist unfass­bar, wie man mit der AfD im Bun­des­tag umgeht.

    Vor eini­gen Tagen hat­te ich den Gedan­ken: ‚eigent­lich ist die AfD heu­te die ein­zi­ge ‚lin­ke‘ Par­tei‘ im Bun­des­tag‘. Denn sie ist zur Pro­test­par­tei gewor­den. Was sich frü­her Lin­ke und Grü­ne auf die Fah­ne schrie­ben: näm­lich gegen das Estab­lish­ment zu pro­te­stie­ren, ist heu­te Auf­ga­be der AfD. Denn der Rechts­be­griff hat sich ver­scho­ben. Das Lin­ke von frü­her ist das Rech­te von heu­te. Alle Par­tei­en sind links­to­ta­li­tär und damit im Sin­ne des neu­en Rechts ‚rechts­fa­schi­stisch‘.

    Wer ver­ste­hen will, war­um kein Poli­ti­ker heu­te mehr nach sei­nem Gewis­sen abstimmt, der schaue sich im Inter­net (You­tube) die Vide­os von ‚Hol­ger Strohm‘ an. Frü­her war er Lin­ker. Er war Mit­be­grün­der der Grün­den. Heu­te sei die­se Par­tei voll­kom­men ver­saut und kor­rupt. „Ich schä­me mich für sie.“

    Strohm führt alle Lini­en zum Ver­ste­hen der gegen­wär­ti­gen Gesell­schafts­po­li­tik zusammen: 

    - Die rech­sten Fami­li­en sind Zionisten.
    — Sie besit­zen 100 Bil­lio­nen Dol­lar und sind die Eigen­tü­mer der Federal Reser­ve Bank.
    — Sie sind alle­samt Satanisten.
    — Deutsch­land ist eine Militätdiktatur.
    — Alle Poli­ti­ker sind gekauft und agie­ren nur als Marionetten.
    — Wer nicht die Befeh­le der Lob­by­isten und der Bil­der­ber­ger erfüllt, wird abge­setzt; er ver­liert sein Man­dat und sei­ne Repu­ta­ti­on wird zerstört.
    — Hart­näcki­ge System­kri­ti­ker wer­den ermor­det. Sie ver­un­fal­len … Man droht ihre Familien
    umzubringen.
    — Die USA brin­gen über­all Krieg hin und stre­ben die NWO an.
    — Nicht der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent hat die Macht, son­dern die Geheim­dien­ste, die die eigentliche
    Mafia sind.
    — Trump ist eine Betriebs­un­fall, der eigent­lich weder den Demo­kra­ten noch den Repu­bli­ka­nern zuge­ord­net wer­dn kann. Er muss stän­dig um sein Leben fürchten.

    (Ich den­ke, wenn man sich See­hofer anschaut, kann man sagen, dass er inner­halb kur­zer Zeit zu einem psy­chi­schen Wrack gewor­den ist. Ich neh­me an, er wur­de erpresst oder sogar gefol­tert. Mer­kel steht mög­li­cher­wei­se unter Drogen.)

    Ob die AfD Teil des Spiels ist oder wirk­li­che Oppo­si­ti­ons­par­tei, ist noch nicht ganz klar. Sicher ist, dass sich in ihr unzu­frie­de­ne und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Bür­ger fin­den, die nicht wol­len, dass das deut­sche Volk aus­ge­löscht wird (Die NWO ‑ler spre­chen sogar bewusst von ‚Aus­rot­tung‘).

    Fakt ist, dass über Wah­len in Deutsch­land nicht ent­schie­den wird.

    Wir sind eine Mili­tär­dik­ta­tur und eine Wirt­chafts-GmbH der Siegermächte.

