Klerikale Mißbrauchstäter latae sentantiae exkommunizieren

Forderung des Erzbischofs von Johannesburg

Erzbisichof Tlhagale: Priester, die sich des sexuellen Mißbrauchs von Minderjährigen schuldig gemacht haben, sollen latae sententiae exkommuniziert werden.
Erzbisichof Tlhagale: Priester, die sich des sexuellen Mißbrauchs von Minderjährigen schuldig gemacht haben, sollen latae sententiae exkommuniziert werden.

(Pre­to­ria) Der Erz­bi­schof von Johan­nes­burg in Süd­afri­ka, Msgr. Buti Tlha­ga­le, for­dert, die Prie­ster, die sich des sexu­el­len Miß­brauchs von Min­der­jäh­ri­gen schul­dig gemacht haben, latae sen­ten­tiae zu exkom­mu­ni­zie­ren.

Erz­bi­schof Tlha­ga­le erhob die For­de­rung im Rah­men sei­ner Pre­digt am ver­gan­ge­nen Sams­tag anläß­lich einer Prie­ster­wei­he.

Die Ver­feh­lung sei so schwer­wie­gend und ver­un­stal­te das Prie­ster­tum des Täters der­ma­ßen, daß in der Kir­che ernst­haft über­legt wer­den soll­te, sexu­el­len Miß­brauch von Min­der­jäh­ri­gen in den Kata­log der Straf­ta­ten auf­zu­neh­men, die auto­ma­tisch zur Exkom­mu­ni­ka­ti­on füh­ren.

„Es gibt eine fühl­ba­re Empö­rung gegen die Hier­ar­chie der Kir­che wegen ihrer Kom­pli­zen­schaft, wegen ihres Schwei­gens und wegen ihres Ver­tu­schens“, so der Erz­bi­schof, der für die­se Empö­rung gro­ßes Ver­ständ­nis zeig­te.

„Der Hei­li­gen­schein des katho­li­schen Prie­ster­tums der Täter ist zer­bro­chen“, wer sol­che Ver­bre­chen bege­he, kön­ne kei­nen Anteil mehr am Prie­ster­tum haben.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: You­tube (Screen­shot)