Das Interview als neue Form päpstlicher Enzykliken? — Größere Reichweite bei geringerer Verbindlichkeit?

Ein neues Format päpstlicher Kommunikation

(Rom) Obwohl Papst Fran­zis­kus in sei­nem Inter­view mit der Jesui­ten­zeit­schrift „Civil­tà  Cat­to­li­ca“ ein gewis­ses Unbe­ha­gen im Zusam­men­hang mit Inter­views äußer­te und mein­te, daß er sich in den Medi­en­be­rich­ten nach der Pres­se­kon­fe­renz auf dem Rück­flug von Rio de Janei­ro kaum wie­der­erkann­te, scheint er genau das Inter­view zu sei­ner bevor­zug­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form zu küren. Der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster sieht im neu­en Drang des Pap­stes, Inter­views zu geben, eine grund­le­gen­de­re Ent­schei­dung: eine neue Form päpst­li­cher Enzy­kli­ken. Inter­views erzie­len eine weit grö­ße­re Reich­wei­te als die klas­si­sche Form der Enzy­kli­ka und wür­den, im Gegen­satz zu die­ser, gele­sen. Inter­views ber­gen jedoch Risi­ken. Eine Gefahr scheint dabei durch­aus beab­sich­tigt: Sie sind weni­ger verbindlich.

Die Enzykliken haben ein neues Format: das Interview

von San­dro Magister

Es ist die bevor­zug­te Form von Papst Fran­zis­kus zu den Gläu­bi­gen und der Welt zu spre­chen. Mit allen damit ver­bun­de­nen Risi­ken. Pie­tro De Mar­co, Pro­fes­sor für Reli­gi­ons­so­zio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Flo­renz und der Theo­lo­gi­schen Fakul­tät für Mit­tel­ita­li­en ana­ly­sier­te sehr kri­tisch die ersten Schrit­te die­ses Gesprächs- „Lehr­am­tes“

Mit dem Ver­ge­hen der Tagen erschei­nen die bei­den Inter­views von Papst Fran­zis­kus, das eine mit dem Jesui­ten Anto­nio Spa­daro, Schrift­lei­ter der Civil­tà  Cat­to­li­ca, das ande­re mit dem beken­nen­den Athe­isten Eugneio Scal­fa­ri, Grün­der der füh­ren­den kir­chen­fer­nen Tages­zei­tung Ita­li­ens La Repub­bli­ca, immer mehr als Mei­len­stei­ne des neu­en Pontifikats.

In ihnen gab Jor­ge Mario Ber­go­glio die Kri­te­ri­en bekannt, die ihn bewe­gen. Er sagt dar­in, wie er den der­zei­ti­gen Zustand der Kir­che sieht, nennt Prio­ri­tä­ten für sein Han­deln und gibt sein Regie­rungs­pro­gramm bekannt.

Er ist zudem sehr deut­lich dar­auf bedacht, auf Distanz zu sei­nen bei­den Vor­gän­gern Bene­dikt XVI. und Johan­nes Paul II. zu gehen.

Die Form des Inter­views zu nüt­zen, um mit den Gläu­bi­gen und mit der Welt zu spre­chen, stellt eine Aus­nah­me für Päp­ste dar. Bene­dikt XVI. nütz­te sie nur für die Inter­view­bü­cher von Peter See­wald. Auch Papst Fran­zis­kus schien zunächst dar­an nichts ändern zu wollen.

Auf dem Flug nach Rio sagte der Papst noch, er gebe keine Interviews — Seit dem Rückflug ist alles anders

Noch am 22. Juli auf dem Flug nach Rio de Janei­ro zum Welt­ju­gend­tag sag­te er noch zu den Jour­na­li­sten: „Wirk­lich, ich gebe kei­ne Inter­views, war­um, das weiß ich nicht, ich kann nicht, es ist so… Für mich ist es ein biß­chen anstren­gend.“ Ent­spre­chend hat­te die Pres­se­stel­le des Vati­kans bekannt­ge­ge­ben, daß es kei­ne Pres­se­kon­fe­renz des Pap­stes geben werde.

Auf dem Rück­flug war plötz­lich alles anders. Ent­ge­gen allen Ankün­di­gun­gen wur­de im Flug­zeug eine Pres­se­kon­fe­renz impro­vi­siert, die für vie­le Schlag­zei­len und eini­ge Ver­wir­rung sorg­te. Auf sie bezog sich der Papst, als er Pater Spa­daro gegen­über mein­te, sich in den Medi­en­be­rich­te nicht wie­der­erkannt zu haben.

Der Papst hat­te sich im Flug­zeug ohne Vor­be­rei­tung und ohne Ein­schrän­kun­gen den Fra­gen der Jour­na­li­sten gestellt. Vor allem ein Satz schlug wie eine Bom­be ein und brach­te dem Papst eine unge­ahn­te Zustim­mung durch die kir­chen­fer­ne Medi­en­öf­fent­lich­keit ein: „Wenn ein Mensch homo­se­xu­ell ist und den Herrn sucht und guten Wil­len hat, wer bin dann ich, ihn zu verurteilen?“

Nichts ist Zufall

Han­del­te es sich um einen Satz, der ihm in der Impro­vi­sa­ti­on ent­schlüpft ist? Keineswegs.

Das Civil­tà  Cat­to­li­ca-Inter­view war unter den danach fol­gen­den das am mei­sten abge­wäg­te. Papst Fran­zis­kus wie­der­hol­te dort nicht nur die Aus­sa­ge, son­dern leg­te noch einen Scheit dazu, indem er einen Anhang anfüg­te, der nicht weni­ger explo­siv ist: „Die geist­li­che Ein­mi­schung in das per­sön­li­che Leben ist nicht möglich“.

