Thomas Sternberg: „Kenne niemanden“ im ZdK, der beichten geht

ZdK-Vorsitzender Thomas Sternberg: "Im ZdK beichtet keiner"
ZdK-Vorsitzender Thomas Sternberg: "Im ZdK beichtet keiner"

„Nein, ich ken­ne nie­man­den.“

Tho­mas Stern­berg, Vor­sit­zen­der des Zen­tral­ko­mi­tees der deut­schen Katho­li­ken (ZdK), auf die Fra­ge der slo­wa­ki­schen Inter­net­zei­tung Postoj, ob er denn „kei­nen Men­schen“ im ZdK ken­ne, „der zur Beich­te geht“.

Zur Begrün­dung sag­te Stern­berg:

„Das Buß­sa­kra­ment hat in Deutsch­land im Wesent­li­chen auf­ge­hört zu exi­stie­ren. Nicht ein­mal die frömm­sten Katho­li­ken beich­ten. Wir sehen den Zusam­men­hang zwi­schen Beich­te und Eucha­ri­stie nicht mehr so. […] Die Wahr­heit ist, daß die Ver­bin­dung zwi­schen Eucha­ri­stie und Beich­te radi­kal abge­bro­chen ist, sie exi­stiert prak­tisch nicht mehr.“

Das Inter­view führ­te Mar­tin Hanus und wur­de von Konzervatà­vny dennà­k Postoj am 19. Febru­ar 2017 ver­öf­fent­licht.
Einen Bericht über das Inter­view publi­zier­te im April das Insti­tut für Demo­gra­phie, All­ge­mein­wohl und Fami­lie.

Bild: postoj.sk (Screen­shot)

 




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19 Kommentare

  1. Hier spricht der der Anfüh­rer des Gre­mi­en­ka­tho­li­zis­mus, wenn er die fol­gen­den Wor­te sagt:
    „Das Buß­sa­kra­ment hat in Deutsch­land im Wesent­li­chen auf­ge­hört zu exi­stie­ren. Nicht ein­mal die frömm­sten Katho­li­ken beich­ten. Wir sehen den Zusam­men­hang zwi­schen Beich­te und Eucha­ri­stie nicht mehr so. […] Die Wahr­heit ist, dass die Ver­bin­dung zwi­schen Eucha­ri­stie und Beich­te radi­kal abge­bro­chen ist, sie exi­stiert prak­tisch nicht mehr.“ Herr Stern­berg spricht hier mit einer erschrecken­den Arro­ganz, die Ihm und sei­ner Insti­tu­ti­on, dem ZdK, nicht zukommt. Wenn Herr Pro­fes­sor Dr. Stern­berg schon vom Ende oder zumin­dest vom fak­ti­schen Ende der Sakra­ment spricht, dann müss­te sich doch fra­gen, war­um dann nicht auch das Ende des ZdK. Denn nach den Aus­sa­gen von Herrn Stern­berg ste­hen alle Mit­glie­der des ZdK nicht mehr auf dem Boden der Sakra­men­ten­ord­nung und des Glau­bens­be­kennt­nis­ses. Mit die­ser Ein­stel­lung reprä­sen­tie­ren die Damen und Her­ren vom ZdK eine künst­lich gemach­te Gre­mi­en­kir­che ohne erkenn­ba­re demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on, qua­si als Par­al­lel­welt zur Kir­che Jesu Chri­sti.
    Ich lege hier Pro­test gegen die­ses Gre­mi­um ein und ver­bit­te mir, dass Herr Prof. Dr. Stern­berg und sein Damen und Her­ren vom ZdK in mei­nem Namen als Katho­li­ken reden. Sie scha­den der Kir­che Jesu Chri­sti mehr als sie nüt­zen. Ver­ges­sen wir nicht, dass das ZdK und alle sei­ne Gre­mi­en­ver­tre­ter gut von unse­rer Kir­chen­steu­er ali­men­tiert wer­den.

