Rom erlaubt Priestern in der Corona-Weihnacht, täglich vier Messen zu zelebrieren

Gottesdienstkongregation

An den Weihnachtshochfesten dürfen alle Priester vier heilige Messen zelebrieren.
An den Weihnachtshochfesten dürfen alle Priester vier heilige Messen zelebrieren.

(Rom) Die römi­sche Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung erließ ein Dekret, unter­zeich­net von Robert Kar­di­nal Sarah, das allen Prie­stern wegen der beson­de­ren Situa­ti­on erlaubt, an Weih­nach­ten vier hei­li­ge Mes­sen zu zelebrieren.

Das Dekret wur­de am 16. Dezem­ber unter­zeich­net und setzt die von Papst Fran­zis­kus ein­ge­hol­te Erlaub­nis um, daß jeder Prie­ster wegen der Coro­na­vi­ren-Erkran­kung Covid-19 in der Weih­nachts­zeit vier hei­li­ge Mes­sen zele­brie­ren darf. Die­se Son­der­er­laub­nis gilt vom Christ­tag bis zu Drei­kö­nig, dem Fest Epi­pha­nie, und umfaßt die drei Fest­ta­ge: Christ­tag (25. Dezem­ber), Oktav­fest von Weih­nach­ten (1. Janu­ar) und das Drei­kö­nigs­fest (6. Januar).

Damit soll auf­grund staat­li­cher und kirch­li­cher Ein­schrän­kun­gen mög­lichst vie­len Gläu­bi­gen die Teil­nah­me an der hei­li­gen Lit­ur­gie ermög­licht werden.

Das Kir­chen­recht sieht vor, daß Prie­ster, wenn es die pasto­ra­le Not­wen­dig­keit erfor­dert, an Sonn- und Fei­er­ta­gen drei hei­li­ge Mes­sen zele­brie­ren dür­fen. Die­se Bestim­mung wur­de für das bevor­ste­hen­de Weih­nachts­fest, das auf­grund der Coro­na-Poli­tik der Regie­run­gen in vie­len Staa­ten im Zei­chen einer Coro­na-Bedro­hung steht, erweitert.

In Ita­li­en bei­spiels­wei­se muß die Christ­met­te bereits am Abend gefei­ert wer­den, um die ab 22 Uhr gel­ten­de Aus­gangs­sper­re ein­hal­ten zu kön­nen. Papst Fran­zis­kus habe, so heißt es im Vati­kan, daher sei­ne Zele­bra­ti­on auf 19.30 Uhr ange­paßt, obwohl er bereits Ende Okto­ber erklär­te, unter Aus­schluß des Vol­kes zu zelebrieren.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Avve­ni­re (Screen­shot)