„Invasion islamischer Extremisten in Madagaskar“

Islamisierung von Madagaskar
Moschee in Madagaskar: Neo-Kardinal warnt vor der Islamisierung des Inselstaates

(Antan­a­na­ri­vo) Der Erz­bi­schof von Toa­ma­si­na, Msgr. Dési­ré Tsara­hazana, einer der neu­en Kar­di­nä­le, die Papst Fran­zis­kus heu­te kre­iert, warnt vor einer „Inva­si­on“ isla­mi­scher Extre­mi­sten. Es sei eine „greif­ba­re“ Isla­mi­sie­rung von Mada­gas­kar im Gan­ge.

Neo-Kardinal Tsarahazana: Madagaskar erlebt eine islamische Invasion
Neo-Kar­di­nal Tsara­hazana: Mada­gas­kar erlebt eine isla­mi­sche Inva­si­on

Toa­ma­si­na ist mit rund 280.000 Ein­woh­nern die zweit­größ­te Stadt des Insel­staa­tes im Indi­schen Oze­an. In einem Inter­view mit Kir­che in Not sprach der Neo-Kar­di­nal eine ern­ste Besorg­nis aus:

„Die Zunah­me des Isla­mis­mus ist greif­bar. Sie ist sicht­bar! Es ist eine Inva­si­on!“

Der Erz­bi­schof ist seit 2012 Vor­sit­zen­der der Mada­gas­si­schen Bischofs­kon­fe­renz und ver­trat die­se bei der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie 2015.

„Mit dem Geld vom Per­si­schen Golf und aus Paki­stan kau­fen sie die Leu­te: Es gibt jun­ge Leu­te, die gehen zum Stu­di­um nach Sau­di-Ara­bi­en und kom­men als Ima­me nach Mada­gas­kar zurück.“

„Wir haben uns mit die­sen Ima­men getrof­fen, um mit ihnen über unse­re Sor­ge zu spre­chen. Einer von ihnen war ein ehe­ma­li­ger Semi­na­rist. Er hat natür­lich nicht gesagt, daß ihn das Geld gelockt hat, aber, daß es wegen der Armut pas­siert ist, die hier herrscht. Es gibt ech­ten Druck“, so Msgr. Tsara­hazana.

Islamisierung von Madagaskar: Bau von 2.600 Moscheen

Der Neo-Kar­di­nal sieht einen orga­ni­sier­ten Plan zur isla­mi­schen Durch­drin­gung von Mada­gas­kar am Werk. Der Plan bestehe dar­in,

„auf Mada­gas­kar 2.600 Moscheen zu errich­ten. Dazu kom­men mas­sen­wei­se Mus­li­me aus der Tür­kei. Eine Ent­wick­lung, die uns sehr besorgt“.

Radikaler Muslimführer besucht Madagaskar
Radi­ka­ler Mus­lim­füh­rer besucht Mada­gas­kar

Die enor­me Zahl ist kei­ne Erfin­dung des Erz­bi­schofs. Im April 2017 berich­te­ten mada­gas­si­sche Medi­en, daß von den zustän­di­gen Behör­den mehr als 2.000 Bau­an­trä­ge zur Errich­tung von Moscheen geneh­migt wur­den.

Die tür­ki­sche Flug­ge­sell­schaft Tur­kish Air­lines „bringt ein bis zwei­mal pro Woche Grup­pen von Mus­li­me ins Land, die sich hier nie­der­las­sen. Man weiß nicht genau, was sie hier machen, aber sie las­sen sich hier nie­der und keh­ren nicht in ihre Hei­mat zurück. Die Bevöl­ke­rung von Mada­gas­kar ist sehr arm, das Land aber ist sehr frucht­bar, reich an Boden­schät­zen und rie­sig für 22 Mil­lio­nen Ein­woh­ner.“

„Immer mehr Mus­li­me sie­deln sich im Land an, und die Zahl der Fun­da­men­ta­li­sten zunimmt. Es ist eine Fra­ge der Zeit, bis sie sich zei­gen wer­den, wie sie sind, und die­se Vor­stel­lung stört uns wirk­lich“.