    • Bei die­ser Mer­kel bleibt so unglaub­lich vie­les im Trü­ben: In ihrer Bio­gra­phie pran­gen vie­le schwar­ze Flecken, die sie auch mit Ver­bis­sen­heit schwarz zu hal­ten trach­tet. Höchst­wahr­schein­lich hat sie zu Sowjet-Zei­ten in Mos­kau stu­diert – das war nur den ganz Lini­en­treu­en vor­be­hal­ten. Was hat sie stu­diert? Phy­sik? Ihre Dok­tor-Arbeit ist ja lei­der, lei­der kom­plett unauf­find­bar… Mei­ne Ein­schät­zung: Für ein Phy­sik-Stu­di­um, ein­schließ­lich Pro­mo­ti­on, dürf­te sie zu dumm sein. Auch die­sen Dreh­ho­fer erach­te ich übri­gens nicht als die hell­ste Bir­ne am Kronleuchter.
      Ich ver­mu­te, daß das Desa­ster der Uni­on schon viel frü­her begon­nen hat, der Gei­er weiß, war­um: Kanz­ler Kohl hiev­te Mit­te der 80-er Jah­re mit Rita Süß­muth aus­ge­rech­net eine aus­ge­wie­se­ne Lin­ke und Kin­der-Abtrei­be­rin ins Amt der Fami­li­en­mi­ni­ste­rin. Schon das haben vie­le Wert­kon­ser­va­ti­ve nie­mals mit­ge­tra­gen oder gar jemals ver­zie­hen. Spä­ter dann, in den 90-ern, mach­te in der Uni­on eine klei­ne Grup­pe, damals noch jun­ger Lin­ker mit Namen „jun­ge Wil­de“ von sich reden; heu­te sind sie alle in hohen Ämtern ange­langt: Armin Laschet, Peter Alt­mai­er, jener Geor­ge-Cloo­ney-Ver­schnitt Nor­bert Rött­gen und ande­re. Der letz­te muß­te kurz­zei­tig mal abtau­chen, nach­dem er in die Kame­ra hin­ein geplap­pert hat­te, man müß­te ja „bedau­er­li­cher­wei­se“ immer noch das dum­me Stimm­vieh befra­gen. Sol­che Leu­te waren und sind Mer­kels Basis.
      Gesi­chert ist: Ange­la Mer­kel ist gebür­ti­ge Ham­bur­ge­rin und gebo­re­ne Kas­ner (ein­ge­deutscht aus: Kazmier­c­zak). Noch in ihrer Kind­heit wan­der­te ihre Misch­po­ke frei­wil­lig in die „DDR“ aus, wo ihr Vater als­bald als der „rote Kas­ner“ berüch­tigt wur­de. Gesi­chert ist eben­falls, daß die Kas­ner-Sipp­schaft, nebst weni­gen ande­ren, wie den Gaucks – Rich­tig: Ist wie beim Fett; auch das schwimmt bekannt­lich immer oben! — über lebens­lan­ge Visa für West-Rei­sen ver­füg­te. Arbei­ter oder Bau­er im „Arbei­ter- und Bau­ern-Staat“ konn­ten von der­lei sel­te­nen Pri­vi­le­gi­en allen­falls träu­men. Mit­te, Ende der 70-er Jah­re hat­te sie vor dem Haus des damals bereits schwer­kran­ken „DDR“-Bürgerrechtlers Robert Have­mann Schmie­re gescho­ben, damit sich ja kei­ne West-Jour­na­li­sten – von denen vie­le damals die­se ehren­haf­te Berufs­be­zeich­nung ja noch zurecht zurecht tru­gen – heim­lich dem Anwe­sen näher­ten… Davon exi­stie­ren Pho­tos, die aber der WDR bis dato unter Ver­schluß hält und über die auch nie­mals berich­tet wird. Cui bono? Gaucks und Kas­ner-Mer­kel also Teil der „DDR“-Opposition? Da ken­ne ich wahr­lich bes­se­re Brüller…
