Mehr Priesterweihen der Petrusbruderschaft denn je


Am vergangenen Samstag wurden von Erzbischof Wolfgang Haas sieben Kandidaten der Petrusbruderschaft zu Diakonen geweiht
Am vergangenen Samstag wurden von Erzbischof Wolfgang Haas sieben Kandidaten der Petrusbruderschaft zu Diakonen geweiht

(Wigratz­bad) Am ver­gan­ge­nen Sams­tag, dem 20. Mai, wur­den im schwä­bi­schen Gestratz sie­ben Semi­na­ri­sten der Prie­ster­bru­der­schaft St. Petrus (FSSP) zu Dia­ko­nen geweiht. Am 10. Juni steht dann ein ganz beson­de­res Fest bevor: In Otto­beu­ren wer­den zehn Dia­ko­ne, mehr als je zuvor in Wigratz­bad, zu Prie­stern geweiht wer­den. Alle Kan­di­da­ten erfah­ren ihre sie­ben­jäh­ri­ge Aus­bil­dung (Vor­be­rei­tungs­jahr, fünf Stu­di­en­jah­re, Dia­ko­nats­jahr) im bru­der­schafts­ei­ge­nen Inter­na­tio­na­len Prie­ster­se­mi­nar St. Petrus in Wigratzbad.

Die Dia­ko­nats­wei­hen wur­den von Erz­bi­schof Wolf­gang Haas gespen­det. Am Vor­tag war die Inkor­po­ra­ti­on der Geweih­ten in die Petrus­bru­der­schaft vorausgegangen.

Die Petrus­schlüs­sel sind das Sym­bol der Petrusbruderschaft

Die Prie­ster­bru­der­schaft schreibt dazu:

„Der Dia­kon (von grie­chisch dia­ko­nos: „Die­ner“) hat den Auf­trag zu pre­di­gen, Kate­che­sen zu hal­ten, zu tau­fen, zu ver­hei­ra­ten und den Prie­stern in allen Aspek­ten des Amtes behilf­lich zu sein. Nach einem letz­ten Monat im Semi­nar wer­den unse­re neu­en Levi­ten auf die ver­schie­de­nen Apo­sto­la­te der Bru­der­schaft ver­teilt, um dort ein Jahr lang zu die­nen, unter­bro­chen von eini­gen Stu­di­en­ein­hei­ten. Ende Juni 2024 schließ­lich wer­den sie, so Gott will, Prie­ster für die Ewigkeit.“

Die zehn Kan­di­da­ten für das Prie­ster­tum waren im Vor­jahr vom Augs­bur­ger Bischof Bert­ram Mei­er in der Stadt­pfarr­kir­che St. Peter und Paul zu Lin­den­berg zu Dia­ko­nen geweiht wor­den. Erst­mals seit Grün­dung der Petrus­bru­der­schaft im Jahr 1988 spen­de­te ein amtie­ren­der Bischof des deut­schen Sprach­raums die Wei­hen. In etwas mehr als zwei Wochen fol­gen nun ihre Prie­ster­wei­hen. Unter den Anwär­tern befin­den sich drei Bun­des­deut­sche, zwei Öster­rei­cher und ein Schweizer.

Die Prie­ster­wei­he erfolgt in der Basi­li­ka St. Alex­an­der und Theo­dor, der Abtei­kir­che des Bene­dik­ti­ner­klo­sters Otto­beu­ren. Seit eini­gen Jah­ren ermög­li­chen Abt und Kon­vent des 764 gegrün­de­ten Klo­sters, die Stifts­kir­che für die Prie­ster­wei­hen zu nüt­zen. Der hei­li­ge Alex­an­der von Rom erlitt 165 und der hei­li­ge Theo­dor Tiro um 300 das Martyrium.

Der 10. Juni wird zu einem Freu­den­fest für die Kir­che und die Tradition.

Basi­li­ka und Stifts­kir­che St. Alex­an­der und Theo­dor zu Ottobeuren

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: fsspwi​gratz​bad​.blog​spot​.com/​W​i​k​i​c​o​m​m​ons