Für Österreichs grünen Bundespräsidenten sollten „alle“ Kopftuch tragen — aus „Solidarität“ mit dem Islam

Demonstration in London für die Islamisierung Großbritanniens (2013). Van der Bellen verkündet gleiches für Österreich.
Demonstration in London für die Islamisierung Großbritanniens (2013). Van der Bellen verkündet gleiches für Österreich.

(Wien) Öster­reichs seit drei Mona­ten amtie­ren­der, grü­ner Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len möch­te, daß „alle Frau­en“ „aus Soli­da­ri­tät“ mit dem Islam und den Mus­li­min­nen „Kopf­tuch tra­gen“, denn – so das vom Volk gewähl­te Staats­ober­haupt – die zuneh­men­de „Isla­mo­pho­bie“ könn­te das not­wen­dig machen. Deli­ri­um eines ehe­ma­li­gen Sozia­li­sten, grü­nen Bun­des­par­tei­vor­sit­zen­den und Frei­mau­rers oder „pro­phe­ti­sche“ Vor­her­sa­ge künf­ti­ger „Real­po­li­tik“?

Öster­reichs Bun­des­prä­si­dent wird direkt vom Volk gewählt. Die jüng­ste Prä­si­den­ten­wahl im Jahr 2016 wur­de zum regel­rech­ten Wahl­kri­mi. Die Par­al­le­len zum der­zeit in Frank­reich statt­fin­den­den Wahl­kampf sind offen­sicht­lich. Öster­reich bil­de­te die Blau­pau­se für das, was der­zeit in der „Gran­de Nati­on“ geschieht.

Mehrheit wollte „Sascha“ als Bundespräsident — Parallele Frankreich

"Muslim-Sascha"; Van der Bellens Vorstellung von "Solidarität"
„Mus­lim-Sascha“; Van der Bel­lens Vor­stel­lung von „Soli­da­ri­tät“

Ein Ver­tre­ter des Estab­lish­ments wur­de durch einen Kan­di­da­ten der rech­ten Oppo­si­ti­on her­aus­ge­for­dert. In Frank­reich ste­hen sich Emma­nu­el Macron und Mari­ne Le Pen (Front Natio­nal) gegen­über. In Öster­reich waren es Alex­an­der Van der Bel­len und Nor­bert Hofer (Frei­heit­li­che Par­tei Öster­reichs). Die Par­al­le­len gehen bis ins Detail: Van der Bel­len, obwohl ehe­ma­li­ger Par­tei­vor­sit­zen­der der Grü­nen, wur­de für die Wahl als „Unab­hän­gi­ger“ prä­sen­tiert. Der Sozia­list Macron, bis August sogar Mini­ster unter Fran­çois Hol­lan­de (Par­ti Socia­list), ist für die Wahl zum „Sozi­al­li­be­ra­len“ mutiert, wie auch Öster­reichs Staats­funk uner­müd­lich ver­kün­det. Bei­de wur­den in Frei­mau­rer­lo­gen initi­iert. Am Wahl­abend der Stich­wahl des 22. Mai 2016 war der FPÖ-Kan­di­dat Nobert Hofer mit 52 Pro­zent der Sie­ger, am Mor­gen dar­auf – nach Aus­zäh­lung der Brief­wäh­ler – mit 49,7 Pro­zent plötz­lich der Ver­lie­rer. Die Wahl wur­de ange­foch­ten, vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt annul­liert und im Dezem­ber wie­der­holt. Estab­lish­ment und Mas­sen­me­di­en war­ben mas­siv für Van der Bel­len und noch mas­si­ver gegen Hofer. Glei­ches gilt nun in Frank­reich für Macron und gegen Le Pen. Hofer erziel­te bei der Wahl­wie­der­ho­lung am 4. Dezem­ber nur mehr 46,2 Pro­zent der Stim­men und unter­lag damit deut­lich sei­nem Kon­tra­hen­ten.

