Katholische Kirche in Lateinamerika: Aufgerieben zwischen den beiden laizistischen Richtungen, dem Sozialismus und dem liberalen Relativismus?
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Lateinamerika verliert immer mehr sein katholisches Gepräge

Latein­ame­ri­ka galt lan­ge als ver­läß­li­cher Pfei­ler der katho­li­schen Kir­che: zah­len­mä­ßig stark, volks­kirch­lich geprägt, kul­tu­rell tief von der Katho­li­zi­tät durch­drun­gen. Die­se Selbst­ver­ständ­lich­keit scheint immer mehr der Ver­gan­gen­heit anzu­ge­hö­ren. Neue Daten des Pew Rese­arch Cen­ter bestä­ti­gen, was sich seit Jah­ren abzeich­net: Der katho­li­sche Glau­be befin­det sich auf dem Rück­zug, wäh­rend reli­giö­se Bin­dungs­lo­sig­keit rapi­de zunimmt.
Katholischer Religionsunterricht ohne Jesus Christus? Anbiederung bis zur Selbstauflösung?
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Jesus Christus, der große Abwesende im katholischen Religionsunterricht

Von Inve­sti­ga­to­re Bibli­co* Die jüngst ver­öf­fent­lich­te Pasto­ra­le Note „Der Unter­richt der katho­li­schen Reli­gi­on: Labo­ra­to­ri­um von Kul­tur und Dia­log“ der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz habe ich auf­merk­sam gele­sen – und, wie ich sagen möch­te, mit auf­rich­ti­ger inne­rer Betei­li­gung. Ich habe ihren wei­ten Hori­zont, ihre dia­lo­gi­sche Grund­hal­tung, ihre päd­ago­gi­sche Sor­ge und den erkenn­ba­ren Wil­len geschätzt, den katho­li­schen Reli­gi­ons­un­ter­richt in
Katholische Privatschulen sehen sich in Frankreich vom Staat nicht nur finanziell benachteiligt, sondern jüngst auch intensivierten Kontrollen ausgesetzt, die als übergriffig kritisiert werden
Christenverfolgung

Frankreich verschärft Kontrollen an katholischen Schulen

In Frank­reich haben die staat­li­chen Bil­dungs­be­hör­den in den zurück­lie­gen­den Mona­ten ihre Kon­trol­len an pri­va­ten, staat­lich geför­der­ten Schu­len, über­wie­gend katho­li­scher Trä­ger­schaft, spür­bar ver­schärft. Als Begrün­dung wird das ent­setz­li­che Miß­brauchs­ge­sche­hen im Inter­nat Notre‑Dame de Bét­har­ram ange­führt, das nicht nur die öffent­li­che Debat­te über die Auf­sicht staat­lich geför­der­ter Bil­dungs­ein­rich­tun­gen neu ent­fach­te, son­dern zugleich die struk­tu­rel­len Män­gel der Kon­trol­len
Jean-François Roberge, Bildungsminister von Québec und staatlicher Wächter über die Laizität, will das Gebet im öffentlichen Raum verbieten
Christenverfolgung

Regierung von Québec will öffentliches Gebet verbieten

Die Regie­rung von Qué­bec unter der Füh­rung der Coali­ti­on Ave­nir Qué­bec (CAQ) hat ein Geset­zes­vor­ha­ben ange­kün­digt, das Gebe­te in öffent­li­chen Räu­men ver­bie­ten soll. Dies ist Teil einer neu­en Offen­si­ve, die dar­auf abzielt, die Säku­la­ri­tät als ein fun­da­men­ta­les Prin­zip der fran­zö­sisch­spra­chi­gen Pro­vinz Kana­das durch­zu­set­zen. Pierre-Alain Depauw von Médi­as-Press spricht von einer „zwang­haf­ten Säku­la­ri­tät, dik­tiert durch die
Jeanne d’Arc, die Jungfrau von Orléans
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Die heilige Johanna von Orléans, der Islam und die christliche Wiedergeburt

Von Rober­to de Mat­tei* Am 1. Juni 2025, wäh­rend des städ­ti­schen Gue­ril­la­kriegs, der die fran­zö­si­sche Haupt­stadt blu­tig schlug, hiß­ten eini­ge jun­ge Isla­mi­sten anläß­lich des Cham­pi­ons-League-Fina­­les eine Dschi­had-Fah­­ne über der Sta­tue der hei­li­gen Jean­ne d’Arc auf der Place des Pyra­mi­des. Die hei­li­ge Jean­ne d’Arc ist die Schutz­pa­tro­nin Frank­reichs, einer Nati­on, die auf den Grund­la­gen der christ­li­chen
Läßt sich Papst Leo XIV. vom Kirchenvater Augustinus und Leo XIII. leiten? Wenn ja, wird er ein schweres Leben haben, sagt der Philosoph, ehemalige Senatspräsident und Freund von Benedikt XVI. Marcello Pera
Leo XIV.

