Widersprüchlicher Rollentausch, der "beunruhigend" ist: Analyse von InfoVaticana zu den aktuellen Konflikten in der katholischen Kirche. Im Bild von oben links die Verteidiger der kirchlichen Lehre: Kardinal Sarah, Ettore Gotti Tedeschi, Kardinal Burke, Erzbischof Negri. Unten v.l. die progressiven Neuerer, die jede Diskussion abwürgen: Antonio Spadaro SJ, Andrea Tornielli, James Martin SJ, Kardinal Kasper.
Nachrichten

In der Kirche herrscht ein paradoxer Rollentausch

(Rom) „Kar­di­nä­le wie Sarah und Bur­ke, Bischö­fe wie Lui­gi Negri oder Lai­en wie Got­ti Tede­schi sind stän­di­gen per­sön­li­chen Angrif­fen aus­ge­setzt, und das fast immer aus dem­sel­ben Grund: weil sie die katho­li­sche Leh­re ver­tei­di­gen. Auch die Aggres­so­ren sind in der Regel die glei­chen: Spa­da­ro, Tor­ni­el­li, James Mar­tin…“ Mit die­sen Wor­ten schil­dert Info­Va­ti­ca­na die aktu­el­le Situa­ti­on in
Humane vitae, "prophetische" Enzyklika für die Kultur des Lebens
Hintergrund

Neue Akademie Johannes Paul II. für das Leben gegründet

(Rom) In Rom fand am Sams­tag, 28. Okto­ber, am Ange­li­cum eine Tagung zum The­ma 50 Jah­re Enzy­kli­ka Hum­a­nae vitae – Ihr Bedeu­tung gestern und heu­te statt. Die Tagung wur­de von 25 Lebens­­­rechts- und Fami­li­en­or­ga­ni­sa­tio­nen aus aller Welt ver­an­stal­tet. Vor einem voll­be­setz­ten Saal spra­chen meh­re­re bekann­te, ehe­ma­li­ge Mit­glie­der der Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben. Sie waren
"Les Provinciales" (Provinzlerbriefe) von Blaise Pascal (1656/1657) gegen die Kasuistik der Jesuiten.
Hintergrund

Papst Franziskus und die Seligsprechung von Blaise Pascal

(Rom) Blai­se Pas­cal war ein from­mer Katho­lik, aber auch ein begna­de­ter Pole­mi­ker. Sei­ne Beherr­schung der Spra­che erlaub­te es ihm durch Iro­nie und Spott, vor allem aber dia­lek­ti­sche Wen­dun­gen, sein Publi­kum zu begei­stern und sei­ne Geg­ner alt aus­se­hen zu las­sen. Sei­ne Geg­ner waren die Jesui­ten sei­ner Zeit, denen er Kasu­istik vor­warf, durch den sie mora­li­schen Laxis­mus
Kardinal Sarah und Papst Franziskus
Hintergrund

Liturgie: Papst Franziskus widerspricht erneut Kardinal Sarah

(Rom) Mit dem Motu pro­prio Magnum Prin­ci­pi­um hat Papst Fran­zis­kus mit 1. Okto­ber die Zustän­dig­keit für die Über­set­zung der lit­ur­gi­schen Bücher in die Volks­spra­chen den Bischofs­kon­fe­ren­zen über­tra­gen. Die­se „Dezen­tra­li­sie­rung“ rief besorg­te Stim­men auf den Plan. Die Kir­che ris­kie­re ihre Ein­heit und Uni­ver­sa­li­tät, da die Bischofs­kon­fe­ren­zen, der­zeit sind es 120, über die­sel­be Fra­ge unter­schied­lich ent­schei­den könn­ten.
"Amoris laetitia" sorgt in der Kirche für Zwietracht und Spaltung: „Nur ein Blinder kann leugnen, daß wegen Amoris laetitia in der Kirche die größte Verwirrung herrscht“ (Kardinal Carlo Caffarra, 14. Januar 2017).
Forum

Ist die „Correctio filialis“ eine Papst-Kritik?

Von Giu­sep­pe Nar­di* Das jüng­ste Vor­ge­hen der Hoch­schul­lei­tung Hei­li­gen­kreuz wirft eine grund­sätz­li­che Fra­ge auf: Han­delt es sich bei der Cor­rec­tio filia­lis zum umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia um eine Papst-Kri­tik? Dazu eini­ge poin­tier­te, aber ernst­ge­mein­te Gedan­ken, die durch die Hei­li­gen­kreu­zer „Erklä­run­gen“ pro­vo­ziert wurden.