Das Civil­tà  Cat­to­li­ca-Inter­view ist das Ergeb­nis meh­re­rer Gesprä­che zwi­schen dem Papst und Pater Spa­daro. Es wur­de mit gro­ßer Sorg­falt nie­der­ge­schrie­ben und Wort für Wort vom Papst über­prüft, ehe es in Druck gege­ben wur­de. Ver­öf­fent­licht wur­de es am 19. Sep­tem­ber nicht nur in der Civil­tà  Cat­to­li­ca, son­dern vom Papst gewünscht, gleich­zei­tig auch in sech­zehn wei­te­ren Jesui­ten­zeit­schrif­ten in elf Spra­chen. Das ver­langt eine län­ge­re Vorarbeit.

Civiltà  Cattolica-Interview erste wirkliche „Enzyklika“ von Papst Franziskus

Man darf sie daher als erste wirk­li­che „Enzy­kli­ka“ von Papst Fran­zis­kus bezeich­net, weit mehr als Lumen fidei, die ein klas­si­sches Grund­ge­rüst auf­weist, das er von Bene­dikt XVI. geerbt hatte.

Das Inter­view ist eine ganz neue Form einer „Enzy­kli­ka“, die dar­auf abzielt ihre Ver­brei­tung zu för­dern und vor allem, daß sie gele­sen wird.

Es ist eine Aus­drucks­form der päpst­li­chen Auto­ri­tät, gewiß von weni­ger Auto­ri­tät als die eigent­li­chen Akte sei­nes Lehr­am­tes, aber den­noch Teil des päpst­li­ches Munus.

Seit­her scheint Papst Fran­zis­kus die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form des Inter­views beson­ders zu schät­zen. Das Inter­view mit Scal­fa­ri ist der Beweis dafür. Indem er sich einer so gefei­er­ten Per­sön­lich­keit des kir­chen­fer­nen Den­kens und einer Tages­zei­tung von sol­cher Brei­ten­wir­kung auf die öffent­li­che Mei­nung wie La Repub­blica anver­trau­te, erwei­ter­te der Papst sei­ne Reich­wei­te enorm, mehr als ihm je mit dem Inter­view in der Civi­li­tà  Cat­to­li­ca mög­lich war.

Er setz­te die­sen Schritt durch­aus im Bewußt­sein, damit erheb­li­che Risi­ken ein­zu­ge­hen. Das Inter­view mit Scal­fa­ri erschien am 1. Okto­ber in La Repub­bli­ca, ohne daß Fran­zis­kus vor­her den Text lesen und Kor­rek­tu­ren ein­for­dern konnte.

La Repubblica-Interview auf Internetseite des Vatikans wie lehramtliche Aussagen veröffentlicht

Der Osser­va­to­re Roma­no über­nahm das Inter­view voll­stän­dig noch am sel­ben Tag. Und die offi­zi­el­le Inter­net­sei­te des Hei­li­gen Stuhls, vatican.va ver­öf­fent­lich­te es unter „Neu­ig­kei­ten“ in sel­ber Auf­ma­chung wie päpst­li­che Anspra­chen, die Teil sei­nes Lehr­am­tes sind. Bei­des Zei­chen dafür, daß Papst Fran­zis­kus das Inter­view, so wie es ver­öf­fent­licht wur­de, als getreue Wie­der­ga­be sei­nes Den­kens betrachtet.

Inhalt­lich unter­schei­det sich das Scal­fa­ri-Inter­view nicht von jenem der Civil­tà  Cat­to­li­ca: bei­de berüh­ren die unter­schied­lich­sten The­men in einer 360-Grad-Dre­hung. Eini­ge Ele­men­te des Civil­tà  Cat­to­li­ca-Inter­views wer­den vom Papst im Repub­bli­ca-Inter­view wie­der­holt und bekräf­tigt, eini­ge neue kom­men hin­zu. Neu ist vor allem die Stel­le über die Sub­jek­ti­vi­tät des Gewis­sens, die am mei­sten Wider­spruch aus­lö­ste. Nicht etwa außer­halb, son­dern inner­halb der Kirche.

Auch zum The­ma Gewis­sen ver­här­te­te der Papst bereits zuvor gemach­te, umstrit­te­ne Aus­sa­gen: „Jeder von uns hat eine Sicht von Gut und Böse und muß sich ent­schei­den, dem Guten zu fol­gen und das Böse zu bekämp­fen, so wie er es versteht.“

Im Vor­wort zum ersten Band sei­ner Jesus-Tri­lo­gie beton­te Joseph Ratz­in­ger-Bene­dikt XVI., daß sein Buch kein Akt des päpst­li­chen Lehr­am­tes ist und daher jeder frei sei, ihm zu widersprechen.

Papst Fran­zis­kus sagt dies nicht aus­drück­lich. Man darf jedoch anneh­men, daß die­se Frei­heit auch ihm gegen­über gilt, wenn er eine Form wie das Inter­view wählt, die typisch für kon­tro­ver­se Debat­ten ist.

Das voll­stän­di­ge Inter­view von Papst Fran­zis­kus mit Scal­fa­ri wur­de von San­dro Magi­ster im ita­lie­ni­schen Ori­gi­nal und in eng­li­scher, fran­zö­si­scher und spa­ni­scher Über­set­zung ver­öf­fent­licht (sie­he hier, links oben die Spra­che aus­wäh­len). Auf Deutsch gibt es bis­her nur eine aus­zugs­wei­se Über­set­zung durch die deut­sche Redak­ti­on von Radio Vati­kan (sie­he hier).

