Auch das zweite außerordentliche Kardinalskonsistorium des Pontifikats von Leo XIV. wird sich nicht mit der Liturgiefrage befassen. Was nicht alle bedauern.
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Die Liturgie ist kein Thema beim Konsistorium: „Das Beste, was geschehen konnte“

Ergän­zend zu den fol­gen­den Gedan­ken wäre dar­auf hin­zu­wei­sen, daß auch der Umstand, daß zwei Tage nach Abschluß des bevor­ste­hen­den Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­ums die Bischofs­wei­hen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. statt­fin­den wer­den, kei­nen geeig­ne­ten Rah­men bie­tet, um die Lit­ur­gie­fra­ge mit der gebo­te­nen Ruhe und Sach­lich­keit zu erör­tern. Viel­mehr bestün­de die Gefahr, daß die Debat­te im Kar­di­nals­kol­le­gi­um von über­mä­ßi­ger
Pater Louis-Marie de Blignières, Prior der altrituellen Fraternité Saint-Vincent-Ferrier
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Wie Kardinal Ratzinger sagte: In einem Schisma trifft leider beide Seiten eine Mitschuld

In der neu­en Aus­ga­be (Nr. 176) von Sedes Sapi­en­tiae behan­delt Pater Lou­is-Marie de Bli­g­niè­res die Fra­ge der von der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ange­kün­dig­ten Bischofs­wei­hen. Dar­in ver­tei­digt er die Ein­heit mit der kirch­li­chen Hier­ar­chie, nicht zuletzt auf­grund sei­ner eige­nen Bio­gra­phie, als unverzichtbar.
Priesterweihen in Zaitzkofen
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

„Je suis Pie X. “ oder: Warum wir mit der „Piusbruderschaft“ solidarisch sein müssen

Von P. Joa­chim Heim­erl von Heim­thal* Viel­leicht geht es Ihnen wie mir? Ich gehö­re nicht zur Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X., ver­fol­ge aber auf­merk­sam ihr Wir­ken und bin dank­bar dafür. Ohne die Bru­der­schaft wür­de die über­lie­fer­te Mes­se heu­te ver­ges­sen sein und ich selbst hät­te sie nie ken­nen­ge­lernt. – Sicher: Es gibt vie­le tra­di­tio­nel­le Gemein­schaf­ten, die die
Freiheit für den überlieferten Ritus, Freiheit für die Tradition
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Kardinal Fernández, ein schlechter Nachahmer von Kardinal Ratzinger

Chri­sti­an Mar­quant, Publi­zist und Vor­sit­zen­der der tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Bewe­gung Paix Lit­ur­gi­que, mel­de­te sich vor weni­gen Tagen mit fol­gen­der Stel­lung­nah­me zur Fra­ge der Bischofs­wei­hen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) und der römi­schen Reak­ti­on zu Wort: Lie­be Freun­de! Papst Leo XIV. hat­te die Befrie­dung der Kir­che ange­kün­digt – und nun kam die Ankün­di­gung der Bischofs­wei­hen durch die
Ecclesia und Synagoga, Kirche und Synagoge. Die Kirche ist sehend und trägt Kreuz, Palmzweig und Kelch, während die Synagoge blind ist, symbolisiert durch eine Augenbinde, daß sie den Messias zurückweist.
Forum

Ist der Alte Bund niemals aufgehoben worden?

Von Don Cur­zio Nito­glia* Vor­wort Vor eini­gen Tagen, am 19. Mai 2026, ver­öf­fent­lich­te Hw. Ber­nard Mall­mann – der am 10. Okto­ber 2012 in Rom zum Prie­ster geweiht wur­de, in Regens­burg und Rom Theo­lo­gie stu­dier­te, 2020 in Wien zum Dok­tor der Theo­lo­gie pro­mo­viert wur­de und seit 2021 Assi­stent am Lehr­stuhl für Dog­ma­ti­sche Theo­lo­gie der Katho­­lisch-Theo­­lo­­gi­­schen Fakul­tät
Erzbischof Marcel Lefebvre und der Patron der von ihm gegründeten Priesterbruderschaft, Pius X.
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Der performative Widerspruch der Piusbruderschaft