      Mer­kels Bilanz aus gut 13 Jah­ren Kanz­ler­schaft: Sie hat bei­de Uni­ons-Par­tei­en rui­niert; mühe­los able­sen läßt sich das an den jeweils ein­ge­fah­re­nen Wahl-Pro­zen­ten, sowie den Abwan­de­run­gen in die Nicht­wäh­ler­schaft, beson­ders bei den Bun­des­tags­wah­len. A.D. 2005: Die zwei­te doit­sche Nach­kriegs-Gro­ko, gebil­det aus den bei­den gro­ßen Wahl­ver­lie­rern SPD uns Uni­on. Daß die Roten abge­ben wür­den, war ja vor­her­seh­bar — aber die Uni­on, die ja bis dahin die Oppo­sti­ons­sit­ze wär­men muß­te? Kla­rer Fall: Der erste ech­te Mer­kel-Malus. Dann, A.D. 2009: Uni­on und SPD geben erneut ab – der zwei­te Mer­kel-Malus. Vie­le vor­ma­li­ge, gefru­ste­te Uni­ons­wäh­ler wan­dern jetzt aber zur FDP: Die sahnt knapp 15% ab (!!!), aber anstatt damit zu wuchern, kommt‘s anders: Mer­kel knöpft sich die­se Laus­bu­ben in einer Koali­ti­on vor – will sagen: Sie gönnt sich die­se Nichts­nut­ze mal eben zum Gabel-Früh­stück, rülpst kurz und herz­haft und gewährt denen ledig­lich die „Hote­liers-Steu­er“. Wester­wel­le prägt dar­auf­hin den Ter­mi­nus der „Tef­lon-Schlam­pe“, weil sei­ne FDP vier Jah­re lang nix mehr wei­ter zuwe­ge bringt. A.D. 2013: Ein neu­er­li­cher Mer­kel-Malus, und die FDP-Ben­gels flie­gen hoch­kant und hoch­ver­dient aus dem Bun­des­tag. Die drit­te Gro­ko unter Mer­kel. Und: Erst­mals trat damals bereits die AfD an, die jedoch noch an der 5%-Hürde schei­ter­te. A.D. 2017: Uni­on und SPD sacken wei­ter ab, bege­ben sich aber nach einem mehr als halb­jäh­ri­gem Gewür­ge erneut ins koali­tio­nä­re Lot­ter­bett. Nur: Eine vier­te Gro­ko ist das jet­zo kei­ne mehr, denn sie hat nur noch neun (!!!) Stim­men Mehr­heit – vor allem dank erst­ma­li­gem Ein­zug der AfD.
      Was mich bis dato per­plex macht: Die Uni­on ver­harrt seit A.D. 2000 qua­si in Dul­dungs­star­re und hat Mer­kel & Co. ein­fach so machen las­sen. Was hat die­se Dumm­köp­fe eigent­lich gerit­ten? Daß die­se Mer­kel nie­mals dort­hin hät­te gelan­gen, noch weni­ger so lan­ge dort hät­te ver­wei­len dür­fen, wo sie bis dato ist, hät­ten doch irgend­wann die Dümm­sten kapie­ren müs­sen, oder? Sprich­wört­lich: Wenn man merkt, daß der Gaul, den man rei­tet, mau­se­tot ist, soll­te man abstei­gen und gehen, bevor es übel zu rie­chen beginnt. Ganz im Gegen­teil: Im Lau­fe der Jah­re hat sich Mer­kel die­se Gur­ken­trup­pe gefü­gig gemacht und ent­gra­tet. Der Rest war­tet jetzt auf den Abdecker – hof­fent­lich kommt der bald.
      Letz­ter Punkt: Mer­kels Mut­ter Her­lind ist Jüdin. Bei den Juden wird die Reli­gi­on immer über die Mut­ter-Linie an die Kin­der wei­ter­ge­ge­ben. Wel­che Reli­gi­on hat also Mer­kel? Könn­te es sein, daß Mer­kel die­ses Deutsch­land, kurz, den kom­plet­ten Okzi­dent ingrim­mig haßt? Wei­ter: Könn­te es sein, daß Mer­kel des­we­gen A.D. 2015 das Land vor­sätz­lich vebis­sen rui­niert hat und auch wei­ter­hin zu rui­nie­ren trach­tet? Ich hof­fe, daß die kom­plet­te Wahr­heit über Mer­kel ein­mal ans Tages­licht drän­gen möge. Das Wis­sen dar­über schul­den wir uns allen. 