Extremisten zahlen Frauen für Vollverschleierung

Ins Land kämen vor allem mus­li­mi­sche Män­ner. Haupt­sied­lungs­punkt sei der­zeit Maha­jan­ga im Nord­we­sten der Insel. Die Stadt zählt fast 250.000 Ein­woh­ner und ist nach Tao­ma­si­na der zweit­wich­tig­ste Hafen der Insel. Die­se Mus­li­me „hei­ra­ten mada­gas­si­sche Frau­en und erzie­hen ihre Kin­der zu einem radi­ka­len Islam“.

„Die Extre­mi­sten zah­len den mada­gas­si­schen Frau­en Geld, damit sie die Voll­ver­schleie­rung tra­ten, um dadurch der isla­mi­schen Durch­drin­gung der Insel Sicht­bar­keit zu ver­schaf­fen. Sobald es dun­kel wird, tra­gen die Frau­en wie­der ihre nor­ma­le Klei­dung.“

Luc Rao­elia­ri­sehe­no, der Direk­tor der Mada­gas­car Tele­vi­si­on Group (MATV) berich­te­te 2017, daß Mus­li­me im Süden der Insel Aktio­nen zum Kauf von Bibel und christ­li­chen Büchern durch­füh­ren. Sie zah­len bis zu 100 Dol­lar für eine Bibel und 25 Dol­lar für ein christ­li­ches Lie­der­buch, die sie dann ver­bren­nen. Auf die­se Wei­se wol­len sie das Land vom Chri­sten­tum säu­bern und den Koran und den Islam ein­pflan­zen. Laut dem French Insti­tu­te of Inter­na­tio­nal Rela­ti­ons kon­ver­tier­ten allein 2013 160.000 Mada­gas­sen zum Islam.

Die Anga­ben zur Stär­ke der Reli­gio­nen vari­ie­ren. Der Groß­teil der Mada­gas­sen sind Chri­sten, wobei sich Katho­li­ken und Pro­te­stan­ten mit je 40 Pro­zent in etwa die Waa­ge hal­ten (eini­ge Anga­ben nen­nen 50 Pro­zent Pro­te­stan­ten und 40 Pro­zent Katho­li­ken). Die Zahl der Mus­li­me wird mit drei bis sie­ben Pro­zent ange­ben. Ten­denz stei­gend. Noch vor zehn Jah­ren wur­de erst ein Pro­zent genannt.

Korrupte Politiker dulden Ausbreitung eines radikalen Islams

Der Neo-Kar­di­nal betont, daß sich die mada­gas­si­schen Bischö­fe bereits mehr­fach mit den staat­li­chen Behör­den getrof­fen haben, um ihnen ihre Sor­ge vor­zu­brin­gen.

„Die machen aber nichts. Es gibt viel Heu­che­lei, und wir kom­men uns vor wie Rufer in der Wüste. Lei­der wer­den wir wirk­lich von kor­rup­ten See­len regiert.“

2017 kün­dig­te das mada­gas­si­sche Unter­richts­mi­ni­ste­ri­um die Schlie­ßung von 16 Koran­schu­len an. Zuvor waren bereits zehn paki­sta­ni­schen Ima­me des Lan­des ver­wie­sen wor­den, die im Süd­we­sten Mada­gas­kars wirk­ten. Die Behör­den ver­mie­den eine offe­ne Kon­fron­ta­ti­on mit dem Islam und nann­ten for­mal­recht­li­che Grün­de. Die Medi­en des Lan­des lie­ßen aber kei­nen Zwei­fel, daß sich die Maß­nah­men gegen die Aus­brei­tung eines radi­ka­len Islams rich­te­ten.

Neo-Kar­di­nal Tsara­hazana ist weni­ger zuver­sicht­lich. Es gebe kein wirk­li­ches Durch­grei­fen der Behör­den, son­dern mehr Kos­me­tik. Zwi­schen den Zei­len läßt er durch­blicken, daß Kor­rup­ti­on der Grund des behörd­li­chen Zögerns und Dul­dens ist.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/InfoVaticana/Geopolis (Sreen­shot)