Papst Franziskus am Montag mit dem Lehrkörper und den Studenten des Päpstlichen Lateinamerikanischen Kollegs in Rom, die er dreifach ermahnte, Hirten des Volkes und nicht Kleriker des Staates zu sein.
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„Hirten des Volkes, nicht Kleriker des Staates“

(Rom) Papst Fran­zis­kus emp­fing am Mon­tag den Lehr­kör­per und die Stu­den­ten des Päpst­li­chen Latein­ame­ri­ka­ni­schen Kol­legs in Rom. In sei­ner Anspra­che for­der­te er vor allem die Stu­den­ten auf, die dem­nächst in ihre Hei­mat­diö­ze­sen zurück­keh­ren, „Hir­ten des Vol­kes, nicht Kle­ri­ker des Staa­tes“ zu sein. Eine Ermah­nung, die im Zusam­men­hang mit der Rea­li­tät in Latein­ame­ri­ka nicht ver­wun­dert, aller­dings
Die befreiungstheologisch geprägte Bischofskonferenz von Brasilien und Santa Marta treiben die Seligsprechung von Hélder Câmara voran.
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Dom Hélder Câmara bald ein „ehrwürdiger Diener Gottes“

(Bra­si­lia) Die Bra­si­lia­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz gab bekannt, daß der Selig­spre­chungs­pro­zeß des eme­ri­tier­ten Erz­bi­schofs von Olin­da und Reci­fe, Hél­der Câma­ra (1909–1999), bald eine wich­ti­ge Hür­de neh­men wird. Prä­sen­tiert wur­de der bra­si­lia­ni­sche Kir­chen­mann dabei von der Bischofs­kon­fe­renz und füh­ren­den Medi­en, so z. B. der ita­lie­ni­schen Pres­se­agen­tur ANSA, als „Ordens­mann, der sich um die Ver­tei­di­gung der Men­schen­rech­te ver­dient gemacht
Papst Franziskus trifft sich bei jeder Auslandsreise mit der örtlichen Jesuitengemeinschaft. Gibt das Kirchenoberhaupt bei diesen Gelegenheit am ehesten zu erkennen, was es wirklich denkt?
Hintergrund

Was denkt Papst Franziskus wirklich? – Eine Spurensuche

(Rom) Was denkt Papst Fran­zis­kus wirk­lich? Die­se Fra­ge beschäf­tigt vie­le, da es oft scheint, als sei Fran­zis­kus ein Papst der Wider­sprüch­lich­kei­ten. Dabei scheint ihm selbst dar­an gele­gen zu sein, sich nicht in die Kar­ten schau­en zu las­sen. Der Fra­ge ging nun San­dro Magi­ster, der eigent­li­che Doy­en der Vati­ka­ni­sten, nach und leg­te eine Zusam­men­stel­lung von Aus­sa­gen
Gestern stürmte die nicaraguanische Polizei, besser bekannt als "Ortega-Milizen", die bischöfliche Kurie von Matagalpa und verhaftete den Bischof und mehrere Priester, Seminaristen und Laien.
Christenverfolgung

Wurde für den verhafteten Bischof von Matagalpa ein Deal ausgehandelt?

(Mana­gua) Am Frei­tag stürm­ten die Orte­­ga-Mili­­zen in Nica­ra­gua die Kurie der Diö­ze­se Matag­al­pa und nah­men Bischof Rolan­do Álva­rez und acht wei­te­re Per­so­nen fest. Soli­da­ri­täts­no­ten kom­men von ande­ren nica­ra­gua­ni­schen Diö­ze­sen und aus den USA. Der Sekre­tär der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on für Latein­ame­ri­ka kün­dig­te für Sonn­tag eine Stel­lung­nah­me von Papst Fran­zis­kus an. Den­noch zeich­net sich ab, daß es
Kardinal Claudio Hummes, der Statthalter von Papst Franziskus in Brasilien, ist gestern im 88. Lebensjahr verstorben.
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Tod eines Papstflüsterers

(Bra­si­lia) Das Erz­bis­tum von São Pau­lo gab den Tod von Clá­u­dio Kar­di­nal Hum­mes im Alter von 87 Jah­ren bekannt. Kar­di­nal Hum­mes war der Statt­hal­ter von Papst Fran­zis­kus in Bra­si­li­en und einer der gro­ßen Pro­mo­to­ren der Ama­zo­nas­syn­ode, die neben der Fami­li­en­syn­ode das bis­her größ­te Pro­jekt des der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kats war. Hum­mes war ins­ge­samt eine der ein­fluß­reich­sten Stim­men
Der Rückgang der Katholiken in Lateinamerika hält unvermindert an. Er nahm unter Papst Franziskus sogar zu.
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Rückgang der Katholiken in Lateinamerika beschleunigt sich unter Papst Franziskus

(Rom) Latein­ame­ri­ka galt jahr­zehn­te­lang als „Kon­ti­nent der Hoff­nung“ für die katho­li­sche Kir­che. Tat­säch­lich ver­liert sie dort aber Tag für Tag an Boden. Die Grün­de sind viel­schich­tig, doch zu einem Teil haus­ge­macht. Beim Kon­kla­ve 2013 war ein wohl­mei­nen­der Teil der Papst­wäh­ler der Über­zeu­gung, daß die Wahl des Argen­ti­ni­ers auf den Stuhl Petri dem Ero­si­ons­pro­zeß Ein­halt gebie­ten
Evangelikale, besonders Pfingstler, erleben seit mehreren Jahrzehnten in Lateinamerika einen ungeahnten Aufstieg, während die katholische Kirche einen Erosionsprozeß erlebt.
Hintergrund

Warum die katholische Kirche in Lateinamerika verliert

War­um sind „kon­ser­va­ti­ve Pfingst­ler“ in Latein­ame­ri­ka wei­ter auf „auf dem Vor­marsch“, obwohl seit 2013 der erste Papst regiert, der aus die­ser Welt­ge­gend stammt? Die­ser Fra­ge wid­me­te das Wall Street Jour­nal am 11. Janu­ar eine Repor­ta­ge von Fran­cis X. Roc­ca, Lucia­na Magal­haes und Saman­tha Pear­son. Unter Ver­weis auf aktu­el­le Erhe­bun­gen kün­di­gen sie an, daß die katho­li­sche
Kirche in Brasilien: Gläubige protestieren gegen den Linksdruck in der Kirche: "Für eine vom PT und Kommunismus freie Kirche".
Hintergrund

Brasiliens Kirche in der linken Sackgasse

(Bra­si­lia) Bra­si­li­en ist ein stark umkämpf­tes Feld. Das hat mit dem gigan­ti­schen Staats­ge­biet und mit der Grö­ße sei­ner Bevöl­ke­rung zu tun. Kle­rus und Epi­sko­pat des por­tu­gie­sisch­spra­chi­gen Lan­des erleb­ten nach dem Zwei­ten Welt­krieg einen mas­si­ven Links­ruck. Inzwi­schen steckt die kirch­li­che Hier­ar­chie in der lin­ken Sack­gas­se, aus der sie nicht mehr her­aus­zu­fin­den scheint.