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Set­ti­mo Cielo

24 Kommentare

  1. Kom­pli­ment. Sel­ten konn­te ich über eine katho­li­sche Inter­net­sei­te sagen, dass ich zu 100% mit den geäu­ßer­ten Arti­keln über­ein­stim­me. Vor allem die Rol­le, die Fran­zis­kus spielt, wird in ihrer gan­zen Tra­gik und Dubio­si­tät tref­fend dar­ge­stellt. Es ist all­mäh­lich uner­träg­lich, wie diver­se katho­li­sche Dau­er­jub­ler ver­zwei­felt ver­su­chen, die Kon­ti­nui­tät mit S.H. Papst Bene­dikt XVI zu kon­stru­ie­ren. Es gibt in vie­len Punk­ten nicht nur kei­ne Über­ein­stim­mung, son­dern das Gegen­teil ist der Fall. Lei­der steht zu befürch­ten, dass der augen­blick­li­che Bischof von Rom eine völ­lig ver­än­der­te Kir­che (lei­der im nega­ti­ven Sinn) hin­ter­läßt, wenn er ein­mal abtritt. Schon jetzt ist der Scher­ben­hau­fen enorm groß und tag­täg­lich fällt ihm etwas neu­es ein. Wo soll das nur enden? So bin ich froh, mei­ne Über­zeu­gung wneig­stens auf einer Sei­te- auf katholisches.info- lesen zu kön­nen. Vie­len Dank.

    • Kann ich mich nur anfü­gen. Ich bin auch sehr froh, Katholisches.info gefun­den zu haben.

      Ganz schreck­lich ist ja die Sei­te katholisch.de, das ist auch noch die offi­zi­el­le Sei­te der katho­li­schen Kir­che in Deutschland.
      Da steht heu­te doch tat­säch­lich: Neue Rech­te für Wie­der­ver­hei­ra­te­te! Dahin­ter ein Foto mit einer Braut in Weiss. Die Zer­stö­rung der Ehe wird doch da tat­säch­lich gefei­ert. Ein­fach unglaub­lich. Zulas­sung der Wie­der­ver­hei­ra­te­ten zur Eucha­ri­stie und sogar eine Segens­fei­er! Unglaub­lich. Die offi­zi­el­le Sei­te der katho­li­schen Kir­che macht den Glau­ben kaputt. 

      Gibt es denn über­haupt kei­nen mehr, der den Glau­ben schützt? Dafür wird die katho­li­sche Kir­che doch bezahlt. Wir Gläu­bi­ge kön­nen uns doch nicht um alles küm­mern, das ist doch ganz ein­fach nicht unse­re Auf­ga­be. Wir müs­sen uns um Fami­lie und Beruf küm­mern. Ich geh in die Arbeit und zahl Kir­chen­steu­ern, damit die Kir­che für mich den Glau­ben schützt und damit ich mich dar­in gebor­gen füh­len kann und mich dar­auf ver­las­sen kann. Und was macht die? Die zer­stört den Glau­ben für die, die eh nicht in der Kir­che sind.

      Wir gläu­bi­gen kön­nen uns doch nicht um alles küm­mern. Es muss end­lich aufhören.

      • Aber das ist ja genau das Ver­häng­nis der Kir­che in Deutsch­land, dass sie durch die immer noch reich­lich flie­sen­den Steu­ern sich zuviel (unnüt­zes) lei­sten kann. Das hat­te auch Papst Bene­dik XVI. bei sei­nem Deutsch­land­be­such ange­mahnt. Auch das Schrei­ben der Bischö­fe vom letz­ten Septmber zielt doch nur dar­auf ab, die­se Ein­nah­men nicht ein­zu­bü­ßen. Die Sakra­men­te von einer Steu­er­lei­stung abhän­gig zu machen, grenzt dabei in mei­nen Augen schon an Simo­nie. Ich habe lan­ge Jah­re gerun­gen. Doch im Früh­ling letz­ten Jah­res habe ich den deut­schen Kir­chen­steu­er­ver­ein ver­las­sen und lei­ste mein Schärf­lein nun an eine Orga­ni­sa­ti­on, die sich für unge­bo­re­nen Kin­der ein­setzt. Man steht ja inzwi­schen vor der Alter­na­ti­ve, die Kir­che durch die Unter­stüt­zung der Bischö­fe (Kir­chen­steu­er) wei­ter zer­stö­ren zu las­sen oder die Not­brem­se zu zie­hen. Im übri­gen braucht man sich über die Amts­füh­rung der mei­sten deutsch­spra­chi­gen Bischö­fe nicht zu wun­dern, da die­se ihr Gehalt, wie Beam­te, vom Staat bezie­hen. Also, wes Brot ich ess´ des Lied ich sing.

