Wo Recht zu Unrecht wird

Ungeborenes Kind
Ungeborenes Kind

„Wo Recht zu Unrecht wird, wird Wider­stand zur Pflicht, Gehor­sam aber Ver­bre­chen!“ (Papst Leo XIII., 1891).

Der Holo­caust, der natio­nal­so­zia­li­sti­sche Völ­ker­mord an den euro­päi­schen Juden ist für jeden Katho­li­ken ein abscheu­li­ches Ver­bre­chen. Ein Katho­lik wird nie­mals ein sol­ches Ver­bre­chen ver­harm­lo­sen. Die Ver­nich­tung der euro­päi­schen Juden wur­de und wird von Päp­sten ver­ur­teilt, sei es Papst Pius XII., der mehr­fach in Radio­an­spra­chen auf das Leid der euro­päi­schen Juden auf­merk­sam mach­te, sei­en es die Päp­ste der jün­ge­ren Zeit. Ein Katho­lik ori­en­tiert sich aber nicht nur an päpst­li­chen Anspra­chen, son­dern er rich­tet sein Leben, sei­ne Gedan­ken allein auf Gott.

„Gott allein ist Herr über Leben und Tod“ (Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che, Nr. 2258–2262, 2318–2320).

Das Leben anzu­ta­sten ist ein Fre­vel gegen­über Gott. Das Leben ist hei­lig, das heißt, es gehört Gott. Das ist der Grund war­um wir nicht schwei­gen bei jeg­li­cher Art von Ver­nich­tung von Men­schen, sei es Völ­ker­mord, Mord, Selbst­mord, Eutha­na­sie oder Abtrei­bung. Abtrei­bung ist Mord! Einen ande­ren Begriff gibt es nicht, außer die Wahr­heit lei­det Schaden.

Papst Johan­nes Paul II. schrieb im Früh­jahr 1988 und Dezem­ber 1997 den ame­ri­ka­ni­schen Bischö­fen, er wer­de sich mit dem immer noch fort­wäh­ren­den Baby-Holo­caust nicht abfinden.

Der Sekre­tär der vati­ka­ni­schen Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Erz­bi­schof Ange­lo Amato, hat Abtrei­bung und Ster­be­hil­fe im April 2007 als For­men von „Ter­ro­ris­mus“ bezeich­net. In einem Vor­trag über das „Pro­blem des Bösen“ bezich­tig­te er ita­lie­ni­schen Tages­zei­tun­gen vom 24. April zufol­ge die Medi­en, der­ar­ti­ge Gewalt „hin­ter­li­stig“ zu pro­pa­gie­ren. Der lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ter des frü­he­ren Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on und dama­li­gen Pap­stes Bene­dikt XVI. warf der Pres­se vor, sie mani­pu­lie­re „vor­sätz­lich die Spra­che mit Begrif­fen, die die tra­gi­sche Wirk­lich­keit verdecken“.

Wir haben heu­te per E‑Mail erfah­ren, daß gegen Katholisches.info wegen der „Ver­harm­lo­sung des Holo­caust an den euro­päi­schen Juden“ ermit­telt wird. Anlaß ist die Ver­öf­fent­li­chung eines Zita­tes der spa­ni­schen, katho­li­schen Nach­rich­ten­platt­form Info­Va­ti­ca­na:

„Simo­ne Veil, die Frau, die einen Holo­caust über­leb­te und einen ande­ren veranlaßte.“

Für Katho­li­ken kann es kein Leben geben, das höher steht als ein ande­res Leben. Das Leben der schwan­ge­ren Mut­ter ist gleich­wer­tig, wie das Leben des Unge­bo­re­nen. Das Leben des zehn­jäh­ri­gen Jun­gen ist eben­so hei­lig, wie das Leben der 98jährigen, viel­leicht schon demen­ten Dame. Opfer sind nicht auf­zu­rech­nen. Es gibt nicht „gute“ und „schlech­te“ Opfer, son­dern ein­fach nur Opfer und als sol­che sind sie gleich.

Die Ver­nich­tung der euro­päi­schen Juden ist ein Ver­bre­chen! Die Ver­nich­tung mensch­li­chen Lebens durch Abtrei­bung ist ein Verbrechen!

Es gibt kei­ne „guten“ Ver­bre­chen, son­dern nur schlech­te Verbrechen.

Wenn Ver­bre­chen nicht mehr Ver­bre­chen genannt wer­den darf, dann aller­dings hat sich das Unrecht durchgesetzt!

Bild: Life­Si­teNews

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