Die Macht der Homo-Lobby im Vatikan

Nuzzis neues Buch über den Vatikan.
Nuzzis neues Buch über die Homo-Lobby im Vatikan und ihre Macht.

(Rom) Das neue Buch von Gian­car­lo Nuz­zi „Pec­ca­to ori­gi­na­le“ (Erb­sün­de), erschie­nen am 9. Novem­ber im Mai­län­der Ver­lag Chiare­let­te­re, lie­fert „ein erschüt­tern­des Bild über die Macht der Homo-Lob­by im Vati­kan“, wie Ema­nue­le Bar­bie­ri in der Cor­ris­pon­den­za Roma­na schrieb.

Nuzzis Enthüllungen

Nuz­zi ist kein unbe­schrie­be­nes Blatt. Er selbst sieht sich in der Posi­ti­on des Ent­hül­lungs­jour­na­li­sten, dem Doku­men­te und Infor­ma­tio­nen zuge­tra­gen wer­den, die er durch hart­näcki­ge, eige­ne Recher­che ver­tieft und in Buch­form vor­legt. Dies alles, um den Papst bei sei­nen Reform­be­mü­hun­gen zu unter­stüt­zen, wie er 2015 bei der Her­aus­ga­be sei­nes Buches „Via Cru­cis“ erklär­te. An die­ser Dar­stel­lung ist viel Wah­res, aber nicht alles trifft genau so zu, wie auf die­ser Sei­te bereits geschrie­ben wurde.

Tat­sa­che ist, daß Nuz­zi von der Straf­ver­fol­gungs­be­hör­de des Hei­li­gen Stuhl vor Gericht gestellt, aber frei­ge­spro­chen wur­de. Dabei ging es um Doku­men­ten­klau und Geheimnisverrat.

Das neue Buch ist der vier­te Band sei­ner „Ent­hül­lun­gen“ über den Vati­kan, über „Geheim­kon­ten, ver­bor­ge­ne Wahr­hei­ten, Erpres­sung“. Erneut stellt sich Nuz­zi und sein Buch in den Dienst des Pap­stes, wenn er nun über „den Macht­block“ berich­tet, „der die Revo­lu­ti­on von Fran­zis­kus behindert“.

Wir wol­len Nuz­zis teils zwei­fel­haf­te Metho­den der Doku­men­ten­be­schaf­fung und die vie­len „Schlag­wör­ter“ bei­sei­te las­sen, die mehr ver­kaufs­stra­te­gi­schen Aspek­ten geschul­det sind, und uns auf das Wesent­li­che des neu­en Buches kon­zen­trie­ren. Wenn es Anstoß für Ver­bes­se­run­gen ist, sei auch Nuz­zis Sen­sa­ti­ons­ha­sche­rei mit Geduld ertragen.

Die Ministranten des Papstes

Aus­gangs­punkt von allem sind Beschwer­den eines ehe­ma­li­gen Stu­den­ten eines vati­ka­ni­schen Vor­se­mi­nars. Kamil Tade­usz Jar­z­em­bow­ski gibt an, Zeu­ge von sexu­el­lem Miß­brauch gewor­den zu sein, der sich inner­halb der Leo­ni­ni­schen Mau­ern zuge­tra­gen hat. Eben­so gibt er an, zahl­rei­che Sach­ver­halts­dar­stel­lun­gen dar­über an kirch­li­che Stel­len ver­schickt zu haben, ohne daß etwas gesche­hen sei.

Die Ein­rich­tung, um die es geht, wur­de von Don Gio­van­ni Fol­ci (1890 – 1963), einem Prie­ster des Bis­tums Como, gegrün­det wor­den, der als jun­ger Feld­ku­rat am Ersten Welt­krieg teil­ge­nom­men hat­te. 1926 errich­te­te Don Fol­ci in Val­le Calo­ri­na in sei­nem Hei­mat­bis­tum, wo er Pfar­rer war, Jesus dem Gött­li­chen Gefan­ge­nen (in Anspie­lung an Jesus als Gefan­ge­nen der Lie­be im Taber­na­kel) ein Hei­lig­tum. Neben die­sem Hei­lig­tum woll­te er ein Insti­tut grün­den für Jugend­li­che, die auf der Suche nach ihrer Beru­fung sind, und um sie auf den Ein­tritt in das Prie­ster­se­mi­nar vorzubereiten.