    • @ Hans
      Man kann Ihnen zustim­men. Da stellt sich aber gleich die Fra­ge: Wo ist die wah­re, insti­tu­tio­nel­le katho­lish­ce Kir­che in Deutsch­land heu­te? Die Kirch­ce, die auf Jesus Chri­stus gebaut ist, und des­halb nie zer­stört wird. Die Kir­che mit ihrer Hier­ar­chie, mit Prie­stern und Bischö­fen.
      Ist das die offi­zi­el­le Kirhce mit ihrer Bischofs­kon­fe­renz, die sich mehr um die Mus­li­me küm­mert, als um die Gläu­bi­ge, bzw die eine demo­kra­ti­sche Par­tei als Nazi­par­tie dif­fa­miert („unser Kreuz hat kei­nen Haken“), bloß weil sie im Gegen­satz zu den Block­par­tei­en etwas für Deutsch­land tun will?
      Ist es die Pius­bru­der­schaft, oder die Petrus­bru­der­schaft?
      Sind es die Sedis­va­kan­ti­sten?

  2. Na kein Wun­der. Beich­tet man nicht, ver­schwin­det das Sün­den­be­wusst­sein voll­stän­dig. Und dann kann man all das for­dern was der ZdK for­dert: Frau­en­prie­ster­tum, Prie­ster­hei­rat, Mahl­fei­er mit Pro­te­stan­ten, Homo­ehe, usw.. Es gibt nichts was sie nicht wol­len. Aber zum Glück passt ja die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz auf sie auf. ^^ 😉

    • @ Vox Popu­li Die DBK bezahlt das ZdK. Aber das Auf­pas­sen durch die DBK geschieht mit der­sel­ben Effi­zi­enz, wie die Bewa­chung des Wurst­vor­ra­tes durch den Haus­hund.

  3. Ich gehe regel­mä­ßig beich­ten (aller­dings in der pol­ni­schen Kir­che). Und in der Pius­bru­der­schaft gehen die Gläu­bi­gen beich­ten, das habe ich mit mei­nen eige­nen Augen wäh­rend des Got­tes­dien­stes dort gese­hen.

  4. Ich habe vor kur­zem mit einem Geist­li­chen über das ZDK gespro­chen. Er mein­te, deren Ansich­ten sei­en längst über­holt. Die­ser Ver­ein wird sich selbst abschaf­fen; alles nur eine Fra­ge der Zeit. Die 68er Mit­glie­der ster­ben aus und jun­ge kom­men nicht mehr nach. Auf solch einem anti­ka­tho­li­schem Gre­mi­um kann kein Segen ruhen.

    • Nicht nur das über­al­ter­te ZDK schafft sich selbst ab son­dern auch in der offi­zi­el­len „katho­li­schen“ Kir­che tickt die bio­lo­gi­sche Uhr dem Ende ent­ge­gen. In den Got­tes­dien­sten gehört man als 60jahriger schon zu den jüng­sten Teil­neh­mern. Die weni­gen Kin­der und Jugend­li­chen kom­men nur noch zur Kom­mu­ni­on und Fir­mung, dann nie wie­der.

  5. „Ken­ne niemanden…der beich­ten geht°
    So eine Aus­sa­ge ist erbärm­lich. Wer das wun­der­ba­re Sakra­ment der Beich­te nicht nutzt, der beraubt sich selbst. Pole­misch möch­te man ant­wor­ten: „Ich ken­ne nie­mand, der das ZdK ernst nimmt!“

  6. Hat er beim abend­li­chen Small­talk fest­ge­stellt, dass kei­ner sei­ner Kom­pli­zen zur Beich­te geht? Oder hat das Zd„K“ dafür bei den Sit­zun­gen einen eige­nen Tages­ord­nungs­punkt? Selt­sam, selt­sam… 😉

    • Die­se Aus­sa­ge ist bezeich­nend, aber inter­pre­ta­ti­ons­fä­hig.
      Wass will er uns damit sagen? Wel­che Schluss­fol­ge­run­gen
      und Kon­se­quen­zen sich dar­aus erge­ben wür­den.

