Neue Generaloberin gewählt

Generalkapitel der Schwestern der Piusbruderschaft
Generalkapitel der Schwestern der Piusbruderschaft

(Paris) Am Montag, dem 9. April, wählte das Generalkapitel der Schwestern der Priesterbruderschaft St. Pius X. eine neue Generaloberin.

Das Generalkapitel versammelte sich im Mutterhaus der Kongregation in der Abbaye Saint Michel-en-Brenne im französischen Departement Indre unter Anwesenheit von Weihbischof Alfonso de Galaretta.

Die Kapitularinnen wählten Sr. Maria Jean Bréant, die bisherige Novizenmeisterin des Ordens, zur vierten Generaloberin. Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre. Bisher war Sr. Maria Jean am Noviziat Notre Dame de Compassion in Ruffec tätig.

Dritte Generaloberin war Mutter Marie-Augustin de Poulpiquet, die seit 2006 für zwei Amtsperioden die Leitung des Schwesternordens innehatte.

Erste Generalassistentin wurde Sr. Thérèse Trutt aus Baden, zweite Generalassistentin Sr. Marie Claire Wuilloud aus dem Wallis. Sie ist Oberin des Klosters zum heiligen Pius X. in Göffingen in Schwaben.

Die Schwestern der Priesterbruderschaft St. Pius X. wurden am 22. September 1974 von Erzbischof Marcel Lefebvre in Rom gegründet. Dabei unterstützte ihn seine leibliche Schwester, Mutter Marie Gabriel, damals Ordensfrau der Missionsschwestern des Heiligen Geistes (Spiritanerinnen). Sie bat um die Exklaustrierung, um die Ordensgründung zusammen mit einer kleinen Gruppe weiterer Frauen vornehmen zu können und wurde erste Generaloberin. 1977 trat die erste Postulantin ein.

Heute gehören der Kongregation 195 Schwestern und mehr als 20 Novizinnen an, die in 27 Häusern auf allen fünf Kontinenten leben und wirken.

Die Abbaye Saint Michel-en-Brenne wurde 1975 erworben und zum Mutterhaus der Schwestern gemacht. Die Abtei war um 632 vom fränkischen Erzbischof Sigirand von Tours gegründet worden, der heute in Frankreich als Saint Cyran verehrt wird. Im 17. Jahrhundert war das Kloster zu einem Zentrum des Jansenismus geworden, weshalb es Anfang des 18. Jahrhunderts aufgehoben wurde. Nach der Französischen Revolution wurden die Gebäude zu verschiedenen Zwecken genützt, bis sie Erzbischof Lefebvre wieder kirchlichen und klösterlichen Zwecken zuführen konnte.

Gemäß dem Willen des Stifters leben die Schwestern „intensiv mit dem auf unseren Altären erneuerten und fortgesetzten Opfer des Herrn“ und verehren das „im allerheiligsten Altarsakrament immer gegenwärtige Opferlamm“. Zudem unterstützen sie „das Apostolat der Priester in den verschiedensten Bereichen“ um „die Seelen zu eben dieser Verehrung hinzuführen“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: FSSPX (Screenshot)

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