Jesus wird vom Sanhedrin, dem höchsten jüdischen gesetzgebenden, religiösen und richterlichen Gremium im antiken Israel, zum Tode verurteilt.
Forum

Gottesmordthese und Passionsfrömmigkeit

Eine Erör­te­rung von Hubert Hecker Der FAZ-Jour­na­­list Tho­mas Jan­sen behaup­tet in sei­nem Leit­ar­ti­kel vom 8.11.2025, die kirch­li­che Leh­re von den Juden als Got­tes­mör­dern hät­te in Deutsch­land „einen Nähr­bo­den für den völ­ker­mör­de­ri­schen Anti­se­mi­tis­mus der Natio­nal­so­zia­li­sten“ geschaf­fen. Ähn­lich äußert sich der ame­ri­ka­ni­sche Sozi­al­wis­sen­schaft­ler David I. Kert­zer in dem ZDF/Ar­te-Film „Papst Pius XII. und der Holo­caust“ vom Janu­ar
Kardinal Dominique Mathieu mit Papst Leo XIV. in Rom
Leo XIV.

Kardinal Dominique Mathieus Evakuierung aus dem Iran – und die zurückgelassenen Katholiken

Isra­el und die USA füh­ren einen Angriffs­krieg gegen den Iran, den sie „Prä­ven­tiv­krieg“ nen­nen, eine Kate­go­rie, die das Völ­ker­recht nicht kennt. Es han­delt sich um den drit­ten direk­ten Angriff mit nach­fol­gen­dem Schlag­ab­tausch seit 2024. Die im Iran aner­kann­te katho­li­sche Kir­che macht gera­de eine bit­te­re Erfah­rung. Die Katho­li­ken erle­ben nicht nur Bom­bar­die­run­gen, wie sie auf­grund der
Der italienische Senat stimmte am Mittwoch für ein Spezialgesetz gegen Antisemitismus, das verfassungsrechtliche Zweifel aufwirft
Forum

„Antisemitismus-Gesetz“ im italienischen Senat angenommen

Von Rinal­do Buc­ci­ni* Im Nahen Osten fal­len die Bom­ben. Wäh­rend­des­sen wird im Westen an einem Tabu der poli­ti­schen Kor­rekt­heit geba­stelt, von dem Kri­ti­ker eine Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit befürch­ten. Die poli­ti­sche Debat­te dazu ist noch längst nicht been­det, doch eine wich­ti­ge par­la­men­ta­ri­sche Hür­de ist genom­men: Der ita­lie­ni­sche Senat hat ein Geset­zes­vor­ha­ben zur Bekämp­fung des Anti­se­mi­tis­mus ver­ab­schie­det.
Verschiedene Darstellungen des "Baums des Lebens" mit den Sephitoth der Kabbala, einer hochmittelalterlichen Richtung der jüdischen Mystik
Leo XIV.

Leo XIV. und das jüdische Tikkun olam

Eine Video­bot­schaft von Leo XIV. vom 20. Sep­tem­ber 2025 anläß­lich des ALS Walk for Life – Chi­ca­go blieb weit­ge­hend unbe­ach­tet. Es han­del­te sich um eine Bene­­fiz-Ver­­an­­stal­tung, die von Amy­o­tro­pher Late­ral­skle­ro­se Betrof­fe­ne und ihre Fami­li­en zusam­men­bringt mit Betei­li­gung aus dem Bereich der Kran­ken­pfle­ge – ein auf natür­li­cher Ebe­ne zwei­fel­los lobens­wer­tes Unter­fan­gen. Dabei han­delt es sich um
Kardinal Pizzaballa, lateinischer Patriarch von Jerusalem, und Kardinal Raï, maronitischer Patriarch des Libanon, äußerten ihre Hoffnung, die sie mit dem Papstbesuch im Libanon verbinden und auf ein Ende der Kämpfe im Gazastreifen.
Leo XIV.

Stimmen aus dem Libanon und dem Heiligen Land zur päpstlichen Friedensmission

Die ange­kün­dig­te Rei­se von Papst Leo XIV. in den Nahen Osten wird von kirch­li­chen Wür­den­trä­gern als ein kraft­vol­les Zei­chen der Hoff­nung und des Frie­dens inter­pre­tiert – in einer Regi­on, die von Jahr­zehn­ten des Leids, der Zer­stö­rung und des gegen­sei­ti­gen Miß­trau­ens geprägt ist. Zwei her­aus­ra­gen­de Stim­men, Kar­di­nal Becha­ra Bou­tros Rai, maro­ni­ti­scher Patri­arch des Liba­non, und Kar­di­nal
Papst Leo XIV. empfing gestern Israels Staatspräsident Isaac Herzog in Audienz. Der Heilige Stuhl legte wert auf die Feststellung, daß es sich um keine Einladung handelte, sondern Herzog darum ersucht hatte.
Leo XIV.