    • Ja da haben Sie Recht.
      Die schlimm­sten Dau­er­jub­ler sit­zen bei KATH.NET
      Dort wird völ­lig kri­tik­los nach „Fran­zis­kus-Per­len“ des Tages getaucht.
      Gräßlich

      • Lie­ber Michael!
        Ich kom­men­tie­re auch bei kath.net.
        Was mich sehr bedrückt, ist die Tat­sa­che, dass sich bereits Katho­li­ken, die sich der kon­ser­va­ti­ven Rich­tung ver­bun­den füh­len, schon unter­ein­an­der anfeinden.
        Auf kath.net wird katholisches.info miss­trau­isch oder ableh­nend beäugt, hier geschieht es in umge­kehr­ter Richtung.
        Was geschieht nur mit uns?
        Bis­her habe ich es so emp­fun­den, dass wir uns des immer mehr um sich grei­fen­den, stär­ker wer­den­den Moder­nis­mus erweh­ren müs­sen, heu­te befein­den wir uns schon untereinander.
        Dass sich vie­le hier der Pius-Bru­der­schaft ver­bun­den füh­len, kann ich gut nach­voll­zie­hen und respek­tie­re es auch.
        Ande­re hän­gen mit ihrem Her­zen, so wie ich, an der römisch-katho­li­schen Kirche.
        Das darf doch auch sein, trotz allen Unsi­cher­hei­ten, der wir uns aus­ge­setzt sehen.
        Ja, es macht mir wirk­lich zu schaf­fen, dass wir Kon­seva­ti­ve uns schon ent­zwei­en lassen.
        Wie soll es nur mit uns weitergehen?

        • Auch die Pius­brü­der hän­gen mit ihrem Her­zen an der RKK!
          Was heißt „wir Kon­ser­va­ti­ven“? Kath.net ist wie ver­na­gelt und ich kann nicht sehen, inwie­fern es wirk­lich mit schar­fem Ver­stand und einer Nei­gung zur Obejk­ti­vi­tät der tra­di­tio­nel­len Leh­re anhän­gen würde.
          Mari­en­zweig, ich sage Ihnen was: es genügt nicht, „kon­ser­va­tiv“ zu sein. Ein wah­rer Christ ist nicht „kon­ser­va­tiv“, sondern:
          GLAUBENSTREU!!!
          Solan­ge aber auf kath.net jeder noch so ver­hee­ren­de Satz F.s beju­belt wird, weil hier nicht danach gefragt wird, was Gott will, son­dern das Anse­hen der Per­son des Pap­stes mehr gilt als der Herr selbst, solan­ge kann kein Mensch kath.net als glau­bens­treue Platt­form ansehen.
          Es ist näm­lich nicht Leh­re der Kir­che, dass man dem Papst nicht wider­spre­chen darf.
          Ich sag­te es schon neu­lich: der erste mas­si­ve Papst­wi­der­spruch geschah durch den Hl. Pau­lus und wird im NT über­lie­fert. Petrus habe sich ins Unrecht gesetzt, bezeugt Pau­lus … und Petrus tat Buße!
          Die zwei­te über­deut­li­che Situa­ti­on ist die H. Katha­ri­na von Sie­na, die dem dama­li­gen Papst gehar­nisch­te Ermah­nun­gen schick­te. und das Wun­der­ba­re war auch hier, dass Petrus auf sie hör­te und sich das sagen ließ.
          Aber sowohl Pau­lus als auch Katha­ri­na haben nicht die Leh­re auf­ge­löst, son­dern auf dem Ein­hal­ten der Leh­re bestanden!
          Dem fal­schen Han­deln des Pap­stes haben sie mas­siv widerstanden.
          Und so könn­te man noch eini­ge „kon­ser­va­ti­ve“ Irr-Hal­tun­gen entlarven.
          Inso­fern ist kath.net zwar kon­ser­va­tiv, aber nicht glau­bens­treu. Die­se Platt­form hier hat vor allem einen ande­ren intel­lek­tu­el­len Anspruch und fragt nach der theo­lo­gi­schen Dimen­si­on der Din­ge auf eine rein sach­be­zo­ge­ne Art. Anse­hen der Per­son oder Idol­bil­dung (was kath.net ja mas­siv betreibt) sind mir hier noch nicht aufgefallen.

          • Lie­be zeitschnur,
            ich bin Ihnen näher, als Sie viel­leicht vermuten.
            Mit kon­ser­va­tiv habe ich tat­säch­lich glau­bens­treu gemeint.
            Auch mich stö­ren Jubel-Ari­en. Sie wer­den auch kei­ne sol­che von mir auf kath.net finden.
            Aller­dings, wenn Papst Fran­zis­kus mal etwas äusser­te, das ich anneh­men konn­te, habe ich dies auch lobend erwähnt. Ich möch­te fair sein!

            Dass auch die Pius-Bru­der­schaft mit ihrem Her­zen an der RKK hängt, glau­be ich sofort. Mehr als die gan­zen Memo­ran­di­sten-Prie­ster es ver­mut­lich je vermögen.
            Mein Anlie­gen war es ein­fach, mei­nen Kum­mer über die sich ent­wickeln­de Ent­frem­dung selbst unter den „kon­ser­va­ti­ven“ — nein unter den „glau­bens­treu­en“ Katho­li­ken auszudrücken.
            Denn ich bin sicher, auch unter den kath.net-Lesern gibt es sie, sicher auch inner­halb des Redak­ti­ons­teams, trotz ihrer nach aussen ver­tre­te­nen Linie.

            Ich sehe uns als Katho­li­ken: Jene, die sich den Pius-Brü­dern ver­bun­den füh­len und jene, die Schwie­rig­kei­ten mit ihnen haben.
            Ich wäre froh und glück­lich gewe­sen, wenn es statt der Frei­bur­ger „Hand­rei­chung“ einen Hand­schlag zwi­schen Vati­kan und Pius-Bru­der­schaft hät­te geben kön­nen, weil dies aus mei­ner Sicht eine Berei­che­rung für die Kir­che gewe­sen wäre.
            Lei­der stand vie­les dazwi­schen, wohl auf bei­den Seiten!