Von Vigi­li­us* „Das Papst­amt ist kei­ne abso­lu­ti­sti­sche Mon­ar­chie“ Im Jah­re 2024 hat der Distrikt­obe­re der Pius­bru­der­schaft in Deutsch­land, Ste­fan Pfluger, in einem von Seba­sti­an Ost­rit­sch geführ­ten Inter­view der Deut­schen Tages­post erläu­tert, dass sich die Bru­der­schaft „als unter den Papst gestellt“ sieht. Von Ost­rit­sch im Anschluss an die Fra­ge nach den uner­laub­ten Bischofs­wei­hen auf „die punk­tu­el­le
Nachrichten

Die Piusbruderschaft ist das Symptom, nicht die Ursache

Der Schwei­zer Prie­ster, Kano­nist und frü­he­re Gene­ral­vi­kar der Diö­ze­se Chur, Mar­tin Gricht­ing, dia­gno­sti­ziert in sei­ner jüng­sten Ana­ly­se für Info­Va­ti­ca­na eine tie­fe Ver­trau­ens­kri­se inner­halb der katho­li­schen Kir­che. Aus­gangs­punkt sei­ner Über­le­gun­gen ist eine eben­so ein­fa­che wie bri­san­te Fra­ge: Was geschieht, wenn jene Instanz, die in der Kir­che höch­ste Auto­ri­tät besitzt, selbst den Ein­druck erweckt, nicht mehr unein­ge­schränkt
Die vier Priester, die für die Piusbruderschaft am 1. Juli zu Bischöfen geweiht werden sollen: (v. l.) Pater Pascal Schreiber, Pater Michael Goldade, Pater Michel Poinsinet de Sivry, Pater Marc Hanappier
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Vier neue Bischöfe für die Piusbruderschaft

Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) gab offi­zi­ell die Namen jener vier Prie­ster bekannt, die am 1. Juli in Ecô­ne zu Bischö­fen geweiht wer­den sol­len. Die ange­kün­dig­ten Wei­hen mar­kie­ren einen Ein­schnitt von histo­ri­scher Trag­wei­te, denn sie erin­nern nicht nur sym­bo­lisch an die berühm­ten Bischofs­wei­hen von 1988 durch Erz­bi­schof Mar­cel Lefeb­v­re, son­dern lei­ten zugleich einen sicht­ba­ren
Kardinal Victor Manuel "Tucho" Fernández, Präfekt des Glaubensdikasteriums, sprach in den vergangenen Tagen über die Priorität seines Dikasteriums und drohte der Piusbruderschaft mit Exkommunikation
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Leo XIV. zwischen Zukunftsagenda und innerkirchlicher Zerreißprobe

In den ver­gan­ge­nen Tagen setz­te Papst Leo XIV. eine Rei­he von Initia­ti­ven, die Kon­tu­ren erken­nen las­sen: eine star­ke Kon­zen­tra­ti­on auf die ethi­schen Fol­gen der Künst­li­chen Intel­li­genz und eine demon­stra­ti­ve Öff­nung zur inter­na­tio­na­len Diplo­ma­tie. Inwie­fern auch eine deut­li­che Ver­schär­fung der Span­nun­gen mit der tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. durch das Glau­bens­dik­aste­ri­um auf ihn zurück­geht, muß sich
Glaubenspräfekt Kardinal Tucho Fernández droht der Piusbruderschaft mit Exkommunikation
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Roms Exkommunikationsdrohung

Nico Spun­to­ni, Vati­ka­nist der ita­lie­ni­schen Tages­zei­tung Il Giorn­a­le, hat­te es in der heu­ti­gen Aus­ga­be vor­weg­ge­nom­men: Der Vati­kan äußer­te sich heu­te mit unge­wohn­ter Klar­heit zu den von der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ange­kün­dig­ten Bischofs­wei­hen. Die Bischofs­wei­hen sind für den 1. Juli ange­setzt und wol­len ohne päpst­li­ches Man­dat gespen­det wer­den – ein Schritt, der aus römi­scher Sicht