      In Cri­sto per Mariam + 

      Car­los­mi­guel

      • Sie haben das Wich­tig­ste „ver­ges­sen“ oder nicht bedacht. Zu einem Betrug gehö­ren immer zwei Par­tei­en. Eine die betrü­gen will (wir leben in einer Zeit des Betrugs), der Sen­der und die Gegen­sei­te, also jemand der sich betrü­gen las­sen will, der Emp­fän­ger. Ohne den Emp­fän­ger funk­tio­niert der Betrug mei­stens nicht.

  3. Sicher gibt es eine gro­ße Kri­se in der Poli­tik und beson­ders bei den „eta­blier­ten“ Par­tei­en, aber es ist bedau­er­lich, dass Chri­sten sich Hoff­nun­gen auf AfD, Trump, usw machen.

    • Schla­gen Sie mal nach, was Per­ver­si­on bedeu­tet, wie es defi­niert ist. 

      Sie fin­den also einen Men­schen, der sich für das unge­bo­re­ne Leben aktiv ein­setzt, der mehr für ver­folg­te Chri­sten getan hat als Mer­kel oder die gesam­te athe­isti­sche (Gott­lo­se Cli­que in der EU) es jemals woll­te, der ist verdammenswert?

      Natür­lich drücke ich nur Trump die Dau­men und der AfD. Ich las­se mich doch nicht von Betrü­gern fop­pen. Wor­te täu­schen. Taten nie!

      Wer zer­stört denn die Ehe in Deutsch­land? Wer über­läßt unse­re Kin­dern unse­ren Fein­den in den Schu­len? Wer lehrt Kin­dern das Lügen? Wer erhebt nicht sei­ne Stim­me dage­gen? Es ist längst Krieg hier­zu­lan­de. Die Chri­sten­heit soll voll­kom­men zer­stört wer­den. Und Sie phan­ta­sie­ren noch herum?

      War­um kri­ti­siert nie­mand die mie­sen Regie­run­gen, die die Men­schen ver­ach­ten und an Migra­ti­on den­ken las­sen? Trump ist ein sehr guter Arbei­ter. Die schwar­zen Ras­si­sten sind in Süd­afri­ka an der Macht, und groß­mäu­lig dar­an, das Land zu rui­nie­ren. War­um kri­ti­siert das kei­ner? Kom­mu­nis­mus, Athe­is­mus hat nichts in der Katho­li­schen Kir­che zu suchen. Abso­lut nichts. Vene­zue­la (Athe­is­mus) wird gera­de von einem Athe­isten kaputt gemacht. In Nord­ko­rea (Athe­is­mus) trach­tet man Chri­sten nach dem Leben. In Chi­na (Athe­is­mus) wer­den ech­te Chri­sten ver­haf­tet und ins Gefäng­nis gesteckt. Wo ist da die Stim­me die­ses Franziskus?

  4. Dan­ke für die­ses Buch, es ist wun­der­bar, gera­de rich­tig für den Advent, eine Zeit der Vor­be­rei­tung und so auch des Kampfes