          • Dan­ke, lie­ber Mari­en­zweig, für Ihre Ant­wort. Also ich für mei­nen Teil füh­le mich jedem ver­bun­den, der sich mit all sei­nem Sin­nen und Trach­ten, vor­be­halt­los und auf­rich­tig Jesus ver­bun­den fühlt.
            Und sicher gibt es vie­le „ein­fa­che“ Leu­te, die über­for­dert sind mit der der­zei­ti­gen gei­sti­gen Ver­wir­rung in der Kir­che. Sie fol­gen denen, von denen sie ein „gutes Gefühl haben“. Ich beob­ach­te das hier in mei­ner Pfarr­ge­mein­de auch. Ganz lie­bens­wer­te, treue — ohne Zwei­fel fast in der Art von Hei­li­gen — Bete­rin­nen — aber sie sind kei­ne Intel­lek­tu­el­len und hören nicht genau hin, weil ihnen das Hand­werks­zeug fehlt. Sie spü­ren, dass etwas nicht stimmt, kön­nen es aber nicht ana­ly­sie­ren. Sie hal­ten oft den kri­ti­schen Geist für das Pro­blem und nicht die Per­son, die in ihrem Hir­ten­amt Jesus verrät…
            Eine Platt­form, die sich glau­bens­treu aus­gibt, hat daher eine gro­ße Ver­ant­wor­tung. Wenn nun aber — wie auf kath.net — ohne Scheu das dum­me Geschwätz und die häre­ti­schen Aktio­nen von Bischö­fen, Prie­stern, Ordens­frau­en und Lai­en mit vol­lem Recht kri­tisch beschrie­ben wer­den, sel­bi­ges aber, wenn es aus dem Mun­de des Pap­stes kommt, plötz­lich „was ganz anders“ ist, dann schwen­ken die unbe­darf­ten Leser sofort um und wer­den in ihren Her­zen da ver­dor­ben, wo sie vor­her ver­ant­wort­lich unter­rich­tet wurden.
            Das ist schi­zo­phren. Und Herr Schwi­bach soll­te dies­bezgl. end­lich auf­wa­chen und sich klar­ma­chen, dass auf die­se Wei­se Men­schen in die Irre geführt wer­den. Vor allem die stän­di­ge Pola­ri­sie­rung, die Franz zwi­schen uns her­vor­ruft, ist ein Skan­dal! Er soll­te die Her­de wei­den und nicht spalten!
            Denn, lie­ber Mari­en­zweig, ich ana­ly­sie­re es ja oft genug anhand der kon­kre­ten Reden F.s, dass e r selbst es ist, der den Keil reintreibt…
            Man darf ja den Ämtern nicht den Respekt auf­kün­di­gen. Aber die Amts­trä­ger sind nicht per­sön­lich der Gegen­stand des Respek­tes, son­dern das Amt selbst. Ver­sagt jemand im Amt, muss das ohne Umschwei­fe, klar und deut­lich, wenn auch respekt­voll aus­ge­spro­chen werden.
            Ins­be­son­de­re Deut­sche haben aber lei­der ein gestör­tes Ver­hält­nis zu Sach­aus­sa­gen: wenn sie irgend­ei­nem nicht pas­sen könn­ten, oder gar dem Main­stream, dann hält man das für „respekt­los“. Das blo­ße Kri­ti­sie­ren ist aber dem Chri­sten, sofern er Gei­ster unter­schei­den kann, sogar gebo­ten. Es wäre an der Zeit, dass in den glau­bens­treu­en Krei­sen ein Niveau erreicht wür­de, auf dem man, ohne dass es unsach­lich und per­sön­lich wird, ein vor­han­de­nes Pro­blem deut­lich, lei­den­schaft­lich, aber nur sach­be­zo­gen disputiert.
            Dann wür­den wir die­sen ungu­ten Stil, den F. uns auf­zwin­gen will, näm­lich über­win­den — so wie wir bei­de zum Bei­spiel ganz nor­mal mit­ein­an­der dis­ku­tie­ren, ohne uns zu belei­di­gen, ohne dem ande­ren das Wort abzu­schnei­den oder ihn gar nicht erst zu Wort kom­men zu lassen…und doch deut­lich und unmiss­ver­ständ­lich die Argu­men­te der eige­nen Posi­ti­on ins Feld zu führen.

  2. Wie sag­te doch Frei­burgs Erz­bi­schof Zollitsch ange­sichts des neu­en Pap­stes so schön:
    „Es ist wie­der inter­es­sant, katho­lisch zu sein.“
    Ich per­sön­lich fand es schon vor Amts­an­tritt Papst Fran­zis­kus inter­es­sant, vor allem aber schön, katho­lisch zu sein.
    Im Moment emp­fin­de ich es aller­dings weni­ger schön als viel­mehr stark ver­un­si­chernd, dank der reich­lich inter­pre­ta­ti­ons­fä­hi­gen Aus­sa­gen des Pon­ti­fex und der neu­en „Hand­rei­chung für Seel­sor­ger“ aus dem Erz­bis­tum Freiburg.

    Aber auch Tere­sa von Ávila sag­te ein­mal etwas sehr Schönes:
    „Nichts soll dich äng­sti­gen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber. .……
    Gott allein genügt!“
    Ihren Wor­ten und ihrer Erkennt­nis will ich ver­trau­en. „Solo Dios basta!“.

    • Das ist sehr wahr. Also blei­ben wir Gott und der von ihm gestif­te­ten Kir­che (nicht der moder­ni­sier­ten) treu.
      Und noch ewas:
      Gott gewinnt immer.

