„Wenn wir die Liebe Gottes annehmen, können wir nicht nur die lieben, die uns nahestehen, sondern sogar unsere Feinde“

Mittwochskatechese mit Papst Franziskus

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

die christ­li­che Ant­wort auf die gegen­wär­ti­ge Kri­se fin­det ihre Grund­le­gung in der Lie­be Got­tes, die uns immer vor­aus­geht. Er liebt uns bedin­gungs­los und, wenn wir die­se gött­li­che Lie­be anneh­men, kön­nen wir nicht nur die lie­ben, die uns nahe­ste­hen, son­dern sogar unse­re Fein­de.

Es han­delt sich hier­bei um eine Kunst, in der wir bestän­dig wach­sen müs­sen. Die Lie­be beschränkt sich nicht nur auf die Bezie­hung zwi­schen zwei Per­so­nen, son­dern sie umfasst auch die zivi­le und poli­ti­sche Dimen­si­on. Sie befruch­tet die Fami­li­en und die Freund­schaf­ten, aber auch die gesell­schaft­li­chen, wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Ver­hält­nis­se, um eine Zivi­li­sa­ti­on der Lie­be zu erbau­en, die auf dem Gemein­wohl grün­det. Es ist die Pflicht jedes Ein­zel­nen, hier­zu bei­zu­tra­gen. Der hei­li­ge Igna­ti­us von Loyo­la lehrt in die­sem Sin­ne, dass die Aus­rich­tung der täg­li­chen Mühen auf das Gemein­wohl eine Art ist, zur Ehre Got­tes zu wir­ken. Auch die beschei­den­ste Geste kann so hel­fen, die Lie­be Got­tes in die­ser Welt sicht­bar zu machen, die sie von ihren Übeln hei­len kann.

Von Her­zen grü­ße ich die Gläu­bi­gen deut­scher Spra­che. Die seli­ge Jung­frau Maria, deren Geburts­fest wir gestern began­gen haben, zeigt uns, dass der Herr Gro­ßes an denen tut, die demü­tig sei­nem Wil­len fol­gen. Sie hel­fe uns, aus die­sem Bewusst­sein zu leben, um die Lie­be Got­tes in der Welt zu ver­brei­ten.

Bild: Vatican.va

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