Am 26. Janu­ar 2017 wur­de Alex­an­der Van der Bel­len als Bun­des­prä­si­dent ange­lobt und zog in die Wie­ner Hof­burg ein. Im Wahl­kampf wur­de er als „VdB“ bewor­ben, von Par­tei­freun­den wird er „Sascha“ genannt. Nie um mehr oder weni­ger bis­si­ge Über­na­men ver­le­gen, haben die Öster­rei­cher ihm inzwi­schen schon ihre eige­nen gege­ben. Die Rede ist vom „Bun­des­w­uff“, wohl eine Anspie­lung auf Van der Bel­lens aus dem nie­der­rhei­ni­schen stam­men­den Fami­li­en­na­men, oder vom „Klei­nen grü­nen Kak­tus“ nach einem Lied der Come­di­an Har­mo­nists, da Van der Bel­len poli­tisch grün und meist unra­siert auf­tritt.

Van der Bellens „Kopftuch-Sager“

Tat­sa­che ist, daß 53,8 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Wäh­ler Van der Bel­len nach einem End­los-Wahl­kampf als Staats­ober­haupt woll­ten, nun aller­dings 100 Pro­zent das Schla­mas­sel haben. „Die Gei­ster, die ihr rieft …“, wird nun den Van-der-Bel­len-Wäh­lern zuge­ru­fen. Abge­se­hen von einem unge­len­ken Auf­tritt beim Opern­ball war aus der begrün­ten Hof­burg bis­her wenig zu hören. Nun raff­te sich der Bun­des­prä­si­dent zur ersten gro­ßen Aus­sa­ge auf und lan­de­te einen erschrecken­den Bauch­fleck. Die Alpen­re­pu­blik ist in hel­ler Empö­rung. Selbst die „Leit­me­di­en“, die Van der Bel­lens Wahl­kampf eben­so ein­sei­tig wie mas­siv unter­stützt hat­ten, heu­len auf. Gestern abend strahl­te der ORF in der Sen­dung „Report“ einen aus­führ­li­chen Bei­trag über die ziem­lich unbe­deu­ten­den ersten 100 Amts­ta­ge Van der Bel­lens aus. Dar­in gab das Ober­haupt Aus­sa­gen von sich, die für größ­te Auf­re­gung sor­gen und als „Kopf­tuch-Sager“ die Run­de machen.

Im Report-Bericht wur­de ein Auf­tritt Van der Bel­lens, bezeich­nen­der­wei­se im „Haus der Euro­päi­schen Uni­on“ in Wien gezeigt, zu dem man artig Jugend­li­che hin­ge­bracht hat­te, um sie prä­si­di­al beleh­ren zu las­sen. Die­sen erklär­te der höch­ste Reprä­sen­tant Öster­reichs:

„Es ist das Recht der Frau, sich zu klei­den wie auch immer sie möch­te […] Und wenn das so wei­ter­geht, bei die­ser tat­säch­lich um sich grei­fen­den Isla­mo­pho­bie, wird noch der Tag kom­men, wo wir alle Frau­en bit­ten müs­sen, ein Kopf­tuch zu tra­gen. Alle, als Soli­da­ri­tät gegen­über jenen, die es aus reli­giö­sen Grün­den tun.“

Gemäß Plur­ar­lis maje­sta­tis bedeu­tet das „wir“, daß der grü­ne Bun­des­prä­si­dent die poli­ti­sche Absicht zu einer sol­chen „Solidaritäts“-Aufforderung an „alle“ gei­stig bereits in der Schub­la­de bereit­hält. Da Van der Bel­len nicht von Öster­rei­chern sprach, son­dern all­ge­mein von „alle“, könn­te der „Pro-Euro­pä­er“ dabei durch­aus gren­zen­los an die gesam­te EU gedacht haben.

Van der Bel­lens Ankün­di­gung bedeu­tet eine wei­te­re Stei­ge­rungs- und Eska­la­ti­ons­stu­fe im Zuge einer sich beschleu­ni­gen­den, gei­sti­gen Isla­mi­sie­rung. Am 3. Okto­ber 2010, dem Tag der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung, hat­te der dama­li­ge deut­sche Bun­des­prä­si­dent Chri­sti­an Wulff den Auf­takt gemacht mit der Aus­sa­ge: „Der Islam gehört zu Deutsch­land“. Was damals für erheb­li­che Empö­rung sorg­te, ist inzwi­schen Teil des poli­ti­schen Cre­dos der Ber­li­ner Regie­rung. Am 12. Janu­ar 2015 wie­der­hol­te ihn Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel. Am 1. Juli 2015 sag­te sie sogar „Der Islam gehört unzwei­fel­haft zu Deutsch­land“. Das Han­dels­blatt bezeich­ne­te den Satz bei die­ser Gele­gen­heit schon als „alte For­mel“. Bun­des­prä­si­dent Joa­chim Gauck wie­der­hol­te die Aus­sa­ge mehr­fach. Sein öster­rei­chi­scher Amts­kol­le­ge Van der Bel­len setz­te nun den näch­sten Schritt. Wird sei­ne Ansa­ge auch schon bald eine „alte For­mel“ sein, also „selbst­ver­ständ­lich“ akzep­tiert?

