Die Ernennung von Schwester Nina Benedikta Krapić MVZ, zur stellvertretenden Direktorin des vatikanischen Presseamts markiert einen Wechsel in der Führung dieses zentralen Kommunikationsorgans des Heiligen Stuhls. Zuvor hatte Dr. Cristiane Murray diese Funktion inne, die seit Juli 2019 im Amt war und nun auf eigenen Wunsch zurücktritt.
Am 13. Februar 2026 berichtete das Tagesbulletin des vatikanischen Presseamts zunächst, daß Papst Leo XIV. Dr. Murray zu einer Audienz empfangen hatte. Diese Begegnung diente offensichtlich als Ausdruck des Dankes für ihre langjährige und engagierte Tätigkeit. Im gleichen Bulletin wurde im Abschnitt „Rücktritte und Ernennungen“ bekanntgegeben, daß ihre Nachfolge bestimmt wurde.
Der Papst ernannte die kroatische Ordensschwester Nina Benedikta Krapić, bisherige Mitarbeiterin im römischen Kommunikationsdikasterium, zur stellvertretenden Direktorin des Presseamts. Die offizielle Amtsübernahme ist für den 1. März vorgesehen. Damit tritt Schwester Krapić die Nachfolge von Murray an, deren Wirken im Vatikan besonders „für Professionalität und Hingabe geschätzt“ wurde, wie Vatican News berichtete.
Über die Persönlichkeit der neuen Amtsinhaberin berichtet das Nachrichtenportal des Vatikans, daß Schwester Krapić am 7. Juni 1989 in Rijeka, Kroatien, geboren wurde. Nach einem erfolgreichen Studium der Rechtswissenschaften an der Universität ihrer Heimatstadt spezialisierte sie sich 2023 an der Universität Zagreb auf Öffentlichkeitsarbeit. Am 13. August 2023 legte sie ihre Gelübde in der Kongregation der Schwestern der Nächstenliebe des heiligen Vinzenz von Paul ab, im deutschen Sprachraum allgemein als Vinzentinerinnen oder Barmherzige Schwestern bekannt.
Beruflich war sie zuvor als Journalistin und als Rechtsberaterin für Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden waren, sowie für andere benachteiligte Menschen tätig. Zudem leitete sie die Kommunikationsabteilung der Caritas in der Erzdiözese Rijeka. Seit 2023 ist sie Mitarbeiterin des von Papst Franziskus errichteten römischen Kommunikationsdikasteriums und Doktorandin der Sozialwissenschaften am Collegium Maximum der Päpstlichen Gregoriana Universität in Rom.
Der Präfekt des Kommunikationsdikasteriums, Paolo Ruffini, würdigte in einer Erklärung die Leistungen von Murray: „Ich danke Cristiane Murray von Herzen für die Hingabe und Professionalität, mit der sie ihren Dienst ausgeübt hat. Gleichzeitig wünsche ich Schwester Nina Benedikta Krapić viel Erfolg in ihrer neuen Aufgabe und vertraue auf ihre herausragenden fachlichen und menschlichen Qualitäten.“
Der persönliche Werdegang von Schwester Krapić, ihr Weg zur Bekehrung und zum Ordenseintritt, begann im Zusammenhang mit einer Medjugorje-Wallfahrt – einer Wallfahrt in den herzegowinischen Ort, die sie ursprünglich gar nicht unternehmen wollte.
Glaubenspräfekt Kardinal Victor Manuel Fernández würde von einer „Frucht in bezug auf“ oder „rund um“ oder „mitten in“ Medjugorje sprechen. Die seit 1981 in Medjugorje genannten Marienerscheinungen wurden von Rom, wo Tucho Fernández dafür zuständig ist, nicht anerkannt, weil die von Fernández mit Zustimmung von Papst Franziskus eingeführten Richtlinien eine Anerkennung übernatürlicher Phänomene grundsätzlich ausschließt. Der Heilige Stuhl erklärte damit faktisch vor aller Welt, eine Übernatürlichkeit im Zusammenhang mit Erscheinungen nicht mehr feststellen zu können. Die grotesken Bestimmungen wurden von Papst Leo XIV. noch nicht zurückgenommen.
Die Ernennung von Schwester Krapić signalisiert einen Generationenwechsel im vatikanischen Presseamt.
Text: Giuseppe Nardi
Bild: VaticanMedia (Screenshot)
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