Die unter Franziskus vertuschten Statistiken

Ein Vergleich im Heiligen Jahr mit Leo XIV.


Das bergoglianische Pontifikat verzeichnete einen starken Rückgang der Gläubigen, die an päpstlichen Veranstaltungen teilnahmen
Das bergoglianische Pontifikat verzeichnete einen starken Rückgang der Gläubigen, die an päpstlichen Veranstaltungen teilnahmen

Nach acht Jah­ren hat der Hei­li­ge Stuhl erst­mals wie­der die sta­ti­sti­schen Daten zu Anwe­sen­heit und Teil­nah­me an Audi­en­zen und lit­ur­gi­schen Fei­ern unter Papst Fran­zis­kus ver­öf­fent­licht. Die Tabel­len waren zuvor auf Anord­nung von Papst Fran­zis­kus unter Ver­schluß gehal­ten worden.

Die ver­öf­fent­lich­ten Zah­len bele­gen einen kon­ti­nu­ier­li­chen Rück­gang der Teil­neh­mer­zah­len wäh­rend sei­nes Pon­ti­fi­kats und im Ver­gleich zu sei­nen Vor­gän­gern. Im Jahr 2013, dem Jahr sei­ner Wahl, lag die Gesamt­zahl der Teil­neh­mer noch bei fast sie­ben Mil­lio­nen. 2014 sank sie leicht auf etwa 6,6 Mil­lio­nen, Bereits 2015 fiel sie aber auf rund 3,2 Mil­lio­nen. Kri­ti­ker des berg­o­glia­ni­schen Pon­ti­fi­kats hat­ten früh­zei­tig auf die­se Ent­schei­dung mit den Füßen durch die Gläu­bi­gen auf­merk­sam gemacht. Bis 2017 ging die Zahl wei­ter zurück auf 2,7 Mil­lio­nen. In den Coro­na-Jah­ren konn­ten sich der berg­o­glia­ni­schen Hof­staat bequem hin­ter dem angeb­li­chen „Aus­nah­me­zu­stand“ ver­schan­zen, den die Regie­run­gen, auch jene des Kir­chen­staa­tes, also Fran­zis­kus selbst, erst her­beie­führt hatten. 

In den letz­ten bei­den Jah­ren sei­nes Pon­ti­fi­kats, 2023 und 2024, wur­den nur noch etwa 1,7 Mil­lio­nen Gläu­bi­ge registriert.

Die Daten, die von der Prä­fek­tur des Päpst­li­chen Hau­ses ver­öf­fent­licht wur­den, umfas­sen Gene­ral­au­di­en­zen, Jubi­lä­ums­au­di­en­zen, Son­der­au­di­en­zen, lit­ur­gi­sche Fei­ern und das Ange­lus-Gebet. Das Jahr 2025 bie­tet sich für den direk­ten Ver­gleich mit dem Pon­ti­fi­kat sei­nes Nach­fol­gers Leos XIV. an, da es als Hei­li­ges Jahr in besn­de­rer Wei­se Pil­ger nach Rom füh­ren sollte:

Bis zur Ein­lie­fe­rung von Papst Fran­zis­kus am 14. Febru­ar 2025 wur­den über 250.000 Teil­nah­men regi­striert. Nach der Wahl von Papst Leo XIV. im Mai 2025 stie­gen die Zah­len deut­lich an, ins­ge­samt wur­den für 2025 3.176.620 Teil­nah­men gezählt. Der Unter­schied ist eklatant.

Unter Fran­zis­kus ver­stärk­te sich die Ent­wick­lung, daß Rom-Pil­ger nicht auto­ma­tisch den Wunsch hat­ten, auch an einer päpst­li­chen Ver­an­stal­tung teil­zu­neh­men. Was die­se „Ent­kop­pe­lung“ genau bedeu­tet, muß sich erst noch zeigen.

Die Monats­sta­ti­sti­ken zei­gen, daß unter Papst Fran­zis­kus vor allem in den Anfangs­mo­na­ten ver­gleichs­wei­se weni­ge Besu­cher anwe­send waren, wäh­rend die Zah­len unter Papst Leo XIV. deut­lich anstie­gen. Die Auf­schlüs­se­lung nach Ver­an­stal­tungs­art zeigt, daß beson­ders das Ange­lus-Gebet und die lit­ur­gi­sche Fei­ern stark besucht waren, wäh­rend Son­der­au­di­en­zen und Audi­en­zen, auf die Fran­zis­kus gro­ßen Wert leg­te, wäh­rend er auf lit­ur­gi­sche Fei­ern in den letz­ten zwei Jah­ren ganz ver­zich­te­te, im Ver­gleich nied­ri­ge­re Zah­len aufweisen.

Die Ver­öf­fent­li­chung mar­kiert die Rück­kehr einer lang­jäh­ri­gen Tra­di­ti­on des Hei­li­gen Stuhls, die genaue Doku­men­ta­ti­on der Teil­nah­me­zah­len an kirch­li­chen Ver­an­stal­tun­gen öffent­lich zugäng­lich zu machen. Die vor­he­ri­ge Geheim­hal­tung hat­te für Kon­tro­ver­sen gesorgt.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vati​can​.va (Screen­shot)

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