„Durch das Gebet und die Sakramente kann der Heilige Geist in den Herzen der Christen wirken“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus

Lie­be Brü­der und Schwestern, 

das gemein­schaft­li­che Gebet gibt den Takt für die ersten Schrit­te der jun­gen Kir­che vor. Die Apo­stel­ge­schich­te berich­tet, dass die ersten Chri­sten in Jeru­sa­lem an der Leh­re der Apo­stel, an der Gemein­schaft, am Bre­chen des Bro­tes und an den Gebe­ten festhielten. 

Die bestän­di­ge Suche nach Gemein­schaft schützt vor Ego­is­mus. Der Herr wird in den Sakra­men­ten gegen­wär­tig und das Gebet gibt Raum für den Dia­log mit dem Vater durch den Sohn im Hei­li­gen Geist. Die­se Eigen­schaf­ten erin­nern dar­an, dass die Exi­stenz der Kir­che ihren Sinn und ihre Sen­dung allein aus ihrer Ver­wur­ze­lung in Chri­stus zieht. Durch das Gebet und den Dienst der Sakra­men­te in der Kir­che kann der Hei­li­ge Geist in den Her­zen der Chri­sten wir­ken und sie tie­fer in das Geheim­nis Chri­sti hin­ein­füh­ren. In der Hal­tung der Anbe­tung Got­tes erken­nen wir, dass Gott Lie­be schenkt und um Lie­be bit­tet. Es ist näm­lich der Hei­li­ge Geist, der den Her­zen die gött­li­che Lie­be ein­gießt, das mis­sio­na­ri­sche Wir­ken der Kir­che all­zeit beseelt und in ihr den Glau­ben an den Sohn Got­tes wach­hält, der uns zuerst geliebt hat und sich für uns hin­ge­ge­ben hat (vgl. Gal 2,20). Die Gemein­de wird ange­regt, hin­aus­zu­ge­hen, zu ver­kün­den und zu dienen.

Herz­lich grü­ße ich die Gläu­bi­gen deut­scher Spra­che. Die Lesun­gen und Gebe­te in die­ser letz­ten Woche des Kir­chen­jah­res wei­sen uns dar­auf hin, dass Jesus am Ende der Zei­ten wie­der­kommt; und er kommt schon jetzt in den Klei­nen und Bedürf­ti­gen, um uns ein­zu­stim­men auf die gro­ße Begeg­nung mit ihm in der Fül­le. Der Hei­li­ge Geist beglei­te uns auf dem Weg dorthin!

Bild: Vatican.va (Screen­shot)

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