  5. Ich ver­mag nicht abzu­schät­zen, wer von den „Chri­sten in der AfD“ wenig­stens über theo­lo­gi­sches Grund­wis­sen ver­fügt. Fein­de hat die AfD frei­lich zur Genü­ge: Lin­ke Anti­fan­ten, sowohl in der Gos­se, wie auch in Par­la­men­ten, in Lügen­pres­se und im Staats­funk, aber auch in Gestalt von V‑Leuten, die ver­su­chen dürf­ten, die jun­ge Par­tei von innen her zu zersetzen.
    Dem­ago­gi­sche Kampf­be­grif­fe aus der lin­ken Mot­ten­ki­ste, wie „Anti­se­mi­tis­mus“, zie­hen immer – noch – auch und erst recht dann und des­we­gen, weil und wenn damit jeg­li­che nüch­ter­ne Debat­te von vor­ne her­ein abge­würgt wer­den soll. Man soll­te des­we­gen die „Chri­sten in der AfD“, nota bene die Katho­li­ken, ein wenig muni­tio­nie­ren. Ein unge­mein wich­ti­ger Grund­satz ist dabei die Dif­fe­ren­zie­rung bei Argu­men­ta­ti­ons­li­ni­en: Dis­ku­tie­re ich nun „ad cau­sam“ oder „ad personam“.
    Debat­tie­re ich zur Per­son, bin ich gehal­ten, mich strikt an die gesi­cher­ten Fak­ten zu hal­ten, sprich: Ledig­lich die­je­ni­gen als Fak­ten gesi­cher­ten Punk­te zur Per­son zu the­ma­ti­sie­ren. Anwür­fe an die Per­son selbst, sowie Ver­wün­schun­gen, ver­bie­ten sich: Nie­mand erhe­be sich über den ande­ren, nie­mand neh­me gar Got­tes­ur­tei­le vor­weg, will er sich nicht den Pha­ri­sä­ern gleich­tun. Und: Spe­ku­la­tio­nen dar­über, ob und wie Unser Himm­li­scher Vater über den oder den Delin­quen­ten wohl rich­ten könn­te, brin­gen kei­nen von uns im Rin­gen um das eige­ne See­len­heil auch nur einen Schritt wei­ter – ganz im Gegen­teil. Ich weiß: Auch ich bin von der­lei schlech­ten Nei­gun­gen nicht frei; sie grün­den im Makel der Erb­sün­de, den wir alle in uns tra­gen. Wer also am Ende gut oder schlecht, bes­ser oder schlech­ter sei, ent­schei­det der­einst aus­schließ­lich und garan­tiert Unser Herr­gott, vor dem wir aus­nahms­los alle erschei­nen müs­sen – sich vor dem Jüng­sten Gericht zu ver­stecken zu trach­ten bleibt zwecklos.
    „Ad cau­sam“, also zur Sache, biblisch for­mu­liert „zu den Früch­ten, den fau­len wie den guten“, die jemand getra­gen hat, zu debat­tie­ren, ist hin­ge­gen in jeder Hin­sicht statt­haft – und gebo­ten. Die­se aus­führ­li­chen Erläu­te­run­gen sind unge­mein wich­tig; in die­ser Orwell‘schen Welt da drau­ßen exi­stiert kaum noch die Bereit­schaft, Wahr­heit und Klar­heit im Den­ken, Han­deln, sowie im Dis­kurs zu pfle­gen. Als tra­di­ti­ons­treu­er, römi­scher Katho­lik kann ich unmög­lich ein „Anti­se­mit“ oder gar Juden­has­ser sein, ohne nicht auto­ma­tisch mei­nen Glau­ben ad absur­dum zu füh­ren und zu verlieren.
    „Anti­se­mi­tis­mus“: Es exi­stie­ren defi­ni­ti­ons­ge­mäß drei abra­ha­mi­ti­sche, i.e. mosai­sche, i.e. semi­ti­sche Reli­gio­nen: Juden­tum, Chri­sten­tum und Islam. Erklär­te ich mich also zum „Anti­se­mi­ten“, so erklär­te ich mei­nen Selbst­haß. Nach allen Geset­zen der Logik und der Patho­lo­gie wäre das gei­stes­krank und absurd.
    Juden­haß: Sankt Tho­mas von Aquin lie­fer­te in sei­ner „Sum­ma Teoló­gi­ca“ DIE muster­gül­ti­ge Defi­ni­ti­on Jesu Chri­sti: Er ist eine Per­son mit zwei Natu­ren; Er ist wah­rer Gott und wah­rer Mensch. Der wah­re Mensch in Jesus Chri­stus ent­stamm­te aber dem jüdi­schen Volk: Sein Mut­ter, die Hei­li­ge Madon­na, sowie Sein Nähr­va­ter, der Hei­li­ge Joseph, waren Juden. Die zwölf Apo­stel, die Er sich spä­ter erwählt hat­te, waren aus­nahms­los Juden, und auch der Völ­ker­apo­stel, der Hei­li­ge Pau­lus, sowie vie­le, vie­le ande­re, waren Juden. Fra­ge: Wie könn­te ich ange­sichts des­sen denn nun Juden­has­ser sein??? Niemals!
    Selbst­ver­ständ­lich gehört zu die­sen Fak­ten und zu die­sem Bekennt­nis auch die unum­stöß­li­che Fest­stel­lung, daß Jesus Chri­stus von sei­nem eige­nen Volk gekreu­zigt wor­den war! Sein Blut gege­ben hat Er frei­lich zur Erlö­sung der gesam­ten Mensch­heit! Dar­in liegt DAS Geschenk an buch­stäb­lich jeden ein­zel­nen Men­schen – ein Geschenk, das jeder anneh­men darf, indem er die Kreu­zes­nach­fol­ge auf sich nimmt, oder aber, so ver­rückt es auch schei­nen mag, zurück­wei­sen kann. Auch Juden und sogar die Anti­fan­ten sind in in all dies aus­drück­lich mit ein­ge­schlos­sen. Der Mensch ist frei erschaf­fen; er hat den frei­en Wil­len, sich zu entscheiden.
    Nein, die Debat­te muß eben „ad cau­sam“ geführt wer­den; es ist eine theo­lo­gi­sche Debat­te: Chri­stus-Kreuz ver­sus David­stern. Sie muß geführt wer­den, weil dar­in der bibli­sche Auf­trag liegt, und jeder ein­zel­ne von uns sei­nem Bischof beim Emp­fang des Firm-Sakra­ments in die Hand ver­spro­chen hat, fort­an Strei­ter für Jesus Chri­stus zu sein, „mag es gele­gen sein oder nicht“. Dar­auf grün­den unser aller Impe­tus, Auf­trag und Heilsversprechen.
    Womög­lich sit­zen in der AfD also wirk­lich ver­trau­ens­wür­di­ge Men­schen, die Gutes zu bewir­ken ver­mö­gen. Auf uns war­ten schwe­re Zei­ten. Gebe uns Unser Himm­li­scher Vater die Kraft zu bestehen und die Hei­li­ge Fami­lie lege bit­te Für­spra­che beim Ihm für uns ein. 

