Anführer des Islamischen Staates zum Tode verurteilt

Islamischer Staat (IS)
Islamischer Staat (IS)

(Jakarta) Aman Abdurrahman, der Anführer des Islamischen Staates (IS) in Indonesien, wurde von einem indonesischen Gericht zum Tode verurteilt.

Die Richter sehen in ihm den Auftraggeber für das Selbstmordattentat vom 14. Januar 2016 in Thamrin und den Anstifter zu weiteren Attentaten in den Jahren 2016 und 2017 und der Angriffe von Surabaya.

Das Gericht von Süd-Jakarta fällte heute ein Todesurteil gegen Aman Abdurrahman, den geistlichen Führer der Terror-Miliz Jamaah Ansharud Daulah (JAD). JAD ist die größte Gruppe des Landes, die mit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verbunden ist.

Beim Attentat von Thamrin (Zentral-Jakarta) kamen vier Menschen ums Leben. Es war das erste Attentat auf indonesischem Boden, zu dem sich der Islamische Staat (IS) bekannte.

Abdurrahman gilt zudem als Anstifter für den Bombenanschlag auf die protestantische Kirche von Samarinda vom 13. November 2016, bei dem ein Kind im Alter von zwei Jahren ums Leben kam; für das Attentat auf den Busbahnhof von Kampung Melayu in Ost-Jakarta vom 25. Mai 2017, bei dem drei Polizisten starben. Dem JAD-Führer werden auch die jüngsten Angriffe auf drei christliche Kirchen und die Polizeizentrale von Surabaya im Mai zur Last gelegt. Damals sprengten sich zwei Familien in die Luft, einschließlich Mädchen im Alter von 9 und 12 Jahren. 13 Menschen verloren ihr Leben.

Heute morgen wurde vom vorsitzenden Richter Akhmad Jaini das Urteil verkündet. Es sei erwiesen, so das Gericht, daß die Attentate von Abdurrahman durch persönlichen Kontakt, durch seine Artikel und seine Audio-Botschaften auf Tonträgern und im Internet angestiftet wurden.

Die Hinrichtung wird durch ein Erschießungskommando vorgenommen.

Text: Andreas Becker
Bild: AsiaNews

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