Marcello Pera: „Wenn das ihn leitet, wird Leo XIV. ein schweres Leben haben“

Das Pon­ti­fi­kat von Papst Leo XIV. beginnt lang­sam Kon­tu­ren anzu­neh­men. Vor­erst aber herrscht eine gewis­se Unsi­cher­heit auf allen Sei­ten, auch auf der pro­gres­si­ven, in wel­che Rich­tung das neue Kir­chen­ober­haupt das Boot Petri steu­ern wird. Auch der Phi­lo­soph, eme­ri­tier­te Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor und ehe­ma­li­ge Prä­si­dent des ita­lie­ni­schen Senats Mar­cel­lo Pera blickt mit Inter­es­se auf das neue Pon­ti­fi­kat. Pera,
Vor zwei Jahren verstarb Benedikt XVI. Da kaum daran gedacht wird, unternimmt Stefano Fontana den Versuch einer Würdigung
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Benedikt XVI. zwei Jahre nach seinem Tod – eine Lektion, die man nicht vergißt

Von Ste­fa­no Fon­ta­na* Am 31. Dezem­ber 2022 starb Joseph Ratz­in­ger, der acht Jah­re lang unter dem Namen Bene­dikt XVI. Papst war. Im Zusam­men­hang mit die­sem Jah­res­tag sind kei­ne grö­ße­ren Geden­kinitia­ti­ven zu ver­zeich­nen, abge­se­hen von einem Sam­mel­band her­aus­ge­ge­ben von der Monats­zeit­schrift Il Timo­ne mit Auf­sät­zen von Kar­di­nä­len und Bischö­fen über sein „Ver­mächt­nis und sei­ne Leh­re“. Gene­rell
Die antichristliche Revolution sollte sich keine Illusionen machen. Die Dragoner des Fürsten von Lambesc warten in der Geschichte immer mit gezogenem Schwert um die Ecke.
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Die Show von Paris: ein Akt des Krieges gegen die christliche Zivilisation

Von Rober­to de Mat­tei* Unter den zahl­rei­chen sym­bol­träch­ti­gen Ereig­nis­sen unse­rer Zeit kann das gro­tes­ke Spek­ta­kel, mit dem die Olym­pi­schen Spie­le in Paris am 26. Juli eröff­net wur­den, nicht ein­fach als Show des schlech­ten Geschmacks oder als kul­tu­rel­le Pro­vo­ka­ti­on abge­tan wer­den. Es ist der jüng­ste Akt eines Krie­ges gegen die christ­li­che Zivi­li­sa­ti­on, der in der Fran­zö­si­schen
Pius XI. veröffentlichte zu Ostern 1937 drei Enzykliken, mit denen er jeweils Antwort auf eine der drei ernsthaften Herausforderungen jener Zeit gab, die jedoch bis zum heutigen Tag ihre Bedeutung behalten haben
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Das Ostern der drei Enzykliken

Von Rober­to de Mat­tei* Der Titel „Das Ostern der drei Enzy­kli­ken“ soll an drei wich­ti­ge Doku­men­te erin­nern, die von Papst Pius XI. im März 1937 inner­halb weni­ger Tage ver­öf­fent­licht wur­den. Drei Enzy­kli­ken, die sich an alle Katho­li­ken in der gan­zen Welt rich­te­ten und die bis zum heu­ti­gen Tag ihre Bedeu­tung behal­ten haben.
Msgr. Jacques Gaillot, Enfant terrible unter Frankreichs Bischöfen, aber von Papst Franziskus rehabilitiert, ist gestern verstorben.
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Jacques Gaillot, Enfant terrible, aber von Papst Franziskus rehabilitiert

(Paris) Gestern, am 12. April, ver­starb in Paris Msgr. Jac­ques Gail­lot, einer jener sus­pen­dier­ten oder sank­tio­nier­ten Kir­chen­män­ner, die von Papst Fran­zis­kus reha­bi­li­tiert wur­den, im Alter von 87 Jah­ren. Der Rebell Gail­lot war 1995 von Papst Johan­nes Paul II. sei­nes Amtes ent­ho­ben und aus sei­nem Bis­tum ent­fernt worden.