      • An Balinth Jozsef und die Mit­le­ser,
        Sie fra­gen zu recht, wo ist die wah­re Kir­che Jesu in Deutsch­land. Wir müs­sen, ob wir wol­len oder nicht zwei par­al­le­le Kir­chen in Deutsch­land fes­stel­len:
        1. Die Kir­che Jesu Chri­sti, die auf der Tra­di­ti­on begrün­det ist und die Leh­re voll­stän­dig für wahr hält.
        2. Die Kir­che der Nega­ti­on, in der das Mit­glied nur das akzep­tiert, was ihm ange­nehm ist. Typisch für die­se ist die Ant­wort von Herrn Stern­berg; Ich ken­ne kei­nen der noch zur Beich­te geht. Wenn ich wie einst die Pha­ri­sä­er selbst­ge­recht bin, kann ich kei­ne Sün­den­be­wusst­sein ent­wickeln und benö­ti­ge folg­lich kei­ne Beich­te und Ver­ge­bung. Es besteht dann die fata­le Auf­fas­sung, dass die Ent­schei­dung des frei­en Wil­lens mit einer Gewis­sens­ent­schei­dung iden­tisch ist. Die­ses ist sehr ver­brei­tet. Der neue Bischof von Mainz hat sich noch vor sei­ner Inthro­ni­sa­ti­on das The­ma behan­delt und hat dabei die Kir­che Jesu Chri­sti, wel­che sich aus der Tra­di­ti­on der Leh­re begrün­det, als Par­al­lel­welt bezeich­net. Damit haben Sie eine Ant­wort auf wel­che Wei­de die heu­ti­gen Hir­ten- Chri­stus nann­te sie Miet­lin­ge- die Kir­che zu füh­ren geden­ken. Die­sem Bischof kann ich nicht nur theo­lo­gisch nicht fol­gen, son­dern auch sozio­lo­gisch: Es gibt sovie­le Par­al­lel­wel­ten, wie es Men­schen gibt. Si tacuis­ses.

  7. Wenn man sich der Not­wen­dig­keit der Erlö­sung und der eige­nen Sünd­haf­tig­keit nicht mehr bewußt ist, hat man aber auch gar nichts mehr mit unse­rem Glau­ben gemein.

  8. Wenn wir wis­sen wol­len, wo die „wah­re Kir­che“ (Fra­ge von @Balint Jozsef) lebt, soll­ten auf die Kir­che als den „Mysti­schen Leib Jesu Chri­sti“ schau­en und dazu immer wie­der mal das Evan­ge­li­um vom Lei­den betrach­ten. Und so kön­nen wir — unter ent­spre­chen­den Vor­aus­set­zun­gen (z.B.: Bemü­hun­gen um ein rei­nes Herz, Bereit­schaft zur Demut, Rin­gen um Wahr­haf­tig­keit im eige­nen Leben und in ste­ter Suche nach Wahr­heit, Vor­aus­set­zun­gen in uns schaf­fen für die Gna­de zur Unter­schei­dung der Gei­ster) — viel­leicht Fol­gen­des zur Situa­ti­on der Kir­che heu­te (nicht nur in Deutsch­land) erken­nen:

    Die Kir­che muss das Lei­den Jesu Chri­sti so durch­lei­den, wie der Herr sel­ber es durch­lit­ten hat; und sei­ne Mut­ter mit ihm. Im ana­lo­gen Blick auf den Herrn und Sei­ne Kir­che kann ver­ständ­lich wer­den, dass „all das gesche­hen muss.“ So wur­de es auch in Fati­ma vor 100 Jah­ren der Kir­che (und der Mensch­heit) geheim­nis­voll mit­ge­teilt. Wenn die Men­schen denn hören woll­ten und sich auf Got­tes Wil­len kon­zen­trier­ten, könn­ten sie es wis­sen. Dazu muss aber täg­lich nicht nur das „Vater Unser“ tief betrach­tend gebe­tet wer­den: „dein Wil­le gesche­he“. Wir müs­sen uns auch auf unse­rem Lebens­weg von Gott füh­ren las­sen, z. B. durch den Schutz­en­gel, die Leh­re der Kir­che, die lie­be Got­tes­mut­ter und ande­re Hei­li­ge; natür­lich auch durch den Herrn sel­ber. Es müss­te täg­lich der Rosen­kranz ehr­furchts­voll — fra­gend und betrach­tend — gebe­tet wer­den und Gott immer zuerst die Ehre gege­ben wer­den.

