Raffinierte Christenverfolgung „auch bei uns in Europa“

Christenverfolgung
Kardinal Angelo Bagnasco, Erzbischof von Genua, sprach am Fest des Märtyrers Laurentius von einer hinterhältigen Christenverfolgung „auch bei uns in Europa“.

(Rom) Am 10. August wurde der Gedenktag des heiligen Laurentius, Diakon und Märtyrer, gefeiert. In Genua ist das ein großes Fest. Dem Heiligen ist die Kathedrale geweiht. In seiner Predigt sprach Angel Kardinal Bagnasco, der Erzbischof von Genua, der unter Benedikt XVI. auch Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz war, über die Zunahme einer hinterhältigen Verfolgung des Christentums.

Ein Auszug aus seiner Predigt:

„Liebe Freunde, sein Beispiel [des Märtyrers Laurentius] erinnert uns daran, daß die Verfolgung Teil des christlichen Glaubens ist: ‚Wenn sie mich verfolgen, werden sie auch euch verfolgen‘ (Joh 15,20). Wir sollten uns darüber nicht wundern, genauso wie wir nicht dem naiven Optimismus nachgeben dürfen, laut dem es um uns herum nur Respekt und Wohlwollen gibt. Dem ist nicht so! Auch wenn man nicht darüber spricht, gibt es ein antichristliches, diskriminierendes Regime. Und dies geschieht sogar in unserem Europa, dem Schoß des Evangeliums und der Wiege der Zivilisation. Durch raffinierte Normen wird die Freiheit, den Glauben öffentlich zu bekennen, eingeschränkt, und er wird mehr und mehr in die Privatsphäre abgedrängt. Unter dem Vorwand, nicht die verschiedenen religiösen oder kulturellen Gefühle verletzen zu wollen, will man eine einheitliche, nivellierende Lebenshaltung schaffen durch Beseitigung legitimer und respektvoller Traditionen, oder durch die Veränderung von Begriffen, Orten und Symbolen. Es ist klar, daß man auf diese Weise versucht, das Erscheinungsbild des Glaubens zu verwässern mit der Absicht, ihn im kollektiven und persönlichen Bewußtsein auszulöschen, indem man ihn zu einer Tradition reduziert, von der man nur mehr eine vage Erinnerung hat.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL

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