Wappen von Papst Franziskus korrigiert – Kein fünfzackiger Stern mehr im Papstwappen

Papstwappen erhält als Mariensymbol einen achtzackigen Stern

Das Wappen von Papst Franziskus vom 18. März sorgte für Irritationen. Neun Tage später wurde nun ein korrigierte Fassung präsentiert: ohne fünfzackigen Stern.
Das Wappen von Papst Franziskus vom 18. März sorgte für Irritationen. Neun Tage später wurde nun ein korrigierte Fassung präsentiert: ohne fünfzackigen Stern.

(Vati­kan) Das Wap­pen von Papst Fran­zis­kus wur­de kor­ri­giert. Der umstrit­te­ne fünf­zacki­ge Stern wur­de durch einen acht­zacki­gen Stern ersetzt. Das Bischofs- und Kar­di­nal­s­wap­pen zeig­te auf blau­em Schild das Sie­gel des Jesui­ten­or­dens und dar­un­ter eine sil­ber­ne Nar­den­blü­te und einen sil­ber­nen fünf­zacki­gen Stern. Die erste vom Vati­kan ver­öf­fent­lich­te Fas­sung des Papst­wap­pens zeig­te neben den päpst­li­chen Insi­gni­en zunächst nur eine Kor­rek­tur: Stern und Nar­den­blü­te wur­den nicht mehr in Sil­ber, son­dern in Gold dar­ge­stellt, wohl um einer heral­di­schen Grund­re­gel Rech­nung zu tra­gen. Der fünf­zacki­ge Stern sorg­te für eini­ge Dis­kus­sio­nen und auch Irri­ta­tio­nen, Katho­li­sches berich­te­te aus­führ­lich.

Der Stern im Wap­pen des neu­en Pap­stes stellt Maria dar. Der maria­ni­sche Stern wird tra­di­tio­nell acht­zackig oder acht­strah­lig dar­ge­stellt. In den ver­gan­ge­nen 250 Jah­ren wur­de der fünf­zacki­ge Stern zuneh­mend zunächst von Frei­mau­rern, dann auch von Kom­mu­ni­sten und Anar­chi­sten als Sym­bol besetzt. Der frei­mau­re­ri­sche und kom­mu­ni­sti­sche Fünf­zack stellt den sich selbst genü­gen­den Men­schen dar (Bei­ne, Arme, Kopf), der kei­nen Gott braucht.

Ein fünf­zacki­ger Stern in einem Papst­wap­pen führ­te in der katho­li­schen Kir­che, nicht zuletzt auch im Vati­kan zu eini­gen Irri­ta­tio­nen. Für die katho­li­sche Kir­che sind Sym­bo­le von größ­ter Bedeu­tung. Schließ­lich sah man im Vati­kan die Not­wen­dig­keit kor­ri­gie­rend ein­zu­schrei­ten, um even­tu­el­le Zwei­fel aus­zu­räu­men.

Der Vati­kan ver­öf­fent­lich­te inzwi­schen ein neu­es, kor­ri­gier­tes Wap­pen von Papst Fran­zis­kus. Eine Ent­schei­dung, die nur mit Zustim­mung des neu­en Pap­stes erfol­gen konn­te. Das päpst­li­che Wap­pen weist nun einen acht­zacki­gen und damit die klas­si­sche Form eines Sterns auf, der die aller­se­lig­ste, all­rei­ne Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria dar­stellt. Zudem sol­len die acht Strah­len des Sterns die Selig­prei­sun­gen dar­stel­len, wie der Vati­kan mit­teil­te. Durch die Kor­rek­tur wur­den auf oppor­tu­ne Wei­se alle Spe­ku­la­tio­nen und Inter­pre­ta­tio­nen des Papst­wap­pens aus der Welt geschafft. Sym­bo­le haben einen zen­tra­len Wesens­ge­halt gera­de und vor allem für die katho­li­sche Kir­che. Auch die Nar­den­blü­te, die im Bischofs­wap­pen für euro­päi­sche Augen mehr einer Wein­trau­be glich, wur­de nun ein­deu­ti­ger dar­ge­stellt.

Das Wap­pen von Papst Fran­zis­kus weist auch erst­mals einen Wap­pen­spruch auf, den bereits Jor­ge Mario Ber­go­glio in sei­nem Bischofs- und Kar­di­nal­s­wap­pen führ­te.

Papst Johan­nes Paul I. bleibt damit die Aus­nah­me unter allen Päp­sten. Sein Wap­pen mach­te eine mehr­fa­che Wand­lung durch. Zeig­te das Bischofs­wap­pen noch drei acht­zacki­ge Ster­ne, das Patri­ar­chen- und Kar­di­nal­s­wap­pen drei sechs­zacki­ge, wies das Papst­wap­pen plötz­lich drei fünf­zacki­ge Ster­ne auf. Wie die­ser Wan­del zu einer so unge­wöhn­li­chen Sym­bo­lik gesche­hen konn­te, ist nicht ganz klar. Papst Lucia­ni regiert nur 33 Tage.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: vatican.va

7 Kommentare

  1. Ein Papst soll nicht regie­ren, das ist eine absur­de Idee des 13. Jahr­hun­derts, . er soll sein Amt aus­üben. Ein Papst ist kein König.

  2. Na das sind ja ech­te Fort­schrit­te, mir gefällt die­ser Papst, er betrügt uns wenig­stens nicht bis­lang. Johan­nes Paul II. tat immer so als ob er unter Misstän­den lit­te, Mini­stran­tin­nen und der­glei­chen, er appro­bier­te sie aber und ernann­te durch­wegs Bischö­fe von denen er wis­sen muss­te, dass sie das tun wol­len, wor­un­ter er zu lei­den vor­gab. Und gegen­über Erz­bi­schof Lefebrve gab er sich knall­hart, anson­sten lavier­te er nur. Ähn­lich säu­sel­te auch Bene­dikt XVI. her­um, nach dem Mot­to rechts blin­ken und links abbie­gen.

  3. Eine gute Nach­richt. Sie zeugt von einem durch­aus noch vor­han­de­nen Gespür für Sym­bo­le und für die Gefahr zwei­deu­ti­ger Signa­le. Dass der neue Papst der Kor­rek­tur zuge­stimmt hat, ist ein Hoff­nungs­zei­chen, dass er sich bera­ten lässt und zugäng­lich für Rat­schlä­ge ist, nach­dem ihm die­se Fra­ge offen­sicht­lich bis­her nicht son­der­lich beweg­te. Wie gesagt, eine gute Nach­richt. Die Vor­stel­lung, wäh­rend des gan­zen Pon­ti­fi­kats einen fünf­zacki­gen Stern vor Augen haben zu müs­sen und dabei an die Logen­brü­der, den Sowjet­stern erin­nert zu wer­den, war für mich schon schreck­lich. Dan­ke Papst Fran­zis­kus

    • Die Kor­rek­tur zeigt, dass Fran­zis­kus eine Nähe zu Bischof Fel­lay bzw. den Pius­brü­dern aus­schlie­ßen woll­te.

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