Die Grün­dung erfolg­te als diö­ze­sa­ne Prie­ster­ver­ei­ni­gung, die an das Bis­tum Como gebun­den ist. Das Werk wur­de von Papst Pius XII. so geschätzt, daß er ihm 1956 den lit­ur­gi­schen Dienst der Altar­die­ner im Vati­kan anver­trau­te. Papst Paul VI. gewähr­te 1971 dem Vor­se­mi­nar den Palaz­zo San Car­lo als Sitz, heu­te nur weni­ge Schrit­te von San­ta Mar­ta entfernt.

Das Vor­se­mi­nar beher­bergt Jungs der schu­li­schen Ober­stu­fe, die sich über ihre Beru­fung zum Prie­ster­tum Klar­heit ver­schaf­fen wol­len und in der Regel zwi­schen 14 und 19 Jah­re alt sind. Sie gehen am Insti­tut Sant’Apollinare zur Schu­le, das Teil des Klei­nen Römi­schen Semi­nars ist, also ein Gym­na­si­um, und lei­sten gleich­zei­tig lit­ur­gi­schen Dienst im Peters­dom. Des­halb sind sie als „Mini­stran­ten des Pap­stes“ bekannt.

Der Grün­der Don Fol­ci, der sein gan­zes Leben hei­li­gen Prie­stern und der Hei­li­gung der Lai­en gewid­met hat­te, starb 1963.

„Nie hät­te er sich vor­stel­len kön­nen, daß sein Pro­se­mi­nar, das als Pflanz­stät­te der Hei­lig­keit ent­stan­den war, eine Brut­stät­te der mora­li­schen Ver­kom­men­heit wer­den wür­de“, so Barbieri.

Klima der Komplizenschaft und Vertuschung

Noch besorg­nis­er­re­gen­der als die unap­pe­tit­li­chen Epi­so­den, die nun ent­hüllt wur­den, ist das Kli­ma aus Kom­pli­zen­schaft und Ver­tu­schung, mit dem bis­her alles zuge­deckt wur­de. Die Ver­ant­wort­lich­kei­ten wer­den zu klä­ren sein. Die ita­lie­ni­sche Fern­seh­show Le Iene (Die Hyä­nen) befaß­te sich nach dem Erschei­nen des Nuz­zi-Buches in zwei Fol­gen am 12. und 20. Novem­ber mit dem The­ma. Man könn­te es für einen selt­sa­men Zufall hal­ten, daß die Idee für die­se Fern­seh­show aus Argen­ti­ni­en stammt. Le Iene zeig­ten mit dem Fin­ger auf den Rek­tor des Pro­se­mi­nars, Msgr. Euge­nio Radi­ce, den eme­ri­tier­ten Bischof von Como, Msgr. Die­go Colet­ti, und auf Kar­di­nal Ange­lo Coma­stri, weil die­ser als Erz­prie­ster die Ver­ant­wor­tung für den Peters­dom trägt.

Der Kar­di­nal wider­sprach am Tag nach Aus­strah­lung der Sen­dung, am 21. Novem­ber, ener­gisch mit einer öffent­li­chen Stel­lung­nah­me. Er habe am Ende des Stu­di­en­jah­res 2012/2013 einen anony­men Hin­weis auf „schlim­me Vor­fäl­le“ im Vor­se­mi­nar erhal­ten. „Ich habe nichts ver­tuscht, son­dern drei Unter­su­chun­gen ein­ge­lei­tet und wei­te­re Maß­nah­men gesetzt.“ Der Kar­di­nal habe zunächst den zustän­di­gen Rek­tor um eine Unter­su­chung und eine Stel­lung­nah­me gebe­ten. Der habe ihm mit­ge­teilt, daß es sich um Ver­leum­dun­gen hand­le. Dann habe er unab­hän­gig davon den Obe­ren der Prie­ster am Vor­se­mi­nar um Unter­su­chun­gen gebe­ten, der ihm eben­falls mit­ge­teilt habe, daß es sich um Ver­leum­dun­gen hand­le. Dann habe er sicher­heits­hal­ber den zustän­di­gen Bischof von Como um Unter­su­chun­gen gebe­ten. Das Ergeb­nis wur­de ihm Anfang 2014 vor­ge­legt: nur Ver­leum­dun­gen. Er habe, so der Kar­di­nal, den­noch einen nament­lich genann­ten Schü­ler aus Rom nach Como zurück­schicken las­sen, wo sei­ne Rei­fung genau beob­ach­tet wer­den soll­te. Und schließ­lich habe er das Füh­rungs­per­so­nal am Pro­se­mi­nar aus­tau­schen lassen.

