Der Islam wird in Europa einfallen

Papst Johannes Paul II. warnte vor einer islamischen Invasion in Europa im dritten Jahrtausend.
Papst Johannes Paul II. warnte vor einer islamischen Invasion in Europa im dritten Jahrtausend.

„Ich sehe die Kir­che des drit­ten Jahr­tau­sends gequält von einer töd­li­chen Gei­ßel: sie heißt Islam. Er wird in Euro­pa ein­fal­len. Ich habe die Hor­den kom­men sehen, von West bis Ost: aus Marok­ko und Liby­en, aus Ägyp­ten und den Län­dern des Orients.“

Der Gewährsmann

Mauro Longhi mit Johannes Paul II.
Mau­ro Longhi mit Johan­nes Paul II.

Die­se Visi­on von Papst Johan­nes Paul II. wur­de nun erst bekannt. Zeu­ge der Pro­phe­zei­ung war Msgr. Mau­ro Longhi, ein Prie­ster des Opus Dei. Longhi schloß sich als Stu­dent an der Eli­te­uni­ver­si­tät Boc­co­ni in Mai­land dem Opus Dei an. Nach sei­nem Stu­di­um arbei­te­te er 20 Jahr im inter­na­tio­na­len Finanz­han­del in den USA und der Schweiz, bis er die Beru­fung zum Prie­ster­tum ver­spür­te. Im Alter von 46 Jah­ren wur­de er 1995 zum Prie­ster geweiht und war ab 1997 für die Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on an der Römi­schen Kurie tätig.

Noch vor sei­ner Prie­ster­wei­he lern­te er Papst Johan­nes Paul II. ken­nen. Von 1985 bis 1995 war das jun­ge Opus-Dei-Mit­glied der stän­di­ge Beglei­ter von Johan­nes Paul II. bei des­sen kur­zen Aus­flü­gen in die Ber­ge der Abruz­zen, die er vier bis fünf­mal jähr­lich zum Berg­wan­dern oder Ski­fah­ren unter­nahm. Die Aus­flü­ge fan­den unter Aus­schluß der Öffent­lich­keit statt und führ­ten in der Regel in Pro­vinz L’Aquila. Der Papst kam aus Rom, meist nur beglei­tet von sei­nem Sekre­tär, dem heu­ti­gen Kar­di­nal Sta­nis­law Dzi­wisz, und noch von dem einen oder ande­ren pol­ni­schen Freund.

In der „Ein­sie­de­lei der hei­li­gen Petrus und Pau­lus“ bei Bien­no in der Val Camo­ni­ca berich­te­te Msgr. Longhi am 22. Okto­ber über die Begeg­nun­gen und auch eine Schau­ung des 2005 ver­stor­be­nen und 2014 hei­lig­ge­spro­che­nen Pap­stes. Die „Ein­sie­de­lei“ ist seit den 1960er Jah­ren ein Exer­zi­ti­en­haus. Kir­che und Gebäu­de dien­ten von Anfang des 13. Jahr­hun­derts bis ins 18. Jahr­hun­dert als Fran­zis­ka­ner­klo­ster und zuvor mehr als 400 Jah­re als Benediktinerkloster.

Longhi berich­te­te von einem Papst, der in den Näch­ten, die er in dem Berg­haus, heu­te ein Som­mer­frisch­zen­trum des Opus Dei, ver­brach­te, in der klei­nen Kapel­le stun­den­lang vor dem Taber­na­kel knie­te. In die­sen Nacht­stun­den habe er den Papst auch „lei­den­schaft­lich mit dem Herrn und sei­ner gelieb­ten Mut­ter, der Jung­frau Maria“ spre­chen hören.

Als die Ber­li­ner Mau­er fiel, sag­te Johan­nes Paul II. zu Longhi:

„Wer betet, für den kann sich alles ändern. Die Fein­de der Kir­che ste­hen nicht außer­halb, son­dern inner­halb. Es sind jene, die schlafen.“

Johannes Paul II. und die Gabe der Schauung

Johannes Paul II. bei einer Bergwanderung
Johan­nes Paul II. bei einer Bergwanderung