      • Stimmt, das macht Hoffnung.
        Ich bin voll­um­fäng­lich Katho­lisch, aber wer­de wohl in Bäl­de aus dem Kir­chen­steu­er­ver­bund aus­tre­ten, man stel­le sich vor, das vom Geld der letz­ten Romtreuen(Benedikt!!!!!!) die­ser Quatsch von Bischof Zollitsch auch noch finan­ziert wird.
        Ich gebe das Geld an FSSPX, Chri­stus König oder ande­re ver­blie­be­ne tra­di­tio­nel­le Ver­ei­ni­gun­gen, aber nicht an die­sen Häretikerhaufen !

  3. Fakt ist sol­che Inter­views und auch die defi­ni­tiv pri­va­ten Pre­dig­ten mit­samt den „Per­len“ zäh­len nicht zum Lehramt.
    Wir haben den Kate­chis­mus, die Enzy­kli­ken der Vor­gän­ger und selbst da gilt „Das ist nicht dog­ma­tisch, jedoch muss man sein Gewis­sen dar­an schärfen“
    Wenn das schon für Enzy­kli­ken gilt, dann braucht man sich, was die Leh­re angeht nicht über ‚aus dem Kopf auf­ge­schrie­be­ne Inter­views‘ aufzuregen.
    Ich neh­me an, der Papst Fran­zis­kus wird eh nichts lehr­amt­li­ches von sich geben, weil er gar kein Ver­hält­nis zum Lehr­amt hat.
    Er sieht wie der berühm­te „Hans im Glück“ den wah­ren Wert der katho­li­schen Tra­di­ti­on nicht.

    • Das stimmt zwar for­mal, aber nicht von sei­ner Wir­kung her: die­ses täg­li­che, infla­tio­nä­re Geschwätz F.s geht durch die Medi­en und schafft Fak­ten. Wir wer­den in Kür­ze eine Kir­che mit offi­zi­el­ler Ver­fas­sung und ihr voll­kom­men ent­ge­gen­ste­hen­der fak­ti­scher Rea­li­tät haben (hat­ten wir ja schon bis­lang, aber immer­hin mit Problembewusstsein).
      Das Pro­blem­be­wusst­sein die­ser Schis­zo­phre­nie wird in Kür­ze weg­bre­chen. Was nützt ein Recht, das kei­ner ein­hält und kei­ner ahn­det bzw. nur nach gusto ahn­det? Ab und zu muss mal ein armes Schwein dran glau­ben und wird exkom­mu­ni­ziert, und der Rest der Meu­te sün­digt mun­ter wei­ter. Es wur­de ein Opfer gebracht, und nun wei­ter im Gei­ste des Pec­ca fortiter!

      • ja ich seh das auch ähn­lich wie Sie und es berei­tet mir Sorgen.
        Ich woll­te nur drauf hin­wei­sen, dass in dem Moment, wo der Papst Fran­zis­kus sei­ne Reden, die nicht als Aus­übung des Lehr­am­tes gel­ten, und die man des­halb, als Katho­lik getrost igno­rie­ren kann, in irgend­wel­che For­ma­li­en umsetzt. die der Leh­re der Kir­che wider­spre­chen, er eben auf­hört Papst zu sein.
        Das eine ist die Leh­re über das Papst­tum, die die Kir­che schützt.
        das ande­re ist die Außen­wir­kung, weil aktu­ell anschei­nend alles was katho­lisch ist, (katho­lisch hier im Sin­ne einer „Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät“) dem Zeit­geist geop­fert wird.
        Ein eng­li­scher Blog­ger hat das Bild des Pap­stes als Haus­mei­ster „erfun­den“. Das sagt viel aus, er kann das Anwe­sen ver­kom­men las­sen, die Fen­ster zer­dep­pern, mit selt­sa­men Leu­ten im Salon festen u.s.w. Aber er kann nichts am Gebäu­de sel­ber ändern, er hat nur einen Besen und kei­nen Abrissbagger.
        Wir soll­ten anfan­gen zum Herrn zu schrei­en, ohne Fra­ge, jedoch die Geschich­te mit dem schlech­ten Knecht , die hat Jesus schon nicht ausgeschlossen.
        Es ist mal wie­der zu unter­schei­den zwi­schen dem was „wirk­lich“ =dog­ma­tisch ist und dem was medi­al = „vir­tu­ell“ ist.
        Die Pfor­ten der Unter­welt wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen, jedoch die Rea­li­tät der klei­nen Her­de, die kurz davor ist zu ver­zwei­feln,. ist auch nicht gera­de fern.

  4. @wichert und michael:
    bra­vo und Bei­fall für Eure Kon­se­quenz und den Mut zum Kirchenaustritt,mein Mann und ich sind die­sen Weg schon gegangen.
    Auch wir spen­den jetzt lie­ber z.B an „Kir­che in Not“.
    Es ist zwar zuge­ge­be­ner­ma­ßen etwas traurig,man fühlt sich etwas alleingelassen,aber ande­rer­seits machen wir den „Ablass­han­del“ nicht mehr mit,den ja schon ein gewis­ser Luther bekämpfte.

