Weitere Präfektin im Vatikan?

Gerücht um Schwester Alessandra Smerilli


Papst Franziskus mit Sr. Alesssandra Smerilli
Papst Franziskus mit Sr. Alesssandra Smerilli

Ein neu­es Per­so­nal­ge­rücht kur­siert der­zeit im Vati­kan. Es han­delt sich aus­drück­lich nur um ein Gerücht, doch eine Mel­dung des ita­lie­ni­schen Por­tals Mes­sa in Lati­no vom 29. Juni 2026 zieht Auf­merk­sam­keit auf sich: Schwe­ster Ales­san­dra Sme­ril­li FMA, der­zeit Sekre­tä­rin des Dik­aste­ri­ums für den Dienst der ganz­heit­li­chen mensch­li­chen Ent­wick­lung, soll zur neu­en Prä­fek­tin des­sel­ben Dik­aste­ri­ums ernannt werden.

„Unse­re Quel­len von gro­ßer Zuver­läs­sig­keit infor­mie­ren uns“, schreibt Mes­sa in Lati­no, „daß Schwe­ster Ales­san­dra Sme­ril­li zur Prä­fek­tin ernannt wer­den soll. Das Dekret sei bereits unter­zeich­net, doch im Vati­kan herr­sche gro­ße Unru­he.“ Eine offi­zi­el­le Bestä­ti­gung die­ser Nach­richt liegt bis­lang nicht vor.

Dem Gerücht zufol­ge könn­te Kar­di­nal Fabio Bag­gio CS, der­zeit Unter­se­kre­tär des Dik­aste­ri­ums, zum Pro­prä­fek­ten oder Sekre­tär auf­stei­gen. Auch die­se Per­so­nal­fra­ge bleibt abzuwarten.

Schwe­ster Ales­san­dra Sme­ril­li ist kei­ne Unbe­kann­te in der römi­schen Kurie. Bereits im August 2021 wur­de sie von Papst Fran­zis­kus zunächst kom­mis­sa­risch mit der Auf­ga­be einer Sekre­tä­rin des Dik­aste­ri­ums für den Dienst der ganz­heit­li­chen mensch­li­chen Ent­wick­lung betraut. Im April 2022 erfolg­te dann ihre offi­zi­el­le Ernen­nung zur Sekretärin.

Das Dik­aste­ri­um, das aus der Kuri­en­re­form her­vor­ge­gan­gen ist, befaßt sich unter ande­rem mit Fra­gen der Sozi­al­leh­re der Kir­che, der mensch­li­chen Ent­wick­lung, Migra­ti­on, Gesund­heit, Umwelt und huma­ni­tä­ren Anlie­gen. Schwe­ster Sme­ril­li, Mit­glied der Don-Bos­co-Schwe­stern und Wirt­schafts­wis­sen­schaft­le­rin, gehör­te unter Papst Fran­zis­kus zu jenen Frau­en, denen zuneh­mend lei­ten­de Auf­ga­ben in der vati­ka­ni­schen Ver­wal­tung über­tra­gen wurden.

Eine mög­li­che Ernen­nung zur Prä­fek­tin wäre ein wei­te­rer Schritt in die­ser Ent­wick­lung. Bereits unter Fran­zis­kus wur­den meh­re­re Frau­en in hohe Lei­tungs­po­si­tio­nen der römi­schen Kurie berufen.

Beob­ach­ter betrach­ten eine sol­che Per­so­nal­ent­schei­dung weni­ger unter dem Gesichts­punkt des Geschlechts als unter jenem der kirch­li­chen Aus­rich­tung. Ent­schei­dend ist die Fra­ge, wel­chen geist­li­chen und theo­lo­gi­schen Kurs die vati­ka­ni­schen Behör­den künf­tig ver­fol­gen werden.

Soll­te sich das Gerücht bestä­ti­gen, wäre die Ernen­nung Sme­ril­lis ein deut­li­ches Zei­chen dafür, daß die unter Papst Fran­zis­kus gepräg­te Kuri­en­struk­tur unter Leo XIV. in wesent­li­chen Berei­chen fort­ge­führt wird. 

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vati­can­Me­dia (Screen­shot)

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