Von Gottfried Paschke
In der ersten Hälfte dieses Jahres traten die beiden US-Amerikaner James D. Vance und Robert F. Prevost kurz nacheinander Spitzenämter von weltweiter Bedeutung an. Dieser wurde Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, jener Vizepräsident seines Landes.
Betrachte ich beider bisheriges Wirken, so gefällt mir der Katholik Vance in vielem entschieden besser als der Katholik Prevost.
Hier sind die Gründe:
- Bei Vance ist klar erkennbar, daß er echt katholisch ist, bei Prevost nicht.
- Bei Vance weiß man, woran man ist, bei Prevost nicht.
- Vance macht den Mund auf, Prevost schweigt zuviel.
- Vance geht gegen Mißstände in seinem Land energisch vor, Prevost tut das in der Kirche nicht.
- Vance steht für Besinnung auf traditionelle amerikanische Werte, unter Prevost sitzen die traditionsverbundenen Katholiken weiter am Katzentisch.
- Vance zeigt nach der Ermordung des bekennenden Christen Charlie Kirk menschliche und staatsmännische Größe, Prevost rührt sich nicht.
- Vance bekämpft entschlossen den linken Vernichtungsfeldzug gegen die christliche Zivilisation, Prevost schreibt linke Projekte seines Vorgängers fort.
- Vance wirkt glaubwürdig, Prevost oft nicht.
- Vance verbreitet Licht, Prevost eine Menge Zwielicht.
Prove me wrong.
Bild: Wikicommons
Vance verbreitet Licht? Geht’s noch kitschiger? Wenn Vance Katholik wäre, dann würde er sofort zurücktreten, ins Kloster gehen und für den Rest seines Lebens Busse für die Verbrechen seiner Regierung tun!
Etwas hat der Autor vergessen zu erwähnen, Vance kommt aus einer nicht intakten Familie und aus der Armut, ist Konvertit, hätte niemals studieren können, wenn er nicht durch seine Tätigkeit beim MilItär ein Stipendium bekommen hätte, während Leo der vierzehnte (Prevost klingt bisschen respektlos, wie früher Ratzinger oder Wojtila) aus einer gutbürgerlichen katholischen Familie kam, und Armut nur aus der Beobachtung wahrscheinlich während seiner Zeit in Peru kannte. Man sollte Vance Autobiographie lesen, wo er über die Lebenslügen der Armen schreibt, und wie er als junger Supermarktverkäufer weniger zum Leben hatte als diejenigen, die nur von staatlicher Unterstützung lebten.
…wenn sogar die sich selbst als glaubenstreu einschätzenden Katholiken die Welt nur noch politisch denken können, verrutscht das moralische Koordinatensystem gründlich. Oder er meint es nicht im Ernst ?
Das ist mir etwas zu schwarz/weiß. Vance ist auch kein Heiliger. Wäre er es, wäre er nicht Vizepräsident der USA.
Das ist wahr. Dennoch widerstrebt es mir von “ Prevost“ zu sprechen, diese Unart sollten wir mit “ Bergoglio“ erledigt haben.
Also ganz ehrlich. wer sind Sie? Erklären Sie sich. Stehen Sie in Ihrem täglichen Leben jederzeit und ohne Kompromisse für Jesus ein? Einen Politiker mit dwm Papst zu vergleichen, ist wie eine Hahn mit einem Adler. ich möchte nicht unter einer Herrschaft Ihres Sinnes leben.
Offenbar muss sich heute ein Papst vor seinem persönlichen Gericht bereits auf dieser Erde dem „dies irae“ des Gerichtes traditionell denkender Katholiken stellen, die sich anmaßen, darüber zu urteilen, ob ein Papst „echt katholisch“ ist, genügend den Mund aufmacht und glaubwürdig ist. Er muss sich auch unterstellen lassen, „eine Menge Zwielicht“ zu verbreiten. Jeder Gläubige darf Erwartungen haben und konkrete Dinge kritisieren. Sich aber anzumaßen, einem Papst knapp 5 Monate nach seinem Amtsantritt ein solches Urteil auszustellen, es auch noch als „bewiesen“ anzusehen, da man einen Gegenbeweis fordert, ist in höchstem Maße ungerecht! Diese Art halte ich für eine große geistliche Gefahr, über die wir tradtitionell denkende Katholiken im Rahmen einer Gewissenerforschung in uns gehen sollten!
Où-La-La! Aber was hier zu J.D.Vance geschrieben wird – ich sehe das in den wesentlichen Punkten auch so. Übrigens: die Rede von Vance bei Charlie Kirks Trauerfeier ist sehr hörenswert. Er spricht vor allem über den Christen Kirk, der für die Wahrheit ohne Wenn und Aber eingestanden ist. Für die Wahrheit, wie sie Christus verkündete. Das Wort „Wahrheit“ kommt viele Male vor. Und er habe das „Königtum Christi“ verkündet und seine Königsherrschaft, die über allem stehe sowie unsere Gotteskindschaft. Das nur kurz.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Dieser Vergleich ist sehr holzschnittartig. Kritische Anmerkungen sind womöglich hilfreich, aber unbewiesene Dinge und Übertreibungen helfen niemandem.
Ein Papst Franziskus, der bei jedem Flugzeuginterview seine Sicht der Dinge gesagt hat wie es ein Politiker macht, ist wohl genug. Ein Papst muß nicht bei jeder Nachricht in der Welt eilfertig darauf reagieren. Papst Johannes Paul II. hatte nach dem 11. Sept. 2001 zu Frieden gemahnt. Er hatte den Führer des traditionellen Amerika, George W. Bush, eindrücklich gebeten, den Irak nicht anzugreifen, das mit dem Terroranschlag nichts zu tun hatte. Die Folgen für insbesondere die Christen im Irak waren sehr fatal.
Das Amerika des Herrn Trump führt gerade einen Wirtschaftskrieg (100% Warenzölle) gegen das meist arme Indien, das es wagt, viel preiswertes Öl aus Rußland zu beziehen. Gegen das mächtigere China traut man sich das nicht. Was sagt Herr Vance dazu?
Ganz kurz
Donald Trump und J.D. Vance sind Konservative. Das wichtigste von Trump ist seine Gegnerschaft zur Abtreibung, wo er große Erfolge erzielt hat. So geht Weltverbesserung.
Beide sind aber auch Amerikaner, geschlagen mit Exzeptionalismus und bedrängt vom Tiefen Staat.