De-Christianisierung und Islamisierung

Der Islam, ein Import­pro­dukt der jüng­sten Zeit, hat es im Eil­ver­fah­ren poli­ti­scher Kor­rekt­heit in sakro­sank­te Höhen geschafft, die Unan­tast­bar­keit garan­tie­ren. Dem Islam wird vor­aus­ei­lend zuge­stan­den, was gleich­zei­tig dem Chri­sten­tum strei­tig gemacht und aberkannt wird, was sich auch an der per­sön­li­chen Bio­gra­phie des Prä­si­den­ten able­sen läßt. Der schran­ken­los ent­hemm­te Islam-Ver­tei­di­ger trat selbst aus der evan­ge­li­schen Kir­che aus (Van der Bel­len ist bal­ten­deut­scher Her­kunft) und „über­leg­te“ erst in der hei­ßen Wahl­kampf­pha­se, even­tu­ell „wie­der­ein­zu­tre­ten“.

Die Kampf­an­sa­ge ist ein­deu­tig. Van der Bel­lens Par­tei Die Grü­nen tre­ten für das Abhän­gen der Kreu­ze in den Schu­len, öffent­li­chen Ämtern und Gerich­ten ein. Man­che for­dern in ihrer Abnei­gung gegen den Gekreu­zig­ten, dar­un­ter der ehe­ma­li­ge grü­ne Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Rein­hold Mess­ner, sogar die Besei­ti­gung der Gip­fel­kreu­ze auf den Ber­gen. Die isla­mi­sche Ver­schleie­rung, von Van der Bel­len, als „Kopf­tuch“ ver­harm­lost, wird hin­ge­gen unkri­tisch, als „reli­giö­ses“ Sym­bol gut­ge­hei­ßen und ver­tei­digt. Als Bun­des­prä­si­dent möch­te er dafür sogar den gan­zen Staat in gei­sti­ge und täti­ge Gei­sel­haft neh­men. De-Chri­stia­ni­sie­rung und Isla­mi­sie­rung sind im grü­nen Den­ken zwei Sei­ten der­sel­ben Medail­le.

Das grün­links­li­be­ra­le Estab­lish­ment steht vor­erst unter Dau­er­streß, den ersten „gro­ßen“ Prä­si­den­ten­sa­ger gera­de­zu­bie­gen („darf nicht miß­ver­stan­den wer­den“, „aus dem Kon­text geris­sen“, „soll­te nicht über­wer­tet wer­den“, „ein­fach igno­rie­ren“). Im Wahl­volk macht sich Ernüch­te­rung breit, mög­li­cher­wei­se doch eine poli­ti­sche Zeit­bom­be in den habs­bur­gi­schen Pracht­bau gehievt zu haben, „obwohl doch alle gesagt haben, der ande­re Kan­di­dat sei die Gefahr“.

Auf Twit­ter kann man daher ganz ande­re Stim­men lesen:

„vdB wür­de gut in Erdogans Kabi­nett pas­sen. Die­se Aus­sa­ge zeigt wie­der sein wah­res Gesicht, aber er war ja der Kan­di­dat der ‚Mit­te‘.“

„Eigent­lich kann und mag ich es noch immer nicht glau­ben, dass wir in Öster­reich einen links-grü­nen Prä­si­den­ten haben.“

Zu lesen ist in den sozia­len Netz­wer­ken auch ein neu­er Über­na­me für den Hof­burg-Insas­sen: „Mus­lim-Sascha“.