Das vatikanische Presseamt

Auch das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt mel­de­te sich mit einer Pres­se­er­klä­rung zu Wort, in der fest­ge­hal­ten wur­de, daß „die beklag­ten Fäl­le eini­ge Gleich­alt­ri­ge unter­ein­an­der betrof­fen“ habe. Tat­säch­lich sind das die kon­kre­te­sten Din­ge, die Nuz­zi berich­ten kann, daß älte­re Schü­ler, sich sexu­ell an jün­ge­ren Schü­lern ver­gin­gen oder Gleich­alt­ri­ge homo­se­xu­el­le Hand­lun­gen begingen.

Es geht aber um den Tenor der vati­ka­ni­schen Pres­se­er­klä­rung, der in etwa so klingt: Es hand­le sich „nur“ um homo­se­xu­el­le Bezie­hun­gen unter Min­der­jäh­ri­gen und nicht um Miß­brauch Erwach­se­ner gegen Min­der­jäh­ri­ge oder gar um Fäl­le von Pädophilie.

„Die vor­herr­schen­de rela­ti­vi­sti­sche Men­ta­li­tät ist lei­der auch in den Vati­kan ein­ge­drun­gen und scheint sexu­el­le Über­schrei­tun­gen zu dul­den, solan­ge kei­ne Gewalt oder kein Miß­brauch im Spiel sind“, so Cor­ris­pon­den­za Roma­na.

Die mora­li­sche Unord­nung wur­de vom vati­ka­ni­schen Pres­se­amt nicht ver­ur­teilt. Eine sol­che scheint nur dann zu fol­gen, wenn damit ein staat­li­ches Gesetz ver­letzt wird. Das mora­li­sche Gesetz ist dem­nach sekun­där. Genau so denkt ja auch ein Groß­teil der Welt. Da die Homo­se­xua­li­tät vom staat­li­chen Gesetz inzwi­schen nicht mehr ver­ur­teilt wird, son­dern viel­mehr durch immer neue Geset­ze geschützt und geför­dert wird, zeigt man sich auch im vati­ka­ni­schen Pres­se­amt offen­bar auch dahin­ge­hend „geset­zes­treu“.

Keine Ruhestörung gefälligst

Was bedeu­tet das kon­kret, heu­te und noch immer? Wenn kirch­li­che Stel­len Kennt­nis von unmo­ra­li­schen Zustän­den in einem Semi­nar, in einem Stu­den­ten­heim, in einer Pfar­rei, in einer Ver­ei­ni­gung oder in einer Diö­ze­se erhal­ten, gehen sie häu­fig nicht gegen die Ver­ant­wort­li­chen der unmo­ra­li­sche Tat vor, son­dern gegen jene, die sie gemel­det haben. Der Grund? Letz­te­re haben die herr­schen­de Ruhe gestört. Ein Skan­dal ver­langt von den Vor­ge­setz­ten Han­deln und sorgt für Unru­he, mög­li­cher­wei­se für einen Anse­hens­ver­lust und könn­te die ange­peil­te Kar­rie­re behin­dern. Und über­haupt ist die unauf­ge­reg­te Ruhe für vie­le eine „hei­li­ge Kuh“.

So hat es auch den ehe­ma­li­gen Spi­ri­tu­al des Pro­se­mi­nars getrof­fen. Ihm hat­te sich Jar­z­em­bow­ski anver­traut. Und der Spi­ri­tu­al wur­de aktiv, aller­dings ver­geb­lich, wie Nuz­zi berich­tet. Anstatt ihn anzu­hö­ren und zu han­deln, wur­de er von den Vor­ge­setz­ten in sein hei­mat­li­ches Velt­lin zurück­ge­schickt. Der homo­se­xu­el­le Semi­na­rist wur­de hin­ge­gen zum Prie­ster geweiht und ist heu­te im Bis­tum Como tätig.