  5. Um die Revo­lu­ti­on bes­ser zu ver­ste­hen, die der­zeit im Gan­ge ist, müs­sen wir sie mE im grö­ße­ren, glo­ba­len Zusam­men­hang sehen. Ich kann dar­auf nur Hin­wei­se geben in der Hoff­nung, dass ande­re dem genau­er nachgehen.
    Die Glo­ba­li­sie­rung fin­det 1) welt­lich (poli­tisch, wirt­schaft­lich …) und 2) reli­gi­ös statt.
    Um zu sehen, in wel­che Rich­tung die katho­li­sche Kir­che geht, müs­sen wir den Blick auf den Rat für ein Par­la­ment der Welt­re­li­gio­nen rich­ten (= „The Coun­cil for a Par­lia­ment of the World’s Reli­gi­ons“; bit­te unter die­sem Titel mit­hil­fe Inter­net­such­ma­schi­ne fin­den). Unter „About us“ fin­den wir ein Schlüs­sel­wort aus den Pre­dig­ten von Pon­ti­fex F.: „Har­mo­nie“, und begrüßt uns das Kon­ter­fei von Dr. Hans Küng. Katho­li­scher Treu­hän­der („tru­s­tee“) in die­ser Welt­or­ga­ni­sa­ti­on ist der­zeit Pater Prof. Dr. John Paw­li­kow­ski, O.S.M., Holo­caust-Spe­zia­list. Um die Welt zu ver­bes­sern, hat die­ser Rat eine Char­ta des Mit­leids („Char­ter for Com­pas­si­on“) her­aus­ge­ge­ben (Haupt­ge­währs­mann Des­mond Tutu). Ist das nicht an ein wei­te­res Haupt­mo­tiv von Pon­ti­fex F.? Zu dem Pro­jekt gehö­ren gemein­sa­me Ritua­le beim „Tei­len von Sakra­len Räu­men“ (Sharing Sac­red Spaces), wobei die katho­li­sche Expe­ri­men­tier­kir­che Old St. Patrick’s Church in Chi­ca­go unter­schieds­los neben nicht­ka­tho­li­schen Kir­chen, einem bud­dhi­sti­schen Tem­pel, einer jüdi­schen Kon­gre­ga­ti­on und einem isla­mi­schen Zen­trum figuriert.
    Auf­merk­sam­keit ver­dient auch der Öku­me­ni­sche Rat der Kir­chen. Was der evan­ge­li­ka­le Theo­lo­ge Rolf Hil­le (Heil­bronn) an der ÖRK-Theo­lo­gie kri­ti­siert, trifft erschreckend genau auf die Theo­lo­gie von Fr. zu, sie­he die­sen Arti­kel http://kath.net/news/43155.
    Nun zum welt­li­chen Bereich. Dass es seit wenig­stens zwei­ein­halb Jahr­hun­der­ten eine oder meh­re­re Ver­schwö­run­gen zur Errich­tung eines anti­christ­li­chen Welt­ein­heits­staa­tes gibt, hat sich inzwi­schen auch in katho­li­schen Krei­sen her­um­ge­spro­chen (Stich­wort: New World Order). Poli­ti­sche Details sind hier weni­ger belang­reich als die Grund­tat­sa­che, dass hin­ter all die­sen Bestre­bun­gen und Plä­nen Satan steht, der die Fäden zieht und Pup­pen tan­zen lässt.
    Auf der UN-Web­site stößt man auf über­ra­schen­de Ent­deckun­gen… (dazu ein andermal).
    Die Groß­mäch­te, die um ihren Platz in der NWO kämp­fen, suchen die Reli­gi­on für ihre Zwecke ein­zu­bin­den. Um die Reli­gio­nen, vor allem natür­lich die christ­li­che Reli­gi­on, mit dem kom­men­den Welt­staat kon­form zu machen, hat die US-Regie­rung jetzt, ganz neu, ein „Office of Faith-Based Com­mu­ni­ty Initia­ti­ves“ eröff­net (nach­zu­le­sen auf der Web­site des „U.S. Depart­ment of State“).
    Schlüs­sel­per­so­nen in der neu­en Behör­de sind Ange­hö­ri­ge oder Mit­ar­bei­ter der NWO-Eli­te, wie John Ker­ry, Melis­sa Rogers, Shaun Casey und Hil­la­ry Clin­ton (sie­he Ein­füh­rungs­re­fe­ra­te http://www.state.gov/secretary/remarks/2013/08/212781.htm).
    Ver­such einer abschlie­ßen­den Bemer­kung: Die aktu­el­len Ver­än­de­run­gen in der katho­li­schen Kir­che sind dik­tiert von der Agen­da zur Errich­tung der anti­christ­li­chen Neu­en Welt­ord­nung mit einer sata­ni­schen Eine-Welt-Religion.

  6. Lie­ber Leo Laemmlein
    „Poli­ti­sche Details sind hier weni­ger belang­reich als die Grund­tat­sa­che, dass hin­ter all die­sen Bestre­bun­gen und Plä­nen Satan steht, der die Fäden zieht und Pup­pen tan­zen lässt.“

    Ja dem ist so. Zwei Din­ge sind wich­tig. Ich muß an Jesus Chri­stus dem Sohn Got­tes glau­ben und genau das­sel­be muß ich mit der Exi­stenz Satans machen. Sonst habe ich Augen die nicht sehen und Ohren die nicht hören. Wer stän­dig klagt „War­um läßt Gott das zu“ hat es nicht ver­stan­den. Ich habe das Gefühl das die Intel­li­genz Luzi­fers eine unge­heu­er­li­che ist. Und in die­ser Zeit in der wir leben möch­te man am lieb­sten in Deckung gehen. Da braut sich was zusam­men. Aber ich bin ein gro­ßer Mari­en­ver­eh­rer. Eigent­lich, was will der denn…!
    Per Mari­am ad Christum.