Text: Mar­tha Bur­ger-Weinzl
Bild: Youtube/ORF (Screen­shot)

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6 Kommentare

  1. Ich bin defi­ni­tiv dafür, dass Herr van der Bel­len end­lich damit anfängt aus Soli­da­ri­tät mit den Mus­li­min­nen ein Kopf­tuch zu tra­gen. Wenn dann Herr Stein­mei­er, Herr Gabri­el, Herr de Maizière und Herr Maas auf­grund die­ses guten Bei­spiels auch soli­da­risch wer­den, über­le­ge ich mir noch­mal, wie weit ich mit mei­ner eige­nen Soli­da­ri­tät zu gehen bereit wäre.
    Bis dahin…

    • In der Poli­tik geschieht kaum etwas, was nicht vor­her aus­ge­macht wur­de und all­zu oft wer­den Fal­len auf­ge­stellt, wie bei Brettspielen.Ich wür­de mich da nicht all­zu sehr ins Bocks­horn jagen lassen.Es gibt näm­lich meh­re­re Fron­ten, wie Sie im Bericht schon ange­deu­tet haben.
      Sowohl die extrem athe­isti­sche:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Giordano-Bruno-Stiftung#Humanistischer_Pressedienst

      als auch die isla­mi­sche Welt,die bei Bedarf auch mit athe­isti­schen Grup­pie­run­gen koope­rie­ren kann,aber in Wirk­lich­keit für den Athe­is­mus viel weni­ger Zugäng­lich ist, als dies der „Westen“ ist und daher die Katho­li­sche Kir­che mehr Chan­cen hat als der Athe­is­mus, Glau­bens­über­trit­te – trotz schwer­ster Bestra­fun­gen bis Todes­ur­teil bei Apost­asie — zu errei­chen.
      Ich per­sön­lich traue in die­sem Zusam­men­hang den Athe­isten nicht über den Weg.
      Ein Bei­trag über Jac­ques Monod in „Bild der Wis­sen­schaft“ 04/2017 Sei­te 26, erlau­be ich mir zu erwäh­nen um neue Ziel­rich­tun­gen (wohin es geht) zu ver­an­schau­li­chen (da gehen aus dem Islam kom­men­de Men­schen nicht so leicht mit):
      „Reli­gi­on ist Monod zufol­ge bloß ein selt­sa­mer Schnör­kel der Natur­ge­schich­te. All die (natur­wis­sen­schaft­li­chen) Ein­sich­ten lie­ßen jeg­li­chen anthro­po­zen­tri­schen Stand­punkt kol­la­bie­ren und kei­nen Raum mehr für Vor­se­hung oder tran­szen­den­ten Sinn.Die Mensch­heit ver­sucht noch, Wert­sy­ste­me zu prak­ti­zie­ren und zu leh­ren, die schon an der Wur­zel durch die Wis­sen­schaft zer­stört sind. Doch der Mensch, ist Monod über­zeugt, muss sei­ne radi­ka­le Fremd­heit erken­nen, denn er weiß durch die Wis­sen­schaft end­lich, dass er in der teil­nahms­lo­sen Uner­mess­lich­keit des Uni­ver­sums allei­ne ist, aus dem er zufäl­lig her­vor­trat und das für sei­ne Musik taub ist und gleich­gül­tig gegen sei­ne Hoff­nun­gen, Lei­den oder Ver­bre­chen.“
      Vor­stel­lun­gen und mora­li­sche Nor­men blei­ben Selek­ti­ons­pro­zes­sen unter­wor­fen sagt Monod und beruft sich auf Clin­ton Richard Daw­kins.
      Ich füh­re hier nur den Link an um den Bei­trag nicht all­zu lang wer­den zu las­sen (aber auf­schluss­reich):
      https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Dawkins

      Man soll­te die Stra­te­gie von Geg­nern nie außer Acht las­sen. Bei uns in der Euro­pa­s­port­re­gi­on tref­fen Mus­li­me und Juden mit ihrem jewei­li­gen reli­gi­ös sym­bo­li­schen Beklei­dungs- Haar- und Bart­tracht-Out­fit in Zell am See am See pro­blem­los neben­ein­an­der Elek­tro­boot fah­rend auf­ein­an­der. Im Ver­gleich zum Out­fit man­cher ande­rer Tou­ri­sten und man­cher Ein­hei­mi­scher, schnei­den die gar nicht so schlecht ab. Zumin­dest gibt es eine Ver­bin­dung über den reli­giö­sen Lehr­mei­ster Abra­hams, den Prie­ster auf Ewig­keit, des­sen Ord­nung (Hebrä­er 5,5), eben­so wie z. Bsp. die For­de­rung nach Unauf­lös­lich­keit der Ehe, die­se bei­den ande­ren Reli­gio­nen und auch vie­le ande­re christ­li­che Kir­chen lei­der nicht zu über­neh­men bereit waren. Auch tre­ten eben vie­le auf, auf die der Brief des Judas zutref­fen wür­de, nicht umsonst einer der katho­li­schen Brie­fe. Ich ver­su­che mich immer an den Hin­weis aus Brief des Judas 9. zu hal­ten.