    In Cri­sto per Mariam. + 

    Car­los­mi­guel

    • Was Sie zum The­ma „Juden­tum“ mit Ver­weis auf den Hl. Tho­mas von Aquin sagen, ist abso­lut richtig.
      Es war schon immer pro­ble­ma­tisch, der durch kein kirch­li­ches Dog­ma begrün­de­ten sog. „Ersatz­theol­gie“ zu folgen.
      Genau dies macht aber lei­der Wolf­ram Schrems unter dem Stich­wort „Chri­sten und Juden — ein Gegensatz“.
      Das Neue Testa­ment ist kein Ersatz, son­dern die Erfül­lung des Alten Testaments.
      Gott hält für immer sei­nen Bund mit Isra­el, ganz gleich, wie sehr es in die Irre geht und dar­un­ter auch zu lei­den hat. Gera­de Jesa­ia, den Wolf­ram Schrems erwähnt, spricht von einer ganz rea­len Zukunft des für immer aus­er­wähl­ten Vol­kes Got­tes im gelob­ten Land. Nach der Grün­dung des zio­ni­sti­schen Staa­tes 1948 ist es umso mehr eine christ­li­che Pflicht, für das jüdi­sche Volk zu beten, dass es mög­lichst bald Jesus Chri­stus als den von ihm ersehn­ten Mes­si­as erkennt, auch wenn dies von jüdi­scher Sei­te miss­trau­isch beäugt wird.

  6. Ich möch­te jedoch dar­auf hin­wei­sen, dass sich die AfD im Hes­si­schen Wahl­kampf 2018 ganz deut­lich für eine Abschaf­fung des Reli­gi­ons­un­ter­rich­tes an Schu­len aus­ge­spro­chen hat.

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