Der Papst und Israels Präsident: Die Wahrheit hinter der Audienz

Am 4. Sep­tem­ber 2025 emp­fing Papst Leo XIV. den israe­li­schen Prä­si­den­ten Isaac Her­zog zu einer offi­zi­el­len Audi­enz im Vati­kan. Wäh­rend die Welt mit wachen Augen auf das Gesche­hen im Nahen Osten blickt, wur­de die­ses Tref­fen von man­cher Sei­te als sym­bol­träch­ti­ger Akt dar­ge­stellt – doch die Wahr­heit liegt tie­fer und ver­dient eine Einordnung.
Alphonse Ratisbonne, ein Straßburger Jude, der sich in Rom belehrte und katholischer Priester wurde
Liturgie & Tradition

Die wundersame Bekehrung des Juden Ratisbonne

Von Rober­to de Mat­tei* Jeder kennt die Mari­en­hei­lig­tü­mer von Lore­to und Pom­pe­ji und in Rom die gro­ßen Basi­li­ken, aber nicht jeder weiß, daß es im Her­zen der Ewi­gen Stadt eine klei­ne Pfarr­ba­si­li­ka gibt, San­t’An­drea del­le Frat­te, auch bekannt als Hei­lig­tum der Madon­na del Mira­co­lo (Unse­rer Lie­ben Frau von der Wun­der­tä­ti­gen Medail­le). Hier erschien näm­lich am
Wie aus dem christlich-jüdischen Dialog eine Verwerfung des christlichen Glaubens wird.
Forum

„Tag des Judentums“ – Sinnbild der Apostasie

Von Wolf­ram Schrems* Zum sechs­und­zwan­zig­sten Mal wur­de sei­tens des Öku­me­ni­schen Rates der Kir­chen in Öster­reich am heu­ri­gen 17. Jän­ner der soge­nann­te „Tag des Juden­tums“ began­gen. Auch die­ses Ereig­nis ist sinn­bild­lich für die Apo­sta­sie der post­kon­zi­lia­ren Ära: Die Prot­ago­ni­sten der Ver­an­stal­tung aus den Rei­hen der „Kir­chen“ ver­wer­fen den christ­li­chen Glauben.
So sollte der wiederaufgebaute Tempel von Jerusalem laut einer der Tempelanhänger-Gruppen aussehen
Hintergrund

Der Wiederaufbau des Jerusalemer Tempels – und die damit verbundenen Gefahren

Die Jour­na­li­stin Cin­zia Nota­ro führ­te ein aus­führ­li­ches Inter­view mit dem Prie­ster Don Cur­zio Nito­glia, das von Stilum Curiae ver­öf­fent­licht wur­de. Das Inter­view behan­delt Span­nun­gen und Strö­mun­gen im Juden­tum rund um die Fra­ge des Wie­der­auf­baus des Jeru­sa­le­mer Tem­pels. Don Nito­glia betont die Wich­tig­keit, von der Exi­stenz eigen­wil­li­ger Tem­­pel-Grup­­pen im Juden­tum zu wis­sen, um die gegen­wär­ti­gen welt­po­li­ti­schen
Sie wurde als Jüdin Edith Stein geboren und starb als katholische Ordensfrau Teresa Benedicta a Cruce, weil sie für das NS-Regime Jüdin war.
Forum

Die heilige Edith Stein und Martin Heidegger: zwei gegensätzliche Leben

Von Rober­to de Mat­tei* Zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts ent­steht in Euro­pa eine neue phi­lo­so­phi­sche Schu­le, die ver­sucht, das moder­ne Den­ken zu sei­ner „kri­ti­schen Rei­fe“ zu brin­gen. Begrün­der die­ser neu­en Schu­le war Edmund Hus­s­erl (1859–1938), Pro­fes­sor in Göt­tin­gen und Frei­burg im Breis­gau, der nach der Objek­ti­vi­tät des Wis­sens und der Wer­te im mensch­li­chen Bewußt­sein suchte.