Die Macht der Homo-Lobby

Das ist die „Macht der Homo-Lob­by“ von der Nuz­zi in sei­nem Buch spricht. Eine Lob­by, die im Vati­kan „seit fast einem hal­ben Jahr­hun­dert exi­stiert und alle hat­ten immer Kennt­nis davon“ (S. 279). „Bereits zur Zeit von Paul VI. waren homo­se­xu­el­le Ver­hal­tens­wei­sen an der Kurie bekannt, aber man sprach nicht dar­über“ (S. 289). „Grup­pen, die in der Lage sind, Ernen­nun­gen und Arbeits­zu­tei­lun­gen zu bedin­gen, die imstan­de sind, die Per­so­nal­ent­schei­dun­gen eini­ger Pur­pur­trä­ger zu beein­flus­sen, und fähig sind, zu unan­ge­mes­se­ner ‚Pro­tek­ti­on‘ und zu unrecht­mä­ßi­gen Pri­vi­le­gi­en zu gelan­gen, die ihren Mit­glie­dern füh­ren­de Posi­tio­nen sichern“ (S. 280).

Nuz­zi ver­all­ge­mei­nert wahr­schein­lich zu sehr im Ver­gleich zu den Bewei­sen, die er anfüh­ren kann. Tat­sa­che ist aber, daß sich eine „Homo-Lob­by“ gebil­det hat und in einem bestimm­ten Bereich, und sei er noch so klein, Per­so­nal­ent­schei­dun­gen beein­flus­sen, sich gegen­sei­tig absi­chern, Ihres­glei­chen för­dern und auch eige­ne Schand­ta­ten zudecken kann. Allein schon, daß es zu einer sol­chen Lob­by­bil­dung kom­men konn­te, zeigt, wel­che Unacht­sam­keit in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten zu die­sem The­ma im Vati­kan herrsch­te und herrscht.

Nuz­zi erin­nert an die Kla­gen von Papst Bene­dikt XVI. und Papst Fran­zis­kus über die Exi­stenz einer „Homo-Lob­by“. Er erin­nert auch an die Aus­sa­gen des ehe­ma­li­gen Kom­man­dan­ten der Schwei­zer­gar­de, Oberst Theo­dor Mäder, der von einer „so mäch­ti­gen Homo-Lob­by sprach“, daß sie sogar „für die Sicher­heit des Pap­stes gefähr­lich“ sei.

„Die Mörderkuh“ der römischen Homo-Szene

Nuz­zi berich­tet von Mon­si­gno­ri, von denen die bekann­te­ste Par­ty der römi­schen Homo-Sze­ne besucht wird, „La muc­ca assas­si­na“ (Die Mör­der­kuh). Eine Par­ty, die jeden Frei­tag steigt. Zunächst fand sie in einem auf­ge­las­se­nen Rot­licht­ki­no in der Nähe des Vati­kans statt, inzwi­schen in der größ­ten Dis­ko­thek der Stadt, an der Peri­phe­rie von Rom. Nuz­zi erin­nert auch an die Homo-Feste mit Koka­in, die von Msgr. Lui­gi Capoz­zi, dem per­sön­li­chen Sekre­tär von Kar­di­nal Fran­ces­co Coc­co­pal­me­rio, in einem Appar­te­ment im Palast des ehe­ma­li­gen Hei­li­gen Offi­zi­um gefei­ert wur­den. Die Vati­kan­po­li­zei setz­te ihnen vor weni­gen Mona­ten in fla­gran­ti ein Ende, indem sie Capoz­zi in ent­spre­chen­der Beglei­tung und bei unan­ge­mes­se­nen Hand­lun­gen erwisch­te. Kar­di­nal Coc­co­pal­me­rio ist seit 2007 Vor­sit­zen­der des Päpst­li­chen Rates für die Geset­zes­tex­te und wur­de 2012 von Bene­dikt XVI. in den Kar­di­nal­s­rang erho­ben. Er ist heu­te ein tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zer der Linie Bergoglio.