      • Ergän­zend:
        Clin­ton Richard Daw­kins, FRS, FRSL präg­te den Begriff Meme.
        Er führ­te den Begriff Mem als hypo­the­ti­sches kul­tu­rel­les Ana­lo­gon zum Gen in der bio­lo­gi­schen Evo­lu­ti­on ein. Er schrieb die Bücher „Der Got­tes­wahn (2006)“ und „Die Schöp­fungs­lü­ge (2009)“ sowie wei­te­re kri­ti­sche Bei­trä­ge zu Reli­gi­on und Krea­tio­nis­mus.
        In einem 1994 ver­öf­fent­lich­ten Inter­view beschrieb sich Daw­kins selbst als „ziem­lich mili­tan­ten Athe­isten“. Daw­kins ist Mit­glied der bri­ti­schen Skep­tics Socie­ty, einer Orga­ni­sa­ti­on der Skep­ti­ker­be­we­gung, sowie wei­te­rer bri­ti­scher Orga­ni­sa­tio­nen zur För­de­rung huma­ni­sti­scher und athe­isti­scher Welt­an­schau­un­gen.
        Richard Daw­kins unter­stütz­te in den Jah­ren 2008 und 2009 gemein­sam mit der Bri­tish Huma­nist Asso­cia­ti­on die Athe­ist Bus Cam­pai­gn der Akti­vi­stin Aria­ne She­ri­ne, auf Lon­do­ner Bus­sen die Zei­len “There’s pro­bab­ly no god. Now stop worry­ing and enjoy your life.” (deutsch: „Es gibt wahr­schein­lich kei­nen Gott. Jetzt höre auf, dir Sor­gen zu machen, und genie­ße dein Leben!“) zu ver­öf­fent­li­chen. Sei­ne Unter­stüt­zung begrün­de­te Daw­kins mit: „Die­se Kam­pa­gne wird Leu­te zum Den­ken brin­gen – und Den­ken ist Anathe­ma für jede Reli­gi­on.“
        Im Jah­re 2014 erklär­te Daw­kins, dass sei­ner Mei­nung nach das Aus­tra­gen eines Kin­des mit Down-Syn­drom unmo­ra­lisch sei, und riet statt­des­sen zum Schwan­ger­schafts­ab­bruch, um Lei­den zu ver­mei­den.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Dawkins
        Und da sind wir wie­der bei den welt­wei­ten Demon­stra­tio­nen am Beginn der Amts­zeit von Trump, als er die staat­li­che Finan­zie­rung u. a. von Abtrei­bun­gen strich, so wie jetzt anschei­nend der Grund für die Demon­stra­tio­nen von Wis­sen­schaft­lern, u. a. eini­ge geplan­te Ein­schrän­kun­gen im For­schungs­be­reich mit Embryo­nen zu sein schien und in Öster­reich ein neu­es Volks­be­geh­ren zur Aus­wei­tung und zur För­de­rung der Abtrei­bung mit einem Volks­be­geh­ren gestar­tet wird.

        Die römisch katho­li­sche Kir­che befin­det sich der­zeit in einem Mehr­fron­ten­krieg-Dau­er­feu­er ver­stärkt durch “friend­ly-feyer” aus dem eige­nen Lager.
        Beim Juden­tum und Islam ergibt sich die Pro­blem­stel­lung, dass wenn sie zur Über­zeu­gung gelan­gen wür­den, dass Jesus Chri­stus der Mes­si­as ist, sie eben Chri­sten wären. Juden­tum ist eben eine eigen­volks­be­zo­ge­ne und daher auch kon­se­quen­ter­wei­se nicht mis­sio­na­ri­sche Reli­gi­on und der Islam eine ursprüng­lich der Macht­aus­brei­tung der Ara­ber die­nen­de Reli­gi­on. Stam­mes­ver­wandt­schaft (ist in der röm. kath. Kir­che kein Kri­te­ri­um) mit Sarah (matri­ali­nea­re Reli­gi­on (wiki­pe­dia), im Juden­tum ist die Mut­ter ent­schei­dend für die Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit: Jude oder Jüdin ist nur, wer Kind einer jüdi­schen Mut­ter ist. http://www.hagalil.com/archiv/2006/09/vater-juden.htm ) oder Hagar, ist für Katho­li­ken (all­um­fas­send) kein Reli­gi­ons­kri­te­ri­um.

