Mit dem Gloria stimmt die Kirche in die Liturgie des Himmels ein

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

an allen Sonn­ta­gen außer­halb der Advents- und Fasten­zeit sowie an Festen und Hoch­fe­sten wird bei der hei­li­gen Mes­se das Glo­ria gesun­gen oder gespro­chen. Mit die­sem alt­ehr­wür­di­gen Hym­nus greift die Kir­che den Gesang der Engel zu Weih­nach­ten auf und stimmt in die Lit­ur­gie des Him­mels ein. Sie ver­herr­licht den Vater und Chri­stus, das Lamm Got­tes.

Lob, Preis, Anbe­tung und Dank ver­bin­den sich mit dem ver­trau­ens­vol­len Fle­hen um Got­tes Gna­de und Huld. Dar­auf folgt das Tages­ge­bet, das die Eigen­art der Fei­er gemäß dem Tag oder der Zeit des Kir­chen­jah­res zum Aus­druck bringt. Mit der Ein­la­dung „Las­set uns beten“ for­dert der Prie­ster dazu auf, sich in einem Moment der Stil­le zu sam­meln, um sich dar­auf zu besin­nen, dass wir vor Got­tes Ange­sicht ste­hen, und um im Her­zen unse­re per­sön­li­chen Anlie­gen aus­zu­spre­chen. Das hei­li­ge Schwei­gen ist ein wich­ti­ger Teil der Mes­se und nimmt unter­schied­li­chen Cha­rak­ter an, abhän­gig von der jewei­li­gen Stel­le der Fei­er: Besin­nung, Samm­lung, Betrach­tung, Lob und Anbe­tung. Beim Tages­ge­bet sam­melt der Prie­ster die Anlie­gen und Bit­ten der Gläu­bi­gen und trägt sie im Namen aller als Lob- und Bitt­ge­bet vor den Herrn, das immer mit einer tri­ni­ta­ri­schen For­mel abge­schlos­sen wird: Es rich­tet sich an Gott Vater durch den Sohn im Hei­li­gen Geist.

Von Her­zen grü­ße ich die Pil­ger deut­scher Spra­che bei der heu­ti­gen Gene­ral­au­di­enz. Die hei­li­ge Mes­se bie­tet uns Gebe­te und Tex­te von rei­cher Bedeu­tung. Die­se regen unser per­sön­li­ches Beten an und sind uns eine Hil­fe zu ler­nen, wie wir uns an Gott wen­den kön­nen. Schau­en wir zu, dass die Lit­ur­gie der Kir­che für uns zu einer ech­ten Gebets­schu­le wird. Gott seg­ne euch und eure Lie­ben.