    Unter sol­chen oder ähn­li­chen Vor­aus­set­zun­gen kann erkannt wer­den, dass die „wah­re Kir­che“ immer nur da ist, wo die vom Hei­li­gen Geist geführ­te Kir­che lebt: im wah­ren Papst­tum (dog­ma­ti­sche Leh­re der Kir­che über alle Zeit), im ehr­furchts­vol­len eucha­ri­sti­schen Glau­ben und in der Lie­be zu Maria und ihrem Geheim­nis in Bezie­hung zum Drei­fal­ti­gen Gott, zur Kir­che und zur gan­zen Mensch­heit.

    So kann ver­ständ­lich wer­den, dass die „wah­re Kir­che“ die Kir­che ist, in der die ver­ein­ten Her­zen Jesu und Mari­ens und das Geheim­nis des Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­men­tes ver­ehrt wer­den; und das geschieht nicht nur in der „Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X.“ (Vetus Ordo), son­dern über­all da , wo die Kir­che eucha­ri­stisch, maria­nisch und papst­treu (im Sin­ne der ste­ten Leh­re der Kir­che aus dem Geist des Evan­ge­li­ums bzw. der Hei­li­gen Schrift und vom Hl. Geist geführ­ten Tra­di­ti­on) ist. Und das ist auch in der „Prie­ster­bru­der­schaft St. Petrus“ (Vetus Ordo) eben­so zu fin­den wie in der „Maria­ni­schen Prie­ster­be­we­gung“ (Novus Ordo); und bei vie­len Gläu­bi­gen, die sich in die­sem Por­tal auch sehr auf­ge­ho­ben wis­sen.

    Die Mit­glie­der im ZdK sind wohl sehr zu bedau­ern, dass ihnen die­ser geist­lich wert­vol­le Zugang hier wohl ver­schlos­sen ist, da sie unter einem schreck­li­chen Miss­ver­ständ­nis ‚lei­den‘: Welt in der Kir­che.

    In die­sem Sin­ne Ihnen herz­li­chen Dank für Ihre Arbeit hier und die wert­vol­len Arti­kel und Leser­bei­trä­ge wo Chri­sten sich arti­ku­lie­ren, die noch wis­sen, was Wahr­heit ist und was die Wahr­heit (Jesus Chri­stus) von uns for­dert.

  9. Man muss Herrn Stern­berg loben für sei­ne Ehr­lich­keit. Er redet nichts schön, son­dern beschreibt ohne schlech­tes Gewis­sen die Rea­li­tät der Mei­nungs­füh­re­rIn­nen des dt. Katho­li­zis­mus. Sün­den gibt es nicht mehr, ganz der Kas­per­schen Barm­her­zig­keits­theo­lo­gie ent­spre­chend (außer der Nicht­be­zah­lung der Kir­chen­steu­er natür­lich, von wel­cher Herr Stern­berg von Beginn an sei­ner beruf­li­chen Lauf­bahn lebt).

    • es ist sehr wich­tig zu beich­ten, ein­mal im Monat wäre für einen guten Katho­li­ken not­wen­dig…

      • So ist es Doris. Und jeden Abend eine Gewis­sens­er­for­schung zur Prü­fung unse­res See­len- und Gna­den­stan­des. Das Buß­sa­kra­ment bit­te nur bei einem der weni­gen, noch wirk­lich glau­bens­treu­en Prie­ster emp­fan­gen. Nicht bei einem der „Moder­nen“
        wel­che selbst kein Sün­den­be­wusst­sein mehr haben.

  10. Auch wenn gloria.tv etwas schräg, ganz anders aus­ge­rich­tet als katholisches.info ist: Hier gibt es eine Peti­ti­on, die das unsäg­li­che „ZdK“ kor­rekt ein­zu­ord­nen sucht: https://bit.ly/2N1YkY1
    Inso­fern gibt es sicher eini­ges an Über­ein­stim­mung hier und dort.

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