Longhi zeig­te sich über­zeugt, daß Johan­nes Paul II. die Gabe der Schau­ung besaß. Dies habe ihm Kar­di­nal Andrzej Des­kur anver­traut. Des­kur war ein Stu­di­en­kol­le­ge von Karol Woj­ty­la im Kra­kau­er Unter­grund­se­mi­nar. Gleich nach­dem er zum Papst gewählt wor­den war, ver­ließ Johan­nes Paul II. „geheim“ den Vati­kan, um sei­nen Jugend- und Stu­di­en­freund auf­zu­su­chen, der sich wegen schwer­wie­gen­der gesund­heit­li­cher Pro­ble­me in der Gemel­li-Kli­nik in Rom befand. 1980 ernann­te er ihn zum Titu­lar­erz­bi­schof und erhob ihn 1985 in den Kar­di­nals­stand. Von 1987 bis zu sei­nem Tod 2011 war Kar­di­nal Des­kur, der seit 1978 an den Roll­stuhl gefes­selt war (Longhi sprach von einem „bewuß­ten Süh­nelei­den“), Vor­sit­zen­der der Päpst­li­chen Aka­de­mie der Unbe­fleck­ten Emp­fäng­nis. Von ihm kön­ne man „ohne jeden Zwei­fel“ sagen, so Longhi, daß er der beste Freund des pol­ni­schen Pap­stes war.

Longhi habe den Kar­di­nal gefragt, was er damit mei­ne, Johan­nes Paul II. habe die Gabe der Schau­ung. Die Antwort:

„Er spricht mit dem fleisch­ge­wor­de­nen Jesus. Er sieht sein Ant­litz und das sei­ner Mutter“.

Seit wann, woll­te Longhi wissen.

„Seit sei­ner Pri­miz am 2. Novem­ber 1946, seit der Ele­va­ti­on bei der Wandlung.“

Karol Woj­ty­la war am 1. Novem­ber 1946 von Adam Ste­fan Kar­di­nal Sapi­eha, dem Erz­bi­schof von Kra­kau, geheim zum Prie­ster geweiht wor­den. Sei­ne Pri­miz fei­er­te er am Tag dar­auf in der Kryp­ta des hei­li­gen Leon­hard in der Kathe­dra­le auf dem Wawel. Sein Erst­lings­op­fer zele­brier­te er für das See­len­heil sei­nes Vaters. In der Enzy­kli­ka Eccle­sia de Eucha­ri­stia klin­ge im Para­graph 59 etwas davon an.

Islamische Invasion

Was er selbst mit dem Papst erlebt habe, so Longhi, bestä­tig­te die Wor­te des Kar­di­nals. Von allen Schil­de­run­gen des Prä­la­ten sorg­te eine für beson­de­res Auf­se­hen unter dem Publi­kum in Bien­no. Bei einer der Berg­wan­de­run­gen im Mas­siv des Gran Sas­so sprach Johan­nes Paul II. über den Islam und über Euro­pa. Die Aus­füh­run­gen Longhis wur­den auf You­tube ver­öf­fent­licht. Die betref­fen­de Stel­le fin­det sich ab Minu­te 48.

„Ich schau­te auf ihn und dach­te, er brau­che viel­leicht etwas. Er aber bemerk­te mei­nen Blick. Die Hand zit­ter­te leicht. Es war der Beginn von Par­kin­son. Er aber sag­te: ‚Das ist das Alter, lie­ber Mau­ro‘. ‚Aber nicht doch, Euer Hei­lig­keit sind noch jung‘, war mei­ne Ant­wort. Dann aber wech­sel­te er Aus­druck und Ton­fall und ließ mich Teil­ha­ben an einer sei­ner nächt­li­chen Schauungen:
‚Erin­ne­re jene in der Kir­che des drit­ten Jahr­tau­sends dar­an: Ich sehe die Kir­che befal­len von einem töd­li­chen Lei­den, das tie­fer und schmerz­li­cher ist als jene die­ses Jahr­tau­sends. Es nennt sich Islam. Sie wer­den in Euro­pa ein­fal­len. Ich habe die Hor­den kom­men sehen von West bis Ost: aus Marok­ko und Liby­en, Ägyp­ten und ande­ren Län­dern bis in den Ori­ent. Sie wer­den in Euro­pa ein­fal­len. Euro­pa wird zum Kel­ler, alte Erin­ne­rungs­stücke, Halb­schat­ten, Spin­nen­net­ze. Fami­li­en­er­in­ne­run­gen. Ihr, die Kir­che des drit­ten Jahr­tau­sends, müßt die Inva­si­on auf­hal­ten. Aber nicht mit den Waf­fen, Waf­fen rei­chen nicht, son­dern mit eurem ganz geleb­ten Glauben.“

Die Epi­so­de ereig­ne­te sich im März 1993.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Libero/Youtube/InfoVaticana (Screen­shots)

Print Friendly, PDF & Email