Papst Franziskus über die Arbeit: „Sehr schwere Sünde“ – „Jeder Mann und jede Frau müssen arbeiten können“


Franziskus am Mittwoch auf dem Weg zur Generalaudienz
Franziskus am Mittwoch auf dem Weg zur Generalaudienz

(Rom) Bei der Gene­ral­au­di­enz vor zwei Tagen, am 15. März, sag­te Papst Fran­zis­kus zum Abschluß sei­ner Ansprache:

„Einen beson­de­ren Gruß rich­te ich an die Arbei­ter von Sky Ita­lia und hof­fe, daß ihre Arbeits­si­tua­ti­on eine rasche Lösung fin­den kann im Respekt der Rech­te aller, beson­ders der Familien.

Die Arbeit gibt uns Wür­de, und die Ver­ant­wort­li­chen der Völ­ker, die Füh­rungs­kräf­te haben die Pflicht, alles zu tun, damit jeder Mann und jede Frau arbei­ten kön­nen und so erho­be­nen Haup­tes, den ande­ren ins Gesicht schau­en kön­nen, mit Wür­de. Wer aus wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen, um nicht ganz durch­sich­ti­ge Geschäf­te zu machen, Fabri­ken schließt, Unter­neh­men schließt und den Men­schen die Arbeit nimmt, begeht eine sehr schwe­re Sünde.“

Den ersten Satz las Fran­zis­kus vom vor­be­rei­te­ten Text. Die fol­gen­den Sät­ze ergänz­te der Papst spon­tan und bezog sich offen­bar auf eine der fünf „him­mel­schrei­en­den Sün­den“, die im Kate­chis­mus der Katho­li­sche Kir­che genannt wer­den: den Arbei­tern den gerech­ten Lohn vor­zu­ent­hal­ten. Die „zum Him­mel nach Rache schrei­en­den Sün­den“ gehö­ren zu den Todsünden.

„Francis is going department by department looking for heads to roll“

Pole­misch stell­te Secre­tum meum mihi den Wor­ten des Pap­stes eini­ge sei­ner Hand­lun­gen gegen­über, unter ande­rem die Ent­las­sung von drei füh­ren­den Mit­ar­bei­tern der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on Ende 2016 ohne Nen­nung von Grün­den; die Ent­fer­nung der bei­den Unter­se­kre­tä­re der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on Anfang Novem­ber 2014 ohne Nen­nung von Gründen.

Die New York Times schrieb am 14. Janu­ar 2014 auf der Titel­sei­te: „Pope With the Hum­ble Touch Is Firm Res­ha­ping the Vati­can“. Wört­lich schrieb die Tages­zei­tung, daß im Vati­kan eine Mischung aus “Schmei­che­lei und Unsi­cher­heit“ herr­sche, jeden­falls eine „tie­fe Ver­un­si­che­rung“, die bereits einen „Hauch von Para­noia“ auf­wei­se. Der Grund?

„Ver­schie­de­ne Per­so­nen sagen, zu fürch­ten, daß Fran­zis­kus von Abtei­lung zu Abtei­lung geht, auf der Suche nach Köp­fen, die rol­len sollen“

“Seve­ral peo­p­le say they fear Fran­cis is going depart­ment by depart­ment loo­king for heads to roll.“

Der ein­gangs genann­te Abschnitt der Gene­ral­au­di­enz im Originalton:

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Vati​can​.va (Screen­shot)