Die­se Erwäh­nung ist des­halb not­wen­dig, weil Nuz­zi Coc­co­pal­me­rio unver­ständ­li­cher­wei­se den „Fein­den“ von Papst Fran­zis­kus zuord­net. Offen­bar um sei­ne schwarz-wei­ße Grund­be­haup­tung auf­recht­erhal­ten zu kön­nen, daß er an der Sei­te des Pap­stes und sei­ner „Reform“ steht, den er vor den Fein­den und Beschmut­zern des Stuh­les Petri schüt­zen will. Dazu zählt er auch die „Homo-Lob­by“. Doch die Sexua­li­tät, vor allem jene auf Abwe­gen, folgt da wohl ganz ande­ren Gesetz­mä­ßig­kei­ten. Und noch etwas, wor­an Ema­nue­le Bar­bie­ri erin­nert: „‘Wer bin ich, um zu urtei­len?‘ ist zum Schlüs­sel­wort der Gay friend­ly-Krei­se in der Kir­che gewor­den, in- und außer­halb des Vatikans.“

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Chiare­let­te­re (Screen­shot)

2 Kommentare

  1. Zu die­sen „Ent­hül­lun­gen“ möch­te ich nur drei Fra­gen in bewuss­ter Rei­hen­fol­ge stellen:

    1) Wer hat alles ein Inter­es­se dar­an, der katho­li­schen Kir­che als Insti­tu­ti­on zu schaden?
    2) Wer über­hebt sich wie­der in katha­ri­scher > ket­ze­ri­scher Wei­se im Kampf gegen Rom als „Hure Babylon“?
    3) Wer glaubt noch dar­an, dass Chri­stus das Haupt auch der sicht­ba­ren Kir­che immer war, ist und bleibt?

  2. Bünd­nis der Barmherzigkeit:
    Kar­di­nal fei­ert gemein­sam mit Gery Keszler
    Got­tes­dienst für HIV- und Aids-Opfer
    Kar­di­nal Chri­stoph Schön­born und Gery Keszler beim Red Rib­bon Cele­bra­ti­on Con­cert 2016 im Wie­ner Burgtheater
    http://www.vienna.at/red-ribbon-celebration-concert-2016-verzauberte-das-burgtheater/4750729
    Kar­di­nal Chri­stoph Schön­born und der Obmann des Ver­eins Life+, Gery Keszler laden am Sams­tag, dem Welt-Aids-Tag, zu einem kon­fes­si­ons­über­grei­fen­den Gedenk­got­tes­dienst in den Wie­ner Stephansdom.

    https://www.lifeline.de/medizinwissen/todesursachen-id123761.html
    Wei­te­re Mes­sen könn­te es geben, laut Ster­be­ri­si­ko­ver­gleich, für:
    https://www.gesundheit.de/medizin/gesundheitssystem/todesursachen-weltweit
    häu­fig­sten natür­li­chen Todesursachen:
    • Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen (Herz­in­farkt, Schlag­an­fall) mit fast der Hälf­te aller Opfer. Welt­weit star­ben im Jahr 2012 7,4 Mil­lio­nen Men­schen an den Aus­wir­kun­gen der ischä­mi­schen Herz­krank­heit und der Hirn­schlag oder Schlag­an­fall koste­te im Jahr 2012 6,7 Mil­lio­nen Men­schen das Leben.
    • Krebs­lei­den (Lun­gen­krebs, Darm­krebs, Pro­sta­ta­krebs, Brust­krebs) Im Jahr 2012 star­ben 8,2 Mil­lio­nen Men­schen an Krebsleiden.
    • Lun­gen­er­kran­kun­gen (Asth­ma bron­chia­le; Chro­ni­sche Bron­chi­tis und Lun­gen­em­phy­sem. 3,1 Mil­lio­nen Men­schen star­ben 2012 an COPD. Erkran­kun­gen der unte­ren Atemwege

    Mehr zum The­ma: https://www.gesundheit.de/medizin/gesundheitssystem/todesursachen-weltweit/atemwegserkrankungen

    Laut Schät­zun­gen der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on waren 2006
    die Infek­ti­ons­krank­hei­ten mit den mei­sten Todes­fäl­len weltweit:
    Atem­wegs­er­kran­kun­gen (Pneu­mo­nien): 3,9 Mio., vor allem Kin­der (im Jahr 1996 noch 4,4 Mio., davon 4 Mio. Kinder)

    AIDS: 2,9 Mio. (im Jahr 1996 erst 1 Mio.)

    Durch­fall­erkran­kun­gen (Cho­le­ra, Typhus, Ruhr): 2,1 Mio., haupt­säch­lich Kin­der (im Jahr 1996 noch 3,1 Mio.)

    Tuber­ku­lo­se: 1,6 Mio. (im Jahr 1996 noch 3,1 Mio.)

    Mala­ria: 1 Mio. (im Jahr 1996 noch 2,1 Mio.)

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