„Aufbau der Weihnachtkrippe ist einfache, aber wirkungsvolle Vorbereitung auf das Fest“

Mittwochskatechese von Papst Franziskus

Lie­be Brü­der und Schwestern,

Weih­nach­ten ist nahe. Eine ein­fa­che, aber wir­kungs­vol­le Wei­se, sich auf die­ses gro­ße Fest vor­zu­be­rei­ten ist der Auf­bau der Weih­nachts­krip­pe in unse­ren Häu­sern. Die Krip­pe ist wie ein leben­di­ges Evan­ge­li­um, das an die Orte kommt, wo wir leben: uns­re Woh­nun­gen, Schu­len, Kran­ken­häu­ser, Alters­hei­me, Behör­den, Gefäng­nis­se, öffent­li­che Plätze. 

Eine Krip­pe bau­en bedeu­tet, die Nähe Got­tes zu fei­ern, sei­ne demü­ti­ge Lie­be, die uns das Kind mit den offe­nen Armen ver­deut­licht. Es will teil­ha­ben an unse­rem Leben als Ein­zel­ne und als Fami­li­en; es weckt unse­re Lie­be und lädt uns zugleich zur Betrach­tung ein. Nur wenn wir den Lärm des All­tags hin­ter uns las­sen, kön­nen wir das auf­neh­men, was wirk­lich im Leben zählt. Dann ver­mö­gen wir Gott zu hören, der in der Stil­le zu uns spricht. Die Krip­pe ist ein kunst­voll gestal­te­tes Bild des Frie­dens. Das Jesus­kind führt die Men­schen zusam­men, wo sonst jeder sei­ne eige­nen Wege geht. Schließ­lich erin­nert uns die Krip­pe dar­an, dass Jesus in unser kon­kre­tes Leben kommt. Wenn wir ihn auf­neh­men, erneu­ert er unser Leben.

Einen herz­li­chen Gruß rich­te ich an die Pil­ger und Besu­cher deut­scher Spra­che. Beson­ders grü­ße ich die Musik­ka­pel­len und Chö­re aus Tirol. Mit eurer stim­mungs­vol­len Musik habt ihr uns auf das Christ­fest ein­ge­stimmt. Vergelt‘s Gott. Berei­ten wir uns auf das Hoch­fest der Geburt Jesu Chri­sti vor, indem wir unse­re Her­zen auch dem Näch­sten öff­nen, der unse­rer Lie­be bedarf. Euch und euren Fami­li­en wün­sche ich ein geseg­ne­tes Weihnachtsfest.

Bild: Vatican.va (Screen­shot)