„Durch die Sünde wurde die Gemeinschaft mit Gott verletzt“

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

im Römer­brief, aus dem wir gera­de einen Abschnitt gehört haben, weist der Apo­stel Pau­lus dar­auf hin, dass die Schöp­fung nicht unser Eigen­tum, son­dern eine Gabe ist, in der wir die Spu­ren der Lie­be Got­tes erken­nen sol­len.

Doch durch die Sün­de wur­de die Gemein­schaft mit Gott ver­letzt, und dies gilt auch für die Schöp­fung, die nun zugleich ein trau­ri­ges Zei­chen der Gier des Men­schen ist. Pau­lus hält aller­dings mit Freu­de fest, dass Gott in sei­nem all­um­fas­sen­den Heils­wil­len das Seuf­zen der gan­zen Schöp­fung hört. Auch wir selbst kön­nen in uns die­ses Seuf­zen wahr­neh­men, das der Apo­stel mit Geburts­we­hen ver­gleicht. Denn sie sind kein unnüt­zes Kla­gen, son­dern Aus­druck der Hoff­nung auf unse­re Erlö­sung. Mehr noch: Christ­li­che Hoff­nung besagt, dass wir schon erlöst sind, aber auf die Voll­endung war­ten. Als Chri­sten sind wir stets mit dem Geheim­nis Chri­sti, der auf­er­stan­de­nen ist und lebt, ver­bun­den. Zwar ken­nen wir auch Zei­ten der Not, in denen wir uns leicht in einem unnö­ti­gen Kla­gen erge­hen. Da kommt uns jedoch der Hei­li­ge Geist als Trö­ster zu Hil­fe. Er sel­ber lei­tet dann unser Seuf­zen wie­der auf die christ­li­che Hoff­nung, auf die Ver­hei­ßun­gen der Lie­be Got­tes hin.

Einen herz­li­chen Gruß rich­te ich an alle Pil­ger deut­scher Spra­che. In die­sem Jahr des 100-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums der Erschei­nun­gen der Madon­na in Fati­ma wol­len wir uns Maria als Mut­ter der Hoff­nung anver­trau­en, die uns ein­lädt, den Blick auf die Erlö­sung, eine neue Welt und eine neue Mensch­heit in Frie­den zu rich­ten. Gott seg­ne euch alle.