        • Wie schon gesagt, es läuft alles vor­aus­ge­plant:
          Nur „Iro­nie“, kein ver­ba­ler Aus­rut­scher:
          Die Wie­ner Vize­bür­ger­mei­ste­rin Maria Vassila­k­ou (Grü­ne) stellt sich in der Debat­te über den „Kopf­tuch­sa­ger“ hin­ter Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len. Vassila­k­ou erkennt in der Aus­sa­ge des frü­he­ren Grü­nen-Par­tei­chefs „Iro­nie“, kei­nen ver­ba­len Aus­rut­scher, erklär­te sie heu­te
          http://orf.at/#/stories/2389413/
          Die Wie­ner Grü­nen-Par­tei­che­fin Maria Vassila­k­ou stellt sich jetzt demon­stra­tiv hin­ter den Prä­si­den­ten und Ex-Grü­nen-Bun­des­par­tei­chef. „Sei­ne Hal­tung ist grund­rich­tig. Wor­um es geht ist, dass man Frau­en nicht befrei­en kann, indem an ihnen vor­schreibt was sie zu tra­gen und was sie nicht zu tra­gen haben. Es ist auch etwas iro­nisch gemeint gewe­sen“, sagt Vassila­k­ou.
          http://oe1.orf.at/player/20170429/468757
          Die Ange­le­gen­heit “Kopf­tuch der Mus­li­min­nen“, soll­te man den Femi­ni­stin­nen über­las­sen. Die sehen dar­in eine Mög­lich­keit auch christ­li­che Sym­bo­le zu ver­bie­ten, mit dem Gleich­heits­grund­satz­schmäh und möch­ten ger­ne, dass die Chri­sten sich selbst eine Gru­be gra­ben. Da mache ich nicht mit und sehe das eher gelas­sen, weil mei­ne Groß­mutter auch ein Kopf­tuch trug und ein Kopf­tuch für Frau­en wenn sie die Kir­che betre­ten, vor nicht all­zu lan­ger Zeit, bei uns noch Usus war.

        • Sehr geehr­ter Herr Sinn­eg­ger,

          haben Sie schon mal den Film „Expel­led — Intel­li­genz streng ver­bo­ten“ von Ben Stein gese­hen? Die­sen Film kön­nen Sie neben ande­ren her­vor­ra­gen­den Fil­men unter http://www.dreilindenfilm.de bestel­len.

          In die­sem oben genann­ten Film führt Ben Stein am Ende ein Inter­view mit Richard Daw­kins (ist aber wohl nicht das gan­ze Inter­view). In die­sem, wenn man über­legt und nach­denkt, was der Inter­view­part­ner, Herr Daw­kins, aus­sagt, müs­sen wir davon aus­ge­hen, daß der sich sel­ber als athe­istisch bezeich­nen­de Bio­lo­ge sel­ber an einen Schöp­fer glaubt, nur wohl nicht unbe­dingt an den christ­li­chen.

          Der Münch­ner Erz­bi­schof, Kar­di­nal Micha­el von Faul­ha­ber, sag­te ein­mal:
          „Man glaubt nicht, wie­viel man glau­ben muß, um ungläu­big zu sein.“

          Und den­ken wir dar­an: Marx, Engels, Lenin, Sta­lin, Mao und wie sie alle hei­ßen, waren kei­nes­wegs „A‑Theisten“; sie waren alle „Anti-The­isten“!. Die­se genann­ten Män­ner wuß­ten sehr genau, daß es Gott gibt (Zitat Lenin: „Ich bin der per­sön­li­che Feind Got­tes.“, aus M. Pio­va­nel­li, Sie­ger im Osten, S. 87).

          Anson­sten kann ich Ihren Aus­füh­run­gen durch­aus zustim­men. Sehen Sie mei­ne Zei­len als Ergän­zung zu den Ihren.

  2. Mit kaum einem Begriff wird so viel Schind­lu­der getrie­ben, wie mit „Soli­da­ri­tät“. Wie krank muss die­ser grü­ne Greis sein!

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