    • Lie­ber Shuca,
      um es anschau­lich zu sagen: wenn wir das Buch der Hei­li­gen Schrift in die Hand neh­men, dann ist die Zeit, in der wir leben, in den letz­ten Kapi­teln die­ses Buchs, in der Offen­ba­rung des Johannes.
      Uns ste­hen die här­te­sten Jah­re der Mensch­heits­ge­schich­te bevor, mit Krie­gen, Hun­gers­nö­ten, Natur­ka­ta­stro­phen, poli­ti­schem Ter­ror, Apost­asie, Greu­el der Ver­wü­stung, Christenverfolgung…
      Uns erwar­tet aber auch der Sieg Unse­res Herrn und Hei­lan­des und wah­ren Got­tes Jesus Chri­stus, und der Tri­umph des Unbe­fleck­ten Her­zens Mariä.
      Der Herr macht uns Mut und sagt: Wenn all das beginnt, dann rich­tet euch auf, und erhebt eure Häup­ter (Luk 21,25)

    • Sie schrei­ben:
      „… dass die Intel­li­genz Luzi­fers eine unge­heu­er­li­che ist.“
      Wie wahr!
      Wie stark muss Satan sein, wenn schon Jesus von ihm als dem „Für­sten der Welt“ gespro­chen hat?
      Wenn wir auch, wie Sie noch schrei­ben, „am lieb­sten in Deckung gehen“ möch­ten und sich viel­leicht etwas zusam­men­braut — wir müs­sen uns wohl eher dar­auf ein­stel­len, mutig und beherzt die Are­na des Kolos­se­ums zu betreten.

      • „Wie stark muss Satan sein, wenn schon Jesus von ihm als dem „Für­sten der Welt“ gespro­chen hat?“

        Er hat dem Herrn in der Wüste die­se Welt sogar ange­bo­ten wenn „ihn“ anbe­ten wür­de. Da sieht man sehr genau wer auf die­ser Welt stän­dig durch­dre­hen tut. Alles Übel hat der zu ver­ant­wor­ten. Des­we­gen bete ich beim Vater­un­ser auch immer „und füh­re uns nicht in Ver­su­chung son­dern erlö­se uns von dem Übel“. Das Böse kommt vom Übeltäter.
        Per Mari­am ad Christum.

        • „Er hat dem Herrn in der Wüste die­se Welt sogar ange­bo­ten wenn er „ihn“ anbe­ten würde. “
          So ist es bes­ser verständlich.
          Per Mari­am ad Christum.

    • Shu­ca, Ent­schul­di­gung, ich habe nicht gut aufgepasst.
      Mein Kurz­kom­men­tar bezog sich auf Sie und nicht auf Leo Lämmlein.
      Auch mir ist, genau wie Ihnen, Maria sehr wichtig.

  7. Dan­ke
    @Leo Lämm­lein für sei­ne aus­ge­zeich­ne­te Recher­che und Analyse!!!
    @shuca wir dür­fen Chri­stus, unse­ren Her­ren, nicht aus dem Auge ver­lie­ren. Denn genau die­ses ist das Ziel Satans.
    Zur wei­te­ren Ana­ly­se gestat­tet mir ein paar Hin­wei­se, die mög­li­cher­wei­se ziel­füh­rend sind.
    Der jet­zi­ge Inha­ber des Stuh­les Petri badet zwar in der Men­ge und erhascht Bei­fall, kann aber nicht Seg­nen und er hat offen­sicht­lich Schwie­rig­kei­ten vor Gott lit­ur­gisch kor­rekt die Knie zu beu­gen. Er weiht am Sonn­tag, den 13.102013, zwar die Welt der Mut­ter­got­tes von Fati­ma, ver­wei­gert Ihr aber die Anre­de mit dem Ehren­ti­tel “ unbe­fleck­tes Herz Mari­ens“ oder „unbe­fleck­te Emp­fäng­nis“. Wenn er betet, habe ich bis­her nur das Bitt­ge­bet ver­nom­men, aber die Anbe­tung ‑Got­tes sowie der Lob­preis sei­ner hoch­hei­lig­sten Mut­ter, der unbe­fleck­ten Jung­fau Maria soll­ten eben­so exi­sten­ti­el­ler Bestand des Gebe­tes sein.

    • Genau die Beob­ach­tung geht mir nach, daß ich P.Franz aus­schließ­lich von der „Madon­na“ reden höre und n i e von der Imma­cu­la­ta oder dem unbe­fleck­ten Herz Mari­ens. (wer den Begriff Madon­na in einer Such­ma­schi­ne ein­gibt stößt auf alle mög­li­chen Frau­en­ge­sich­ter nur nicht auf einen Bezug zur Muttergottes.)

      Was soll das für eine Wei­he sein, die als Wei­he der Welt an die „Madon­na“ ange­kün­digt wird und wofür extra die Mut­ter­got­tes­sta­tue aus Fati­ma her­an­ge­schaft wird, als wür­de der Sta­tue die Welt geweiht?

      Ich wer­de erst erleich­tert sein, wenn die Wei­he der Welt tatsächlich
      an das unbe­fleck­te Herz Mari­ens erfolgt,
      wie es die Mut­ter­got­tes in Fati­ma gefor­dert hat und ohne daß miß­ver­ständ­li­che Gesten ein­ge­mischt werden.

      Mir schwant aber jetzt schon, daß das gebräuch­li­che Wei­he­ge­bet von Papst Pius XII. nicht gebraucht wer­den dürf­te, son­dern ein Neu­es von Papst Franziskus.

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